Kleinere Korrekturen und Anpassungen der Interviewnamen

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@ -229,7 +229,7 @@ Als aktive Community hat sie sich in andere Communities disseminiert und bietet
Materialpool: Das rpi-virtuell hostet einen Materialpool, auf dem Online-Materialien für den Elementarbereich, den schulischen und den außerschulischen Bereich zu finden sind.
[relilab](https://relilab.org/) (3):
Das relilab ist eine Community, die religionsbezogene Bildung ermöglicht. Dabei ist sie heterarchisch strukturiert und lädt alle interessierten Menschen zur Teilname ein. Als Community unterstützt sie selbstgesteuertes Lernen sowie die Erstellung und Verbreitung freier Bildungsmaterialien. Ein wichtiger Baustein der Community sind die Fortbildungen, die vom relilab selbst oder von externen Anbietern über den relilab-Zoom stattfinden.
Das relilab ist eine Community, die religionsbezogene Bildung ermöglicht. Dabei ist sie heterarchisch strukturiert und lädt alle interessierten Menschen zur Teilnahme ein. Als Community unterstützt sie selbstgesteuertes Lernen sowie die Erstellung und Verbreitung freier Bildungsmaterialien. Ein wichtiger Baustein der Community sind die Fortbildungen, die vom relilab selbst oder von externen Anbietern über den relilab-Zoom stattfinden.
Gegründet: 2020 aus dem relichat auf Twitter, als eigenständige Community.
Fortbildungen: Das relilab bietet Mini-Online-Fortbildungen an und ist auch eine Plattform, auf der andere Fortbildungsinstitute ihre Fortbildungen bewerben; es stellt den eigenen Zoom-Raum zur Verfügung.
@ -290,17 +290,17 @@ Die Genaue Auflistung von der Code-Definition und den Beispielen ist hier zu fin
#### FF 1: Inwieweit wird in den untersuchten Communities OER-bezogen gearbeitet?
* **Alle Interviewpartner wissen, was OER ist und können auch verschiedene Aspekte von OER benennen:**
1. “Den Grundgedanken von OER den finde ich einfach genial, weil es im Prinzip der Gedanke der offene/ Klassentür ist. Also das heißt, ich kann hineingucken, was macht jemand anders, wie macht er das, kann das für mich/eventuell bestenfalls adaptieren” (Interview\_000909, Pos. 17)
2. “Im Prinzip haben wir mit offenen Bildungsmaterialien eine Möglichkeit, auf Steinbrüche für Materialien zuzugreifen und die immer neu zu remixen und meinen Standards anzupassen.” (Interview\_000907, Pos. 10)
1. “Den Grundgedanken von OER den finde ich einfach genial, weil es im Prinzip der Gedanke der offene/ Klassentür ist. Also das heißt, ich kann hineingucken, was macht jemand anders, wie macht er das, kann das für mich/eventuell bestenfalls adaptieren” (Interview\_10, Pos. 17)
2. “Im Prinzip haben wir mit offenen Bildungsmaterialien eine Möglichkeit, auf Steinbrüche für Materialien zuzugreifen und die immer neu zu remixen und meinen Standards anzupassen.” (Interview\_08, Pos. 10)
3. “Ich teile, was ich mache. Also ich, ich, ich teile meine guten Ideen, von denen ich selber davon überzeugt bin, dass sie gut sind und wo es sich lohnt, mir auch die Mühe zu machen, das in einen Raster zu bringen, dass es anderen nützt...” (Interview\_000906, Pos. 17)
* **Communities sind der Ort, an dem OER bzw. Material gemeinsam entstehen kann.**
* **Community-Struktur wirkt sich auf die Zusammenarbeit aus:**
1. **“**Also die Nachfrage ist höher an den Fortbildungsangeboten und sozusagen so mit, wie es so heißt, mit den Füßen abstimmen, ist, glaube ich, auch die Entwicklung des relilabs stark abhängig von den Benutzerbedarfen.” (Interview\_000906, Pos. 21)
2. “Aber in Bezug auf die pädagogischen Fachkräfte ist es so, dass wir tatsächlich als einzige Begegnungsmöglichkeit bisher die Community-Treffen haben. In den Community-Treffen tauchen dann häufig die Personen auf, die auch in unseren präsentischen Fortbildungen sind.” (Interview\_000902, Pos. 50)
1. **“**Also die Nachfrage ist höher an den Fortbildungsangeboten und sozusagen so mit, wie es so heißt, mit den Füßen abstimmen, ist, glaube ich, auch die Entwicklung des relilabs stark abhängig von den Benutzerbedarfen.” (Interview\_07, Pos. 21)
2. “Aber in Bezug auf die pädagogischen Fachkräfte ist es so, dass wir tatsächlich als einzige Begegnungsmöglichkeit bisher die Community-Treffen haben. In den Community-Treffen tauchen dann häufig die Personen auf, die auch in unseren präsentischen Fortbildungen sind.” (Interview\_03, Pos. 50)
* **Stellung von OER in der Community:**
1. Es liegt ein breites Spektrum vor: von "Ohne OER geht es nicht" (Interview\_000902, Pos. 12), bis hin zu, das OER eigentlich keine besondere Rolle innerhalb einer Community spiele (Interview\_000905).
