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# arbeitsbericht erarbeitung
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## !!!ACHTUNG!!! - hier ab sofort **nicht weiterarbeiten ab heute 29.10.2025** sondern in der Nextlcoud unter 1_Institut -> 3_Ber_Pl -> 2025-2026
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## DREIGLIEDRIGKEIT
Klammer "Hub"
- Strukturlogik
- rpi innovation in technik, infrastruktur, entwicklung, Zukunftsfähigkeit und Nachhaltigkeit,
- community netzwerk(bildung), hub-gedanke, Vereinbarungen, Ökosystem, komple
- fachdidaktik, qualität, konzeption, wissenschaftlichkeit, "religionsbezogen", Studien
| Dimension | Beitrag zum Hub | Zielrichtung 2025+ |
| --------------------------- | --------------------------------------------- | --------------------------------- |
| **Technik & Infrastruktur** | stabile, offene, KI-gestützte Plattformen | Nachhaltigkeit, Interoperabilität |
| **Community & Netzwerk** | aktive, vernetzte OER-Communities | Partizipation, Ökosystembildung |
| **Didaktik & Wissenschaft** | qualitätsgesicherte, reflexive Bildungspraxis | Professionalisierung, Innovation |
**Vorschlag Gina zur Einführung:**
Der Arbeitsbereich Digitalisierung am Comenius-Institut versteht sich als Knotenpunkt, der digitale Netzwerke, Projekte und Aktivitäten miteinander verbindet. Ausgangspunkt ist dabei die Idee der digitalen Vernetzung als arbeitsbereichs- und institutionsübergreifendes Prinzip. Im Zentrum steht der Hub-Gedanke: religiöses Bildungshandeln sichtbar zu machen, Menschen zu vernetzen und bestehende Initiativen anschlussfähig zu gestalten über den eigenen Arbeitsbereich/Tellerrand hinaus. Der entstehende Community-Hub bildet dafür den gemeinsamen Raum, in dem Akteurinnen und Akteure, Projekte und Infrastrukturen der religiösen Bildung zusammenwirken. In diesem Rahmen entfaltet sich die Dreigliedrigkeit des Digitalisierungsbereichs als integratives Konzept, das technische, soziale und fachlich-wissenschaftliche Dimensionen systematisch miteinander verbindet und gegenseitig stärkt.
Würde dann weitermachen ab "Im Bereich Technik..."
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Vorschlag Corinna
Die Dreigliedrigkeit des Digitalisierungsbereichs am Comenius-Institut lässt sich als integratives Konzept verstehen, das technische, soziale und fachlich-wissenschaftliche Dimensionen des digitalen Bildungshandelns systematisch miteinander verbindet. Der entstehende Community-Hub bildet dabei die Klammer, in der diese drei Dimensionen ineinandergreifen und sich gegenseitig stärken.
Im Bereich Technik und Infrastruktur stehen der Aufbau und die Pflege stabiler, offener und zunehmend KI-gestützter Plattformen im Zentrum. Sie bilden die technische Grundlage, auf der digitale Bildungsprozesse gestaltet, geteilt und weiterentwickelt werden können. Durch die konsequente Ausrichtung auf Nachhaltigkeit und Interoperabilität wird eine Infrastruktur geschaffen, die langfristig tragfähig ist und den Austausch über institutionelle Grenzen hinweg ermöglicht. Systeme wie rpi-virtuell, material.rpi-virtuell.de und oer.community fungieren dabei als technische Träger einer vernetzten Bildungslandschaft.
Die Dimension Community und Netzwerk beschreibt das soziale Gefüge, das diese Infrastruktur mit Leben füllt. Hier entstehen durch Austausch, Kooperation und gemeinsame Verantwortung aktive OER-Communities, die offen, partizipativ und verlässlich miteinander arbeiten. Projekte wie relilab und FOERBICO zeigen exemplarisch, wie digitale Vernetzung und gemeinsames Lernen zur Bildung eines Ökosystems religionspädagogischer Akteure führen. Der Community-Gedanke trägt wesentlich dazu bei, digitale Bildung nicht nur technologisch, sondern auch sozial und kulturell nachhaltig zu gestalten.
Schließlich bündelt die Dimension Didaktik und Wissenschaft die fachliche und theoretische Reflexion des digitalen Bildungshandelns. Sie sorgt dafür, dass technische und communitybezogene Entwicklungen in einen bildungstheoretisch und professionsethisch fundierten Rahmen eingebettet bleiben. Durch qualitätsgesicherte, reflexive und forschungsbasierte Arbeit wird die Professionalisierung und Innovation in der religionspädagogischen Praxis vorangetrieben. So entsteht ein Raum, in dem digitale Medien nicht bloß Werkzeuge sind, sondern Ausdruck verantwortlicher Bildungsarbeit.
In der Zusammenschau dieser drei Dimensionen zeigt sich: Digitalisierung in religionsbezogener Bildung ist mehr als der Einsatz neuer Technologien. Sie ist ein kooperativer, reflexiver und zukunftsgerichteter Prozess, in dem technische Entwicklung, Community-Bildung und wissenschaftliche Fundierung gemeinsam den Hub-Gedanken tragen als Strukturprinzip einer nachhaltigen digitalen Bildungslandschaft.
Das Projekt FOERBICO („Förderung offener Bildungspraktiken in religionsbezogenen Communities“) und die daran angebundene Plattform oer.community wirken im Comenius-Institut als strategische Motoren für die Weiterentwicklung des gesamten Digitalisierungsbereichs. Beide Initiativen tragen maßgeblich dazu bei, den Community-Hub als strukturgebendes und innovationsförderndes Konzept zu realisieren technisch, organisatorisch und fachlich.
Im Zentrum steht dabei die Erkenntnis, dass Digitalisierung in der Bildung nicht allein durch technische Infrastruktur gelingt, sondern vor allem durch vernetzte, kooperative und offene Arbeitsformen. Genau hier setzt FOERBICO an: Das Projekt schafft einen Rahmen, in dem bestehende religionspädagogische Netzwerke etwa rpi-virtuell, relilab, RELImentar, narrt und die ALPIKA-Institute miteinander in Austausch treten, voneinander lernen und sich zu einer Community of Communities zusammenschließen. Diese Vernetzung fördert den Aufbau eines gemeinsamen OER-Ökosystems, in dem technische, didaktische und organisatorische Innovationen wechselseitig angestoßen werden.
Die Plattform oer.community fungiert dabei als sichtbarer und funktionaler Mittelpunkt dieses Prozesses. Sie dient der Visualisierung, Kommunikation und Koordination von Community-Aktivitäten und bietet zugleich eine niedrigschwellige Infrastruktur für kollaborative Entwicklung, Austausch und Qualifizierung. Durch offene Schnittstellen, transparente Strukturen und partizipative Governance-Modelle unterstützt die Plattform die gemeinsame Nutzung, Bearbeitung und Veröffentlichung von Bildungsmaterialien.
Für das Comenius-Institut bedeutet diese Entwicklung einen deutlichen Innovationsschub:
Technisch, weil durch FOERBICO und oer.community neue Standards für Interoperabilität, Metadatenmanagement und Schnittstellen (z. B. ActivityPub, Nostr) erprobt und in bestehende Systeme wie rpi-virtuell integriert werden.
Organisatorisch, weil Community-Management, Öffentlichkeitsarbeit und partizipative Steuerungsstrukturen gezielt professionalisiert werden.
Didaktisch und konzeptionell, weil OER nicht nur als freie Materialien verstanden, sondern als Teil einer offenen, reflexiven und professionsorientierten Bildungskultur weiterentwickelt werden.
In diesem Zusammenspiel entsteht der Community-Hub als Innovationsraum: ein vernetztes, lernendes System, das technologische Entwicklung, soziale Beteiligung und wissenschaftliche Reflexion integriert. FOERBICO und oer.community tragen somit nicht nur zur Digitalisierung des Instituts bei, sondern zur Transformation seiner Arbeitsweise hin zu einer offenen, kollaborativen und zukunftsfähigen Form evangelisch verantworteter Bildungsarbeit.
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# Community-Hub-Entwicklung als Leitperspektive
Die zentrale Entwicklungsrichtung des Comenius-Instituts besteht darin, eine **Community of Communities** im Bereich religionspädagogischer Bildung zu stärken. Dafür wird ein **Community-Hub** aufgebaut, der als Infrastruktur, Schnittstelle und Vermittlungsplattform wirkt. Alle Arbeitsvorhaben von Digitalisierung und Fernstudium über rpi-virtuell und relilab bis hin zum Projekt FOERBICO sind auf diese Leitidee ausgerichtet.
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## 1. Digitalisierung, Bildungsanspruch und Fernstudium
Die Fernstudienstelle des Comenius-Instituts bearbeitet Digitalisierung unter dem Vorzeichen eines qualifizierten Bildungsanspruchs. Ziel ist, **digitale Medienvielfalt mit professioneller Bildungspraxis** zu verbinden und Distanzen in Lehr-Lern-Prozessen zu überwinden.
Beiträge zur Weiterentwicklung des Community-Hubs:
* **Qualitätsdiskurse**: Forschung und Publikationen zu professionsethischen Anforderungen an Digitalisierung (Vortrag beim Ausbildungskongress der Bundeswehr-Universität, Veröffentlichung im Tagungsband 2023).
* **Didaktische Innovation**: Drittmittelprojekt (Digitalinnovationsfonds EKD) mit Aufbau einer digitalen Schreibwerkstatt für den Fernkurs Prädikant:innen-Dienst (Einsatz 2024).
Damit bringt die Fernstudienstelle die Perspektive ein, wie Bildungsanspruch, Subjektorientierung und Professionsethik systematisch im Hub abgebildet werden können.
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## 2. rpi-virtuell: Instrument für den Community-Hub
**rpi-virtuell** ist das zentrale digitale Portal des Comenius-Instituts und dient als **tragende Säule des Community-Hubs**. Es verbindet Akteure, Materialien, Fachcommunities und Bildungsbereiche. Die Aufgaben bündeln sich in den Kernbereichen **Information, Innovation, Integration, Infrastruktur**.
### Information
* Materialpool mit über 10 650 Ressourcen, laufend gepflegt und verschlagwortet.
* Entwicklung religionspädagogischer **Qualitätsmerkmale für digitale Materialien** (seit 2024), die ab 2025 als Checkliste für Redaktion und smarte Erfassung verfügbar sein werden.
