Überarbeitet, Metadaten hinzugefügt

This commit is contained in:
lmoessle 2026-04-14 13:19:01 +00:00
parent fd16a8388e
commit fd5c7a1c53
1 changed files with 116 additions and 16 deletions

View File

@ -1,3 +1,90 @@
---
# commonMetadata
'@context': https://schema.org/
creativeWorkStatus: Published
type: LearningResource
name: 'Koennen OEP partizipatives Lernen und Demokratiebildung foerdern'
description: >-
Unter dem Motto OEP & Demokratiebildung fand sich das Netzwerk Theologie
und Hochschuldidaktik Ende Maerz 2026 in Muenster zusammen. Der Beitrag
gibt Einblicke in Workshops, Diskussionen und Community-Formate und fragt,
inwiefern Open Educational Practices (OEP) partizipatives Lernen und
demokratische Bildungsprozesse ermoeglichen koennen. Im Fokus stehen
klassismussensible Hochschulbildung sowie
die Frage nach didaktischen und strukturellen Bedingungen fuer eine Kultur
der Offenheit.
license: https://creativecommons.org/licenses/by/4.0/deed.de
id: https://oer.community/koennen-oep-partizipatives-lernen-und-demokratiebildung-foerdern
creator:
- givenName: Laura
familyName: Mößle
id: https://orcid.org/0000-0001-5255-8063
type: Person
affiliation:
name: Johann Wolfgang Goethe-Universität Frankfurt
id: https://ror.org/04cvxnb49
type: Organization
- givenName: Phillip
familyName: Angelina
id: https://orcid.org/0000-0002-6905-5523
type: Person
affiliation:
name: Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg
id: https://ror.org/00f7hpc57
type: Organization
inLanguage:
- de
about:
- https://w3id.org/kim/hochschulfaechersystematik/n052
- https://w3id.org/kim/hochschulfaechersystematik/n545
image: https://oer.community/koennen-oep-partizipatives-lernen-und-demokratiebildung-foerdern/oep-demokratiebildung.jpg
learningResourceType:
- https://w3id.org/kim/hcrt/text
- https://w3id.org/kim/hcrt/web_page
educationalLevel:
- https://w3id.org/kim/educationalLevel/level_A
datePublished: '2026-04-30'
keywords:
- Open Educational Practices (OEP)
- Open Educational Resources (OER)
- Hochschuldidaktik
- Event
- Kollaboration
- Offenheit
- Qualitätskriterien
- Religionspädagogik
# staticSiteGenerator
author:
- Laura Mößle
- Phillip Angelina
title: 'Koennen OEP partizipatives Lernen und Demokratiebildung foerdern'
cover:
relative: true
image: educationforall.jpg
alt: Workshop-Situation mit Teilnehmenden bei einer Tagung zu OEP und Demokratiebildung
hiddenInSingle: true
summary: >-
Unter dem Motto OEP & Demokratiebildung fand sich das Netzwerk Theologie
und Hochschuldidaktik Ende Maerz 2026 in Muenster zusammen. Der Beitrag
gibt Einblicke in Workshops, Diskussionen und Community-Formate und fragt,
inwiefern Open Educational Practices (OEP) partizipatives Lernen und
demokratische Bildungsprozesse ermoeglichen koennen. Im Fokus stehen
klassismussensible Hochschulbildung sowie
die Frage nach didaktischen und strukturellen Bedingungen fuer eine Kultur
der Offenheit.
url: koennen-oep-partizipatives-lernen-und-demokratiebildung-foerdern
tags:
- Open Educational Practices (OEP)
- Open Educational Resources (OER)
- Hochschuldidaktik
- Event
- Kollaboration
- Offenheit
- Qualitätskriterien
- Religionspädagogik
---
# Können OEP partizipatives Lernen und Demokratiebildung fördern?
Unter dem Motto OEP & Demokratiebildung fand sich das Netzwerk [Theologie und Hochschuldidaktik](https://www.dghd.de/community/netzwerke/netzwerk-theologie-und-hochschuldidaktik/) vom 30.-31. März 2026 in Münster zusammen. Damit sollte der gedankliche Faden des letztjährigen Tagung mit dem Fokus auf OER aufgenommen, aber im größeren Kontext der offenen Bildungspraktiken verortet werden. Unsere Erfahrung aus dem letzten Jahr könnt ihr [hier](https://oer.community/oer-meets-fachdidaktik/) nachlesen.