2. In gewissen Communities ist OER ein Ziel, welches nur zum Teil oder bis jetzt gar nicht erreicht wird (Interview\_000904; Interview\_000909).
3. In wiederum einer anderer Community spielt der Grundgedanke von OER eine wichtige Rolle, jedoch verhindern die lizenzrechtlichen Bedingungen von kollaborativen Tools die Veröffentlichung von erstelltem Material als OER (Interview\_000906; Interview\_000801).
1. Es liegt ein breites Spektrum vor: von "Ohne OER geht es nicht" (Interview_03, Pos. 12), bis hin zu, das OER eigentlich keine besondere Rolle innerhalb einer Community spiele (Interview\_06).
2. In gewissen Communities ist OER ein Ziel, welches nur zum Teil oder bis jetzt gar nicht erreicht wird (Interview\_05; Interview\_10).
3. In wiederum einer anderer Community spielt der Grundgedanke von OER eine wichtige Rolle, jedoch verhindern die lizenzrechtlichen Bedingungen von kollaborativen Tools die Veröffentlichung von erstelltem Material als OER (Interview\_07; Interview\_01).
* Wissen über OER ist innerhalb der Communities divergierend
* OER hat didaktische Grenzen
* **Thematische Schwierigkeiten**
@ -435,22 +435,22 @@ root((Lerngegenstand))
Die Handreichung versteht Qualität nicht als starres Prüfschema, sondern als reflexiven Aushandlungsprozess. Sie soll Materialerstellende unterstützen, eigene OER qualitätsbewusst zu entwickeln, bestehende Materialien kritisch einzuschätzen und weiterzuentwickeln sowie religionspädagogische Kriterien transparent einfließen zu lassen.
### Community-Treffen
Wie bereits erwähnt, gibt es verschiedene Arten von Community-Treffen. Im weiteren Verlauf von 2025 wurden verschiedene Treffen von FOERBICO-Mitarbeiter:innen besucht und teilnehmend beobachtet. Dabei stehen die Auswertung der Treffen von relilab, RELImentar und reliGlobal im Vordergrund. Die narrt-Cafés wurden ebenfalls besucht, aber da es sich hier um teilweise sensible Inhalte handelt und diese Besuche neben den Interviews keine neuen Erkenntnisse gewinnen konnten, stützen sich die hier dargestellten Ausführungen primär auf die geführten Interviews. Das Netzwerk narrt bietet in einem vier- bis sechswöchigen Rhythmus offene Treffen in Form der sogenannten "narrt Cafés" an (vgl. Interview_000904, Pos. 29). Die narrt-Cafés werden von den Beteiligten als "offener Denkraum" (ebd.) bezeichnet, in dem über verschiedene Aspekte und aktuelle Entwicklungen zu den Themen Antisemitismus und Rassismus gesprochen wird (ebd.).
Wie bereits erwähnt, gibt es verschiedene Arten von Community-Treffen. Im weiteren Verlauf von 2025 wurden verschiedene Treffen von FOERBICO-Mitarbeiter:innen besucht und teilnehmend beobachtet. Dabei stehen die Auswertung der Treffen von relilab, RELImentar und reliGlobal im Vordergrund. Die narrt-Cafés wurden ebenfalls besucht, aber da es sich hier um teilweise sensible Inhalte handelt und diese Besuche neben den Interviews keine neuen Erkenntnisse gewinnen konnten, stützen sich die hier dargestellten Ausführungen primär auf die geführten Interviews. Das Netzwerk narrt bietet in einem vier- bis sechswöchigen Rhythmus offene Treffen in Form der sogenannten "narrt Cafés" an (vgl. Interview\_05, Pos. 29). Die narrt-Cafés werden von den Beteiligten als "offener Denkraum" (ebd.) bezeichnet, in dem über verschiedene Aspekte und aktuelle Entwicklungen zu den Themen Antisemitismus und Rassismus gesprochen wird (ebd.).