### Innovation
* Aufbau von **kritisch-reflexiven KI-Workshops** (seit 2024 wöchentliche Sessions).
* Entwicklung **individualisierter Praxishilfen** und **KI-gestützter Workflows** (2025): von vektorbasierter Materialsuche über semantische Wissensdatenbanken bis hin zu Kanban-Editoren.
### Integration
* Entwicklung eines **Contentpools für Bildungsnachrichten** (Prototyp 2024).
* Verzahnung mit Relilab und FOERBICO zur **dezentralen OER-Infrastruktur**.
### Infrastruktur
* Weiterentwicklung einer offenen, **vernetzten Plattformarchitektur** (WordPress, Nextcloud, Git, Etherpad, Mastodon, Jitsi, Matrix/Element).
* Aufbau von **Automatisierungs- und KI-Workflows** (n8n, Ansible).
* Konsolidierung von Serverstrukturen zur ressourcenschonenden Bereitstellung.
### Marken- und Strategieentwicklung
* Mit FOERBICO wird rpi-virtuell als **Community-Hub** neu profiliert: von einem Material- und Newsportal hin zu einer **KI-gestützten Vermittlungsplattform** (bis 2027).
* Lehrkräfte erhalten künftig **personalisierte Empfehlungen** zu Materialien, Fortbildungen und Impulsen eingebettet in den religionspädagogischen Qualitätsrahmen.
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## 3. FOERBICO: OER-Ökosystem für den Community-Hub
Das 2024 gestartete BMBF-Projekt **FOERBICO** entwickelt ein **koordiniertes OER-Ökosystem** für religionsbezogene Communities. Es unterstützt die **Community-Hub-Entwicklung** durch:
* **Community-Management** und Öffentlichkeitsarbeit (Comenius-Institut als Geschäftsstelle).
* Aufbau einer **Community of Communities** (CoC) über Visualisierung, Hub-Plattform und kollaborative Tools.
* **Technische Infrastruktur**: Entwicklung von Metadaten-Schnittstellen, dezentralen Protokollen (Nostr, ActivityPub), Redaktions- und Veröffentlichungsworkflows.
Zentrale Arbeitsschritte 20242025:
* Vernetzung von Communities wie relilab, RELImentar, narrt, reliGlobal, ALPIKA-Instituten und universitären Standorten.
* Vorbereitung der **ALPIKA-Jahreskonferenz 2025** zum Thema OER in der Fortbildung.
* Entwicklung **offener, anschlussfähiger Metadatensystematiken** für Materialien und Veranstaltungen.
* Integration mit OERSI, Mundo, WirLernenOnline.
FOERBICO macht deutlich: Der Community-Hub ist nicht nur religionspädagogisch, sondern **sektorenübergreifend offen**.
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## 4. relilab: Fortbildungsnetzwerk im Hub
Das **relilab** ist der praxisnahe **Fortbildungsarm im Community-Hub**. Es versteht sich als Erprobungsraum für zeitgemäße, religionsbezogene Bildung unter Bedingungen der Digitalität.
Beitragslinien zum Community-Hub:
* **Kooperation mit Hochschulen und Universitäten** (z.B. Zürich, Luzern).
* Entwicklung von **Selbstlernmodulen** für Lehrkräfte und Studierende.
* Einführung **serienförmiger Fortbildungsstrukturen** (reli.werkstatt, relilab.KI, relilab.junior).
* Aufbau einer **community-orientierten Infrastruktur** (Matrix, hybride Räume, relilab-Website).
Forschungsergebnisse 20242025:
* Studien (EIBOR, KIBOR, SchuB Digital BW) zeigen die Bedeutung von **Niedrigschwelligkeit, hybriden Formaten und Community-Strukturen**.
* Relilab trägt so zur **Qualitätssicherung digitaler Fortbildungen** und zur **Verankerung von OER** in religionspädagogischer Praxis bei.
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# Fazit: Hub als gemeinsamer Rahmen
Alle Arbeitsfelder Fernstudium, rpi-virtuell, FOERBICO, relilab sind auf die **Community-Hub-Entwicklung** hin ausgerichtet:
* **rpi-virtuell** liefert die Plattform und Infrastruktur.
* **FOERBICO** entwickelt OER-Standards und Netzwerke.
* **relilab** erprobt und verankert Fortbildungspraxis.
* **Fernstudienstelle** hält Bildungsanspruch und professionsethische Perspektiven präsent.
So entsteht eine **Community of Communities**, die evangelisches Bildungshandeln in der Kultur der Digitalität vernetzt, professionalisiert und qualitätsgesichert weiterentwickelt.
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## Digitalisierung, Bildungsanspruch und Fernstudium
Digitalisierung im Rahmen von Bildung wird in der Arbeit des Comenius-Instituts als Chance und Gestaltungsauftrag verstanden. Zugleich ist zu bedenken, dass Bildungsansprüche dann, wenn sie nicht stets mitgedacht werden, auch unter die Räder eines immer stärker werdenden Digitalisierungsdrucks geraten können. Hiermit befasst sich u.a. die Fernstudienstelle am Comenius-Institut, die seit Anfangszeiten daran arbeitet, durch Medienvielfalt Distanzen zu überwinden und Lehr-Lernprozesse mit einem qualifizierten Bildungsanspruch zu verbinden. Digitalisierung im Sinne evangelisch verantworteten Bildungshandelns behält das zu bildende Subjekt im Fokus und leistet damit einen wichtigen Beitrag zur Weiterentwicklung der Fernstudiendidaktik nicht nur bezogen auf kirchliche Bildungsangebote. Im Mittelpunkt ihres Forschungsinteresse stehen die Fragen der Professionalisierung unter den Bedingungen einer Kultur der Digitalität. Erkenntnisse dazu hat die Fernstudienstelle auf dem Ausbildungskongress der Bundeswehr-Universität in Hamburg in einem Vortrag vorstellen können. Zudem konnte auf dem Hintergrund eines positiven Peer-Reviewverfahrens ein Beitrag unter dem Titel „Professionsethische Anforderungen an die Digitalisierung von Bildung“ im Tagungsband zum (Aus)Bildungskongress der Bundeswehr 2023 veröffentlicht werden.
Für den Fernkurs Prädikat:innendienst konnten außerdem Drittmittel aus dem Digitalinnovationsfonds der EKD eingeworben und eine digitale Schreibwerkstatt entwickelt werden, die 2024 erstmals zum Einsatz kam.
## rpi-virtuell
Digitalität bietet durch sein Potential in Bezug auf Vernetzung, Verschränkung von Bildungsbereichen im Sinne des lebenslangen Lernens, Förderung des Community-Gedankens sowie offener Bildungsstrategien vielfältige Anknüpfungspunkte für ein Bildungshandeln in evangelischem Verständnis. Ein zentrales Instrument, welches das Comenius-Institut in diesem Feld vorhält und kontinuierlich weiterentwickelt, ist rpi-virtuell.
Als Marke und Portal dient es als Unterstützungssystem für Bildungsakteure, Religionslehrkräfte, Erzieher:innen, Katechet:innen und deren FachCommunities sowie Einrichtungen im Bereich der religionsbezogenen Bildung. Somit schafft es Brückenschläge zwischen den verschiedenen Bildungsakteuren und \-bereichen einerseits wie es andererseits die Vielfalt der Materialien, News, Instrumente und Personen jeweils auf die verschiedenen Zielgruppen und Fokusthemen ausgerichtet erschließt.
Die Aufgaben von rpi-virtuell lassen sich in vier Kernbereiche aufschlüsseln:
* Information: Bereitstellung von relevanten aktuellen Informationen und Ressourcen im Bereich der Religionspädagogik.
* Innovation: Förderung und Entwicklung neuer Methoden, Ansätze und Technologien in der religionsbezogenen Bildung.
* Integration: Vernetzung und Zusammenführung verschiedener Akteure, Communities und Ressourcen im Bereich der Religionspädagogik.
* Infrastruktur: Aufbau und Pflege einer robusten, zugänglichen und nutzerfreundlichen Plattform und damit verbundener Tools.
* Religion
* Pädagogik
Erfolgte Arbeitsschritte in 2024 ebenso wie die Planungen für 2025 lassen sich in dieser Systematik beschreiben:
### Information
Im Materialpool von rpi-virtuell sind aktuell über 9000 online zugängliche und in der Regel kostenfrei nutzbare Praxismaterialien katalogisiert. Diese können nach verschiedenen Kriterien wie Bildungsstufen, Kompetenzen, Medientypen, Schlagworten, Autoren, Herausgebern und Einrichtungen, Lizenzen, Zugänglichkeit und Barrierefreiheit gefiltert werden. Neben der Erschließung neuer Ressourcen wurde an deren regelmäßiger Pflege, der Löschung von Einträgen zu nicht mehr verfügbaren Internetquellen und der Aktualisierung der Verschlagwortung gearbeitet.
rpi-virtuell sieht seinen Auftrag zunehmend darin, solche Materialien nicht nur an einem Ort zugänglich zu machen, sondern deren Qualität und Nutzbarkeit religionspädagogisch fundiert zu fördern. Hintergrund ist die dynamische Entwicklung im Bereich der digitalen Angebote. Es gibt inzwischen vielfältige, durch das BMBF oder durch Kirchen geförderte, sowie kommerzielle Materialbörsen, die ebenfalls religionsbezogene Unterrichtsmaterialien bereitstellen. Pädagog:innen finden damit eine Vielzahl von Angeboten recht unterschiedlicher fachlicher und formaler Qualität. Der Nutzen für die Praxis ist für Lehrund Fachkräfte oft nicht eindeutig ersichtlich, eine Verortung in größeren didaktischen Kontexten fehlt zumeist. Zudem sind für die erfolgreiche Implementierung solcher „losen“ Materialien in den Unterricht zusätzliche Vorbereitungsschritte und Anpassungen notwendig, was deren Akzeptanz gegenüber fertig ausgearbeiteten Praxishilfen mindert.
Diese Entwicklung hat das Team um rpi-virtuell veranlasst, das Angebot des Materialpools neu zu bewerten. 2024 wurde damit begonnen, anhand hilfreicher Praxismaterialien zentrale Qualitätsmerkmale digitaler Ressourcen zu entwickeln und mit den Material-produzierenden Fachcommunities zu diskutieren. Diese Qualitätsmerkmale sollen zukünftig nicht nur der Selektion und Erfassung neuer Materialien dienen, sondern auch bei der Konzeption und Produktion von Unterrichtshilfen richtungsweisend sein. In 2025 wird eine überschaubare (Check-)Liste solcher Qualitätsmerkmalen für religionspädagogische Materialien vorliegen, die dann die Grundlage für smarte Techniken zur Erfassung, Bewertung und Generierung von Lehr- und Lernmaterialien bilden kann.
