Merge branch 'main' into content-lint/fix-2026-04-09
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# Strukturierte Bild-Metadaten und Konvention zur Bildattribution
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### Zuordnung im Beispiel
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| Feld | Wert |
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| `alt` | Rhabarberpflanze mit großen grünen Blättern und roten Stielen in einem Gartenbeet mit Mulch |
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| `imageUrl` | https://inaturalist-open-data.s3.amazonaws.com/photos/71812633/medium.jpg |
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| `title` | garden rhubarb, Speise-Rhabarber |
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| `sourceUrl` | https://www.inaturalist.org/photos/71812633 |
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| `author` | John Sankey |
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| `authorUrl` | https://www.inaturalist.org/users/2831535 |
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| `licence` | CC BY-SA 4.0 |
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| `licenceUrl` | https://creativecommons.org/licenses/by-sa/4.0/ |
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| `modification` | beschnitten |
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### Markdown-Darstellung im Beispiel
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```markdown=
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[garden rhubarb, Speise-Rhabarber](https://www.inaturalist.org/photos/71812633), [John Sankey](https://www.inaturalist.org/users/2831535), [CC0](https://creativecommons.org/publicdomain/zero/1.0/), beschnitten
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```
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[garden rhubarb, Speise-Rhabarber](https://www.inaturalist.org/photos/71812633), [John Sankey](https://www.inaturalist.org/users/2831535), [CC0](https://creativecommons.org/publicdomain/zero/1.0/), beschnitten
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### Konstruktion des Markdown-Beispiels
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```markdown
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[title](sourceUrl), [author](authorUrl), [licence](licenceUrl), modification
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```
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Die Caption-Zeile steht **auf der Zeile direkt nach dem Bild** (Zeilenumbruch, kein Leerzeichen dazwischen).
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## Regeln
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1. **Reihenfolge der Felder:** `alt`, `imageUrl`, `title`, `sourceUrl`, `author`, `authorUrl`, `licence`, `licenceUrl`, `modification`. Die Reihenfolge ist **normativ**, damit Parser sich darauf verlassen können.
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2. **Trenner:** Komma + Leerzeichen (`, `) zwischen den Caption-Feldern. Einheitlich, kein Mix aus „von", „Autor", „Lizenz", usw.
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3. **Verlinkungen:**
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- `title` → `sourceUrl`
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- `author` → `authorUrl`
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- `licence` → `licenceUrl`
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4. **URL-Disziplin:** Alle URL-Felder sind absolut (`https://…`), niemals relativ.
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5. **CC0 / Public Domain:** `sourceUrl` darf entfallen. Urheber:in und Lizenz bleiben aus Transparenzgründen empfohlen.
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6. **Bearbeitungen:** Bei CC-BY-Lizenzen ist die Änderung anzugeben, sobald das Werk verändert wurde (Zuschnitt, Farbe, Skalierung, Kombination usw.). Bei CC0 optional.
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7. **Barrierefreiheit:** `alt` ist formal optional, aber für WCAG/BITV-Konformität faktisch Pflicht. Leere eckige Klammern `![]` nur bei rein dekorativen Bildern.
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## (Pflicht)-Felder
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| Feld | Status | Bedeutung / Form |
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|---|---|---|
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| `licence` | **Pflicht** | Lizenz-Kurzform (`CC0`, `CC BY`, `CC BY-SA`, `©`, …) |
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| `licenceUrl` | **Pflicht** | Kanonische Lizenz-URL, z. B. `https://creativecommons.org/publicdomain/zero/1.0/` |
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| `imageUrl` | **Pflicht** | Absolute URL zur Bilddatei (sonst nicht renderbar) |
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| `sourceUrl` | **Pflicht** außer bei CC0 | URL zur Quellseite|
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| `author` | **Pflicht** außer bei CC0 | Name der Urheber:in |
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| `authorUrl` | optional | Profil-/Homepage-URL der Urheber:in |
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| `modification` | optional (Pflicht bei Bearbeitung von CC-BY-Werken) | Freitext zur Bearbeitung |
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| `title` | optional | Titel des Werks |
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| `alt` | optional (faktisch Pflicht für Accessibility) | Screen-Reader-Beschreibung |
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### Minimale Beispieldarstellung
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[CC0](https://creativecommons.org/publicdomain/zero/1.0/)
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### Minimale Beispiel-Konstruktion
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```markdown
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[licence](licenceUrl)
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```
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Die harte Mindestanforderung: **Bild + Lizenz-Link**. Alles andere darf weg, wenn es die Lizenz erlaubt (z. B. CC0).
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@ -58,8 +58,7 @@ tags:
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## Sind die Designs, Vorlagen, Bilder von [Canva](https://www.canva.com/) einfach für OER nutzbar?
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Ein [Artikel von irights-Info](https://irights.info/artikel/canva-oer/32239) machte uns auf diese Problematik aufmerksam. Die Richtlinien von Canva enthielten dazu keinen eindeutigen Verweis. Deswegen haben wir bei der [Rechtinformationsstelle von ORCA.nrw](https://www.orca.nrw/oer/oer-erstellen/rechtsinformation/) angefragt und
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hier die wichtigsten Infos und Tipps als Orientierung für euch zusammengefasst!
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Ein [Artikel von irights-Info](https://irights.info/artikel/canva-oer/32239) machte uns auf diese Problematik aufmerksam. Die Richtlinien von Canva enthielten dazu keinen eindeutigen Verweis. Deswegen haben wir bei der [Rechtinformationsstelle von ORCA.nrw](https://www.orca.nrw/oer/oer-erstellen/rechtsinformation/) angefragt und hier die wichtigsten Infos und Tipps als Orientierung für euch zusammengefasst!
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## Stolperstein: Ihr habt nur ein Nutzungsrecht
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@ -67,7 +66,7 @@ Canva ist zwar ein tolles Gestaltungstool, aber die Inhalte, die ihr dort findet
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### Ein Beispiel:
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Ihr erstellt mit Canva ein Handout und nutzt ein schönes Stockfoto aus der Bibliothek. Das Foto ist aber nur für eure private oder berufliche Nutzung unter der Canva-Lizenz freigegeben. Sobald ihr das Handout als OER hochladet und zur freien Nutzung anbietet, verstößt ihr gegen die Nutzungsbedingungen – das Foto ist nämlich immer noch durch das Urheberrecht geschützt!
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Ihr erstellt mit Canva ein Handout und nutzt ein schönes Stockfoto aus der Bibliothek. Das Foto ist aber nur für eure private oder berufliche Nutzung unter der Canva-Lizenz freigegeben. Weitere Infos zur Erstellung und den verschiedenen Canva-Lizenzen erfahrt ihr auch im [relilab-Lernmodul](https://relilab.org/flyer-und-social-media-postings-mit-canva-im-handumdrehen-erstellen/). Sobald ihr das Handout als OER hochladet und zur freien Nutzung anbietet, verstößt ihr gegen die Nutzungsbedingungen – das Foto ist nämlich immer noch durch das Urheberrecht geschützt!
