Tippfehler im Blogpost FOERBICO-Zwischenfazit-Tagung korrigiert

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Rechtsgerüßt→Rechtsgerüst, vertrößtet→vertröstet, kosumierenden→konsumierenden,
Praktiklogik→Praxislogik

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Jörg Lohrer 2026-03-24 18:39:59 +01:00
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@ -89,7 +89,7 @@ title: 'Mit OER zu einer Kultur des Teilens - Zwischenfazit-Tagung vom FOERBICO-
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alt: 'FOERBICO-Team ([CC-by-Lizenz](https://creativecommons.org/licenses/by/4.0/deed.de))' alt: 'FOERBICO-Team ([CC-by-Lizenz](https://creativecommons.org/licenses/by/4.0/deed.de))'
summary: >- summary: >-
Die Bekanntheit von OER wächst, doch Fragen zur Zusammenarbeit von Communities und zur kollaborativen Materialentwicklung bleiben. Die FOERBICO Zwischenfazit-Tagung 2026 in Nürnberg stellte diese Themen mit Impulsen aus Forschung und Praxis in den Mittelpunkt. Die Bekanntheit von OER wächst, doch Fragen zur Zusammenarbeit von Communities und zur kollaborativen Materialentwicklung bleiben. Die FOERBICO Zwischenfazit-Tagung 2026 in Nürnberg stellte diese Themen mit Impulsen aus Forschung und Praxis in den Mittelpunkt.
@ -141,10 +141,10 @@ Passend dazu gab es auch thematische Workshops zum Austauschen und Ausprobieren,
![](Keynote.JPG) ![](Keynote.JPG)
### Unterscheidung von OER und OEP ### Unterscheidung von OER und OEP
Daniel Otto begann seine Keynote mit der These, dass OEP und OER sich überlappen, aber es sich dennoch um zwei getrennte Konzepte handle. OER rein von Material her zu bestimmen greife zu kurz, denn die Subjekte und eine Praxis sind immer schon mitgedacht. Es geht um ein Arrangement aus Lizensierung, Standards und Infrastruktur, also die *Fähigkeiten* der Ressource und nicht die Ressource an sich. Dies speißt sich aus der normativen Idee (vgl. [Angelina & Buchwald-Chasée 2025](https://oer.community/interview-daniel-otto/)), dass Bildung als öffentliches Gut zugänglich, anpassbar und teilbar sein sollte. Leider ist die globale Umsetzung empirisch ernüchternd. OER sind somit nicht neutral und es kann Zielkonflikte geben welche aufgrund von Offenheit und Transparent nach außen getragen werden. OEP ist dagegen definitorisch und analytisch schwer zu greifen und es fehle an theoretischer Unterfütterung (vgl. [Thompson 2023](https://doi.org/10.2139/ssrn.4595912)). Dies decke sich auch mit den Ergebnissen aus dem Literaturbericht von Pircker und Pirner ([2025](https://oer.community/oer-oep-literaturbericht/)). Daraus schließt Otto, dass OEP ein deskriptiver Begriff sei, welches die Nutzung von OER mit einschließt, aber darüber hinaus geht. Daniel Otto begann seine Keynote mit der These, dass OEP und OER sich überlappen, aber es sich dennoch um zwei getrennte Konzepte handle. OER rein von Material her zu bestimmen greife zu kurz, denn die Subjekte und eine Praxis sind immer schon mitgedacht. Es geht um ein Arrangement aus Lizensierung, Standards und Infrastruktur, also die *Fähigkeiten* der Ressource und nicht die Ressource an sich. Dies speist sich aus der normativen Idee (vgl. [Angelina & Buchwald-Chasée 2025](https://oer.community/interview-daniel-otto/)), dass Bildung als öffentliches Gut zugänglich, anpassbar und teilbar sein sollte. Leider ist die globale Umsetzung empirisch ernüchternd. OER sind somit nicht neutral und es kann Zielkonflikte geben welche aufgrund von Offenheit und Transparent nach außen getragen werden. OEP ist dagegen definitorisch und analytisch schwer zu greifen und es fehle an theoretischer Unterfütterung (vgl. [Thompson 2023](https://doi.org/10.2139/ssrn.4595912)). Dies decke sich auch mit den Ergebnissen aus dem Literaturbericht von Pircker und Pirner ([2025](https://oer.community/oer-oep-literaturbericht/)). Daraus schließt Otto, dass OEP ein deskriptiver Begriff sei, welches die Nutzung von OER mit einschließt, aber darüber hinaus geht.