### Innovation
Evangelisch verantwortetes Bildungshandeln darf sich nicht nur praktisch-anwendungsbezogenen, sondern muss sich in gleicher Weise ethischen und bildungstheologischen Fragen einer Kultur der Digitalität stellen. Dies gilt aktuell besonders in Bezug auf die wachsende Nutzung von und Erwartung an KI-basierten Instrumenten. Hier ist eine intensive und kritische Auseinandersetzung mit Funktionsweise und Anwendungsoptionen in der Analyse und in der Generierung von Daten angezeigt. Seit Anfang 2024 bietet rpi-virtuell dazu Mitarbeitenden des Comenius-Institutes und seines Umfelds einen wöchentlich stattfinden Workshop an, der über aktuelle Entwicklungen informiert und kritisch reflektiert als auch praxisnahe Anwendungsszenarien erprobt.
Integration
rpi-virtuell sieht eine seiner Aufgaben darin, eine offene digitale Bildungslandschaft zu fördern, die protestantischen Kirchenstrukturen gemäß dezentral und damit auch redundant strukturiert ist. In ihr sollten Informationen und digitale Materialien als gemeinschaftliche Ressourcen verstanden und zugänglich werden, ohne die Eigenständigkeit und Erkennbarkeit der beteiligten Akteure und Einrichtungen aufzuheben.
In 2024 startete rpi-virtuell diesbezüglich mit der Entwicklung eines Contentpools für Bildungsnachrichten. Dahinter steht die Entwicklung eines Plugins, das automatisch neue Beiträge aus allen an das Comenius-Institut angeschlossen Webseiten auswertet und zusammenträgt und für die Verbreitung über Newsletter, Feeds und in sozialen Netzwerken angepasst bereitstellt. Dieses Plugin versteht sich als Prototyp für eine Erweiterung auf Bildungsakteure auch außerhalb des Comenius-Instituts. Mitglieder der angeschlossenen Websites sollen zukünftig die Möglichkeit haben, auf den gemeinsamen Nachrichtpool zuzugreifen und dessen Inhalte für eigene Kommunikationskanäle zu verwenden.
### Infrastruktur
Vernetztes Bildungshandeln und offene Bildungsstrategien benötigen eine entsprechend vernetzte digitale, offen zugängliche und verlässliche Infrastruktur. rpi-virtuell hält seit vielen Jahren solch eine Arbeitsumgebung vor, die von Pädagog:innen unterschiedlichster Bildungsbereiche, von Abteilungen des Kirchenamtes der EKD sowie von Einrichtungen etwa aus dem Bereich der kirchlichen Erwachsenenbildung genutzt wird. 2024 wurde diese weiter ausgebaut und kontinuierlich gepflegt. Neben Content-Management-Systemen (WordPress) lassen sich vorhandene Instrumente zur kollaborativen Zusammenarbeit an Dateien (Nextcloud), Scripts (Git), EtherPad, sowie Kommunikationsinstrumente wie Mastodon (soziales Netzwerk), Jitsii (Videokonferenz System) und der Messengerdienst Element (Matrix) in Kooperationen und Arbeitsvorhaben integrieren und evangelisches Bildungshandeln so durch digitale Instrumente stärken.
### Konzeptionsentwicklung in Bezug auf die Marke rpi-virtuell
Im Berichtszeitraum 2024 hat sich das Team von rpi-virtuell besonders auf dem Hintergrund des BMBF-geförderten Projektes FOERBICO mit der Weiterentwicklung der Marke und deren angeschlossenen Diensten auseinandergesetzt. Dabei geht es um die Frage, wie rpi-virtuell strategisch ausgerichtet werden muss, damit der Transformationsprozess zu einer Community of Communities gelingt.
Im langfristigen Planungszeitraum bis 2027 soll rpi-virtuell zu einer Vermittlungsplattform aus und umgebaut werden, zu deren Kernangeboten die KI-unterstützte Vermittlung von Bildungsangeboten gehört: Lehrkräfte werden individuell zu passenden Unterrichtsmaterialien, Fortbildungsangeboten, Praxishilfen und Bildungsimpulsen verschiedener Anbieter geführt. Die personalisierten Empfehlungen werden aus den Situationsanforderungen der Lehrkräfte und auf konkreten Lerngruppen hin generiert und mit Links zu Materialien und deren Produzent:innen verknüpft, angereichert durch Hintergrundund Fachinformationen sowie durch personalisierte Empfehlungen.
Mit dem Einzug von KI-Technologien in die Bildung gewinnen zudem didaktische Ansätze an Bedeutung, die differenzsensibel individuelle Lernwege und Vorkenntnisse berücksichtigen, Eigenverantwortung und Selbstregulierung fördern und den Kontext aktueller Herausforderungen integrieren. Die Entwicklung solcher adaptiven, individualisierbaren Praxishilfen ist bis her wenig im Blick und könnte ein besonderes Merkmal eines neu zu konzipierenden Materialpools sein. Ein erster Meilenstein kann ein personalisiertes Unterstützungssystem für Lehr- und Fachkräfte sein, das individuell bei einer zeitgemäßen Unterrichtskonzeption assistiert. In 2025 wird zu prüfen sein, inwiefern rpi-virtuell hier in Kooperation und in Abstimmung mit anderen in diesem Feld arbeitenden Communities eine technische Infrastruktur, Schnittstellen und Automatismen entwickeln kann, die eine zeitgemäße Unterrichtspraxis spezifisch für den religionspädagogischen Bereich unterstützen.
Folgende Entwicklungen aus der vorangehenden Planung wurden im ersten Halbjahr 2025 umgesetzt:
**Information**
* Entwicklung von KI-unterstützen Workflows zur Erfassung von Unterrichtsmaterialien von diversen Medien (PDF, Websites, Youtube, Taskcards ...) und automatisierte Voreinträge im Materialpool.
* Entwicklung von Workflows, um individuelle Situationsanforderungen der Lehrkräfte und auf konkreten Lerngruppen hin zu klären und bei der Adaption von vorhandenen Materialien auf die (Kompetenz-) Anforderungen hin mit KI kreativ zu unterstützen.
* Überarbeitung der Metadatenfelder und Optionen (Schnittstellen) zur Interoperabilität im offenen Datenraum (nostr Protokoll)
* Ausbau der Schnittstellenlogik für die Breitstellung von Metadaten zu Praxishilfen in unterschiedliche Netzwerke und Formate
* Erweiterung der vorhandenen Schnittstellen, im Materialien über den evangelischen Bildungsserver in verschiedenen Kanäle (Newsletter, Blogs, Social Media) zu teilen
* Weiterentwicklung einer kontextbezogenen Nutzerführung für die rpi-virtuell Hauptseite
**Innovation**
* Entwicklung von Prototypen individualisierten Praxishilfen:
* Kontextbezogene vektorbasieter Materialsuche, die es ermöglicht komplexe Fragestellungen an den Materialpool zu formulieren.
* Entwicklung eines Prototyps für die semantische Suche in Wissensdatenbanken (Wirelex, Theoweb...)
* Geolokalisierte Zuordnung von Nutzerfragen zu Bundesland und Bildungsplänen
* Entwicklung eines Konzeptes für einen offenen Kanban like Editor (ähnlich funktioneirend wie Taskcards, Padlet, Trello) zu Planung von Unterricht und Bildungsmaßnahmen, der aber zusätzlich mit intelligenten Schnittstellen zu vorhandenen Unterrichtmaterialien, Wissensdatenbanken und Bildungsplänen erweitert wurde, um Inhalte aus diesen Quellen in die eigenen Vorbereitung zu integrieren. Der Editor funktioniert im lokal und rechtssicher ausschließlich auf dem PC oder mobilden Gerät der Nutzenden. Nutzer können aber eigene Boardarrangements (z.N. Unterrichtsverlaufsplanungen) in offenen Datenräumen des vernetztes Bildungshandelns mit anderen teilen.
* Entwicklung eines Prototypen für die Zusammenführung von Veranstaltungs-, Fortbildungsterminen etc. Aus beliebigen Bildungseinrichtungen In einem gemeinsamen offen Datenraum, die es Institutionen und Netzwerken ermöglicht, beliebige Veranstaltungsempfehlungen selektierter Anbieter in das eigenen digitale Angebot zu integrieren.
**Infrastrukrur**:
* Entwicklung und Erprobung eines Automatisierungsscript (Ansible Playbook) für die Einrichtung neuer WordPress Instanzen.
* Überarbeitung des Handeling von Fehlerogs für besser Fehleranalsyen
* Reduktion der Serverhardware: Zusammenführung von bestehenden Dienseten (Etherpad, Meet-Jitsi, Matrix-Element, Wekan mit Nextcloud und Open-Office Instanzen, so dass die gesammelte Kommunikationsstruktur von einem Server aus mit weniger Ressourcen gehandelt werden kann.
* Verbesserung der automatisierten Überprüfung von Materialien im Materialpool auf ihre Erreichbarkeit
* Bereitstellung der grafisch und intuitiv zu bedienenden Automatisierungsumgebung n8n für die Entwicklung von KI-gestützten Datenverarbeitungsprozessen auf unserem eigenen Server (Datensicherheit).
**Integration**:
* Verzahnung von Relilab Fortbildungsangeboten und Materialentwicklung. Dazu gehört eine Materialklappe, die für OER-Kreative das Erstellen von Unterrichtsmaterialien und Praxishilfen auf einer sehr einfach zu bedienenden und selbst verantworteten Entwicklungsumgebung bereit stellen soll.
* Entwicklung einer überschaubaren Liste von relevanten Qualitätskriterien für die erweiterte Beschreibung von Praxishilfen/Materialien für die religionsbezogene Bildungsarbeit in Anlehnung an das erfolgreich etablierte Qualitätssicherungskonzept von RELImentar.
* Diese Qualitätskriterien sollen in das redaktionelles System des Materialpools integriert werden und gemeinsam mit die ALPIKA Institute geprüft und in einer versionierten Progression weiterentwickelt und etabliert werden.