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@ -117,7 +116,7 @@ Einfache Figuren wie Kreise oder Rechtecke und Linien genießen keinen urheberre
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### So sieht euer rechtssicheres OER-Material aus!
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Am Ende sollte euer OER-Material so gestaltet sein, dass ihr keinerlei urheberrechtlich geschützte Inhalte verwendet, die unter einer geschlossenen Lizenz stehen. Materialien für die OER-Erstellung erhaltet ihr z.B. bei [ORCA.nrw](https://www.orca.nrw/oer/oer-erstellen/materialien-oer-erstellung/). bei Stellt euch einfach die Frage: „Kann das, was ich hier gestalte, bedenkenlos von jeder Person weiterverwendet werden?“
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Am Ende sollte euer OER-Material so gestaltet sein, dass ihr keinerlei urheberrechtlich geschützte Inhalte verwendet, die unter einer geschlossenen Lizenz stehen. Materialien für die OER-Erstellung erhaltet ihr z.B. bei [ORCA.nrw](https://www.orca.nrw/oer/oer-erstellen/materialien-oer-erstellung/). Auch ein [twillo-Workshop zu Canva](https://www.twillo.de/edu-sharing/components/render/0f9417ec-48bd-4309-8450-d63f344c27c7) gibt Orientierung! Stellt euch einfach die Frage: „Kann das, was ich hier gestalte, bedenkenlos von jeder Person weiterverwendet werden?“
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Wenn ja: Perfekt, euer Werk ist OER-ready!
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Ihr möchtet freie Bildungsmaterialien erstellen, seid aber nach wie vor unsicher bezüglich der Nutzungsrechte? Dann laden wir euch herzlich in unseren offenen Element-Raum "[OER-Rechtsfragen](https://matrix.to/#/#oer-rechtsfragen:rpi-virtuell.de)" ein!
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@ -152,8 +152,8 @@ Die Begrüßung sowie die Ergebnispräsentation zum Nachschauen findet ihr im [S
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Passend dazu gab es auch thematische Workshops zum Austauschen und Ausprobieren, die Folien sind frei verfügbar:
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- [Community Hub](https://s.edufeed.org/hub)
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- [Qualitätskriterien](https://nextcloud.comenius.de/s/LHfAJBjgEgtYANC)
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- [Community of Praxis](https://nextcloud.comenius.de/s/fbMEmzkrzXeZEck)
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- [Qualitätskriterien](https://nextcloud.comenius.de/s/FBTHaeNA7x8YeA9)
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- [Community of Praxis](https://nextcloud.comenius.de/s/qfdGHXmM9KQMjzL)
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## Keynote von Daniel Otto: Aktuelle Herausforderungen und Perspektiven für OER und OEP
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@ -190,7 +190,7 @@ In verschiedenen Community-Workshops konnten die Teilnehmenden die Communities k
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Weitere Informationen zu relilab findet ihr in unserem [Interview](https://oer.community/interview-relilab/) mit Corinna Ullmann.
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👉 Die relilab-Folien findet ihr [hier](https://nextcloud.comenius.de/s/gBde64YdXRgSDG9).
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👉 Die relilab-Folien findet ihr [hier](https://nextcloud.comenius.de/s/GZpNpB5syKwqFwd).
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### reliGlobal - Fachstelle für Globales Lernen im Religionsunterricht
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@ -200,7 +200,7 @@ Weitere Informationen zu relilab findet ihr in unserem [Interview](https://oer.c
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Weitere Informationen zu reliGlobal findet ihr in unserem [Interview](https://oer.community/interview-reliGlobal/) mit Frank Behr und Jens Palkowitsch-Kühl.
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👉 Die reliGlobal-Folien findet ihr [hier](https://nextcloud.comenius.de/s/4w75Qd7dfYLeNcf).
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👉 Die reliGlobal-Folien findet ihr [hier](https://nextcloud.comenius.de/s/aJyP8LS9ctjNpec).
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### RELImentar - religionspädagogisches Portal für den Elementarbereich
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@ -210,7 +210,7 @@ Weitere Informationen zu reliGlobal findet ihr in unserem [Interview](https://oe
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Weitere Informationen zu RELImentar findet ihr in unserem [Interview](https://oer.community/interview-relimentar/) mit Simone Wustrack.
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👉 Die RELImentar-Folien findet ihr [hier](https://nextcloud.comenius.de/s/EpZKDqBNdwF9ro2).
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👉 Die RELImentar-Folien findet ihr [hier](https://nextcloud.comenius.de/s/tKNEQ3MBpQC8ec5).
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## Podiumsdiskussion mit Critical Friends
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After Width: | Height: | Size: 385 KiB |
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After Width: | Height: | Size: 200 KiB |
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@ -0,0 +1,129 @@
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# commonMetadata
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'@context': https://schema.org/
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creativeWorkStatus: Published
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type: LearningResource
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name: 'Teile dein #hOERz'
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||||
description: Rückblick auf die hOERz-Aktion bei der FOERBICO-Zwischenfazit-Tagung 2026 in Nürnberg. Holzherzen mit NFC-Chips, die ausgelesen, überschrieben und weitergegeben werden – und eine Einladung, das Format nachzunutzen.
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license: https://creativecommons.org/licenses/by/4.0/
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id: https://oer.community/hoerz
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creator:
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- givenName: Jörg
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familyName: Lohrer
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id: https://orcid.org/0000-0002-9282-0406
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type: Person
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affiliation:
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name: Comenius-Institut
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id: https://ror.org/025e8aw85
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type: Organization
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inLanguage:
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- de
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about:
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- https://w3id.org/kim/hochschulfaechersystematik/n052
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||||
- https://w3id.org/kim/hochschulfaechersystematik/n053
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image: https://oer.community/hoerz/cover.jpg
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learningResourceType:
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- https://w3id.org/kim/hcrt/text
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- https://w3id.org/kim/hcrt/web_page
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educationalLevel:
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- https://w3id.org/kim/educationalLevel/level_A
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datePublished: 2026-04-17
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keywords:
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- FOERBICO in Kontakt
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- Event
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- Open Educational Practices (OEP)
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- Open Educational Resources (OER)
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- Gamification
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- Community
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# staticSiteGenerator
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||||
author:
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- Jörg Lohrer
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title: 'Teile dein #hOERz'
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cover:
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relative: true
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image: cover.jpg
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hiddenInSingle: true
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alt: hOERz – Holzherzen mit NFC-Chips auf der FOERBICO-Tagung (CC BY 4.0)
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summary: Rückblick auf die hOERz-Aktion bei der FOERBICO-Zwischenfazit-Tagung 2026 in Nürnberg. Holzherzen mit NFC-Chips, die ausgelesen, überschrieben und weitergegeben werden – und eine Einladung, das Format nachzunutzen.