### KI als eine Herausfoderung von OER und OEP ### KI als eine Herausforderung von OER und OEP
KI spielt dabei eine Herausforderung für OER, da diese von ihrer Logik her anders aufgebaut ist und funktioniert. Die normative Ideen von OER beispielsweise haben sich in einem Rechtsgerüßt der CC-Lizenzen operationalisiert. OER zeichnet sich durch die transparente Angabe von Quellen und Versionierungen aus und ist dabei nachvollziehbar sowie zitierbar. Demgegenüber ist die Anwendung von generativer KI in Rechtsfragen noch unbestimmt zugleich handelt es sich hierbei um eine Blackbox in der weder der Input noch der Output für Nutzende nachvollziehbar sei. Die KI erzeuge, so Otto, eine *eschatologische Spannung* von jetzt schon und noch nicht, also ein Heilsversprechen das auf die Zukunft vertrößtet. Trotz dessen wird die KI nicht verworfen, sondern Otto entwickelt durch Gurndsätze der OER-enabled Pedagogy ([Wiley & Hilton III 2018](https://doi.org/10.19173/irrodl.v19i4.3601)) einen konstruktiven Umgang. Je offener und deligierbarer Aufgaben sind, desto eher kann KI eine Unterstützung sein. KI spielt dabei eine Herausforderung für OER, da diese von ihrer Logik her anders aufgebaut ist und funktioniert. Die normative Ideen von OER beispielsweise haben sich in einem Rechtsgerüst der CC-Lizenzen operationalisiert. OER zeichnet sich durch die transparente Angabe von Quellen und Versionierungen aus und ist dabei nachvollziehbar sowie zitierbar. Demgegenüber ist die Anwendung von generativer KI in Rechtsfragen noch unbestimmt zugleich handelt es sich hierbei um eine Blackbox in der weder der Input noch der Output für Nutzende nachvollziehbar sei. Die KI erzeuge, so Otto, eine *eschatologische Spannung* von jetzt schon und noch nicht, also ein Heilsversprechen das auf die Zukunft vertröstet. Trotz dessen wird die KI nicht verworfen, sondern Otto entwickelt durch Gurndsätze der OER-enabled Pedagogy ([Wiley & Hilton III 2018](https://doi.org/10.19173/irrodl.v19i4.3601)) einen konstruktiven Umgang. Je offener und deligierbarer Aufgaben sind, desto eher kann KI eine Unterstützung sein.
![](OER_KI_Matrix.png) ![](OER_KI_Matrix.png)
@ -208,7 +208,7 @@ Frau Friz beschäftigt sich am FWU über mehrere Jahre hinweg und intensiv mit d
### Dr. Alexandra Habicher (Koordinatorin des Projektverbunds digiLL): ### Dr. Alexandra Habicher (Koordinatorin des Projektverbunds digiLL):
Der Universitätsverbund für digitales Lehren und Lernen in der Lehrer/-innenbildung kurz [digiLL](https://digill.de/) wurde 2016 gegründet und hat aktuell 11 Standorte zur Stärkung der digitalen Lehre in der Lehrkräftebildung. Alexandra Habicher ist Gründungsmitglied und aktuell Teil des [digiLL_COM-Projektes](https://www.oer-strategie.de/projects/digill_com-projektsteckbrief/) als zentrale Anlaufstelle für innovative Lehrmethoden und eine gemeinschaftliche Lernumgebung in der phasen- und lernortübergreifenden Lehrkräftebildung zu schaffen. Dabei zielen sie darauf ab, Studierende partizipativ und ko-kreativ als Erstellende zu stärken und sie so aus der kosumierenden Haltung im Digitalen rauszubekommen. Der Universitätsverbund für digitales Lehren und Lernen in der Lehrer/-innenbildung kurz [digiLL](https://digill.de/) wurde 2016 gegründet und hat aktuell 11 Standorte zur Stärkung der digitalen Lehre in der Lehrkräftebildung. Alexandra Habicher ist Gründungsmitglied und aktuell Teil des [digiLL_COM-Projektes](https://www.oer-strategie.de/projects/digill_com-projektsteckbrief/) als zentrale Anlaufstelle für innovative Lehrmethoden und eine gemeinschaftliche Lernumgebung in der phasen- und lernortübergreifenden Lehrkräftebildung zu schaffen. Dabei zielen sie darauf ab, Studierende partizipativ und ko-kreativ als Erstellende zu stärken und sie so aus der konsumierenden Haltung im Digitalen rauszubekommen.
