From 2cbfb7c50666bc57154a73349d13adcfa96fb759 Mon Sep 17 00:00:00 2001 From: phillipangelina Date: Thu, 2 Apr 2026 11:07:57 +0000 Subject: [PATCH] =?UTF-8?q?Erstentwurf=20f=C3=BCr=20den=20Blogartikel=20zu?= =?UTF-8?q?r=20Tagung=20Theologie=20und=20Hochschuldidaktik?= MIME-Version: 1.0 Content-Type: text/plain; charset=UTF-8 Content-Transfer-Encoding: 8bit --- .../index.md | 17 +++++++++++++++++ 1 file changed, 17 insertions(+) create mode 100644 Website/content/de/posts/2026-04-02-Tagung_Theologie_und_Hochschuldidaktik/index.md diff --git a/Website/content/de/posts/2026-04-02-Tagung_Theologie_und_Hochschuldidaktik/index.md b/Website/content/de/posts/2026-04-02-Tagung_Theologie_und_Hochschuldidaktik/index.md new file mode 100644 index 0000000..1c510a1 --- /dev/null +++ b/Website/content/de/posts/2026-04-02-Tagung_Theologie_und_Hochschuldidaktik/index.md @@ -0,0 +1,17 @@ +# Welche Vorraussetzungen braucht eine Offene Lehr- und Lernpraxis um inklusiveres Lernen zu ermöglichen + +Auch in diesem Jahr fand wieder die Tagung des Netzwerks "Theologie und Hochschuldidaktik" am 30.-31. März 2026 statt. Unsere Erfahrung aus dem letzten Jahr könnt ihr [hier](https://oer.community/oer-meets-fachdidaktik/) lesen. +Dieses jahr stand OEP im Mittelpunkt der Tagung. Somit baute die diesjährige Theologie und Hochschuldidaktik auf die letztjährige auf und möchte zugleich ein offener Raum sein, in der die Praxis im Vordergrund steht. Die Form der einzelnen Tagungspunkte zeigten diesen Fokus besonders auf, denn anstelle von Vorträgen standen Workshops in Vordergrund. +Nach einer kurzen Einführung zu dem Themengerüst OER und OEP von Ludger Hiepel und Laura Mößle begannen die Workshops, in denen jeweils aus unterschiedlicher Fachdisziplin gemeinschaftlich überlegt wurde in welcher hinsicht OEP einen Beitrag zur Demokratiebildung leisten könne. +- Aus dem FOERBICO Team, haben Laura und Phillip einen Workshop zu klassismussensibler Hochschulbildung durch OEP. Darin stand im Fokus, dass eine Haltung der offenen Pädagogik zunächst Ausgrenzungsstrukturen aufgrund von Klasse aufdeckt und auch für diese sensibilisieren kann. OER und OEP können von ihrem normativen Anspruch her, dazu bei tragen diese Strukturen zu verändern, jedoch sind diese alleine kein Allheilmittel. +- Aus dem Fachbereich des neuen Testaments gab es zwei Beiträge die sich einerseits mit der Frage von exegetischen Diskurs anhand eines Bibel Zitats [Römer 13,1-2](https://www.die-bibel.de/bibel/LU17/ROM.13) über die Möglichkeit Diskursfähigkeit einzuüben. +- Der zweite Workshop aus dem Neuen Testaments stand unter der Frage der was denn studentische Partizipation im Hochshulkontext eigentlich bedeute. Wie kann Mitgestaltung gefördert werden, wenn diese abgelehnt werde. +- Im darauffolgenden Workshopblock ging es um die Frage nach *Wahrheit* und wie diese innerhalb der Studierendenschaft gestärkt werden. In diesem Kontext wurden zudem mögliche Methoden überlegt, wie diese Tugend gemeinsam mit Studierenden nicht nur erarbeitet, sondern auch eingeübt werden können. +- Im letzten Workshop wurde in einem Rollenspiel den Teilnehmenden deutlich vor Augen geführt, welche Vorraussetzungen eine offene und partitipative Pädagogik ermöglichen. Eine offene Didaktik geschieht nicht vorraussetzungslos, sondern sie bedarf Vorbereitung und Anleitung auf seiten der Lehrenden und eine Verantwortungsübernahme auf seiten der Lernenden. + +## Community-Abend +Der gemeinsame Community-Abend ermöglichte eine gelebte offene Praxis. Teilnehmende konnten OER oder Ideen für Seminare mit anderen Teilnehmenden teilen und diese Weiterentwickeln. Hierbei haben sich auch spontane Gruppen gebildet, beispielsweise zum Thema Selbstorganisation und Wissensmanagement und wie digitale Tools dabei helfen können eigene Arbeiten sowie Gruppenarbeiten zu organisieren. Dabei konnte das FOERBICO Projekt aus der offenen Arbeit mit Git sowie der Arbeit mit Markdown davon berichten, wie dies das Arbeiten innerhalb des geschlossenen universitären Kontextes verändert hat. Zugleich konnte in anderen Gruppen die [Qualitätskriterien](https://oer.community/qualitaet/) angewendet werden um selbsterstelltes Material zu überprüfen. +Der Community-Abend ermöglichte Raum für die gemeinsame Praxis und schaffte somit den Sprung von das Sprechen über in das Handlen zu kommen. Vor allem die Multiperspektivität und auch der offene Austausch zeigt, dass auch wenn [OEP schwierig zu definieren sei](https://oer.community/recap-foerbico-tagung-2026/), es in Handlungsgeschehen passiert. + +## Learnings aus der Tagung +OER und OEP ermöglichen mit ihren grundlegen Ansatz gewisse Ausgegrenzungsstrukturen entgegen zu wirken. Jedoch geschieht dies nicht Vorraussetzungsfrei. Es bedarf technische Vorraussetzungen von Zugang zu Hardware bis hinzu Kentnisse über Tools und offene Arbeitswege. Eine offene didaktische Haltung bringt irritiert das bekannte Lernmuster. Viele studierende kennen nur ein oder zwei Formen der Wissensaneignung und diese Muster sind zu durchbrechen um offene Bildung zu ermöglichen. Strukturelle Rahmen stehen offenen Methoden oder Materialien im Weg, sei es in Form von Lizensierungen oder schlicht und ergreifend Vorbereitungs- und Durchführungszeit. Offenheit erfordert auch eine Transparenz, Machtstrukturen werden trotz offener Bildungsmöglichkeiten nicht überwunden, es ist umso wichtiger diese in einem Prozess offen zu legen. Trotz dieser Hürden, ist eine Haltung von Openness grundlegend um strukturelle Ausgrenzungen im Bildungssektor entgegen zu wirken. Dabei hilft es den Fokus von Beitragsorientierung hinzu Prozessorientierung zu verschieben. Es ist auch nicht der Anspruch von Heute auf Morgen alles richtig umzusetzen, sondern es geht um einen Schrittweisen Veränderung der Lehr- und Lernkultur. \ No newline at end of file