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url: hoerz
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tags:
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- FOERBICO in Kontakt
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- Event
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- Open Educational Practices (OEP)
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- Open Educational Resources (OER)
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- Gamification
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- Community
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[SDG17-Herz](https://oer.community/hoerz), [Deutsche Unesco-Kommision](https://www.unesco.de/themen/bildung/globale-bildungsagenda/bildung-und-die-sdgs/), [CC BY-SA 4.0](https://creativecommons.org/licenses/by-sa/3.0/), mit hOERz-Ergänzung durch FOERBICO
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> **TL;DR** – Auf der FOERBICO-Zwischenfazit-Tagung haben wir ein kleines Experiment gewagt: Holzherzen mit NFC-Chips, die ausgelesen, überschrieben und weitergegeben werden. Aus einem Gimmick wurde ein Format, das OEP nicht erklärt, sondern fühlbar macht. Und: Du kannst es nachmachen. Alles offen, alles CC BY.
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## Eine Pinnwand, die lebt
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Am ersten Tagungsmorgen hing sie noch fast leer da: unsere **Herzens-Pinnwand**. Ein Brett, ein paar Nägel, dazwischen baumelten Holzherzen, jedes mit einem kleinen NFC-Chip im Inneren. Auf jedem Chip: ein Link zu einer offenen Bildungsressource. Zum Einstieg von uns bestückt, aber explizit zum Überschreiben gedacht.
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Was dann passierte, hat uns selbst überrascht.
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Schon in der ersten Kaffeepause standen Menschen vor dem Brett, hielten ihre Handys an die Herzen, zeigten sich gegenseitig, was auftauchte. Ein H5P zur Bibeldidaktik. Ein Etherpad mit einer Methodensammlung. Ein OERSI-Fund, den jemand seit Wochen teilen wollte. Bis zum Nachmittag hatten sich erste Teilnehmende getraut, ein Herz **mitzunehmen**, zu überschreiben und zurückzuhängen. Bis zum Abend war die Pinnwand ein Ort offener Bildungspraxis geworden: Herzen kamen, Herzen gingen, und keiner wusste mehr so genau, welcher Link jetzt wo hing. Genau so war es gedacht.
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[hOERz-Aktion auf der FOERBICO-Tagung](https://oer.community/hoerz), [Franco Rau](https://orcid.org/0000-0003-0327-4704), [CC BY 4.0](https://creativecommons.org/licenses/by/4.0/)
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## Was da eigentlich passiert ist
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Auf den ersten Blick: Gamification, Mitmach-Aktion, nette Idee. Auf den zweiten Blick werden die **V-Freiheiten** offener Bildung zu einer realen Erfahrung, die zu Herzen geht:
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- **Verwenden** – du hältst das Handy dran und entdeckst, was jemand für dich hinterlassen hat.
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- **Verarbeiten** – du überschreibst mit etwas, das dir gerade wichtig ist.
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- **Verbreiten** – du hängst das Herz zurück oder schenkst es weiter.
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Das ist die eigentliche Pointe. OEP kann man als Folie zeigen, in einer Keynote einbauen, in einem Workshop durchdeklinieren – oder eben **in die Hand geben**. Wer einmal ein Herz überschrieben und weitergegeben hat, braucht keine Definition mehr. Die Hürde „Ich teile jetzt mal was" wird kleiner, weil das Teilen nicht digital-abstrakt passiert, sondern als Geste.
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Eine Teilnehmerin sagte am zweiten Tag: „Ich habe heute Morgen drei Herzen geschenkt bekommen und jetzt will ich unbedingt vor Tagungsende selbst auch noch einige verschenken." Genau diese Erlebnisse sind es, die unsere Idee initialisieren wollte.
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## Was gut funktioniert hat
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Ein paar Beobachtungen, die wir gerne weitergeben:
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Die **niedrige Einstiegsschwelle** hat gezogen. Auslesen funktioniert auf aktuellen iPhones ohne App, auf Android mit aktiviertem NFC ebenfalls. Wer einmal ein Herz ausgelesen hat, probiert meistens auch das Überschreiben.
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Die **Pinnwand als physischer Ort** war zentral. Kein Slack-Channel, kein Padlet, sondern ein Brett in der Tagungshalle an dem sich Gespräche ergaben. Mehrmals standen zwei Leute vor der Pinnwand, die sich plötzlich über Ressourcen unterhielten, die sie beide nicht kannten.
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Das **Nicht-Tracken** war eine bewusste Entscheidung. Wir wissen nicht, welches Herz welchen Weg gegangen ist. Kein Logging, keine Analytics, kein „wer hat was überschrieben". Das entspannt. Es entsteht keine Performance-Situation, sondern eine Gaben-Ökonomie im kleinen Maßstab.
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## Was wir beim nächsten Mal anders machen
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Ehrlich gesagt: Die **Anleitung** hätte noch niederschwelliger sein können. Die Landingpage hat gut funktioniert, aber das A3-Plakat an der Pinnwand war der eigentliche Türöffner. Wer den QR-Code scannen musste, um überhaupt zu wissen, was zu tun ist, war schon einen Schritt zu weit weg.
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Außerdem: Ein **Korb mit Ersatz-Herzen** neben der Pinnwand wäre sinnvoll gewesen. Einige Teilnehmende wollten ein Herz mitnehmen, ohne eines zurückzuhängen und das ist völlig okay. Die Ökonomie der Herzen ist keine Tauschbörse, sondern eine Einladung den Spirit des Teilens in Welt hinauszutragen.
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## So machst du es nach
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Alles, was du brauchst, ist überraschend wenig:
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**Material:** Holzherz-Schlüsselanhänger mit eingelassenem NTAG213-Chip. Gibt es in Bastel- und NFC-Shops in 25er- bis 100er-Packs. Kalkuliere grob mit 1–2 Euro pro Stück. Für eine Tagung mit 50 Leuten reichen 30–40 Herzen – mehr ist auch mal zu viel.
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**Vorbereitung:** Beschreibe die Herzen vorab mit URLs, die zu guten, frei zugänglichen Ressourcen führen. Mit der App **NFC Tools** (iOS/Android) geht das in Serie in unter einer Stunde. Wichtig: **kein Passwort**, **kein Schreibschutz**. Die Herzen sollen frei bleiben.
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**Aufbau:** Eine Pinnwand an einem Ort, an dem Menschen sowieso vorbeikommen – Kaffee-Ecke, Foyer, Pausenbereich. Dazu ein Plakat mit den fünf Schritten (auslesen, entdecken, überschreiben, weitergeben, wiederholen) und eine Landingpage mit ausführlicher Anleitung. Das [hOERz-Plakat (PDF, CC BY)](hOERz-Plakat.pdf) kannst du direkt übernehmen.
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**Kommunikation:** Ein Hashtag hilft. Wir haben **#hOERz** genommen - funktioniert auf Nostr, Mastodon, Bluesky und LinkedIn gleichermaßen.
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Die vollständige Landingpage mit Schritt-für-Schritt-Anleitung, App-Empfehlungen und FAQ liegt offen unter:
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**[s.edufeed.org/hoerz](https://s.edufeed.org/hoerz)**
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## Warum wir das erzählen
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Wir haben das Format nicht entwickelt, um es als FOERBICO-Marke zu etablieren. Im Gegenteil: Die Herzen-Idee ist genau dann erfolgreich, wenn sie woanders auftaucht, bei einer Fortbildung, im Schulkollegium, einem Vernetzungstreffen, in der Hochschule, bei freien Trägern: überall, wo Menschen zusammenkommen, die ohnehin Ressourcen im Kopf haben und sie nur selten teilen.