> Es gibt relativ wenig Daten, die abbilden, dass sich Bildungsgerechtigkeit verändert durch den Einsatz von OEP und das ist schon ein klares Desiderat, was aufgezeigt wurde. Vielleicht würde es helfen, Forschungsfragen mehr mit dem Fokus auf Transfer auszurichten, um letztendlich dann die großen Fragen von Bildungsgerechtigkeit weiter runterbrechen zu können. > Es gibt relativ wenig Daten, die abbilden, dass sich Bildungsgerechtigkeit verändert durch den Einsatz von OEP und das ist schon ein klares Desiderat, was aufgezeigt wurde. Vielleicht würde es helfen, Forschungsfragen mehr mit dem Fokus auf Transfer auszurichten, um letztendlich dann die großen Fragen von Bildungsgerechtigkeit weiter runterbrechen zu können.
@ -224,7 +224,7 @@ OER sei nicht im systematischen und projektbezogenen Sinne bei ihr aufgebaut, es
Franco Rau Teil des Leitungsteams im Projekt [TOBIS](https://www.oer-strategie.de/projects/tobis-projektsteckbrief/) zur transprofessionellen Organisationsentwicklung zur Zusammenarbeit von Schulträgern zum digitalen Wandel und OER/OEP. Dabei treiben ihn Fragen um, wie Lehrkräfte mit Wissen umgehen und man müsse die Frage zu stellen, was müssten Lehramtsstudierende darüber wissen, wie ihre Lernenden damit umgehen, was können sie selbst mitgestalten und für wen machen sie das Material. Wichtig sei es, sich mit einer Qualitätsbrille nicht nur die Produkte anzuschauen, sondern auch z.B. mit Methoden des lauten Denkens auf einer mikro-didaktischen Ebene, um so eine Form der Qualitätsevolution hervorzurufen, die sich eher an Prozessen orientiert und Menschen zum Nachdenken anregt. Franco Rau Teil des Leitungsteams im Projekt [TOBIS](https://www.oer-strategie.de/projects/tobis-projektsteckbrief/) zur transprofessionellen Organisationsentwicklung zur Zusammenarbeit von Schulträgern zum digitalen Wandel und OER/OEP. Dabei treiben ihn Fragen um, wie Lehrkräfte mit Wissen umgehen und man müsse die Frage zu stellen, was müssten Lehramtsstudierende darüber wissen, wie ihre Lernenden damit umgehen, was können sie selbst mitgestalten und für wen machen sie das Material. Wichtig sei es, sich mit einer Qualitätsbrille nicht nur die Produkte anzuschauen, sondern auch z.B. mit Methoden des lauten Denkens auf einer mikro-didaktischen Ebene, um so eine Form der Qualitätsevolution hervorzurufen, die sich eher an Prozessen orientiert und Menschen zum Nachdenken anregt.
> Ich glaube OEP um der OEP-Willen oder OER um der OER-Willen zu betreiben hat nicht so gut funktioniert in den letzten 20 Jahren. Wenn man es mit einem übergeordneten Ziel verknüpft, sei es Schul- oder Unterrichtsentwicklung, dann funktioniert das deutlich besser. Ich erlebe die Debatte so, dass bei OER die Frage gestellt wird, wie stelle ich möglichst viel Material zur Verfügung und wie machen wir es, dass es Menschen finden. Wenn man dann eher in einer Praktiklogik denkt, stellt sich eher die Frage, welche Anwendungen digitaler Art haben wir, um Material anschlussfähig zu bearbeiten, also Offenheit nicht nur als Mindset-Frage, sondern auch als Infrastruktur- und Organisationsfrage. > Ich glaube OEP um der OEP-Willen oder OER um der OER-Willen zu betreiben hat nicht so gut funktioniert in den letzten 20 Jahren. Wenn man es mit einem übergeordneten Ziel verknüpft, sei es Schul- oder Unterrichtsentwicklung, dann funktioniert das deutlich besser. Ich erlebe die Debatte so, dass bei OER die Frage gestellt wird, wie stelle ich möglichst viel Material zur Verfügung und wie machen wir es, dass es Menschen finden. Wenn man dann eher in einer Praxislogik denkt, stellt sich eher die Frage, welche Anwendungen digitaler Art haben wir, um Material anschlussfähig zu bearbeiten, also Offenheit nicht nur als Mindset-Frage, sondern auch als Infrastruktur- und Organisationsfrage.
Die Podiumsdiskussion zum Nachschauen im [Stream](https://www.fau.tv/series/mit-oer-zu-einer-kultur-des-teilens-w25/1-critical-friends-kommentierungen-und-podium-w25) 📹 Die Podiumsdiskussion zum Nachschauen im [Stream](https://www.fau.tv/series/mit-oer-zu-einer-kultur-des-teilens-w25/1-critical-friends-kommentierungen-und-podium-w25) 📹