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@ -6,7 +6,7 @@ Die Bekanntheit von OER ist in den letzten Jahren gestiegen, dennoch bleiben Fra
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"Im OER-Kosmos ist FOERBICO gut vernetzt" - mit diesen freundlichen Worten begrüßte uns Detlef Reuter vom Bundesministeriums für Bildung, Familie, Senioren, Frauen und Jugend (BMBFSFJ) und gab Einblicke in die [OER-Strategie](https://www.oer-strategie.de/) des Bundes. In seiner Begrüßung macht Herr Reuter deutlich, dass FOERBICO kreativ, kollaborativ und transparent arbeitet. Dies ist zeigt sich für ihn durch den Aufbau des innovativen Nostr-Protokolls, da hier mit der klassischen Plattformlogik gebrochen wird. Zugleich würde FOERBICO auch mit den Communities zusammenarbeiten und professionelle Lerngemeinschaften bzw. Community of Practices unterstützen und fördern. "Im OER-Kosmos ist FOERBICO gut vernetzt" - mit diesen freundlichen Worten begrüßte uns Detlef Reuter vom Bundesministeriums für Bildung, Familie, Senioren, Frauen und Jugend (BMBFSFJ) und gab Einblicke in die [OER-Strategie](https://www.oer-strategie.de/) des Bundes. In seiner Begrüßung machte Herr Reuter deutlich, dass FOERBICO kreativ, kollaborativ und transparent arbeitet. Dies zeigt sich für ihn durch den Aufbau des innovativen Nostr-Protokolls, da hier mit der klassischen Plattformlogik gebrochen wird hin zu einer offenen, dezentralen und interoperablen Datenstruktur. Zugleich würde FOERBICO auch mit den Communities zusammenarbeiten und professionelle Lerngemeinschaften bzw. Community of Practices unterstützen und fördern.
![](Forschungsstand.JPG) ![](Forschungsstand.JPG)
@ -24,7 +24,7 @@ Foto CI?
Abschließend veranschaulichte das Team des Comenius-Institutes die ersten Schritte auf dem Weg zum Community-Hub als Kommunikations- und Kollaborationsumgebung im Sinne einer Community of Communities. Dabei wurden verschiedene "Schmerzpunkte" der Communities aufgegriffen, doch anstatt mit Behelfslösungen "Pflaster" darauf zu kleben, soll nun mit einer dezentralen, kompatiblen und offenen Dateninfrastrukturlösung zu einem nachhaltigen OER-Ökosystem und damit zur "Heilung" beigetragen werden. Abschließend veranschaulichte das Team des Comenius-Institutes die ersten Schritte auf dem Weg zum Community-Hub als Kommunikations- und Kollaborationsumgebung im Sinne einer Community of Communities. Dabei wurden verschiedene "Schmerzpunkte" der Communities aufgegriffen, doch anstatt mit Behelfslösungen "Pflaster" darauf zu kleben, soll nun mit einer dezentralen, kompatiblen und offenen Dateninfrastrukturlösung zu einem nachhaltigen OER-Ökosystem und damit zur "Heilung" beigetragen werden.
Die Begrüßung zum Nachschauen im Stream 📹👉 LINK Die Begrüßung zum Nachschauen findet ihr im [Stream](https://www.fau.tv/series/mit-oer-zu-einer-kultur-des-teilens-w25?sortField=episode) 📹
Passend dazu gab es auch thematische Workshops zum Austauschen und Ausprobieren, die Folien sind frei verfügbar: Community Hub (LINK ZU FOLIEN), Qualitätskriterien (LINK ZU FOLIEN) & Community of Praxis (LINK ZU FOLIEN) Passend dazu gab es auch thematische Workshops zum Austauschen und Ausprobieren, die Folien sind frei verfügbar: Community Hub (LINK ZU FOLIEN), Qualitätskriterien (LINK ZU FOLIEN) & Community of Praxis (LINK ZU FOLIEN)
@ -36,6 +36,7 @@ Passend dazu gab es auch thematische Workshops zum Austauschen und Ausprobieren,