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Wenn du es ausprobierst: Erzähl davon. Hashtag **#hOERz**, gerne auch eine kurze Rückmeldung an uns. Und wenn du das Format weiterentwickelst – andere Formen, andere Chips, andere Zielgruppen – dann umso besser. OEP lebt davon, dass etwas weitergereicht wird.
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*Mehr zur FOERBICO Zwischenfazit-Tagung gibt es im [ausführlichen Tagungsbericht](https://oer.community/recap-foerbico-tagung-2026/). Die hOERz-Anleitung als OER findet sich unter [s.edufeed.org/hoerz](https://s.edufeed.org/hoerz).*
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After Width: | Height: | Size: 723 KiB |
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After Width: | Height: | Size: 522 KiB |
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After Width: | Height: | Size: 672 KiB |
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After Width: | Height: | Size: 579 KiB |
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@ -0,0 +1,284 @@
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name: 'Auf der Suche nach Junia(s)'
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Das Material beschäftigt sich mit der textkritischen Frage, welche Person Paulus in Röm 16,7 als Apostel grüßt (eine Frau? einen Mann?) und vermittelt dabei Grundlagen zur antiken Schreibkultur und wissenschaftlicher Textarbeit. Das Material wurde für einen 90-minütigen Workshop (ab Klasse 8) vom Institut für Katholische Theologie an der Universität Vechta entwickelt und kann im Religionsunterricht zu den Themen Nachfolge oder Ämter im Frühchristentum eingesetzt werden. Es steht als frei nutzbares Lehrmaterial (OER) zur Verfügung.
|
||||
license: https://creativecommons.org/licenses/by/4.0/deed.de
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creator:
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- givenName: Jonas
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- Religionspädagogik
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Das Material beschäftigt sich mit der textkritischen Frage, welche Person Paulus in Röm 16,7 als Apostel grüßt (eine Frau? einen Mann?) und vermittelt dabei Grundlagen zur antiken Schreibkultur und wissenschaftlicher Textarbeit. Das Material wurde für einen 90-minütigen Workshop (ab Klasse 8) vom Institut für Katholische Theologie an der Universität Vechta entwickelt und kann im Religionsunterricht zu den Themen Nachfolge oder Ämter im Frühchristentum eingesetzt werden. Es steht als frei nutzbares Lehrmaterial (OER) zur Verfügung.
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url: junia
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tags:
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- OER
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- Religionspädagogik
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- Theologie
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- Didaktik
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- Religionsunterricht
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- Bildungsmedien
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Das Material für den Workshop „Auf der Suche nach Junia(s)“ wurde für ein Kinder-Uni-Programm am [Institut für Katholische Theologie an der Universität Vechta](https://www.uni-vechta.de/katholische-theologie) zusammengestellt, an dem Studierende des Seminars ,,Einführung in die Methoden der neutestamentlichen Wissenschaft‘‘ teilgenommen haben. Denkbar ist ein Einsatz im Religionsunterricht im Themenbereich ,,Christologie‘‘ unter dem Stichwort ,,Nachfolge‘‘ oder im Themenbereich ,,Ekklesiologie‘‘ unter dem Stichwort ,,Ämter‘‘.
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Die Materialien werden unter einer [CC BY-SA 4.0-Lizenz](https://creativecommons.org/licenses/by/4.0/deed.de) vom Institut für Katholische Theologie Universität Vechta / TheoHub zur Verfügung gestellt, damit Lehrkräfte Teile entnehmen, anpassen und für ihre Lerngruppen nutzen können. Open Educational Resources wie diese eröffnen nicht nur die Möglichkeit, Bildungsmaterialien nachhaltig zu nutzen. Sie tragen auch dazu bei, dass wissenschaftliches Arbeiten Eingang in außeruniversitäre Bildungsräume wie Schulen und die religiöse Bildung an Kirchen findet. So wird das Vertrauen in wissenschaftliche Methoden gestärkt und die Hochschullehre lernt, sich zugänglicher zu machen.
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## 📅 Veranstaltungshinweis
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Am 12. Mai findet um 17 Uhr im relilab ein [Online-Werkstattgespräch](https://relilab.org/werkstattgespraech-auf-der-suche-nach-junias-oer/) zu Projekt und Material statt - herzliche Einladung dabei zu sein!
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## Lernziele
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Die Schüler:innen (im Folgenden abgekürzt mit SuS) kennen...
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• antike Schreibmaterialien und den kulturhistorischen Kontext des Schreibens in der griechisch-römisch-frühjüdischen Antike,
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• biographische Basisinformationen über Paulus als Theologen und Autor in seiner Zeit,
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• Griechisch als Sprache des Neuen Testaments in Grundzügen,
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• die in der neutestamentlichen Forschung häufig diskutierte Frage nach dem Geschlecht der Person ΙΟΥΛΙΑΝ (Röm 16,7), Hypothesen zu ihrer Beantwortung zu formulieren und ihre Relevanz für die Frage von weiblichen Personen in der Ämterhierarchie im Frühchristentum
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## Zielgruppe
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ab Klasse 8, Gymnasium
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## Dauer
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90 Minuten
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## Bereitgestelltes Material
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Materialmappe mit...
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• Lese- und Schreibaufgaben,
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• dem griechischen Alphabet,
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• einem textkritischen Arbeitsauftrag,
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• basaler griechischer Grammatik,
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• Scans antiker Majuskel-Handschriften von Röm 16,
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• Text- und Bildmaterial mit Quellenangaben bzw. Links zur Erstellung eigener Arbeitsblätter, eines Padlets bzw. TaskCards oder einer Präsentation
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• Audiodatei zu Röm 16,1-7, auf Griechisch gelesen,
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• Gestaltungsvorschlag einer Präsentation
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👉 Zum gesamten [Material](#material)
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Lizenz: [CC BY-SA 4.0](https://creativecommons.org/licenses/by-nc-sa/4.0/deed.de), Institut für Katholische Theologie Universität Vechta / TheoHub
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## Ggf. zu ergänzendes Material
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- Papyrusblätter
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- Calamus (Schreibrohr)
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- Rußtinte
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- Siegelwachs
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- Schnur
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## Gestaltungsvorschlag für eine Lerneinheit
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### Einstieg
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Zum Einstieg kann Röm 16,7 in zwei Übersetzungen gelesen werden, z. B. die Elberfelder Bibel und die Einheitsübersetzung.
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Copyright: Institut für Katholische Theologie an der Universität Vechta
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Anschließend wird gemeinsam nach Unterschieden in den Übersetzungen gesucht: Während die Elberfelder Bibel mit ,,Junias’’ (maskulin) übersetzt, nennt die Einheitsübersetzung ,,Junia’’ (feminin).
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Der Kontext von Vers 7 wird fokussiert: Welcher Personengruppe wird Junia von Paulus zugeordnet? Der (erweiterte) Apostelbegriff nach Paulus (in Abgrenzung zu Lukas, der den Titel auf die Zwölf als Augenzeugen des irdischen Jesus und des Auferstandenen) wird definiert und Junia(s) Geschlecht in diesem Kontext problematisiert. Vier Leitfragen (die Fragen 2-4 sind aus Frage 1 ableitbar) werden vorgestellt und ihre Relevanz für die Einheit erläutert:
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1. Warum ist Junia(s) heute noch interessant für uns?