@ -6,45 +93,58 @@ Das Ziel der diesjährigen Tagung spiegelte sich auch in der Tagungsorganisation
## Klassismussensible Hochschulbildung
Das FOERBICO-Team war mit Laura und Phillip vertreten und gestaltete einen Workshop zur klassismussensiblen Hochschulbildung durch OEP. Ausgangspunkt war eine Reflexion eigener Lehrerfahrungen, in der Teilhabebarrieren zunächst subjektiv sichtbar gemacht und anschließend im Rückgriff auf theoretische Perspektiven perspektiviert wurden.
Dabei wurde insbesondere an die von [Alheit (2020)](https://books.google.de/books?hl=de&lr=&id=cHGYEAAAQBAJ&oi=fnd&pg=PA19&dq=Peter+Alheit+ausschluss+universit%C3%A4t&ots=EEGcjwidXo&sig=pceMTheIk257mawLz-D_dZou5OM#v=onepage&q&f=false) beschriebenen Schließungstendenzen an europäischen Universitäten angeknüpft, die auf strukturelle Ungleichheiten und habitualisierte Ausschlüsse im Hochschulkontext verweisen.
Vor diesem Hintergrund rückte die Frage in den Fokus, inwiefern OEP dazu beitragen können, solche Barrieren nicht nur zu erkennen, sondern auch zu irritieren und zu transformieren.
Anknüpfend an sozial-justizorientierte Ansätze offener Bildung [(vgl. Bali/ Cronin/ Jhangiani](https://doi.org/10.5334/jime.565)) wurde herausgearbeitet, dass OEP über den bloßen Zugang zu Materialien hinausgehen und als Praxis der Öffnung von Lernprozessen, der kollaborativen Wissensproduktion sowie der Anerkennung vielfältiger Perspektiven verstanden werden müssen. Gerade hierin liegt ihr Potenzial, klassische Machtasymmetrien in der Lehre aufzubrechen und neue Formen von Teilhabe zu ermöglichen. Zugleich wurde deutlich, dass Offenheit nicht voraussetzungslos ist: Zeitliche Ressourcen, institutionalisierte Lehr-Lernformate sowie normative Vorstellungen von Wissen, Autorität und Rollen begrenzen die Umsetzungsmöglichkeiten. OEP erscheinen damit auch als technisches Instrument, aber vielmehr als reflexive, machtkritische Praxis, die nur dann ihr inklusives Potenzial entfalten kann, wenn sie bewusst gestaltet, kontextsensibel eingebettet und didaktisch gerahmt wird.
- Disziplinübergreifend wurde noch in weiteren Workshops ausgelotet, wie offene Bildungspraktiken Demokratiebildung stärken können. Nähere Einblicke in die anderen Workshops könnt ihr auf dem [Miro-Bord](https://miro.com/app/board/uXjVJB_19W8=/?share_link_id=715222657350) bekommen.
Das FOERBICO-Team war mit Laura und Phillip vertreten und gestaltete einen Workshop zur klassismussensiblen Hochschulbildung durch OEP. Ausgangspunkt war eine Reflexion eigener Lehrerfahrungen, in der Teilhabebarrieren zunächst subjektiv sichtbar gemacht und anschließend im Rückgriff auf theoretische Perspektiven diskutiert wurden.
Dabei wurde insbesondere an die von [Alheit (2020)](https://books.google.de/books?hl=de&lr=&id=cHGYEAAAQBAJ&oi=fnd&pg=PA19&dq=Peter+Alheit+ausschluss+universit%C3%A4t&ots=EEGcjwidXo&sig=pceMTheIk257mawLz-D_dZou5OM#v=onepage&q&f=false) beschriebenen Schließungstendenzen von Universitäten angeknüpft, die auf strukturelle Ungleichheiten und habitualisierte Ausschlüsse im Hochschulkontext verweisen.
Vor diesem Hintergrund rückte die Frage in den Fokus, inwiefern OEP dazu beitragen können, solche Barrieren nicht nur zu erkennen, sondern auch produktiv zu irritieren und zu transformieren.
Anknüpfend an didaktische und gerechtigkeitsorientierte Überlegungen zu offener Bildung [(vgl. Bali/ Cronin/ Jhangiani](https://doi.org/10.5334/jime.565)) wurde im Workshop herausgearbeitet, dass OEP über den bloßen Zugang zu Materialien hinausgehen: Sie sind als *Praxis* der Öffnung von Lernprozessen, der kollaborativen Wissensproduktion und der Anerkennung vielfältiger Perspektiven zu verstehen.
OEP besitzen das Potenzial, klassische Machtasymmetrien in der Lehre aufzubrechen und neue Formen der Teilhabe zu ermöglichen.