Daniel Otto begann seine Keynote mit der These, dass OEP und OER sich überlappen, aber es sich dennoch um zwei getrennte Konzepte handle. OER rein von Material her zu bestimmen greife zu kurz, denn die Subjekte und eine Praxis sind immer schon mitgedacht. Es geht um ein Arrangement aus Lizensierung, Standards und Infrastruktur, also die *Fähigkeiten* der Ressource und nicht die Ressource an sich. Dies speißt sich aus der normativen Idee (vgl. [Angelina &Buchwald-Chasée 2025](https://oer.community/interview-daniel-otto/)), dass Bildung als öffentliches Gut zugänglich, anpassbar und teilbar sein sollte. Leider ist die globale Umsetzung empirisch ernüchternd. OER sind somit nicht neutral und es kann Zielkonflikte geben welche nach außen getragen werden. OEP ist dagegen definitorisch und analytisch schwer zu greifen und es fehle an theoretischer Unterfütterung (vgl. [Thompson 2023](https://doi.org/10.2139/ssrn.4595912)). Dies decke sich auch mit den Ergebnissen aus dem Literaturbericht von Pircker und Pirner ([2025](https://oer.community/oer-oep-literaturbericht/)). Daraus schließt Otto, dass OEP ein deskriptiver Begriff sei, welches die Nutzung von OER mit einschließt, aber darüber hinaus geht. Daniel Otto begann seine Keynote mit der These, dass OEP und OER sich überlappen, aber es sich dennoch um zwei getrennte Konzepte handle. OER rein von Material her zu bestimmen greife zu kurz, denn die Subjekte und eine Praxis sind immer schon mitgedacht. Es geht um ein Arrangement aus Lizensierung, Standards und Infrastruktur, also die *Fähigkeiten* der Ressource und nicht die Ressource an sich. Dies speißt sich aus der normativen Idee (vgl. [Angelina &Buchwald-Chasée 2025](https://oer.community/interview-daniel-otto/)), dass Bildung als öffentliches Gut zugänglich, anpassbar und teilbar sein sollte. Leider ist die globale Umsetzung empirisch ernüchternd. OER sind somit nicht neutral und es kann Zielkonflikte geben welche nach außen getragen werden. OEP ist dagegen definitorisch und analytisch schwer zu greifen und es fehle an theoretischer Unterfütterung (vgl. [Thompson 2023](https://doi.org/10.2139/ssrn.4595912)). Dies decke sich auch mit den Ergebnissen aus dem Literaturbericht von Pircker und Pirner ([2025](https://oer.community/oer-oep-literaturbericht/)). Daraus schließt Otto, dass OEP ein deskriptiver Begriff sei, welches die Nutzung von OER mit einschließt, aber darüber hinaus geht.
### KI als eine Herausfoderung von OER und OEP ### KI als eine Herausfoderung von OER und OEP
KI spielt dabei eine Herausforderung für OER, da diese von ihrer Logik her anders aufgebaut ist und funktioniert. Die normative Ideen von OER beispielsweise haben sich in einem Rechtsgerüßt der CC-Lizenzen operationalisiert. OER zeichnet sich durch die transparente Angabe von Quellen und Versionierungen aus und ist dabei nachvollziehbar sowie zitierbar. Demgegenüber ist die Anwendung von generativer KI in Rechtsfragen noch unbestimmt zugleich handelt es sich hierbei um eine Blackbox in der weder der Input noch der Output für Nutzende nachvollziehbar sei. Die KI erzeuge, so Otto, eine *eschatologische Spannung* von jetzt schon und noch nicht, also ein Heilsversprechen das auf die Zukunft vertrößtet. Trotz dessen wird die KI nicht verworfen, sondern Otto entwickelt durch Gurndsätze der OER-enabled Pedagogy ([Wiley & Hilton III 2018](https://doi.org/10.19173/irrodl.v19i4.3601)) einen konstruktiven Umgang. Je offener und deligierbarer Aufgaben sind, desto eher kann KI eine Unterstützung sein. KI spielt dabei eine Herausforderung für OER, da diese von ihrer Logik her anders aufgebaut ist und funktioniert. Die normative Ideen von OER beispielsweise haben sich in einem Rechtsgerüßt der CC-Lizenzen operationalisiert. OER zeichnet sich durch die transparente Angabe von Quellen und Versionierungen aus und ist dabei nachvollziehbar sowie zitierbar. Demgegenüber ist die Anwendung von generativer KI in Rechtsfragen noch unbestimmt zugleich handelt es sich hierbei um eine Blackbox in der weder der Input noch der Output für Nutzende nachvollziehbar sei. Die KI erzeuge, so Otto, eine *eschatologische Spannung* von jetzt schon und noch nicht, also ein Heilsversprechen das auf die Zukunft vertrößtet. Trotz dessen wird die KI nicht verworfen, sondern Otto entwickelt durch Gurndsätze der OER-enabled Pedagogy ([Wiley & Hilton III 2018](https://doi.org/10.19173/irrodl.v19i4.3601)) einen konstruktiven Umgang. Je offener und deligierbarer Aufgaben sind, desto eher kann KI eine Unterstützung sein.