Im Zeitraum 20242025 hat sich die Diskussion um die Qualitätssicherung religionspädagogischer Bildungsmedien deutlich intensiviert. Von besonderer Bedeutung ist die offene Zugänglichkeit zu material.rpi-virtuell.de, dass Bildugnsakteuren die Möglichkeit zur weiteren Verwendung durch klare Lizenzausweisung ermöglicht. Darüber hinaus sollen Materialien unter dem Aspekt der OER referenzierbar sein und so die Publikation von Bildungsmaterialien erleichtern.
Im Zentrum standen dabei zwei Dimensionen: die technische Qualität (Barrierefreiheit, Nutzer:innenfreundlichkeit, Metadaten, Wiederverwendbarkeit) und die pädagogisch-didaktische Qualität (Fachlichkeit, Zielgruppenorientierung, didaktische Anschlussfähigkeit, Pluralitätssensibilität). Besonders die Frage, wie religionspädagogische Materialien zur reflektierten Auseinandersetzung mit Glaubens- und Sinnfragen anregen können, prägt die Qualitätsdebatte.
Ein Schwerpunkt lag auf der Entwicklung erweiterter Metadaten- und Qualitätskriterien, die in enger Anbindung an informationswissenschaftliche Standards formuliert und religionspädagogisch angepasst werden sollen.
Parallel dazu wurden in Zusammenarbeit mit *foerbico* erste Workflows zur systematischen Qualitätssicherung erprobt:
* Upload-Formulare mit verpflichtender Reflexion der Autor:innen zu den Qualitätsmerkmalen ihres Materials,
* redaktionelle Prüfverfahren mit theologischer und didaktischer Begutachtung,
* Pilotprojekte zur automatisierten Erfassung und Verschlagwortung von Materialien über n8n-Workflows und KI-gestützte Verfahren.
Diese Schritte zeigen, dass Qualitätssicherung nicht als nachträgliche Kontrolle, sondern als integrierter Prozess von Produktion, Redaktion und Nutzung verstanden wird.
Schließlich zeichnete sich ab, dass Qualitätssicherung im Bereich religionspädagogischer OER nur phasenübergreifend in Schule, Hochschule, Fortbildung und Gemeinde wirksam werden kann. Die Diskussionen 20242025 haben gezeigt, dass es dabei nicht allein um technische Standards, sondern um eine Kultur der Offenheit, Kooperation und theologischen Verantwortung geht, die Materialien zugleich nutzbar, überprüfbar und anschlussfähig macht.
rpi-virtuell wird diese Entwicklungsschritte in enger Verbindung mit den Zielen des im folgenden skizzierten FOERBICO-Projektes vollziehen.
## Förderung offener Bildungspraktiken in religionsbezogenen Communities (FOERBICO)
Bei FOERBICO handelt es sich um ein dreijähriges, im Mai 2024 gestartetes und vom BMBF gefördertes Verbundprojekt, das der „Förderung offener Bildungspraktiken in religionsbezogenen Communities durch die Entwicklung eines koordinierten OER-Ökosystems“ dient.
OER steht für „Open Educational Resources“, also freie Bildungsmaterialien, die unter offenen Lizenzen zur Verfügung stehen und somit von allen genutzt, angepasst und weitergegeben werden können. Das Projekt möchte die Qualität, Entwicklungsintensität, Verfügbarkeit und Nutzung von OER verbessern und ein koordiniertes Ökosystem schaffen, das über den religionsbezogenen Bildungsbereich hinaus wirksam wird.
Konkret ist über die gesamte Projektlaufzeit bis April 2027 geplant, vermittelt über die Geschäftsstelle am Comenius-Institut Münster, die die Projektkoordination und \-kommunikation übernimmt, die bestehenden religionsbezogenen Communities durch Öffentlichkeitsarbeit und Community-Management zu aktivieren und zu erweitern und deren Vernetzung durch Bildung einer Community of Communities (CoC) zu fördern,
u.a durch die Visualisierung von Vernetzungshandeln und \-konzepten auf einem Community-Hub.
FOERBICO richtet sich an OER-erfahrene Communities wie relilab, RELImentar, reliGlobal, narrt, schule-evangelisch-digital, an religionspädagogische Fortbildungseinrichtungen wie die ALPIKAInstitute sowie universitäre Standorte. Darüber hinaus möchte FOERBICO auch Akteure aus anderen Bereichen einbinden, z.B. Familienund Erwachsenenbildung, Plattformen mit anderer Konfessionsund Religionszugehörigkeit, z.B. rpp-katholisch. de, sowie durch das BMBF gefordert auch nicht-religionsbezogene Communities.
Die Arbeit im Berichtszeitraum 2024 war geprägt von der Einrichtung der Geschäftsstelle am Comenius-Institut, dem Start der Öffentlichkeitsarbeit und des Community-Managements, der Entwicklung einer projektbezogenen Kommunikationsstrategie, der Aktivierung und Erweiterung bestehender Communities, der Erhebung und Prüfung der technischen Entwicklungsbedarfe der Communities, der Bereitstellung einer gemeinsamen Kollaborationsumgebung für das Projekt sowie einer Basis-Erhebung von Bedarfen und Erwartungen. Über Blogbeiträge wurden kontinuierlich Themen aufgegriffen, die in den OER-bezogenen Communities virulent sind, wobei hier Rechte und Lizenzfragen eine zentrale Rolle spielen.
Die Projektarbeit 2025 wird diese Ansätze weiterführen, weiterhin die Vorbereitung und inhaltliche Begleitung der ALPIKA-Jahreskonferenz 2025 zum Thema “OER in der Fortbildungsarbeit” inhaltlich mitgestalten sowie OER-bezogene Fortbildungsformate und \-konzepte analysieren und weiterentwickeln. Darüber hinaus wird die Optimierung bestehender OER-bezogener Prozessmodelle sowie Beratung zu und Weiterentwicklung von technischer Infrastruktur eine Rolle spielen. Dabei geht es in der Zielperspektive u.a. um die Entwicklung dezentral vernetzter, plattformunabhängiger Redaktionsverfahren und \-systeme, verbunden mit einer dazu passenden, wechselseitig anschlussfähigen Metadaten-Systematik. Das Projekt arbeitet dabei eng zusammen mit rpi-virtuell, das sich im Planungsjahr 2025 an der Entwicklung eines offenen Protokolls (auf Basis von Nostr oder ActivityPub) für den dezentralen Austausch von Bildungsmaterialien beteiligen wird. Das ermöglicht es, Materialien unabhängig von ihrem physischen Veröffentlichungsort in Newsfeeds zu referenzieren und und zu integrieren, diese außerdem durch die Entwicklung von geeigneten Schnittstellen auf Plattformen wie „Wir Lernen Online“, „OERSI“ und „Mundo“ mit vergrößerter Reichweite auszugeben.
## relilab
etabliert sich zunehmend als Fortbildungsnetzwerk im digtialen Raum. Durch verschiedene Kooperationen, Terminanlässe und Communities die sich vielfältig in das relilab einbringen. Das relilab ist das, was du daraus machst. Es ist ein Erprobungsraum, dass Möglichkeiten gibt um zeitgemäße und religionsbezogene Bildung unter Bedingungen der Digitalität als Schwerpunkt weiterzudenken.
Es versteht sich als Erprobungsraum, der Möglichkeiten eröffnet, zeitgemäße und religionsbezogene Bildung unter den Bedingungen der Digitalität weiterzudenken und zu gestalten. Im Berichtszeitraum lagen die Schwerpunkte besonders auf:
* der **Kooperation mit Hochschulen und Universitäten**,
* der **Integration digitaler Lernmodule** sowie
* der **Stärkung community-orientierter Strukturen**.
Im Jahr 2024 wurden die bestehenden Angebotsformate von relilab systematisch weiterentwickelt und ausgebaut. Die Einführung einer klaren Serienstruktur darunter die BaFID-Kooperation, die *reli.werkstatt*, *relilab.KI* und *relilab.junior* ermöglichte es, thematische Schwerpunkte über längere Zeiträume hinweg zu vertiefen und gemeinsam mit unterschiedlichen institutionellen Partnern zu gestalten. Parallel dazu entstanden in enger Kooperation mit Hochschulpartner:innen neue Selbstlernmodule, die sowohl für Lehrkräfte als auch für Studierende im Lehramtsstudium konzipiert sind. Diese Angebote entwickelten sich zunehmend zu trinationalen Projekten, insbesondere in Zusammenarbeit mit den Universitäten Zürich und Luzern. Ergänzend dazu wurde durch die Kooperation mit *RELImentar* eine Brücke zwischen digitaler religionspädagogischer Praxis und fachdidaktischer Weiterentwicklung geschlagen. Dadurch konnten thematische Breite, Reichweite und Anschlussfähigkeit der Fortbildungsangebote im digitalen Raum nachhaltig gestärkt werden.
Die relilab-Community als heterarchisches Netzwerk, in dem Lehrkräfte, Pädagogen:innen Hochschulangehörige und Multiplikator:innen gleichermaßen partizipieren können.
* Über Matrix-Räume und die relilab-Website wurden Strukturen geschaffen, die einen niederschwelligen Einstieg erlauben und zugleich den fachlichen Austausch sichern.
* Hybridveranstaltungen und offene digitale Räume haben die Vernetzung zwischen Universität, Schule und kirchlichen Bildungsorten erleichtert.
Digitale Bildungsprozesse nicht nur technologisch, sondern auch sozial gedacht werden müssen: Vernetzung, Teilhabe und kollaborative Kultur sind ebenso entscheidend wie die Entwicklung digitaler Tools. 2025 wurden im Rahmen des relilab Ergebnisse der Wissenschaftlichen Begleitstudie zu „SchuB Digital BW  Schulische Bildung für Digitalität“ vorgestellt und zur Diskussion gestellt. Besonders hervorgehoben wurden dabei:
* die hohe **Niedrigschwelligkeit und Zugänglichkeit** digitaler Angebote,
* der **Mehrwert hybrider Formate** für Lehrkräftefortbildung,
* sowie die **Bedeutung community-orientierter Strukturen** für nachhaltige Teilnahme und Austausch.
Die Ergebnisse machten zugleich deutlich, dass es weiteren Forschungs- und Entwicklungsbedarf gibt insbesondere im Hinblick auf die langfristige Wirksamkeit digitaler Fortbildungen und die Verankerung von OER in der religionspädagogischen Praxis. Damit leisten EIBOR und KIBOR einen wichtigen Beitrag zur Reflexion und Weiterentwicklung von relilab, indem sie das Projekt nicht nur evaluativ begleiten, sondern auch Impulse für die künftige Gestaltung digitaler Fortbildungsangebote geben.