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2. Wie und womit hat man in der griechisch-römischen Antike geschrieben?
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3. Wer war Paulus und wie entstanden seine Texte?
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4. Wen hat Paulus wahrscheinlich in Röm 16,7 gemeint – Junia oder Junias?
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Copyright: Institut für Katholische Theologie an der Universität Vechta
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Die SuS erhalten jeweils eine [Materialmappe](https://sync.academiccloud.de/index.php/s/KiS2oh4LJqxP0cO?path=%2FMaterial%20zum%20Download#/) mit dem griechischen Alphabet, drei Majuskel-Handschriften inkl. Datierung, Informationen zur Deklination des Namens Ἰουνία (Junia) und einer Aufgabenstellung für die Arbeit in Kleingruppen ausgehändigt.
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### Arbeitsphase
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#### Wie und womit hat man in der griechisch-römischen Antike geschrieben?
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Schreibunterlagen der griechisch-römischen Antike (Ostrakon, Papyrus, Holz, Wachstafel und Pergament) werden vorgestellt und, sofern vorhanden, Exemplare herumgereicht. Die Herstellung von Papyrus wird gezeigt und erklärt. Vertiefung: Die Beschaffenheit von Papyrus als schnell kompostierendes Material wird und die Relevanz des Materials für seltene Funde von Textzeugen neutestamentlicher Texte werden erklärt.
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#### Wer war Paulus und wie entstanden seine Texte?
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Basale biographische Informationen zu Paulus, seinen Texten und ihrer Entstehung werden vorgetragen oder alternativ aus einem Sekundärtext erarbeitet und anschließend gesichert. Anschließend wird die Beschaffenheit der Schreibmaterialien (Rußtinte (flüssig oder getrocknet als Block), Tintenfass, Schreibrohr, Papyrus und Siegelwachs, ggfs. Öllampe) zur Zeit des Paulus vertiefend besprochen und Exemplare herumgereicht; die Technik der Dokumentenfaltung (z. B. für den Briefversand) wird anhand eines Papyrusblattes illustriert oder mit einem Video gezeigt.
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🎥 Zum [Video der Papyrus-Faltung](https://sync.academiccloud.de/index.php/s/KiS2oh4LJqxP0cO?path=%2FMaterial%20zum%20Download#/files_mediaviewer/Papyrus-Faltung.mp4)
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Lizenz: [CC BY-NC 4.0](https://creativecommons.org/licenses/by-nc/4.0/deed.de), Jana Dambrogio and Massachusetts Institute of Technology (M.I.T)
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#### Schreibübung mit Calamus (Schreibrohr), Rußtinte und Papyrus
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Die SuS können ihren eigenen Namen zunächst in lateinischen Buchstaben mit Schreibrohren und Rußtinte auf das Papyrus bringen. Anschließend transkribieren die SuS ihren Namen in das Griechische mittels des in der Materialmappe abgedruckten Alphabets (S. 2) und der Angaben für diejenigen Buchstaben, die im griechischen Alphabet fehlen. Optional können die Papyrusblätter gerollt und mit Schnur und Siegelwachs verschlossen werden.
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#### Griechisch – die Sprache des Neuen Testaments
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Der Text Röm 16,1-7 wird auf Griechisch zum Mitlesen vorgetragen. Alternativ kann die in unseren Materialien bereitgestellte Audio-Datei abgespielt werden. Es können Details des Textes, z. B. Ἰουνίαν, gemeinsam gesucht und die Bedeutung einzelner Wörter mithilfe der Einheitsübersetzung erschlossen werden.
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🎧 Zum [Audio](https://sync.academiccloud.de/index.php/s/KiS2oh4LJqxP0cO/download?path=%2FMaterial%20zum%20Download&files=R%C3%B6m%2016%2C1-7%20vorgelesen%20von%20Silvia%20Pellegrini.m4a)
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Lizenz: [CC BY-SA 4.0](https://creativecommons.org/licenses/by-nc-sa/4.0/deed.de), Institut für Katholische Theologie Universität Vechta / TheoHub
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#### Griechisch lesen und schreiben
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Die in der Materialmappe enthaltenen Lese- und Schreibübungen (S. 1) werden in Einzelarbeit mithilfe der angeführten Erläuterungen durchgeführt und gemeinsam kontrolliert. Die dritte Teilaufgabe zielt darauf ab, das Fehlen von Akzenten bei Majuskel-Handschriften einzuführen und die Arbeit mit der Tabelle (S. 3) einzuüben, indem für die Minuskel-Form Iουνιαν die Akzente für beide Genera von den SuS ergänzt werden.
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Copyright: Institut für Katholische Theologie an der Universität Vechta
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#### Wen hat Paulus wahrscheinlich in Röm 16,7 gemeint – Junia oder Junias?
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Die Klasse wird in Kleingruppen aufgeteilt. Jede Kleingruppe soll drei Majuskel-Handschriften von Röm 16,7 aus den ersten drei nachchristlichen Jahrhunderten (S. 4-6) vergleichen. Da es sich um die bis zum Frühmittelalter üblichen Majuskel-Handschriften handelt, fehlen die Akzente über dem Namen ΙΟΥΝΙΑΝ und damit auch Hinweise über das Genus der gemeinten Person, d. h. sowohl Junia (feminin) als auch Junias (maskulin) sind grammatisch möglich.
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Die SuS sollen sie grammatisch bestimmen, Unterschiede auflisten und die Formen übersetzen (mithilfe von S. 3). Die Gruppen sollen dann Hypothesen formulieren, wie die Varianten der Namen in den Handschriften entstanden ist. Die markierten Formen sind
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• ΙΟΥΛΙΑΝ (eindeutige Namensänderung, aber feminin),
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• ΙΟΥΝÍΑΝ (im Codex Vaticanus wurde durch den zweiten Korrektor (B²) der Akutakzent auf IΟΥΝÍΑΝ = Ἰουνίαν gesetzt, womit die feminine Form des Namens markiert wird) und
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• ΙΟΥΝΙΑ(N) (das fehlende „N" wird im Sinaiticus durch die sogenannte linea superposita dargestellt — einen Strich oberhalb des „A" am Zeilenende. Dies ist eine typische Schreibkonvention des Sinaiticus).
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Die SuS tragen ihre Hypothesen vor. Diese werden diskutiert.
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Copyright: Institut für Katholische Theologie an der Universität Vechta
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### Ergebnisse:
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• Wenn Papyrus 46 von ΙΟΥΛΙΑΝ (Akkusativ von Julia) spricht, handelt sich (weniger wahrscheinlich) um einen Fehler beim Abschreiben oder Diktieren oder (am wahrscheinlichsten) aber um eine substantielle Veränderung im Text und damit eine Variante des Textes. Diese Variante (Julia/Ἰουλία) in Papyrus 46 entstand wahrscheinlich durch Verwechslung mit der Julia aus Röm 16,15. Die Tatsache, dass es sich um ein Femininum handelt, ist aber bedeutsam: Ein Maskulinum wird schwerlich mit einem Femininum verwechselt!
