Diese humorvolle Umdeutung von Luthers berühmtem Zitat bildet den Ausgangspunkt einer Unterrichtseinheit für den evangelischen Religionsunterricht der Jahrgangsstufen 7/8.
Schüler:innen versetzen sich in Martin Luther hinein und erstellen einen Instagram-Post aus seiner Perspektive – mit Text, Bild und Hashtags. > [Kurze Rückfrage, machen sie das in Insta oder erstellen sie Posts für die klasse mit Bookcreator oder so?]
„Ich bin angenommen – nicht weil ich perfekt bin, sondern weil Gott mich liebt.“ > ["Ich bin angenommen!" Finde ich vielleicht sogar als Aussage stärker. Da könnten sogar die SuS überlegen welche theologischen Gründe eine Rolle spielen: Liebe, Geschöpflichkeit, Würde, Zuspruch...]
> [Aus dieser Erkenntnis heraus, konnte Luther die Kraft ziehen, auch gegen Widrigkeiten "Ich" zu sagen.]
Der Instagram-Post ist ein narrativer Zugang, der Empathie und Identifikation ermöglicht. > [Ist der Post der narrative Zugang oder die Erstellung des Posts? Weil so verstehe ich es, dass es bereits einen Post gibt.]
Luther wird nicht als „Influencer-Held“ präsentiert, sondern als ambivalente Persönlichkeit mit Spannungen zwischen Mut, Glaube und Konflikten (z. B. mit Kirche, Autorität, Antijudaismus). > [Die Auseinandersetzung mit den Folgen seiner Schriften, führt zudem auch zu einem Bewusstsein, dass Worte, Schriften und Posts Macht besitzen.]
Im Herbst 1517 verbreiteten sich seine 95 Thesen in Windeseile über ganz Europa. Kein Algorithmus, kein Livestream, sondern der Buchdruck >[verständliche Thesen und Karrikaturen] machte>[n] die Reformation zum ersten viralen Ereignis der Geschichte.
Das Projekt „Luther als Influencer“ überträgt diesen Gedanken in den Religionsunterricht der Jahrgangsstufen 7/8.
Schüler:innen versetzen sich in Luthers Perspektive und gestalten einen Instagram-Post, der seine Botschaften, Gefühle und Konflikte in die Gegenwart übersetzt.
### Didaktische Umsetzung: Reformation kommunizieren – heute
Die Aufgabe „Luther als Influencer“ greift zentrale Prinzipien kirchengeschichtlicher Bildung auf – und übersetzt sie in konkrete Unterrichtshandlungen. > [Sollten hier ein paar Beispiele stehen: Auseinandersetzung mit einem Thema, Position beziehen, Diskutieren und Urteilen.]
Damals: Der Buchdruck machte Luthers Botschaften viral. Seine Flugschriften und Lieder waren die Social-Media-Beiträge des 16. Jahrhunderts. > [Sie waren für die breite Masse zugänglich und verständlich.]
Geschichte ist mehrdeutig. Luther war mutig, aber auch streitbar und verletzend.
Seine Haltung bietet Anlass zur Reflexion über Ambivalenz, Verantwortung und Toleranz.
Konkret im Unterricht:
In Gruppen bearbeiten Lernende verschiedene Perspektiven:
Luther als Reformator der Kirche
Luther als politischer Unruhestifter
Luther als Mensch mit Zweifeln
Luther als Kritiker, aber auch als intoleranter Theologe
Jede Gruppe erstellt einen „Instagram-Post“ aus dieser Sichtweise.
Im Plenum wird diskutiert:
„Wie kann man heute für etwas einstehen, ohne andere abzuwerten?“
Zielkompetenz:
Schüler:innen lernen, komplexe historische Figuren kritisch zu verstehen und ihre Haltung in die Gegenwart zu übersetzen – etwa im Umgang mit gesellschaftlichen Konflikten.