![](OER_KI_Matrix.png) ![](OER_KI_Matrix.png)
@ -43,14 +44,14 @@ KI spielt dabei eine Herausforderung für OER, da diese von ihrer Logik her ande
Dies führt für die Hochschullehre zu der Ermöglichung von beitragsorientierten Beteiligung, neben der klassischen prüfungsorientierten Abfrage. Der Fokus wird dabei stärker auf dem Lernprozess gelegt, als auf das Endprodukt. Dies führt für die Hochschullehre zu der Ermöglichung von beitragsorientierten Beteiligung, neben der klassischen prüfungsorientierten Abfrage. Der Fokus wird dabei stärker auf dem Lernprozess gelegt, als auf das Endprodukt.
### Dark Reuse ### Dark Reuse
Ein weiteres Problem im Bezug auf OER ist die institutionelle Geringschätzung für die Entwicklung von OER. Da im deutschen universitären Kontext Lehre zweitrangig ist, wird wenig als OER veröffentlicht. Material wird geteilt, aber nicht als OER veröffentlicht oder als solche Lizensiert. Hierbei spricht man von der *Dark Reuse Hypothese*, also es gibt mehr, als das was erfassbar ist. Dies deckt sich auch mit der empirischen Forschung von FOERBICO. In der deutschen Forschungslandschaft ist das erheben von Daten zu OER schwierig, da wenig OER produziert wird. Es wird innerhalb der Hochschullandschaft als *nice to have* angesehen und dementsprechend nicht gewürdigt. Dies ist beispielsweise anders in den USA indem Studierende finanziell von OER und Open Textbooks abhängig sind. Ein weiteres Problem im Bezug auf OER ist die institutionelle Geringschätzung für die Entwicklung von OER. Da im deutschen universitären Kontext Lehre zweitrangig ist, wird wenig als OER veröffentlicht. Material wird geteilt, aber nicht als OER veröffentlicht oder als solche Lizensiert. Hierbei spricht man von der *Dark Reuse Hypothese*, also es gibt mehr, als das was erfassbar ist. Dies deckt sich auch mit der empirischen Forschung von FOERBICO. In der deutschen Forschungslandschaft ist das erheben von Daten zu OER schwierig, da wenig OER produziert wird. Es wird innerhalb der Hochschullandschaft als *nice to have* angesehen und dementsprechend nicht gewürdigt. Dies ist beispielsweise anders in den USA indem Studierende finanziell von OER und Open Textbooks abhängig sind.
### Motive zur Nutzung von OER und OEP ### Motive zur Nutzung von OER und OEP
In einer Studie von Klar et. Al ([2024](https://10.0.218.174/openpraxis.16.3.679)) wird empirisch aufgezeigt, dass die wichtigste Rolle für die Nutzung von OER, das Wissen über die Existenz von OER, sei. Erst wenn Menschen innerhalb der Bildungslandschaft über OER Wissen erlangen, suchen sie danach. Weitere wichtige Faktoren sind, das Wissen über die Lizenzen, die Kultur des Teilens und Kooperation. Die letzteren beiden Motive geben einen Aufschluss darüber, dass OER über die Ressource hinaus geht und für ihre Etablierung innerhalb von Hochschule sowie der Schule bedarf es eine institutionelle Anerkennung für die Erstellung und Anwendung von OER (vgl. [Otto 2022](https://doi.org/10.3217/zfhe-17-02/12)).
... In einer Studie von Klar et. al ([2024](https://10.0.218.174/openpraxis.16.3.679)) wird empirisch aufgezeigt, dass die wichtigste Rolle für die Nutzung von OER, das Wissen über die Existenz von OER, sei. Erst wenn Menschen innerhalb der Bildungslandschaft über OER Wissen erlangen, suchen sie danach. Weitere wichtige Faktoren sind, das Wissen über die Lizenzen, die Kultur des Teilens und Kooperation. Die letzteren beiden Motive geben einen Aufschluss darüber, dass OER über die Ressource hinaus geht und für ihre Etablierung innerhalb von Hochschule sowie der Schule bedarf es eine institutionelle Anerkennung für die Erstellung und Anwendung von OER (vgl. [Otto 2022](https://doi.org/10.3217/zfhe-17-02/12)).