~~Im Rahmen der Entwicklung und Reflexion von Bildung in der Kultur der Digitalität ist das Comenius-Institut Mitgestalter und Teil des Netzwerkes relilab. Dieses verbindet Akteure der Religionspädagogik und arbeitet auf regionaler, nationaler und deutschsprachiger Ebene. Orientiert an dem Grundsatz~~
~~„Das relilab ist, was du daraus machst“ werden selbstgesteuerte Lernprozesse Einzelner und Gruppen unterstützt. Regelmäßige offen zugängliche Teamtreffen laden dazu ein, heterarchische Strukturen kennenzulernen, Rahmenbedingungen gemeinsam auszuhandeln und Entscheidungen kollegial zu treffen. Prinzipien des relilab sind: Gemeinschaftlichkeit, Erweiterung der individuellen Möglichkeiten, offene Lernressourcen und Arbeit mit CC-Lizenzen, partizipative Grundhaltungen, transparente Kommunikation, achtsamer Umgang mit Macht und Grundgesetzkonformität. In dieser Ausrichtung leistet es einen Beitrag zu einer „Networked Theology“ (Heidi Campbell).~~
~~Das relilab hat sich als Plattform etabliert, die eine Kombination aus Lernumgebung, Netzwerk, Fortbildungsraum und Labor für Erprobungen darstellt. Zahlreiche Bildungsmedien, die nun als Open Educational Resources (OER) im relilab kostenfrei und offen lizenziert zugänglich sind, wurden erstellt. In einer Begleitforschung wertete ein Dissertationsvorhaben an der Uni Frankfurt das Projekt qualitativ aus, zudem fand ein Monitoring für die Uni Heidelberg statt. Das Evangelische Institut für Berufsorientierte Religionspädagogik (EIBOR) und das Katholische Institut für Berufsorientierte Religionspädagogik (KIBOR) an der Uni Tübingen führten eine Evaluation zu digitalen Fortbildungsformen durch. Zwischenergebnisse wurden im Rahmen des relilab vorgestellt.~~
~~2024 fanden wöchentlich mehrere religionspädagogische Angebote online statt, die immer kostenfrei und meist ohne Voranmeldung nutzbar waren. Aufgrund der Fülle der Beteiligten wurden weitere zielgruppenspezifische und thematische Ausdifferenzierungen vorgenommen, so dass die Angebote beispielsweise für BRU, globales Lernen, digitale Kompetenzen etc. filterbar und für individuelle Lernvorhaben selektierbar sind.~~
~~Insgesamt hat sich der Fokus der Zusammenarbeit schwerpunktmäßig auf Institutionen verlagert, während die Regionalgruppen zurückgegangen sind. Das Comenius-Institut hat dadurch eine zentralere Rolle erhalten. In 2024 wurde entsprechend der Prozess der Übernahme des Hostings und der Domain durch das Comenius-Institut weiter betrieben. Außerdem hat das Team des Comenius-Instituts durch Community-Management und Beratung individuelle Unterstützung geleistet, um die Teilnehmenden aktiv und produktiv werden zu lassen und sie in Fortbildungsformaten, Bildungsmaterialien und Lernmodulen durch Redaktionsrechte in Beteiligung zu bringen.~~
~~In 2025 wird eine weitere Konsolidierung des Netzwerkes, die Weiterentwicklung der Homepage sowie eine Neuausrichtung von my.relilab und damit verbunden der Erschließung asynchronen Lernmodule die Arbeit bestimmen. Zudem steht eine Vernetzung des relilab über die DACH-Region hinaus und eine Nutzung der digitalen Formate zum Aufbau einer systematischen und nachhaltigen Zusammenarbeit mit Partner:innen aus dem europäischen Ausland an.~~

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| 2 | Grundlagen | **M@PS-Kurs** | M@PS als OER-Produkt | Einführung in OER, mit Link zu Material | 5/2025 | Anfang September 2025 | Laura | | 2 | Grundlagen | **M@PS-Kurs** | M@PS als OER-Produkt | Einführung in OER, mit Link zu Material | 5/2025 | Anfang September 2025 | Laura |
| 3 | Communityporträt | **Relimentar? reliGlobal?** | Vorstellung einer engagierten OER-Community? | Sichtbarmachung aktiver Netzwerke in der religiösen Bildung | 1/2026 | Okt/Nov 2026 | Jörg | | 3 | Communityporträt | **Relimentar? reliGlobal?** | Vorstellung einer engagierten OER-Community? | Sichtbarmachung aktiver Netzwerke in der religiösen Bildung | 1/2026 | Okt/Nov 2026 | Jörg |
| 4 | Praktische Tipps | **Kleine Brötchen Backen** | Es bedarf viele kleine Elemente und nicht das große OER Produkt | Um vor Überforderung zu schützen | ? | ? | Phillip | | 4 | Praktische Tipps | **Kleine Brötchen Backen** | Es bedarf viele kleine Elemente und nicht das große OER Produkt | Um vor Überforderung zu schützen | ? | ? | Phillip |
| 5 | Praktische Tipps | **OER-Selbstlernmodul** | In wenigen Schritten zum offenen Material | OER-Einführung + praktische Umsetzungsmöglichkeiten | ? | ? | Gina | | 5 | Praktische Tipps | **OER Beispiele** | ? | ? | ? | ? | Ludger (& ggf Gina) |
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https://docs.google.com/document/d/1Qgc7uMtPuDqZ\_JpQQbOVgpGWu5A4FRYW/edit
Arbeitsstand vom 18.06.2025
CI: Comenius Institut Münster; FAU: Friedrich Alexander Universität Erlangen-Nürnberg; GU: Goethe Universität Frankfurt, CM: Jörg Lohrer (CI); ÖA: Gina Buchwald-Chassée (CI); IT: Ludger Sicking (CI); WM1: Dr. Laura Mößle (GU); WM2: Phillip Angelina (FAU)
Stand Juni 2025, Projektmonat: 14
| AP | Leitung | Beteiligt | Meilenstein | Unter-AP | Mitarbeitenden | Terminierung | Status |
| :---- | :---- | :---- | :---- | :---- | :---- | :---- | :---- |
| 1 | CI | FAU, GU, Kooperationspartner | **M2:** Projektkooperation und \-koordination: fortlaufende Überprüfung der Strukturen und Instrumente mit Kooperationspartnern | **[AP 1-1 \+ 1-2](https://git.rpi-virtuell.de/Comenius-Institut/FOERBICO/milestone/5)** | PS, Gesamtteam | 1-36 | begonnen |
| | | | **M4:** projektbezogene Kommunikationsstrategie entwickelt und umgesetzt | **AP 1-2 \-\> [AP 1-1 \+ 1-2](https://git.rpi-virtuell.de/Comenius-Institut/FOERBICO/milestone/5)** | ÖA, CM | 1-4 | abgeschlossen |
| 2 | CI | FAU, Kooperationspartner | **M7:** Community-spezifische Multiplikator:innen-Modelle, verbunden mit Strategien der Öffentlichkeitsarbeit, liegen vor. | **[AP 2-1](https://git.rpi-virtuell.de/Comenius-Institut/FOERBICO/milestone/82)** | WM 2, CM, ÖA | 3-6 | abgeschlossen |
| | | | | **[AP 2-2](https://git.rpi-virtuell.de/Comenius-Institut/FOERBICO/milestone/84)** | ÖA, CM | 4-8 | begonnen |
| | | | **M8:** In den OER-Communities ist fOERbico mit seinen Zielsetzungen und Anschlussmöglichkeiten bekannt und bei Kooperationspartnern und Stakeholdern kommunikativ verankert. | **[AP 2-2](https://git.rpi-virtuell.de/Comenius-Institut/FOERBICO/milestone/84)** | ÖA, CM | 4-8 | begonnen |
| | | | | **[AP 2-3](https://git.rpi-virtuell.de/Comenius-Institut/FOERBICO/milestone/85)** | ÖA, CM | 7-8 | begonnen |
| | | | **M36:** Intra- und interorganisationelles Community-Management (Kommunikation und Beziehungsarbeit) in enger Verbindung mit Öffentlichkeitsarbeit | **[AP 2-4](https://git.rpi-virtuell.de/Comenius-Institut/FOERBICO/milestone/121)** | CM, ÖA | 9-36 | begonnen |
| 3 | CI | FAU, GU | **M7:** Für die Visualisierung der Netzwerkaktivitäten im Community-Hub sind die Voraussetzungen geschaffen. | [**AP 3-1**](https://git.rpi-virtuell.de/Comenius-Institut/FOERBICO/milestone/9) | CM, IT, WM2 | 1-2 | abgeschlossen |
| | | | | **AP 3-2 \-\> [AP 3-2 \+ 3-3](https://git.rpi-virtuell.de/Comenius-Institut/FOERBICO/milestone/83)** | IT, ÖA, CM | 3-6 | abgeschlossen |
| | | | **M34:** Für die Community-verbindende Zusammenarbeit (CoC) sind zentrale Ergebnisse (entwi- ckelte Standards zu Metadaten, Redaktionsabläufen, Prozessabläufen) über den Community-Hub öffentlich zugänglich und weiter nutzbar. | [**AP 3-2 \+ 3-3**](https://git.rpi-virtuell.de/Comenius-Institut/FOERBICO/milestone/83) | CM, ÖA, IT, WM1, WM2 | 8-36 | ausstehend |
| 4 | CI | FAU, Kooperationspartner WLO | **M14:** Für religionsbezogene OEP/OER steht eine Erweiterung OER konformer Metadatenstandards bereit. | [**AP 4-1**](https://git.rpi-virtuell.de/Comenius-Institut/FOERBICO/milestone/80) | IT, CM, ÖA, WM 2 | 1-4 | abgeschlossen |
| | | | | | | | |
| | | | | | | | |
| | | | | | | | |
| | | | | | | | |
| | | | | [**AP 4-2**](https://git.rpi-virtuell.de/Comenius-Institut/FOERBICO/milestone/88) | CM, IT, WM1 | 7-13 | begonnen |