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• Der Codex Sinaiticus enthält einen Akkusativ (ΙΟΥΝΙΑΝ) allerdings ohne Akzent: So könnte es Maskulin oder Feminin sein.
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• Der Codex Vaticanus gibt durch den nachträglich hinzugefügten Akzent einen klaren Hinweis auf die feminine Form.
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• Die von Paulus erwähnte Person ist in allen frühen belegbaren Textzeugen immer weiblich.
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• Paulus spricht von einer Apostelin, während spätere Handschriften ab dem 8./9. Jhdt. aus Junia einen Mann (Junias) machten und damit unterschlugen, dass auch Frauen neben Männern Autoritäten in den Gemeinden zur Zeit des Paulus waren.
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• Für die frühen Kopisten und Leser*innen des Textes war es trotz Majuskeln anscheinend verständlich, dass die gemeinte Person weiblich zu lesen war.
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### Materialliste {#material}
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#### Material zum [Download](https://sync.academiccloud.de/index.php/s/KiS2oh4LJqxP0cO?path=%2FMaterial%20zum%20Download#/)
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• [Materialmappe](https://sync.academiccloud.de/index.php/s/KiS2oh4LJqxP0cO?path=%2FMaterial%20zum%20Download#/) mit Text- und Bildmaterial sowie Aufgabenstellung (CC BY-SA 4.0, Institut für Katholische Theologie Universität Vechta / TheoHub, Link zur Lizenz: https://creativecommons.org/licenses/by-nc-sa/4.0/deed.de)
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• [Collage](https://sync.academiccloud.de/index.php/s/KiS2oh4LJqxP0cO?path=%2FMaterial%20zum%20Download#/files_mediaviewer/Collage.png): Paulus-Mosaik mit Fragezeichen, Oratorium S. Andrea, Ravenna, 5. Jhdt. (CC BY-SA 4.0, Institut für Katholische Theologie Universität Vechta / TheoHub, Link zur Lizenz: https://creativecommons.org/licenses/by-nc-sa/4.0/deed.de)
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• Pergamentrolle, erfunden im 2. Jhdt. v. Chr. wegen Exportverbots für Papyrus durch Pharao Ptolemäus Epiphanes (KI-generiert)
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• [Porträt einer jungen Frau](https://sync.academiccloud.de/index.php/s/KiS2oh4LJqxP0cO?path=%2FMaterial%20zum%20Download#/files_mediaviewer/Frau%20mit%20Stilus,%20Pompeji.png) (sogenannte Sappho), Pompeji, 1 Jhdt. n. Chr. (Museo Archeologico Nazionale di Napoli, gemeinfrei)
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• [Vorderseite (verso) des Papyrus 37 (Mt 26)](https://sync.academiccloud.de/index.php/s/KiS2oh4LJqxP0cO?path=%2FMaterial%20zum%20Download#/files_mediaviewer/Papyrus%2037.png), ca. 300 n. Chr. (gemeinfrei)
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• [Paulus-Fresko](https://sync.academiccloud.de/index.php/s/KiS2oh4LJqxP0cO?path=%2FMaterial%20zum%20Download#/files_mediaviewer/Paulus-Fresko,%20Ephesus.png), Ephesus, 6. Jhdt. n. Chr. (gemeinfrei)
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• [Gummi Arabicum](https://sync.academiccloud.de/index.php/s/KiS2oh4LJqxP0cO?path=%2FMaterial%20zum%20Download#/files_mediaviewer/Gummi%20Arabicum.png), Baumharz von afrikanischen Akazienbäumen (CC BY-SA 3.0, Simon A. Eugster, Link zu Lizenz: https://creativecommons.org/licenses/by-sa/3.0/)
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• [Person schreibt auf Papyrus](https://sync.academiccloud.de/index.php/s/KiS2oh4LJqxP0cO?path=%2FMaterial%20zum%20Download#/files_mediaviewer/Papyrus%20Beschriftung%20(KI).png) (KI-generiert)
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• [Video einer Papyrus-Faltung](https://sync.academiccloud.de/index.php/s/KiS2oh4LJqxP0cO?path=%2FMaterial%20zum%20Download#/files_mediaviewer/Papyrus-Faltung.mp4) (CC BY-NC 4.0, Jana Dambrogio and Massachusetts Institute of Technology (M.I.T), Link zur Lizenz: https://creativecommons.org/licenses/by-nc/4.0/deed.de)
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• [Rückseite (recto) des Papyrus 46 (Röm 16)](https://sync.academiccloud.de/index.php/s/KiS2oh4LJqxP0cO?path=%2FMaterial%20zum%20Download#/files_mediaviewer/Papyrus%2046.png), ca. 300 n. Chr. (The University of Michigan Library, gemeinfrei)
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• [Codex Sinaiticus, ca. 350 n. Chr., Seite 267](https://sync.academiccloud.de/index.php/s/KiS2oh4LJqxP0cO?path=%2FMaterial%20zum%20Download#/files_mediaviewer/Codex%20Sinaiticus%20Seite%20267.png) (CC BY-SA 3.0, Codex-Sinaiticus-Projekt, Link zu Lizenz: https://creativecommons.org/licenses/by-sa/3.0/)
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• [Audiodatei Röm 16,1-7](https://sync.academiccloud.de/index.php/s/KiS2oh4LJqxP0cO/download?path=%2FMaterial%20zum%20Download&files=R%C3%B6m%2016%2C1-7%20vorgelesen%20von%20Silvia%20Pellegrini.m4a), vorgelesen von Prof.in Silvia Pellegrini (CC BY-SA 4.0, Institut für Katholische Theologie Universität Vechta / TheoHub, Link zur Lizenz: https://creativecommons.org/licenses/by-nc-sa/4.0/deed.de)
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#### Externe Materialien mit Links
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• Römische Holztafel mit Notizen, England, 1. Jhdt. n. Chr. (Daniel Leal-Olivas / AFP, Link: https://u.afp.com/SaUf)
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• Wachstafel aus Pompeji, Scavi Pompeji, Inv. 14372 (TH Köln – CICS – Robert Fuchs, Link: https://www.th-koeln.de/kulturwissenschaften/cics---forschungsprojekt---schreiben-auf-wachs-im-alten-rom_99637.php)
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• Ostrakon mit sechs Zeilen griechischer Aufschrift, 2.–3. Jh. n. Chr. (Kunsthistorisches Museum Wien, Ägyptisch-Orientalische Sammlung, Link: https://www.khm.at/kunstwerke/ostrakon-mit-sechs-zeilen-griechischer-aufschrift-323272)
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||||
• Standbilder aus der Dokumentation ,,Die letzten Papyrus-Macher Ägyptens erhalten ein 5000 Jahre altes Handwerk am Leben’’ (Business Insider Deutschland, Link: https://youtu.be/fe0-o4ROnq8?si=RD_SwMxmH7hZIzds)
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||||
• Codex Vaticanus Graecus (Unzial-Handschrift), ca. 350 n. Chr., Seite 1460 (Bibliotheca Apostolica Vaticana, Link: https://digi.vatlib.it/view/MSS_Vat.gr.1209)
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## Literatur
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• Aland, Kurt / Aland, Barbara u. a. (Hg.), Nestle-Aland. Novum Testamentum Graece, 27. Auflage, 2. überarbeitete Fassung, Stuttgart 2013 (abrufbar unter: https://www.die-bibel.de/bibel/NA28/ROM.16)
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||||
• Horn, Friedrich (Hg.), Paulus Handbuch (Handbücher Theologie), Tübingen 2013, 409f. (Apostel-begriff); 136-141 (Schreibmaterialien, Entstehung der Briefe und Briefversand)
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||||
• Jacobi, Christine, Art. Junia, in: WiBiLex (2016), abrufbar unter: https://bibelwissenschaft.de/stichwort/51888/
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||||
• Katholisches Bibelwerk (Hg), Die Bibel. Einheitsübersetzung der Heiligen Schrift. Gesamtausgabe, im Auftrag der Deutschen Bischofskonferenz, der Österreichischen Bischofskonferenz, der Schweizer Bischofskonferenz u. a., Stuttgart 2016.