Die Keynote zum Nachschauen im Stream 📹👉 LINK Die Keynote zum Nachschauen findet ihr im [Stream](https://www.fau.tv/series/mit-oer-zu-einer-kultur-des-teilens-w25/1-aktuelle-herausforderungen-und-perspektiven-fur-oer-und-oep-w25) 📹
## Community-Workshops mit relilab, reliGlobal & RELImentar ## Community-Workshops mit relilab, reliGlobal & RELImentar
@ -82,25 +83,34 @@ Folien-Link einfügen
![](Critical Friends.jpg) ![](Critical Friends.jpg)
Moderiert von Manfred Pirner Moderiert von Manfred Pirner diskutierten wir unsere bisherigen FOERBICO-Ergebnisse aus unterschiedlichen Perspektiven von Critical Friends.
Critical Friends:
*Dr. Susanne Friz (FWU Institut für Film & Bild in Wissenschaft & Unterricht):* ### Dr. Susanne Friz (FWU Institut für Film & Bild in Wissenschaft & Unterricht):
*Dr. Alexandra Habicher (Koordinatorin des Projektverbunds digiLL):* Frau Friz beschäftigt sich am FWU schon lange und intensiv mit digitalen Medien und als Mitglied des OER-Beirates natürlich auch mit OER. Aktuell arbeitet sie im Projekt [MOERFI](https://www.oer-strategie.de/vernetzen/moerfi/) zum Austausch verschiedener Projekte zu OER-Bildungsinfrastrukturen. Aus ihrer Erfahrung heraus findet sie es wichtig, den Leuten nicht nur OER und Lizenzen zu erklären, sondern sie auch ins Produzieren bringen und OER mit inhaltlichen Themen wie Schulentwicklung oder Medienpädagogik zu verbinden.
*Prof. Dr. Ilona Nord (Religionspädagogik, Uni Würzburg): * > Ich finde es ganz toll, dass man OER und OEP zusammen denkt und miteinander verbindet. In Projekten wird ja immer alles Mögliche gefördert, aber Forschung meistens nicht. Von daher finde ich es gut, dass es in FOERBICO auch mal eine Begleitforschung gibt. Ich würde mir noch mehr Forschung wünschen, damit man genauer sagen kann, was bringt uns das OER und was machen die mit OEP.
*Prof. Dr. Franco Rau (Lehrstuhl für Schulpädagogik mit dem Schwerpunkt Digitalisierung im Unterricht an der FAU):* ### Dr. Alexandra Habicher (Koordinatorin des Projektverbunds digiLL):
Die Podiumsdiskussion zum Nachschauen im Stream 📹👉 LINK > Zitat
### Prof. Dr. Ilona Nord (Religionspädagogik, Uni Würzburg):
> Zitat
### Prof. Dr. Franco Rau (Lehrstuhl für Schulpädagogik mit dem Schwerpunkt Digitalisierung im Unterricht an der FAU):
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Die Podiumsdiskussion zum Nachschauen im [Stream](https://www.fau.tv/series/mit-oer-zu-einer-kultur-des-teilens-w25/1-critical-friends-kommentierungen-und-podium-w25) 📹
## Fazit ## Fazit
Mit OER zu einer Kultur des Teilens - unter diesem Motto haben wir nicht nur unsere bisherigen Erkenntnisse und Schritte aus dem FOERBICO-Projekt mit euch geteilt, sondern zusammen mit den Teilnehmenden auch gegenseitig Einblicke in die Community-Arbeit gegeben und somit quasi Open Educational Practices und Vernetzung auf der Tagung gelebt! Was uns besonders gefreut hat: Die Verknüpfung von Wissenschaft und Praxis sowie der Blick über den eigenen (religionsbezogenen) Tellerrand hinaus - Forschung erhielt wichtige Erfahrungsberichte aus der gelebten Communityarbeit und die Communities erhielten spannende Forschungseinblicke. Mit OER zu einer Kultur des Teilens - unter diesem Motto haben wir nicht nur unsere bisherigen Erkenntnisse und Schritte aus dem FOERBICO-Projekt mit euch geteilt, sondern zusammen mit den Teilnehmenden auch gegenseitig Einblicke in die Community-Arbeit gegeben und somit quasi Open Educational Practices und Vernetzung auf der Tagung gelebt! Was uns besonders gefreut hat: Die Verknüpfung von Wissenschaft und Praxis sowie der Blick über den eigenen (religionsbezogenen) Tellerrand hinaus - Forschung erhielt wichtige Erfahrungsberichte aus der gelebten Communityarbeit und die Communities erhielten spannende Forschungseinblicke.
Wir hoffen alle konnten etwas mitnehmen :-) Wir hoffen alle konnten etwas mitnehmen ❤️
![](hoerz.JPG) ![](hoerz.JPG)