Zugleich wurde im Workshop deutlich, dass Offenheit nicht voraussetzungslos ist: Zeitliche Ressourcen, institutionalisierte Lehr-Lern-Formate sowie normative Vorstellungen von Wissen, Autor:innenschaft und Rollen begrenzen die Umsetzungsmöglichkeiten von OEP in der Hochschullehre.
OEP lassen sich zwar als technisches Instrument nutzen etwa um Studierenden Teilhabe an der kollaborativen Gestaltung von Lernmaterialien und Wissensbeständen zu ermöglichen , entfalten ihr inklusives Potenzial jedoch erst als reflexive, machtkritische Praxis wenn sie bewusst gestaltet und didaktisch gerahmt werden.
Disziplinübergreifend wurde noch in weiteren Workshops ausgelotet, wie offene Bildungspraktiken Demokratiebildung stärken können. Nähere Einblicke in die anderen Workshops könnt ihr auf dem [Miro-Bord](https://miro.com/app/board/uXjVJB_19W8=/?share_link_id=715222657350) bekommen.
## Community-Abend
Der gemeinsame Community-Abend bot Raum für eine gelebte Praxis von Offenheit und Austausch. In einem offenen Format konnten Teilnehmende eigene OER sowie Seminarideen einbringen, gemeinsam reflektieren und kollaborativ weiterentwickeln. Dabei entstanden auch spontane Arbeitsgruppen, etwa zu Fragen der Selbstorganisation und des Wissensmanagements sowie zur Rolle digitaler Tools in individuellen und kollaborativen Arbeitsprozessen. In diesem Kontext stellte das FOERBICO-Projekt seine Erfahrungen mit offenen Arbeitsweisen vor, insbesondere mit Git und Markdown, und diskutierte, inwiefern diese Praktiken etablierte Formen wissenschaftlicher Zusammenarbeit im institutionellen Hochschulkontext verändern können.
Der gemeinsame Community-Abend bot Raum für eine gelebte Praxis von Offenheit und Austausch. In einem offenen Format konnten Teilnehmende eigene OER und Seminarideen einbringen, gemeinsam diskutieren und im Austausch weiterentwickeln.
Dabei entstanden auch spontane Arbeitsgruppen, etwa zu Fragen der Selbstorganisation und des Wissensmanagements sowie zur Rolle digitaler Tools in individuellen und kollaborativen Arbeitsprozessen. In diesem Kontext stellte das FOERBICO-Projekt seine Erfahrungen mit offenen Arbeitsweisen vor, insbesondere mit Git und Markdown, und diskutierte, inwiefern diese Praktiken etablierte Formen wissenschaftlicher Zusammenarbeit im institutionellen Hochschulkontext verändern können.
Zugleich konnten auch die im FOERBICO Projekt erarbeiteten [Qualitätskriterien](https://oer.community/qualitaet/) vorgestellt und gemeinsam diskutiert werden. Sie dienen als praxisnahe Orientierungsfolie, um die Entwicklung, Überarbeitung und Qualitätssicherung von OER-Materialien zu unterstützen. In der Diskussion wurde deutlich, dass Qualitätsfragen nicht ausschließlich technisch oder formal zu verstehen sind, sondern stets auch didaktische, inhaltliche und letztlich auch machtkritische Dimensionen umfassen. Insbesondere mit Blick auf Zugangsvoraussetzungen und technische Barrierefreiheit wurde deutlich, wie zentral diese Aspekte für eine inklusive Gestaltung von OER sind.
Zugleich konnten auch die im FOERBICO Projekt erarbeiteten [Qualitätskriterien](https://oer.community/qualitaet/) vorgestellt und gemeinsam diskutiert werden. Sie dienen als praxisnahe Orientierungsfolie, um die Entwicklung, Überarbeitung und Qualitätssicherung von OER-Materialien zu unterstützen.
In der Diskussion wurde deutlich, dass Qualitätsfragen nicht ausschließlich technisch oder formal zu verstehen sind, sondern stets auch didaktische, inhaltliche und letztlich auch machtkritische Dimensionen umfassen. Insbesondere mit Blick auf Zugangsvoraussetzungen und technische Barrierefreiheit wurde deutlich, wie zentral diese Aspekte für eine inklusive Gestaltung von OER sind.