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• Stiftung Christlicher Medien Rudolf Brockhaus (Hg.), Elberfelder Bibel, 4. Auflage, Witten 2006.
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### Erstellt von
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Mag. theol. Jonas Benedict Breuer und Prof.in Dott. Dr. Silvia Pellegrini
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### Weiterführende Links
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- [Institut für Katholische Theologie an der Universität Vechta](https://www.uni-vechta.de/katholische-theologie)
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- [TheoHub – Netzwerkstelle für Theologische Kommunikation](https://www.uni-vechta.de/katholische-theologie/theohub)
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- [TikTok Kanal theologie.univechta](https://www.tiktok.com/@theologie.univechta?lang=de-DE)
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- [Instagram-Kanal @theologie.univechta](https://www.instagram.com/theologie.univechta/)
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Ergebnisse einer Arbeitsgruppe am Comenius-Institut: Berufung zur Mündigkeit, Unverfügbarkeit, Fehler als Freiheit und KI-Entwicklung als Berufung – vier Bestimmungen, die das Menschsein im KI-Zeitalter evangelisch profilieren.
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Ergebnisse einer Arbeitsgruppe am Comenius-Institut: Berufung zur Mündigkeit, Unverfügbarkeit, Fehler als Freiheit und KI-Entwicklung als Berufung – vier Bestimmungen, die das Menschsein im KI-Zeitalter evangelisch profilieren und warum religionsbezogene Bildung hier eine eigene Stimme einbringt.
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- FOERBICO in Kontakt
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> **TL;DR** – In einer Arbeitsgruppe am Comenius-Institut haben wir uns gefragt, was religionsbezogene Bildung gegenüber KI eigentlich Eigenes einzubringen hat. Den Anstoß gaben Anregungen von Prof. Dr. Birte Platow, die uns vier Punkte zum Weiterdenken mitgegeben hatte. Herausgekommen sind vier Bestimmungen des Menschseins, die KI strukturell *nicht* leisten kann: **Berufung zur Mündigkeit, Unverfügbarkeit, Fehler als Freiheit, KI-Entwicklung als Berufung**. Sie machen Geschöpflichkeit als Maßstab evangelischer Bildung im KI-Zeitalter konkret.
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*Unsere vier Hände aus der Arbeitsgruppe. Wir haben das [ursprünglich KI-generierte Symbolbild](geschoepf-ki-banana2.jpg) bewusst durch dieses Foto ersetzt - Geschöpflichkeit zeigt sich eben nicht in synthetischen Stockmotiven, sondern in konkreten Personen, die gemeinsam denken. Das passt kongruenter zum Inhalt. Foto: Jörg Lohrer, [CC BY 4.0](https://creativecommons.org/licenses/by/4.0/deed.de)*
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## Der Rahmen
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Am 28. April 2026 saßen wir zu viert am Comenius-Institut zusammen - Miriam, Simone, Steffen und Jörg - und haben uns am Nachmittag Zeit genommen für eine Frage, die sich uns an unserer evangelischen Arbeitsstätte für Erziehungswissenschaft immer drängender stellt: Was ist eigentlich der genuin *evangelische* Beitrag zur KI-Debatte in der Bildung? Den Impuls dazu, in vier Punkten zu denken, verdanken wir Prof. Dr. Birte Platow, die uns diese Struktur als Anregung zum Weiterdenken mitgegeben hatte.
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Die Debatte um KI in Schule und Hochschule wird derzeit überwiegend technisch, rechtlich und ethisch geführt. Das ist richtig und nötig. Aber wo liegt das *Proprium* religionsbezogener Bildung? Was wäre, wenn Religionspädagogik hier nicht nur „auch noch ein bisschen Ethik zur KI" beiträgt, sondern eine eigene Hermeneutik einbringt, die im allgemeinen Bildungsdiskurs bisher fehlt?
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## Roter Faden
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Die vier Punkte, die wir erarbeitet haben, beschreiben den Menschen jeweils in einer Relation, die KI strukturell nicht haben kann: *Berufung zur Mündigkeit* als Potenzialentfaltung, *Unverfügbarkeit* als Absage an letztgültige Selbstoptimierungslogik, *Scheitern und Neuanfang* als Ausdruck menschlicher Freiheit, *Berufung zur Mitgestaltung* als cooperatio. Religionsbezogene Bildung ist dann nicht das fünfte Rad am ethischen Wagen, sondern der Ort, an dem diese vier Relationen explizit gemacht und eingeübt werden.
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Evangelisch profiliert heißt das für uns: Bildung ist Einübung in Geschöpflichkeit gegen die Optimierungs-Hermeneutik der Gegenwart. KI ist nicht Gegner, sondern Anlass. Sie fordert unser Selbstverständnis heraus, eine Klarheit zu entwickeln und unsere Position im normalen Bildungsbetrieb nicht verschwimmen zu lassen.
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## 1. Berufung zur Mündigkeit - Potenzialentfaltung
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Reformatorisch grundiert ist das die *promissio*-Logik: Der Mensch wird nicht an dem gemessen, was er *ist*, sondern an dem, was ihm *zugesagt* ist. Luthers Rechtfertigungslehre kehrt die Bewertungsrichtung um: Nicht Leistung qualifiziert, sondern Zuspruch eröffnet Leistung. Übertragen auf religionsbezogene Bildung heißt das: Lernende werden nicht primär über Kompetenzraster definiert (was sie *noch nicht* können), sondern über ihre Berufung zur Mündigkeit.
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Das hat im evangelischen Profil eine bildungstheoretische Konsequenz, die für KI-Kontexte produktiv ist: Bildung ist nicht Defizit-Behebung durch optimierte Lernpfade. Wenn ein KI-gestütztes System Schüler:innen primär als Lücken adressiert, die es zu schließen gilt, arbeitet es *gegen* die promissio-Struktur. Evangelische Religionspädagogik müsste hier entschiedener sein: Adaptive Lernsysteme sind nicht per se gut, weil sie individualisieren, sie können auch die Defizit-Hermeneutik technisch verfestigen.