| | | | | [**AP 4-7**](https://git.rpi-virtuell.de/Comenius-Institut/FOERBICO/milestone/101) | CM, ÖA | 7-29 | begonnen |
| | | | **M23:** Mit Hilfe von einem frei zur Verfügung stehenden Formular-basierten Editoren oder als Word- press Plugin in einem CMS integrierter OER-Editor können OER-Communities ihre OEP/OER er- fassen und maschinenlesbar für OER-Kataloge wie WLO bereitstellen. | **AP 4-3 \-\> [AP 4-3 \+ 4-4](https://git.rpi-virtuell.de/Comenius-Institut/FOERBICO/milestone/90)** | IT, CM, ÖA | 14-17 | begonnen |
| | | | | **AP 4-4 \-\> [AP 4-3 \+ 4-4](https://git.rpi-virtuell.de/Comenius-Institut/FOERBICO/milestone/90)** | IT, CM, ÖA | 18-22 | ausstehend |
| | | | | [**AP 4-5**](https://git.rpi-virtuell.de/Comenius-Institut/FOERBICO/milestone/99) | CM, IT, ÖA | 22-28 | ausstehend |
| | | | | [**AP 4-7**](https://git.rpi-virtuell.de/Comenius-Institut/FOERBICO/milestone/101) | CM, ÖA | 7-29 | begonnen |
| | | | **M30:  **Ein frei verfügbares Wordpress Plugin (Portal-Client) ermöglicht es, Sammlungen von OER aus den verschiedenen Communities/Plattformen zu filtern und auf der eigenen Instanz abzubilden. | **[AP 4-5](https://git.rpi-virtuell.de/Comenius-Institut/FOERBICO/milestone/99)** | CM, IT, ÖA | 22-28 | ausstehend |
| | | | | [**AP 4-6**](https://git.rpi-virtuell.de/Comenius-Institut/FOERBICO/milestone/115) | CM, IT, ÖA | 30-36 | ausstehend |
| 5 | CI | | **M14:** Konkrete Bedarfe und Standards bilden die Grundlage konkreter Unterstützungsmaßnahmen der OEP/OER-Communities | **[AP 5-1](https://git.rpi-virtuell.de/Comenius-Institut/FOERBICO/milestone/89)** | CM, IT | 7-13 | begonnen |
| | | | | **[AP 5-2](https://git.rpi-virtuell.de/Comenius-Institut/FOERBICO/milestone/97)** | CM, IT, ÖA | 14-25, 26-36 | begonnen |
| 6 | CI | FAU | **M17:** Fortbildungsformate sind entwickelt und in die Angebotsstrukturen der Communities ausgerollt | **[AP 6-1](https://git.rpi-virtuell.de/Comenius-Institut/FOERBICO/milestone/91)** | CM, WM2 | 11-17 | begonnen |
| | | | **M 23:** Fortbildungsformate sind durchgeführt und evaluiert | [**AP 6-2**](https://git.rpi-virtuell.de/Comenius-Institut/FOERBICO/milestone/94) | CM, ÖA, WM2 | 18-23 | ausstehend |
| | | | | | | | |
| | | | | | | | |
| | | | **M 28:** Die ALPIKA-Institute haben OER implementiert in Fortbildung und Publikationspraxis | **[AP 6-3](https://git.rpi-virtuell.de/Comenius-Institut/FOERBICO/milestone/100)** | CM, ÖA | 24-28 | ausstehend |
| | | | **M35:** Kommunikations- und Vernetzungsstrukturen sind etabliert | [**AP 6-4**](https://git.rpi-virtuell.de/Comenius-Institut/FOERBICO/milestone/14) | CM, ÖA, WM 1 | 31-35 | ausstehend |
| 7 | FAU | CI, GU | **M8:** Die projektbezogenen Standards liegen in einer ersten Fassung vor | [**AP 7-1**](https://git.rpi-virtuell.de/Comenius-Institut/FOERBICO/milestone/86) | WM1, WM2, CM | 2 \- 8 | begonnen |
| | | | **M18:** Die Standards liegen in einer evaluierten und überarbeiteten Fassung vor | [**AP 7-2**](https://git.rpi-virtuell.de/Comenius-Institut/FOERBICO/milestone/92) | WM1, WM2, CM | 8 \- 18 | ausstehend |
| | | | | [**AP 7-3**](https://git.rpi-virtuell.de/Comenius-Institut/FOERBICO/milestone/102) | WM1, WM2, CM | 19 \- 30 | ausstehend |
| | | | **M25:** Die Standards sowie Erkenntnisse aus dem ersten Zyklus werden auf der Zwischenfazit-Tagung Jan 2026 \[AP10-1\] präsentiert | [**AP 7-3**](https://git.rpi-virtuell.de/Comenius-Institut/FOERBICO/milestone/102) | WM1, WM2, CM | 19 \- 30 | ausstehend |
| | | | | [**AP 7-5**](https://git.rpi-virtuell.de/Comenius-Institut/FOERBICO/milestone/105) | WM1, WM2, CM, ÖA | 19 \- 36 | ausstehend |
| | | | **M33:** Die Standards sowie Endergebnisse des DBR-Prozesses liegen zur Vorstellung auf der Fazit-Tagung Jan 2027 vor \[AP10-2\] | **[AP 7-3](https://git.rpi-virtuell.de/Comenius-Institut/FOERBICO/milestone/102)** | WM1, WM2, CM | 19 \- 30 | ausstehend |
| | | | | [**AP 7-4**](https://git.rpi-virtuell.de/Comenius-Institut/FOERBICO/milestone/107) | WM1, WM2, CM | 25 \- 30 | ausstehend |
| | | | | [**AP 7-5**](https://git.rpi-virtuell.de/Comenius-Institut/FOERBICO/milestone/105) | WM1, WM2, CM, ÖA | 19 \- 36 | ausstehend |
| 8 | GU | FAU, CI | **M25:** Der Kontakt zu den Open-Access-Publikationsformaten der wissenschaftlichen Religionspä- dagogik ist etabliert und diese sind für OER/OEP sensibilisiert | [**AP 8-1**](https://git.rpi-virtuell.de/Comenius-Institut/FOERBICO/milestone/116) | WM1, WM2, ÖA | 1 \- 36 | begonnen |
| | | | | [**AP 8-2**](https://git.rpi-virtuell.de/Comenius-Institut/FOERBICO/milestone/93) | WM1, CM, IT | 8 \- 30 | begonnen |
| | | | | [**AP 8-3**](https://git.rpi-virtuell.de/Comenius-Institut/FOERBICO/milestone/108) | WM1, CM | 8 \- 30 | begonnen |
| | | | | [**AP 8-4**](https://git.rpi-virtuell.de/Comenius-Institut/FOERBICO/milestone/103) | WM1, CM, IT | 19 \- 30 | begonnen |
| | | | | [**AP 8-5**](https://git.rpi-virtuell.de/Comenius-Institut/FOERBICO/milestone/109) | WM1, CM | 3 \- 26 | begonnen |
| | | | **M31:** Auf den Mitgliederversammlungen der wissenschaftlichen Gesellschaften AKRK und GWR wird die Aufnahme einer assoziierten Arbeitsgruppe OER/OEP initiiert | [**AP 8-1**](https://git.rpi-virtuell.de/Comenius-Institut/FOERBICO/milestone/116) | WM1, WM2, ÖA | 1 \- 36 | begonnen |
| | | | | [**AP 8-6**](https://git.rpi-virtuell.de/Comenius-Institut/FOERBICO/milestone/13) | WM1, WM2 | 25 \- 36 | begonnen |
| | | | **M33:** Die Fazit-Tagung in Frankfurt (Jan 2027\) ist idealiter zugleich der Auftakt der neuen assozi- ierten Arbeitsgruppe \[AP10-2\] | **[AP 8-1](https://git.rpi-virtuell.de/Comenius-Institut/FOERBICO/milestone/116)** | WM1, WM2, ÖA | 1 \- 36 | begonnen |
| | | | | [**AP 8-6**](https://git.rpi-virtuell.de/Comenius-Institut/FOERBICO/milestone/13) | WM1, WM2 | 25 \- 36 | begonnen |
| | | | **M36:** Die Outcomes zur Nachnutzung liegen vor | **[AP 8-1](https://git.rpi-virtuell.de/Comenius-Institut/FOERBICO/milestone/116)** | WM1, WM2, ÖA | 1 \- 36 | begonnen |
| | | | | [**AP 8-6**](https://git.rpi-virtuell.de/Comenius-Institut/FOERBICO/milestone/13) | WM1, WM2 | 25 \- 36 | begonnen |
| 9 | CI | Kooperationspartner | **M4:** dezentral nutzbare Kommunikations- und Kollaborationsumgebung verfügbar | **[AP 9-1](https://git.rpi-virtuell.de/Comenius-Institut/FOERBICO/milestone/87)** | CM, IT | 7-12 | begonnen |
| | | | | **[AP 9-3](https://git.rpi-virtuell.de/Comenius-Institut/FOERBICO/milestone/4)** | CM, IT | 1-3 | abgeschlossen |
| | | | **M34:** Kerndienste von rpi-virtuell sind Teil des Community Hubs Austausch über verschiedene OER Portal durch standardisierte Metadaten möglich OER Material, Communities, Akteure, Interaktionen können standardisiert beschrieben werden | **[AP 9-2](https://git.rpi-virtuell.de/Comenius-Institut/FOERBICO/milestone/8)** | CM, IT | 22-35 | ausstehend |
| | | | | **[AP 9-5](https://git.rpi-virtuell.de/Comenius-Institut/FOERBICO/milestone/16)** | IT, CM | 32-36 | ausstehend |
| | | | **M36:** OER Praxishilfen vpn rpi-virtuell sind überarbeitet, vereinbarte OER-Metastandards werden berücksichtigt | **[AP 9-4](https://git.rpi-virtuell.de/Comenius-Institut/FOERBICO/milestone/118)** | CM, IT, ÖA | 29-36 | ausstehend |
| 10 | FAU | GU, CI | **M22:** Die Zwischenfazit-Tagung in Nürnberg ist durchgeführt und ausgewertet. | [**AP 10-1**](https://git.rpi-virtuell.de/Comenius-Institut/FOERBICO/milestone/95) | WM 2, WM1, CM, ÖA, CM | 18 \- 23 | ausstehend |
| | | | **M34:** Die Fazit-Tagung in Frankfurt ist durchgeführt und ausgewertet. | **[AP 10-2](https://git.rpi-virtuell.de/Comenius-Institut/FOERBICO/milestone/110)** | WM1, WM2, ÖA, CM | 29-34 | ausstehend |
| 11 | FAU | CI, Kooperationspartner | **M4:** Ergebnisse der Basis-Erhebung liegen vor und werden mit allen Projektbeteiligten diskutiert. | **[AP 11-1](https://git.rpi-virtuell.de/Comenius-Institut/FOERBICO/milestone/10)** | WM2, CM, ÖA | 14 | abgeschlossen |
| | | | | | | | |
| | | | | | | | |
| | | | | **[AP 11-4](https://git.rpi-virtuell.de/Comenius-Institut/FOERBICO/milestone/120)** | WM 2 | 3-36 | begonnen |