#### relilab
Die Interviews zeigen auf, dass das relilab sich stark auf Online-Fortbildungen konzentriert (vgl. Interview_000906, Pos. 21; Interview_000801, Pos. 7; Interview_000907, Pos. 6). Diese unterscheiden sich inhaltlich und didaktisch, sind aber alle offen zugänglich und haben meist eine Dauer von 60 Minuten (Interview_000906, Pos. 39). Ziel dieser Fortbildungen ist es, aktuelles Unterrichtsmaterial kollaborativ zu erarbeiten, vorzustellen und unmittelbar zur Weiterverwendung bereitzustellen (vgl. Interview_000801, Pos. 36; Interview_000907, Pos. 34). Es muss aber dazu gesagt werden, dass das relilab seinen Zoom-Raum weiteren Online-Fortbildungsanbietern zur Verfügung stellt; deswegen lassen sich auch Fortbildungen im Terminkalender finden, die eine Anmeldung vorsehen. Diese sind explizit ausgeschrieben. Die besuchten Fortbildungen unterschieden sich thematisch sowie in ihrer Umsetzung. Von unterrichtspraktischen Fortbildungen bis hin zu Vorträgen war alles zu finden.
Die Interviews zeigen auf, dass das relilab sich stark auf Online-Fortbildungen konzentriert (vgl. Interview\_06, Pos. 21; Interview\_01, Pos. 7; Interview\_08, Pos. 6). Diese unterscheiden sich inhaltlich und didaktisch, sind aber alle offen zugänglich und haben meist eine Dauer von 60 Minuten (Interview\_07, Pos. 39). Ziel dieser Fortbildungen ist es, aktuelles Unterrichtsmaterial kollaborativ zu erarbeiten, vorzustellen und unmittelbar zur Weiterverwendung bereitzustellen (vgl. Interview\_01, Pos. 36; Interview\_08, Pos. 34). Es muss aber dazu gesagt werden, dass das relilab seinen Zoom-Raum weiteren Online-Fortbildungsanbietern zur Verfügung stellt; deswegen lassen sich auch Fortbildungen im Terminkalender finden, die eine Anmeldung vorsehen. Diese sind explizit ausgeschrieben. Die besuchten Fortbildungen unterschieden sich thematisch sowie in ihrer Umsetzung. Von unterrichtspraktischen Fortbildungen bis hin zu Vorträgen war alles zu finden.
#### RELImentar
RELImentar bietet auch ein Café an, das eher als "kleine Online-Werkstatt" (Interview_03, Pos. 14) verstanden werden kann. Innerhalb dieser Werkstatt wird gemeinsam mit den Teilnehmer:innen konkret an Materialien gearbeitet (vgl. ebd.). Die Cafés dauerten in der Regel 90 Minuten. In den besuchten Cafés wurde in Breakout-Sessions an konkretem Material aus dem eigenen Materialpool gearbeitet. Hierbei konnte das gemeinsame Denken und Konzeptionieren von OER als didaktisches Prinzip verstanden werden.
RELImentar bietet auch ein Café an, das eher als "kleine Online-Werkstatt" (Interview\_03, Pos. 14) verstanden werden kann. Innerhalb dieser Werkstatt wird gemeinsam mit den Teilnehmer:innen konkret an Materialien gearbeitet (vgl. ebd.). Die Cafés dauerten in der Regel 90 Minuten. In den besuchten Cafés wurde in Breakout-Sessions an konkretem Material aus dem eigenen Materialpool gearbeitet. Hierbei konnte das gemeinsame Denken und Konzeptionieren von OER als didaktisches Prinzip verstanden werden.
#### reliGlobal
Das besuchte reliGlobal-Community-Treffen war geprägt von Impulsvorträgen.