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Anschluss für unsere Arbeit: Comenius selbst hat *omnia omnibus omnino* gedacht – alle, alles, ganzheitlich. Das ist Potential-Denken avant la lettre, und es lässt sich gegen die Selektionslogik vieler EdTech-Systeme stellen.
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## 2. Mensch in Unverfügbarkeit - Absage an letztgültige Selbstoptimierungslogik
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Hier liegt ein stabiler evangelischer Anker. Die Reformation hat *coram Deo* (vor Gott) als die Dimension bestimmt, in der der Mensch sich selbst gerade *nicht* verfügt. Die Rechtfertigung *sola gratia* ist die radikalste denkbare Absage an die Selbstoptimierungs-Logik: Der Mensch kann sich nicht selbst herstellen, nicht selbst rechtfertigen, nicht selbst vollenden. Was zählt, ist ihm entzogen und zugleich zugesagt.
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Für religionsbezogene Bildung in KI-Kontexten heißt das: Es gibt eine theologische Pflicht zur Intransparenz. Lernende dürfen sich nicht vollständig vermessen lassen; nicht weil Datenschutz das verbietet (das auch), sondern weil Geschöpflichkeit ein Reservat hat, das jeder Optimierung entzogen bleibt. Das ist ein Argument, das im AI-Act-Diskurs bisher *fehlt* und das evangelische Bildungsarbeit einbringen kann.
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Praktisch: Ein KI-Tool, das eine Person hinsichtlich ihres Lernfortschritts in Echtzeit vollständig abzubilder versucht und dabei das Zielbild eines *fertig gelernten* und damit *vollständigen* Mensches hinterlegt, ist nicht nur datenschutzproblematisch, sondern anthropologisch fragwürdig. Das Schweigen, das Stocken, das Nicht-Wissen-Wollen gehört zur Lerngeschichte.
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## 3. Scheitern, Schuld und Neuanfang gehören zur menschlichen Existenz - Fehler als Freiheit, nicht als Betriebsstörung
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In der evangelischen Reflexion zeigt sich Fehlerkultur auch theologisch fundamentiert - *simul iustus et peccator*. Der Mensch ist gerechtfertigt *und* fehlbar, *gleichzeitig*, nicht nacheinander. Das ist mehr als pädagogische Fehlerfreundlichkeit: Es ist die Anerkennung, dass Vollkommenheit nicht das Ziel menschlicher Existenz ist. Wer das Ziel auf Fehlerfreiheit setzt, hat das Evangelium nicht verstanden.
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Daraus folgt etwas Konkretes für die KI-Diskussion: Wenn KI-Systeme als „fehlerärmer" beworben werden (in Bewertung, Beratung, Entscheidung), ist das aus evangelischer Sicht keine theologisch neutrale Behauptung. Sie suggeriert, Fehlerfreiheit sei ein erstrebenswertes Ziel, und genau das ist sie nicht. Der Fehler ist nicht Betriebsstörung, sondern konstituiert menschliche Freiheit.
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Die Unterscheidung zwischen systematischem und unsystematischem Fehler wird hier theologisch interessant: Menschliche Fehler sind biographisch eingebettet, sie haben eine Geschichte, einen Kontext, oft eine Buß- und Versöhnungsdimension. KI-Fehler sind systemisch, sie haben keine Reue, keine Umkehr, keine Beziehung - sie imitieren allenfalls deren Sprachform. Vergebung setzt Personalität voraus. Eine KI, die „sich entschuldigt", performiert ein religiöses Sprachspiel ohne dessen Grund.
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Für religionsbezogene Bildung heißt das: Fehlerkultur im KI-Zeitalter ist eine genuin religionspädagogische Aufgabe, nicht nur eine pädagogische. Wo sonst wird gelernt, dass Scheitern, Schuld und Neuanfang zur Existenz gehören?
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## 4. KI-Entwicklung ist unsere Berufung - cooperator Dei im KI-Zeitalter
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Hier wird das evangelische Profil schärfer als das katholische. *Cooperator Dei* ist im katholischen Verständnis stärker tragfähig (Synergismus); reformatorisch ist Mitwirkung *am* Heilsgeschehen ausgeschlossen, Mitwirkung *am* Schöpfungs- und Erhaltungshandeln Gottes aber zentral. Luthers Rede vom Menschen als „Mitarbeiter Gottes" in den weltlichen Ständen (Beruf, Familie, Gemeinwesen) ist Berufungstheologie: Der Mensch wirkt in seinem Stand am Erhalt der Schöpfung mit - nicht als Heilsmitarbeiter, sondern als Geschöpf unter Geschöpfen.
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Das hat für die KI-Frage zwei Konsequenzen:
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**Erstens:** KI kann nicht Mit-cooperator sein. Cooperatio im evangelischen Sinn setzt Berufung voraus, und Berufung setzt eine Adressatenbeziehung voraus, in die ein Subjekt eintreten kann. KI ist nicht angesprochen, sie wird benutzt. Sie ist Teil der Welt, in der *Menschen* ihre Berufung leben, nicht *Maschinen*.
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**Zweitens**, und das ist die interessante Wendung: KI ist Teil der gestaltbaren Schöpfung, und ihre Gestaltung *ist selbst Berufungshandeln*. Wer KI-Systeme entwickelt, einsetzt, kuratiert (genau das tun wir am Comenius-Institut), übt cooperatio aus. Die Frage „Wie soll KI in Bildung eingesetzt werden?" ist dann keine technische, sondern eine Berufungsfrage: Welche Welt baut man mit, wenn man dieses Tool empfiehlt, jenes ablehnt, ein drittes weiterentwickelt?
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Das ist die theologische Dignität unseres evangelischen Bildungshandelns am Comenius-Institut: Wir arbeiten nicht nur als Service, sondern wirken mit an einer menschenfreundlichen Bildungswirklichkeit.
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## Wie es weitergeht
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Das hier ist ein Zwischenstand, kein abgeschlossenes Papier. Die vier Bestimmungen sind für uns Arbeitshypothesen, an denen wir entlang weiterdenken wollen - in der konkreten Auseinandersetzung mit Tools, in der Gestaltung von Bildungsräumen, in Gesprächen mit Kolleg:innen aus Religionspädagogik, Theologie und Bildungsforschung.
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Wenn die Punkte für eure eigene Arbeit anschlussfähig sind, freuen wir uns über Rückmeldung. Widerspruch genauso wie Weiterführung. Geschöpflichkeit lebt nicht zuletzt davon, dass sie im Gespräch konkret wird.
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*Arbeitsgruppe am Comenius-Institut, 28.04.2026: Miriam Hähnel, Simone Wustrack, Jörg Lohrer, Steffen Kleint. Die Anregung zu den vier Punkten verdanken wir Prof. Dr. Birte Platow, die Ausgestaltung unserer eigenen Geschöpflichkeit und der Unterstützung von Anthropics Claude Opus 4.7 und Googles Nano Banana 2*
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