| | | | **M20:** Zwischenergebnisse aus der DBR-Analyse der Fortbildungsformate liegen zur Vorstellung bei der Zwischenfazit-Tagung (Jan. 2026\) vor. | | | | |
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| | | | | **[AP 11-2](https://git.rpi-virtuell.de/Comenius-Institut/FOERBICO/milestone/104)** | WM 2, CM | 8-30 | ausstehend |
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| | | | **M32:** Endergebnisse aus der DBR-Analyse der Fortbildungsformate liegen zur Vorstellung bei der Fazit-Tagung (Jan. 2027\) vor. | | | | |
| | | | | **[AP 11-3](https://git.rpi-virtuell.de/Comenius-Institut/FOERBICO/milestone/106)** | WM 2 | 8-30 | ausstehend |
| | | | | | | | |
| | | | | | | | |
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| Juli 2025 | [OER & Deeper Learning](https://oer.community/going-deep-er-oerf-tagung-2025/) | | Juli 2025 | [OER & Deeper Learning](https://oer.community/going-deep-er-oerf-tagung-2025/) |
| August 2025 | [Qualitätsgeleitete Beratung für OER: Ein Blick in das Projekt M@ps](https://oer.community/oer-beratung-und-qualitätskriterien/) | | August 2025 | [Qualitätsgeleitete Beratung für OER: Ein Blick in das Projekt M@ps](https://oer.community/oer-beratung-und-qualitätskriterien/) |
| September 2025 | [OER und visuelle Qualität: Eine kritische Reflexion offener Bildungsmaterialien in der theologischen Hochschullehre](https://git.rpi-virtuell.de/Comenius-Institut/FOERBICO_und_rpi-virtuell/src/branch/lmoessle-patch-1/Website/content/posts/2025-09-10-OER-und-visuelle-Qualit%C3%A4t/index.md) | | September 2025 | [OER und visuelle Qualität: Eine kritische Reflexion offener Bildungsmaterialien in der theologischen Hochschullehre](https://git.rpi-virtuell.de/Comenius-Institut/FOERBICO_und_rpi-virtuell/src/branch/lmoessle-patch-1/Website/content/posts/2025-09-10-OER-und-visuelle-Qualit%C3%A4t/index.md) |
| Oktober 2025 | [Digitale Offenheit braucht fachdidaktische und fachwissenschaftliche Tiefe: Wie das Projekt TiRU Maßstäbe für OER-Qualität umsetzt](https://git.rpi-virtuell.de/Comenius-Institut/FOERBICO_und_rpi-virtuell/src/branch/Offenheit-braucht-Tiefe-TiRU-Projekt/Website/content/posts/2025-10-10%20Offenheit%20braucht%20Tiefe%20TiRU%20Projekt/index.md) | | Oktober 2025 | [Digitale Offenheit braucht Tiefe: Wie das Projekt TiRU Maßstäbe für OER-Qualität in der Religionspädagogik umsetzt](https://git.rpi-virtuell.de/Comenius-Institut/FOERBICO_und_rpi-virtuell/src/commit/7daaade0f5e1c4942a0245b255bce7dfbdd8830b/Website/content/posts/Offenheit%20braucht%20Tiefe%20TiRU%20Projekt/index.md) |
| November 2025 | [Offenheit ist kein Gegensatz zu Qualität. Religionspädagogische Qualitätskriterien für OER](https://git.rpi-virtuell.de/Comenius-Institut/FOERBICO_und_rpi-virtuell/src/branch/2025-10-10-OER-Qualit%C3%A4tskriterien-Checkliste/Website/content/posts/2025-10-10-OER-Qualit%C3%A4tskriterien-Checkliste/index.md) | | November 2025 | [Offenheit ist kein Gegensatz zu Qualität. Religionspädagogische Qualitätskriterien für OER - Checkliste](https://git.rpi-virtuell.de/Comenius-Institut/FOERBICO_und_rpi-virtuell/src/branch/2025-10-10-OER-Qualit%C3%A4tskriterien-Checkliste/Website/content/posts/2025-10-10-OER-Qualit%C3%A4tskriterien-Checkliste/index.md) |
| Dezember 2025 | [*Open* ist eine Haltung: Wie Lehrkräfte mit OER umgehen](https://git.rpi-virtuell.de/Comenius-Institut/FOERBICO_und_rpi-virtuell/src/branch/main/Website/content/de/posts/2025-12-10-Wie-gehen-Lehrpersonen-mit-OER-um/index.md) | | Dezember 2025 | [Wie verändern, nutzen und adaptieren Lehrkräfte Bildungsressourcen? <br> - OER und systematische Phasenvernetzung der Lehrer:innenbildung](https://git.rpi-virtuell.de/Comenius-Institut/FOERBICO_und_rpi-virtuell/src/commit/189d558ebe33d76e46789019caf3909cf52ff59b/Website/content/posts/2025-11-10-Wie-gehen-Lehrpersonen-mit-OER-um/index.md) |
| Januar 2026 | [Schulbuch oder offene Bildungsressourcen?](https://git.rpi-virtuell.de/Comenius-Institut/FOERBICO_und_rpi-virtuell/src/branch/kirchliche/Website/content/de/posts/2026-01-22-Schulbuch-oder-offene-Bildungsressourcen/index.md) | | Januar 2026 | OER als Chance für mehr Bildungsgerechtigkeit und Inklusion? |
| Februar 2026 | [OER als Chance für mehr Bildungsgerechtigkeit und Inklusion?](https://git.rpi-virtuell.de/Comenius-Institut/FOERBICO_und_rpi-virtuell/src/branch/lmoessle-Inklusives-Lernen/Website/content/posts/Inklusives-Lernen-durch-OEP/index.md) | | Februar 2026 | OER in der Aus- und Fortbildung |
| März 2026 | Kirchliche Mitsprache bei Materialien vs. "open"? |

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# Gedanken und Konsequenzen aus 1 Jahr Gesprächen · Issue #14
**Status:** Offen · **Erstellt von:** colibri · **vor ~5 Monaten**
**Beteiligte:** colibri (Autor:in/Owner), sicking (Owner)
**Labels:** `Konzeption`, `materialpool`
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## 1) Kontext
* Sammlung von Eindrücken/Ideen nach Treffen beim **FWU EKD Beirat**.
* Einschätzung des **Materialpools** gab Anlass, Erfahrungen seit ca. Mai 2024 festzuhalten.
* Verweis: Matrix-Chat „rpi-virutell und foerbico“ (09.05.2025, 11:38 Uhr) · Pad: [https://pad.rpi-virtuell.de/p/FWU_EKD_Beirat](https://pad.rpi-virtuell.de/p/FWU_EKD_Beirat)
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## 2) Fragen (Ausgangslage)
* Redaktion vorhanden, aber **kein definierter Workflow**.
* **Statistik** (Dienstleister?) fehlt / unklar.
* **„Materialklappe“**: Upload durch User wie redaktionieren? (Workflow)
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## 3) Fokus / Marke
* Fokus **RU** oder **allgemeine Religionspädagogik**?
* Newsletter breit (Konfi, EB, …), **Header mit „RU“** → Inkonsistenz.
* **„Handverlesen“** klären: Was ist Marke/USP?
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## 4) Bereiche
* **Technik**
* **Didaktik**
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## 5) Problem- und Zieldefinition
### Aktueller Zustand
* Materialpool wirkt wie **unspezifische „Zufallssuchmaschine“**.
* **Kein** zielgerichteter Support (Quereinsteiger/aktuelle Themen).
* Teilweise **mangelnde Qualität**, wenig rechtlich geprüfte/gut geführte Materialien.
* **Keine** datenbasierte Evaluation (Downloads, Wirkung).
* **Kein** aktiver/redaktioneller Auswahl- und Bewertungsprozess (bzw. zu wenig sichtbar).
* **Fehlende Nutzerführung** (Lernpfade, thematische Kuratierung).
### Zielbild
> **Anmeldefreier, rechtssicherer, KI-gestützter Material-Navigator**
> hochwertige, offene Materialien; verlässliche Auffindbarkeit; Support für Quereinsteiger; Orientierung via Use-Cases & Lernpfade.
---
## 6) Technische Anforderungen
### a) KI-gestützte Empfehlungen
* LLM-Chat auf Startseite (Bedarfsabfrage, z. B. „9. Klasse, Antisemitismus“).
* **RAG** auf indexierten Metadaten (Zielgruppe, Thema, Lizenz, Medienart …).
### b) Metadaten & Filter
* Einheitliche Metadaten; Filter u. a.: **Zielgruppe**, **Fach/Thema**, **Format**, **Lizenzstatus**, **rechtliche Nutzbarkeit** (Jugendschutz/DSGVO).
### c) Offene Schnittstellen (API)
* Bereitstellung für Dritte, Kooperationen ermöglichen.
### d) Analytics (datensparsam)
* **Downloadzahlen**, **Nutzungszeit**, **Top-Suchen** zur Qualitätsentwicklung.
* Ohne Login (z. B. **cookielos**/Matomo).
---
## 7) Didaktisch-inhaltliche Anforderungen
### a) Kuratierte Lernpfade & Use-Cases
* „Starterkits“/Dossiers (z. B. Quereinstieg RU, Ökumene, Interreli, aktuelle Themen).
* Kooperationen: **alpika**, rpi Niedersachsen, rpi Bayern, …
### b) Qualitätskriterien & Redaktion
* Transparente Kriterien für „**hochwertig**“.
* Kuratierung durch Redaktion; **Feedback** (Bewertungen/Rezensionen).
* Positivbeispiele: **alpika**, **FWU**, **Sternsinger** (Qualitätslabel).
---
## 8) Anwenderorientierung & UX
* **Barrierefrei**, mobiloptimiert, DSGVO-konform.
* **Geführte Suche** (Chat, Themenzugänge) statt nur Freitext.
* **Kein Login**, **keine Paywall**; rechtssichere Inhalte priorisieren.