#### Erste Erkenntnisse
Online-Fortbildungen bieten viele Möglichkeiten, haben jedoch ihre Grenzen. Sie bieten durch ihren niederschwelligen Zugang sowie ihre zeitliche Kürze von 6090 Minuten die Möglichkeit, dass Praktiker:innen teilnehmen, ohne einen Tag an der Schule bzw. der Kita aufzugeben. In diesen Formaten können Praxismaterialien durchgesprochen werden, sodass diese am Folgetag sofort angewendet werden. Dies wurde auch von einer interviewten Person als ein Anspruch für die eigenen Fortbildungen angegeben.
> Drittens, es sollte ein Output haben, den man möglichst am nächsten Tag direkt mit im Unterricht sein muss. Warum sollte ich meinen Kollegen Zeit stehlen, wenn ich die einfach zuschwalle mit irgendwas, was sie nicht brauchen und es nicht anmelden können? Und ich habe tatsächlich aus den Fortbildungen, die wir haben, habe ich auch teilweise abends dann die Rückmeldung, geil, ich habe das jetzt vorbereitet, ich kann das direkt morgen mit meinen Schülern machen. Aber wenn das nicht der Fall ist, dann weiß ich, ich habe scheiß Arbeit gemacht (Interview_08, Pos. 36).
> Drittens, es sollte ein Output haben, den man möglichst am nächsten Tag direkt mit im Unterricht sein muss. Warum sollte ich meinen Kollegen Zeit stehlen, wenn ich die einfach zuschwalle mit irgendwas, was sie nicht brauchen und es nicht anmelden können? Und ich habe tatsächlich aus den Fortbildungen, die wir haben, habe ich auch teilweise abends dann die Rückmeldung, geil, ich habe das jetzt vorbereitet, ich kann das direkt morgen mit meinen Schülern machen. Aber wenn das nicht der Fall ist, dann weiß ich, ich habe scheiß Arbeit gemacht (Interview\_08, Pos. 36).
Online-Fortbildungen erlauben eine überregionale Vernetzung und durch den Austausch können Synergie-Effekte entstehen. Es ist aber auch wichtig festzuhalten, dass eine tiefergehende Beschäftigung mit den Fortbildungsthemen in der jeweiligen Eigenverantwortung der Teilnehmer:innen liegt. Technische Schwierigkeiten oder Unkenntnis von Vortragenden oder auch Teilnehmer:innen können mehr Raum einnehmen als der Inhalt. Die Breakout-Sessions können sehr produktiv sein, jedoch verlangt dies Eigeninitiative der Teilnehmer:innen. [Stichwort: Berieseln] Es ist auch schwierig zu erfahren, ob und wie sich die langfristige Wirkung der Besuche auswirkt (siehe Schweitzer et al. 2025 [LINK]).
Online-Fortbildungen erlauben eine überregionale Vernetzung und durch den Austausch können Synergie-Effekte entstehen. Es ist aber auch wichtig festzuhalten, dass eine tiefergehende Beschäftigung mit den Fortbildungsthemen in der jeweiligen Eigenverantwortung der Teilnehmer:innen liegt. Technische Schwierigkeiten oder Unkenntnis von Vortragenden oder auch Teilnehmer:innen können mehr Raum einnehmen als der Inhalt. Die Breakout-Sessions können sehr produktiv sein, jedoch verlangt dies Eigeninitiative der Teilnehmer:innen. [Stichwort: Berieseln] Es ist auch schwierig zu erfahren, ob und wie sich die langfristige Wirkung der Besuche auswirkt (siehe [Bräuer et al. 2025](https://uni-tuebingen.de/securedl/sdl-eyJ0eXAiOiJKV1QiLCJhbGciOiJIUzI1NiJ9.eyJpYXQiOjE3NzEyMjM4NTEsImV4cCI6MTc3MTMxMzg1MSwidXNlciI6MCwiZ3JvdXBzIjpbMCwtMV0sImZpbGUiOiJmaWxlYWRtaW4vVW5pX1R1ZWJpbmdlbi9GYWt1bHRhZXRlbi9FdmFuZy1UaGVvbC9MZWhyc3RcdTAwZmNobGVVbmRJbnN0aXR1dGUvUHJha3Rpc2NoZV9UaGVvbG9naWUvUFRfMi9FSUJPUi9QREZzL0RpZ2l0YWxpdFx1MDBlNHRfdW5kX0ZvcnRiaWxkdW5nX2ZcdTAwZmNyX2Rlbl9SZWxpZ2lvbnN1bnRlcnJpY2h0Xy1fQWJzY2hsdXNzYmVyaWNodF96dXJfV2lzc2Vuc2NoYWZ0bGljaGVuX0JlZ2xlaXRzdHVkaWVfU2NodUJfRGlnaXRhbF9CVy5wZGYiLCJwYWdlIjo3MjczMH0.m60Kfmkl1qp81uUgoJ_yTlFHcA0Mw0tnZgv9rU9x5w4/Digitalit%C3%A4t_und_Fortbildung_f%C3%BCr_den_Religionsunterricht_-_Abschlussbericht_zur_Wissenschaftlichen_Begleitstudie_SchuB_Digital_BW.pdf)).