Der Community-Abend eröffnete einen Raum gelebter Praxis und ermöglichte damit den Übergang vom Sprechen über OEP hin zum konkreten Handeln. Besonders die Multiperspektivität und der offene Austausch machten deutlich, dass sich OEP nicht allein begrifflich fassen lassen, sondern sich vor allem im gemeinsamen Tun entfalten. Gerade darin zeigt sich, dass auch wenn [OEP schwierig zu definieren sind](https://oer.community/recap-foerbico-tagung-2026/) ihre Bedeutung primär im Handlungsgeschehen und in kollaborativen Praktiken sichtbar wird.
## Learning: Etabliete Lernmuster irritieren
## Learnings: Etabliete Muster produktiv irritieren
OER und OEP eröffnen mit ihrem grundlegenden Ansatz das Potenzial, bestehenden Ausgrenzungsstrukturen im Bildungssystem entgegenzuwirken. Zugleich zeigt sich, dass Offenheit keineswegs voraussetzungslos ist: Sie erfordert sowohl technische Infrastrukturen vom Zugang zu geeigneter Hardware bis hin zu Kompetenzen im Umgang mit digitalen Tools und offenen Arbeitsweisen als auch entsprechende didaktische und institutionelle Rahmenbedingungen.
OER und OEP eröffnen mit ihrem Ansatz das Potenzial, bestehenden Ausgrenzungsstrukturen im Bildungssystem entgegenzuwirken. Sie erfordern jedoch technische Infrastrukturen vom Zugang zu geeigneter Hardware bis hin zu Kompetenzen im Umgang mit digitalen Tools und offenen Arbeitsweisen als auch entsprechende didaktische und institutionelle Rahmenbedingungen.
Eine offene didaktische Haltung kann etablierte Lernmuster irritieren, da viele Studierende primär mit wenigen, oft stark vorstrukturierten Formen der Wissensaneignung vertraut sind. Offene Bildungspraktiken zielen jedoch darauf, diese Routinen aufzubrechen und neue Formen der Partizipation und Wissensproduktion zu ermöglichen.
Gleichzeitig stehen strukturelle Bedingungen der Umsetzung häufig entgegen, etwa restriktive Lizenzierungsfragen, institutionelle Vorgaben oder begrenzte zeitliche Ressourcen in der Vorbereitung und Durchführung von Lehre.
Darüber hinaus impliziert Offenheit ein erhöhtes Maß an Transparenz, wodurch bestehende Machtverhältnisse nicht automatisch aufgehoben, sondern vielmehr sichtbar werden. Gerade darin liegt jedoch ein großes Potenzial: OEP können dazu beitragen, Machtstrukturen reflexiv zu thematisieren und kritisch zu bearbeiten. Eine Kultur der Offenheit erweist sich somit als grundlegende Voraussetzung, um langfristig exkludierende Strukturen im Bildungsbereich zu adressieren.
Darüber hinaus impliziert Offenheit ein erhöhtes Maß an Transparenz, wodurch bestehende Machtverhältnisse nicht automatisch aufgehoben, sondern vielmehr sichtbar werden. Gerade darin liegt jedoch ein großes Potenzial: OEP können dazu beitragen, Machtstrukturen reflexiv zu thematisieren und kritisch zu bearbeiten. Eine *Kultur der Offenheit* erweist sich als grundlegende Voraussetzung, um langfristig exkludierende Strukturen im Bildungsbereich zu adressieren.
Dabei geht es weniger um die unmittelbare perfekte Umsetzung offener Bildung, sondern vielmehr um eine schrittweise Transformation von Lehr- und Lernkulturen. Unterstützend wirkt hierbei eine Verschiebung der Perspektive weg von einer reinen Output- bzw. Beitragsorientierung hin zu einer stärkeren Prozessorientierung, in der gemeinsames Lernen, Aushandlung und Reflexion zentral werden.
Dabei geht es weniger um die unmittelbare perfekte Umsetzung offener Bildungspraktiken, sondern vielmehr um eine schrittweise Transformation von Lehr- und Lernkulturen und letztlich um eine veränderte [Haltung](https://oer.community/open-ist-eine-haltung/).
Unterstützend wirkt hier eine Verschiebung der Perspektive weg von einer reinen Output- bzw. Beitragsorientierung hin zu einer stärkeren *Prozessorientierung*, in der gemeinsames Lernen, Aushandlung und Reflexion von Teilhabemöglichkeiten zentral werden.
