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# Wenn der Löwe Schwierigkeiten bereitet
Es ist kurz vor Weihnachten, als ein Verlag hat man ein Werk gefunden, welches eine gute Idee hat und man erhofft sich damit ein profitables Unterfangen. Die Idee eine Kinderbibel, welche im Stile von Disneyfilmen, also dass Tiere die Rollen von Menschen einnehmen. Die Promotion für dieses Buch sind in vollen Zügen, doch dann aufgrund von Kritik aus verschiedenen Richtungen sieht sich der Verlag dazu gezwungen, das Werk zu depublizieren.
Dies ist im Dezember 2025 bei der Deutschen Bibelgesellschaft mit dem Werk *Der Löwe von Juda* geschehehn. In ihrer [Mitteilung](https://www.die-bibel.de/bibel-in-der-praxis/bibel-fuer-kinder/kinderbibelwelten/loewe-von-juda) zur Depublikation steht:
Es ist kurz vor Weihnachten, als ein Verlag ein Werk gefunden hat, welches eine gute Idee hat und man erhofft sich damit ein profitables Unterfangen. Die Idee eine Kinderbibel, welche im Stile von Disneyfilmen illustriert wurde. Tiere nehmen darin die Rollen von Menschen ein. Die Promotion für dieses Buch sind in vollen Zügen, doch dann aufgrund von Kritik aus verschiedenen Richtungen sieht sich der Verlag dazu gezwungen, das Werk zu depublizieren.
Das geschah im Dezember 2025 der Deutschen Bibelgesellschaft mit dem Werk *Der Löwe von Juda* geschehehn. In ihrer [Mitteilung](https://www.die-bibel.de/bibel-in-der-praxis/bibel-fuer-kinder/kinderbibelwelten/loewe-von-juda) zur Depublikation steht:
> Bestimmte Passagen zeigten sich als problematisch im Blick auf den jüdisch-christlichen Dialog. Dazu kam Kritik an der stereotypen Darstellung von Geschlechterrollen und der Visualisierung von Gewalt.
Dieser etwas längere Blogartikel wird widmet sich den hiergenannten *problematischen Passagen* und zieht im Anschluss ein Resümee für die Bedeutung von OER. Wenn man nicht die längeren Ausführungen dieses Artikels ruchlesen möchte, da diese auch in einem theologischen Diskurs stattfinden seien die Ergebnisse hier kurz zusammengefasst:
- Im Blick auf den jüdisch-christlichen Dialog, ist vor allem die Bewertung des Gesetzes sowie die christliche Deutung der hebräischen Bibel problematisch. Denn das Gesetz wird als eine Last und nicht als eine Gnade dargestellt. Zudem wird die hebräische Bibel konsequent von Jesus Christus her gedeutet. Dies führt zu einer falschen Gegenüberstellung der hebräischen Bibel mit dem christlichen Neuen Testament.
- Die stereotypischen geschlechter Darstellung zeigt sich darin, dass Frauen, bzw. weiblich zu lesende Tiere, entweder als Verführerin oder als sorgende Mütter abbgebildet wurden. Während die Männer meist muskulös, groß und kämpferisch illustiert wurden. Zudem wurden auch wichtige weibliche Figuren aus der hebräischen Bibel gar nicht erwähnt.
Dieser etwas längere Blogartikel wird widmet sich den hier genannten *problematischen Passagen* und zieht im Anschluss eine Zusammenfassung und welche Chancen in Hinblick für OER entstehen können.. Wenn man nicht die längeren Ausführungen dieses Artikels druchlesen möchte, da diese auch in einem theologischen Diskurs stattfinden seien die Ergebnisse hier kurz zusammengefasst:
- Im Blick auf den jüdisch-christlichen Dialog ist vor allem die Bewertung des Gesetzes sowie die christliche Deutung der hebräischen Bibel problematisch. Denn das Gesetz wird als eine Last und nicht als eine Gnade dargestellt. Zudem wird die hebräische Bibel konsequent von Jesus Christus her gedeutet. Dies führt zu einer falschen Gegenüberstellung der hebräischen Bibel mit dem christlichen Neuen Testament.
- Die stereotype Darstellung der Geschlechter zeigt sich darin, dass Frauen, bzw. weiblich zu lesende Tiere, entweder als Verführerin oder als sorgende Mütter abbgebildet wurden. Während die Männer meist muskulös, groß und kämpferisch illustiert wurden. Zudem wurden auch wichtige weibliche Figuren aus der hebräischen Bibel gar nicht erwähnt.
- Gewalt wird in der Löwe von Juda durchgehend, als etwas heroisches dargestellt. Die guten Männer Gottes kämpfen kriegerisch gegen die Feinde der Hebräer bzw. Gott. Dabei wird die kritische Auseinandersetzung von Gewalt in der hebräischen Bibel nicht erwähnt.
## Das 'schwere' Gesetz
Die erste *Problematik* im Blick auf den jüdisch-christlichen Dialog. Dies zeigt sich Beispielhaft an den Zehn Geboten.
Zu sehen ist ein Bild auf dem eine Schaffan, der Klippdachs, der durch die Kinderbibel füht. Schaffan versucht zwei große steinernde Tafeln, auf den die Zehn Gebote geschrieben stehen, zu bewegen. Dabei sagt er: »Puh, das Gesetz ist furchtbar schwer!« . Hierbei wird eine Unterscheidung zwischen Gesetz und Evangelium, welche Luther stark machte, unreflektiert übernommen, die erstens die hebräische Bibel und das Neue Testament dualistisch gegenüberstellt und zweitens das Gesetz als etwas erdrückendes und nicht als etwas wegweißendes wiedergegeben ([Boschki & Schlag 2016](https://doi.org/10.23768/wirelex.Gesetz_und_Evangelium_Evangelium_und_Thora.100171)). Dieses Aufzeigen von der Schwere des Gesetztes impliziert eine »falsche gnadentheologische Oppositionsfiguren« von Evangelium und Gesetz ([Hailer 2025](https://publikationen.uni-tuebingen.de/xmlui/handle/10900/164233)). „Das Gesetz Gottes halten zu dürfen, das ist die Gnade der Erwählung, die das Judentum in seinen Festen feiert und die in das Leben der jüdischen Gemeinde ausstrahlt.“ ([Evangelische Kirche in Deutschland 2015, 63](https://www.ekd.de/pm101_2015_grundlagentext_religioese_vielfalt.htm)). Jedoch, wird das Gesetzt nicht als Gnade sondern als Last im Bild beschrieben. Somit wird der Sinn der Tora stark verkürzt und der jüdische Glauben als eine Gesetzesreligion bzw. auf eine Werkgerechtigkeit reduziert ([Boschki & Schlag 2016](https://doi.org/10.23768/wirelex.Gesetz_und_Evangelium_Evangelium_und_Thora.100171)).