Wichtige Erkenntnisse aus der teilnehmenden Beobachtung sowie den Interviews:
##### Rollenverteilung
@ -462,6 +462,6 @@ Es ist aber essenziell, dass die Verteilung klar besprochen ist, und es hilft, b
Es ist wichtig zu bedenken, dass Menschen an Online-Fortbildungen teilnehmen, die in der Regel keinen Umgang mit Zoom und anderen technischen Tools pflegen. Es bedarf in der Konzeptionierung von Einheiten Zeit für das Heranführen an Tools oder auch den Raumwechsel in Zoom. Das Erklären von "Basics" kann in gewissen Fällen bis zu fünf Minuten dauern.
##### Methodenwechsel
> Das Digitale hat die, aus meiner Sicht, eine große Versuchung, dass man nämlich so ein bisschen in das Dozieren verfällt, auch weil häufig, ich sage mal, man wenig Reaktionen merkt, ja, wenn man erzählt. (..) Oder das Gefühl hat, dass vielleicht die Leute, also ich meine, es liegt ja auch manchmal an den Teilnehmern, die dann tatsächlich auch noch andere Dinge im Hintergrund machen, sodass, das ist ja alles, das ist ja auch legitim, ja, aber dadurch hat man nicht so eine Resonanz, wie wenn ich jetzt einen Vortrag oder eine Fortbildung mache und ich kommuniziere direkt mit den Leuten. Diese Versuchung gibt es und deswegen versuchen wir in der reli-Werkstatt, die wir dienstags machen, immer eine Dreiteilung aufrechtzuerhalten. Nicht immer dann 20 Minuten, 20 Minuten, 20 Minuten, aber dass es eine Dreiteilung gibt zwischen einem Impuls, wo ich etwas reingebe, dann einer Resonanz, wo ich dann wieder was rauskriege und einer Praxisphase, die eben, bei denen wirklich die Leute auch selber gerade tätig werden, zum Beispiel in einem Tool. (interview_06, Pos. 39)
> Das Digitale hat die, aus meiner Sicht, eine große Versuchung, dass man nämlich so ein bisschen in das Dozieren verfällt, auch weil häufig, ich sage mal, man wenig Reaktionen merkt, ja, wenn man erzählt. (..) Oder das Gefühl hat, dass vielleicht die Leute, also ich meine, es liegt ja auch manchmal an den Teilnehmern, die dann tatsächlich auch noch andere Dinge im Hintergrund machen, sodass, das ist ja alles, das ist ja auch legitim, ja, aber dadurch hat man nicht so eine Resonanz, wie wenn ich jetzt einen Vortrag oder eine Fortbildung mache und ich kommuniziere direkt mit den Leuten. Diese Versuchung gibt es und deswegen versuchen wir in der reli-Werkstatt, die wir dienstags machen, immer eine Dreiteilung aufrechtzuerhalten. Nicht immer dann 20 Minuten, 20 Minuten, 20 Minuten, aber dass es eine Dreiteilung gibt zwischen einem Impuls, wo ich etwas reingebe, dann einer Resonanz, wo ich dann wieder was rauskriege und einer Praxisphase, die eben, bei denen wirklich die Leute auch selber gerade tätig werden, zum Beispiel in einem Tool. (interview\_07, Pos. 39)
Solche im Interview avisierten Orientierungsrahmen können helfen, vor allem die Teilnehmenden aus dem Modus des Zuhörens in die Aktivität zu bringen. Dadurch kann der Gefahr des Berieselns ein wenig entgegengewirkt werden. Dabei zeigte sich in jeder Fortbildung, dass es nach aktiven Phasen von Teilnehmer:innen immer auch eine Reflexionsphase gegeben hat.