## OEP und Demokratiebildung - Quo vadis?
Im Kontext gegenwärtiger Debatten um offene Bildung lässt sich der Fokus auf partizipative Lehr-Lernformate aktuell deutlich beobachten: OEP erscheinen zunehmend als Antwort auf eine von „post-truth“-Dynamiken geprägte Wissensordnung [(vgl. Glassmann/ Tilak/ Kang)](https://doi.org/10.1080/01587919.2023.2267468) Sie verschieben die Rolle von Studierenden grundlegend weg von der Rezeption hin zur aktiven Mitgestaltung von Wissen.
In offenen, kollaborativen Settings wird Lernen damit selbst zu einer demokratischen Praxis: Informationen werden nicht nur aufgenommen, sondern geprüft, verhandelt und in gemeinsamer Verantwortung weiterentwickelt. Hier liegt das demokratiefördernde Potenzial von OEP: Epistemische Autorität wird im Prozess kooperativer Aushandlung hervorgebracht. Zugleich wird u.a. auch im Rahmen der Tagung deutlich, dass diese Offenheit nicht von selbst entsteht, sondern didaktisch sehr stark begleitet und durch den gezielten Aufbau entsprechender Kompetenzen ermöglicht werden muss.
In offenen, kollaborativen Settings kann Lernen damit selbst zu einer demokratischen Praxis werden. Informationen werden nicht nur aufgenommen, sondern gemeinsam geprüft und verantwortungsvoll weiterentwickelt. Das demokratiefördernde Potenzial von OEP liegt dabei insbesondere darin, dass epistemische Autorität nicht vorausgesetzt wird, sondern im Prozess kooperativer Aushandlung entsteht.
Zugleich zeigt sich nicht zuletzt im Rahmen der Tagung , dass diese Formen der Offenheit eine bewusste didaktische Rahmung sowie den gezielten Aufbau entsprechender Kompetenzen benötigt, um ihr volles Potenzial ausschöpfen zu können.
Die Zukunft von OEP wird daher entscheidend davon abhängen, inwiefern es gelingt, diese Prozesse nachhaltig in Lehr- und Lernkulturen zu verankern und in eine gelebte Praxis zu überführen.
Literatur:
Alheit, P. (2020). Ein kritischer Blick auf Öffnungs- und Schließungstendenzen ausgewählter europäischer Universitätssysteme, in: Iller C.; Lehmann, B.; Vierzigmann, G.; Vergara S. (Hg.): Von der Exklusion zur Inklusion. Weiterbildung im Sozialsystem Hochschule, Bielefeld, 1932, https://books.google.de/books?hl=de&lr=&id=cHGYEAAAQBAJ&oi=fnd&pg=PA19&dq=Peter+Alheit+ausschluss+universit%C3%A4t&ots=EEGcjwidXo&sig=pceMTheIk257mawLz-D_dZou5OM#v=onepage&q&f=false.
Alheit, P. (2020). [Ein kritischer Blick auf Öffnungs- und Schließungstendenzen ausgewählter europäischer Universitätssysteme](https://books.google.de/books?hl=de&lr=&id=cHGYEAAAQBAJ&oi=fnd&pg=PA19&dq=Peter+Alheit+ausschluss+universit%C3%A4t&ots=EEGcjwidXo&sig=pceMTheIk257mawLz-D_dZou5OM#v=onepage&q&f=false.), in: Iller C.; Lehmann, B.; Vierzigmann, G.; Vergara S. (Hg.): Von der Exklusion zur Inklusion. Weiterbildung im Sozialsystem Hochschule, Bielefeld, 1932.
Bali, M.; Cronin, C. & Jhangiani, R. S. (2020). Framing Open Educational Practices from a Social Justice Perspective, in: Journal of Interactive Media in Education, 10(1), 112. https://doi.org/10.5334/jime.565.
Glassman, M.; Tilak, S. & Kang, M. J.(2023) Transcending post-truth: Open educational practices in the information age, in: Distance Education, 44 (4), 637-654, https://doi.org/10.1080/01587919.2023.2267468.
Bali, M.; Cronin, C. & Jhangiani, R. S. (2020). [Framing Open Educational Practices from a Social Justice Perspective](https://doi.org/10.5334/jime.565), in: Journal of Interactive Media in Education, 10(1), 112.
Glassman, M.; Tilak, S. & Kang, M. J.(2023) [Transcending post-truth: Open educational practices in the information age](https://doi.org/10.1080/01587919.2023.2267468), in: Distance Education, 44 (4), 637-654.
Bildnachweis:
Foto von [Nk Ni](https://unsplash.com/de/@nkhasebe) auf [Unsplash](https://unsplash.com/de/fotos/eine-person-die-ein-schild-halt-auf-dem-bildung-fur-alle-steht-wgS7Iz0Chtg)