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ddc0720ce5
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@ -97,7 +97,7 @@ Das Ziel offener Bildungspraktiken spiegelte sich in der Tagungsorganisation wie
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Das FOERBICO-Team war durch Laura Mößle und Phillip Angelina vertreten und gestaltete einen Workshop zur klassismussensiblen Hochschulbildung durch OEP. Ausgangspunkt war eine Reflexion der eigenen Lehrerfahrungen, in der die Teilnehmenden Teilhabebarrieren in ihrer eigenen Lehre diskutierten. Im Rückgriff auf [Alheit (2020)](https://books.google.de/books?hl=de&lr=&id=cHGYEAAAQBAJ&oi=fnd&pg=PA19&dq=Peter+Alheit+ausschluss+universit%C3%A4t&ots=EEGcjwidXo&sig=pceMTheIk257mawLz-D_dZou5OM#v=onepage&q&f=false) nahmen wir die Schließungstendenzen von Universitäten zum Anlass, strukturelle Ungleichheiten und habitualisierte Ausschlüsse im Hochschulkontext genauer zu analysieren. Beispiele hierfür sind implizite Erwartungen an den wissenschaftlichen Habitus oder soziale und ökonomische Voraussetzungen. Vor diesem Hintergrund rückte die Frage in den Fokus, inwiefern OEP dazu beitragen können, solche Barrieren nicht nur sichtbar zu machen, sondern auch produktiv zu irritieren und zu transformieren.
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Das FOERBICO-Team war durch Laura Mößle und Phillip Angelina vertreten und gestaltete einen Workshop zur klassismussensiblen Hochschulbildung durch OEP. Ausgangspunkt war eine Reflexion der eigenen Lehrerfahrungen, in der die Teilnehmenden Teilhabebarrieren in ihrer eigenen Lehre diskutierten. Im Rückgriff auf [Alheit (2020)](https://books.google.de/books?hl=de&lr=&id=cHGYEAAAQBAJ&oi=fnd&pg=PA19&dq=Peter+Alheit+ausschluss+universit%C3%A4t&ots=EEGcjwidXo&sig=pceMTheIk257mawLz-D_dZou5OM#v=onepage&q&f=false) nahmen wir die Schließungstendenzen von Universitäten zum Anlass, strukturelle Ungleichheiten und habitualisierte Ausschlüsse im Hochschulkontext genauer zu analysieren. Beispiele hierfür sind implizite Erwartungen an den wissenschaftlichen Habitus oder soziale und ökonomische Voraussetzungen. Vor diesem Hintergrund rückte die Frage in den Fokus, inwiefern OEP dazu beitragen können, solche Barrieren nicht nur sichtbar zu machen, sondern auch produktiv zu irritieren und zu transformieren.
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Anknüpfend an didaktische und gerechtigkeitsorientierte Überlegungen zu offener Bildung [(vgl. Bali/ Cronin/ Jhangiani](https://doi.org/10.5334/jime.565)) (siehe auch diesen [Blogbeitrag](https://oer.community/inklusives-Lernen-durch-OEP/), arbeiteten die Teilnehmenden im Workshop heraus, dass OEP über den bloßen Zugang zu Materialien hinausgehen: Sie sind als *Praxis* der Öffnung von Lernprozessen, der kollaborativen Wissensproduktion und der Anerkennung vielfältiger Perspektiven zu verstehen.
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Anknüpfend an didaktische und gerechtigkeitsorientierte Überlegungen zu offener Bildung ([vgl. Bali/ Cronin/ Jhangiani](https://doi.org/10.5334/jime.565)) (siehe auch [Blogbeitrag](https://oer.community/inklusives-Lernen-durch-OEP/)), arbeiteten die Teilnehmenden im Workshop heraus, dass OEP über den bloßen Zugang zu Materialien hinausgehen: Sie sind als *Praxis* der Öffnung von Lernprozessen, der kollaborativen Wissensproduktion und der Anerkennung vielfältiger Perspektiven zu verstehen.
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OEP besitzen das Potenzial, klassische Machtasymmetrien in der Lehre aufzubrechen und neue Formen der Teilhabe zu ermöglichen.
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OEP besitzen das Potenzial, klassische Machtasymmetrien in der Lehre aufzubrechen und neue Formen der Teilhabe zu ermöglichen.
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Zugleich ist Offenheit nicht voraussetzungslos: Zeitliche Ressourcen, institutionalisierte Lehr-Lern-Formate sowie normative Vorstellungen von Wissen, Autor:innenschaft und Rollen begrenzen die Umsetzungsmöglichkeiten von OEP in der Hochschullehre.
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Zugleich ist Offenheit nicht voraussetzungslos: Zeitliche Ressourcen, institutionalisierte Lehr-Lern-Formate sowie normative Vorstellungen von Wissen, Autor:innenschaft und Rollen begrenzen die Umsetzungsmöglichkeiten von OEP in der Hochschullehre.
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OEP lassen sich zwar als technisches Instrument nutzen – etwa um Studierenden Teilhabe an der kollaborativen Gestaltung von Lernmaterialien und Wissensbeständen zu ermöglichen –, entfalten ihr inklusives Potenzial jedoch erst als reflexive, machtkritische Praxis, wenn sie bewusst gestaltet und didaktisch gerahmt werden.
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OEP lassen sich zwar als technisches Instrument nutzen – etwa um Studierenden Teilhabe an der kollaborativen Gestaltung von Lernmaterialien und Wissensbeständen zu ermöglichen –, entfalten ihr inklusives Potenzial jedoch erst als reflexive, machtkritische Praxis, wenn sie bewusst gestaltet und didaktisch gerahmt werden.
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@ -105,7 +105,7 @@ OEP lassen sich zwar als technisches Instrument nutzen – etwa um Studierenden
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Disziplinübergreifend wurde noch in weiteren Workshops ausgelotet, wie offene Bildungspraktiken Demokratiebildung stärken können. Nähere Einblicke in die anderen Workshops könnt ihr auf dem [Miro-Bord](https://miro.com/app/board/uXjVJB_19W8=/?share_link_id=715222657350) erhalten.
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Disziplinübergreifend wurde noch in weiteren Workshops ausgelotet, wie offene Bildungspraktiken Demokratiebildung stärken können. Nähere Einblicke in die anderen Workshops könnt ihr auf dem [Miro-Bord](https://miro.com/app/board/uXjVJB_19W8=/?share_link_id=715222657350) erhalten.
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## Community-Abend
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## Offenheit praktisch umsetzen
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Der Community-Abend verschob den Fokus bewusst vom theoretischen Sprechen über OEP hin zu offenen Formen gemeinsamer Praxis. In diesem Format konnten die Teilnehmenden eigene OER und Seminarideen einbringen und im Austausch weiterentwickeln.
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Der Community-Abend verschob den Fokus bewusst vom theoretischen Sprechen über OEP hin zu offenen Formen gemeinsamer Praxis. In diesem Format konnten die Teilnehmenden eigene OER und Seminarideen einbringen und im Austausch weiterentwickeln.
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Es entstanden auch spontane Arbeitsgruppen, etwa zu Fragen der Selbstorganisation und des Wissensmanagements mit der markdownbasierten Notiz- und Wissensmanagementsoftware [Obsidian](https://obsidian.md/). Hierbei stellte das FOERBICO-Team Erfahrungen mit offenen Arbeitspraktiken bereit. Auch kollaborative Tools wie [Git](https://git.rpi-virtuell.de/) und Pads von [HedgeDoc](https://hedgedoc.org/) wurden erprobt und hinsichtlich ihrer Potenziale reflektiert.
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Es entstanden auch spontane Arbeitsgruppen, etwa zu Fragen der Selbstorganisation und des Wissensmanagements mit der markdownbasierten Notiz- und Wissensmanagementsoftware [Obsidian](https://obsidian.md/). Hierbei stellte das FOERBICO-Team Erfahrungen mit offenen Arbeitspraktiken bereit. Auch kollaborative Tools wie [Git](https://git.rpi-virtuell.de/) und Pads von [HedgeDoc](https://hedgedoc.org/) wurden erprobt und hinsichtlich ihrer Potenziale reflektiert.
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