* **Mitmachen**: Upload-Formular mit **Lizenz-Assistent**, Format-Guides, Auto-Checks; redaktionelle Freigabe.
---
## 9) Handlungsempfehlungen (Kurzliste)
* **Prototyp KI-Chatberatung** (RAG auf Materialdaten).
* **Starterpakete** für definierte Use-Cases.
* **Metadaten & Filter** überarbeiten; **klare Lizenzkennzeichnung**.
* **Qualitätslabel** für geprüfte Inhalte.
* **Kooperationen priorisieren** (alpika, Sternsinger, …).
* **Integration** in Schul-/Fach-Plattformen.
---
## 10) Mögliche Use-Cases (Beispiele)
### Lehrkraft RU (7. Kl., Thema „Versöhnung“)
* Chat fragt **Stufe/Schwerpunkt/Dauer** → kuratierte Sequenz (Bibelarbeit, Kurzfilm, Gebetsimpuls).
* **Rechtlich geklärt**, optional konfessionell-kooperativ.
### Quereinsteiger*in RU (5. Kl.)
* „**Einstiegspaket RU 5**“ mit 5 Reihen (Was ist Religion?, Jesus, Kirchenjahr …).
* Lernpfade inkl. Zielkompetenzen; KI-Nachhilfe (Begriffe/Methodik).
* Nur Materialien mit **didaktischer Einordnung** & **CC-Lizenz**.
### Referendar*in/Studierende („Judentum heute“)
* KI klärt **Stufe/Zeit/Schwerpunkt** → geprüfte Materialien (rpi-Impulse, jüdische Perspektiven, lizenzgesicherte Videos).
* Hinweise zu **Methodik**/**Differenzierung**, **Hintergrundtexte**.
### Bildungsreferentin (Workshop Demokratie & Religion)
* Vorschläge: **Planspiel**, **Storytelling**, **Diskussion**.
* Materialmappe mit **Ablauf/Rollen/AB** + Lizenzen; Filter „außerschulisch/Konfi/Jugend“.
### Redakteur*in (Upload „Digitalität & Glaube“)
* **Materialklappe**: vereinfachter Upload (PDF/Video/AB/Kommentar).
* **Lizenz-Assistent**, **KI-Checks** (Bildquellen/Metadaten).
* **Redaktion** informiert → Freigabe → **Qualitätslabel** & Verschlagwortung.
---
## 11) Nächste Schritte (aus Kommentaren)
* Inhalte in **Einzel-Tickets** herunterbrechen (Corinna & Ludger).
* **Tracking/Download-Zahlen** prüfen (erste Recherchen laufen, komplex).
* Austausch Corinna/Ludger (Mi 14.05., 08:15 Uhr):
* **Was ist der Materialpool?** (Sammelstelle · Bildungsplattform · redaktioneller Ort)
* **5 Prüf-Kriterien** für Redaktion (Startbasis)
* **Fokus-Optionen**: Alpika-Austausch · Material-DB · **KI-Basis für Unterrichtserstellung**
---
## 12) Qualitäts-/Beispiel-Links
* **Beispiel 1 (Qualitätseinordnung „nicht hochwertig“ fehlende didaktische Einleitung):**
[https://irp-freiburg.de/irp-aktuell/detail/nachricht/id/222176-irp-aktuell-35-papst-franziskus/?cb-id=12181540](https://irp-freiburg.de/irp-aktuell/detail/nachricht/id/222176-irp-aktuell-35-papst-franziskus/?cb-id=12181540)
* **Beispiel 2 (nicht direkt schultauglich fehlt Verlaufsplan):**
[https://material.rpi-virtuell.de/material/mutig-stark-und-beherzt-kinder-falten-friedenstauben/](https://material.rpi-virtuell.de/material/mutig-stark-und-beherzt-kinder-falten-friedenstauben/)
* **Religionspädagogische Kriterien (relimentar, Datei-Link):**
[https://nextcloud.comenius.de/s/KBs2SibFfwqagWT?openfile=true](https://nextcloud.comenius.de/s/KBs2SibFfwqagWT?openfile=true)
* **Arbeits-Pad (FWU EKD Beirat):**
[https://pad.rpi-virtuell.de/p/FWU_EKD_Beirat](https://pad.rpi-virtuell.de/p/FWU_EKD_Beirat)
---
## 13) Offene Punkte / To-Dos
* [ ] Redaktions-**Workflow** definieren (Rollen, Status, Freigaben, SLA).
* [ ] **5 Qualitätskriterien** minimal definieren und testen.
* [ ] **Metadaten-Schema** konsolidieren (Lizenz/DSGVO/Jugendschutz).
* [ ] **RAG-Prototyp** (KI-Chat) aufsetzen.
* [ ] **Analytics** (datensparsam) konzipieren & implementieren.
* [ ] **Materialklappe** + Lizenz-Assistent + Auto-Checks pilotieren.
* [ ] **Starterpakete** (Use-Cases) kuratieren und veröffentlichen.
* [ ] **Kooperationen** (alpika, FWU, Sternsinger …) priorisieren & binden.
* [ ] **Issue-Split**: Umsetzung in Teil-Tickets (Technik/Didaktik/UX/Koop).

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@ -1,47 +0,0 @@
## Kurzanleitung zur Nutzung der Filter auf material.rpi-virtuell.de
## Wo findest du den Filter?
- Du gehst auf die Seite: https://material.rpi-virtuell.de/facettierte-suche
- Dort siehst du eine Übersicht mit verschiedenen Filterfeldern.
## Was bedeuten die einzelnen Filter?
## So gehst du vor:
Starte ohne Filter, gib z.B. ein Stichwort in die Suchleiste oben ein z.B. „Taufe“.
Verfeinere die Suche mit den Filtern links oder oben:
Setze Häkchen bei relevanten Optionen.
Du kannst auch mehrere Filter gleichzeitig aktivieren.
Klicke auf „Anwenden“, damit deine Auswahl übernommen wird.
Die Ergebnisse werden direkt darunter angezeigt. Mit Vorschaubild, kurzer Beschreibung und direktem Link zum Material.
So nutzt du die Filter Schritt für Schritt
Beispiel: Du suchst ein Arbeitsblatt zur Taufe für die Grundschule
Gib ein Stichwort ein (z.B. Taufe) in die Suchleiste oben.
Wähle in der Filterleiste links oder oberhalb:
Bildungsstufe → Häkchen bei Grundschule
Medientyp → Häkchen bei Arbeitsblatt
Kompetenzen → z.B. Deuten oder Gestalten
Inklusion → Häkchen setzen, wenn du inklusives Material brauchst
Lizenz → z.B. CC BY-SA, wenn du es rechtssicher weiterverwenden möchtest
Klicke ggf. auf „Anwenden“ (oder warte, bis sich die Ergebnisse automatisch aktualisieren).
Stöbere durch die angezeigten Materialien.
Klicke auf ein Material, um mehr Informationen und ggf. einen Download-Link zu erhalten.
Du kannst mehrere Filter gleichzeitig aktivieren die Ergebnisse werden immer passender.
Wenn du keine oder zu wenige Treffer bekommst:
🔁 Filter zurücksetzen oder weniger Einschränkungen wählen.
Materialien mit offener Lizenz CC sind oft frei editierbar und gut für eigene Anpassungen.

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@ -1,218 +0,0 @@
Materialpool Stand 20.08.24 (Januar-jetzt Analyse der Datenbank Corinna)
Beispiele hinterlegt:
Tooltipp
https://material.rpi-virtuell.de/material/argumentationswippe/
https://material.rpi-virtuell.de/material/choice-boards-im-unterricht/
https://material.rpi-virtuell.de/material/emojis-fuer-alle-anlaesse/
Gamification
https://material.rpi-virtuell.de/material/wo-ist-romi/
Virtueller Lernort
https://material.rpi-virtuell.de/material/die-befreiung/
Medienportal
- Video
https://material.rpi-virtuell.de/material/amball/
https://material.rpi-virtuell.de/material/die-geschichte-israels/
-Audio
https://material.rpi-virtuell.de/material/die-bergpredigt-was-brauchen-wir-wirklich/#more
https://material.rpi-virtuell.de/material/20-digitale-kirche-eine-landkarte/
-Text/Aufsatz
Nietzsches Hamartiologie im Vergleich zum christlichen Sündenfall und seine potentielle Sicht auf den assistierten Suizid
- Literatur Opensource
https://material.rpi-virtuell.de/material/religionslehrerin-im-21-jahrhundert/
Berufsschule
https://material.rpi-virtuell.de/material/besser-lernen-mit-jesus-als-mentalem-assistenten-ii-gebetsgrundlagen/#more
https://material.rpi-virtuell.de/material/300-jahre-immanuel-kant/
oberstufe
https://material.rpi-virtuell.de/material/raum-fuer-die-grossen-fragen/
Konfiarbeit
https://material.rpi-virtuell.de/material/getauft-in-einen-leib-anknuepfen/
https://material.rpi-virtuell.de/material/theologisieren-mit-kindern-jugendlichen-erwachsenen/
Sekundarstufe
https://material.rpi-virtuell.de/material/von-schweinen-wildbienen-und-rindern/
Kindergottesdienst
https://material.rpi-virtuell.de/material/ein-neuer-lebensabschnitt-beginnt/
Grundschule
https://material.rpi-virtuell.de/material/affirmationen-die-gut-tun/
Technische Frage:
Die Statistik zum Materialpool ist nicht einsehbar.
Beispielhaft habe ich als Lehrkraft und Userin den Materialpool genutzt. Dabei fällt auf, dass folgender Materialeintrag nicht korrekt ist.
„Unterrichtsbausteine + Videos“
Sternsingeraktion 2017
Button: Zum Material
Öffne das Material -> Video öffnet sich
Keine Unterrichtsbausteine
https://material.rpi-virtuell.de/material/klimawandel-gottes-schoepfung-in-gefahr/?fwp_suche=schöpfung&fwp_bildungsstufe=primary&fwp_kompetenzen=wahrnehmen&fwp_medientyp=praxishilfen
Mehrwert von Materialien?
https://material.rpi-virtuell.de/material/glaube-an-gras/#more
Wie definieren wir frei zugänglich?
https://material.rpi-virtuell.de/material/yesflix/
Qualitätskriterien an diesen Entwürfen analysieren
https://material.rpi-virtuell.de/material/gott-der-ganz-andere/#more
https://www.rpi-loccum.de/material/pelikan/pel1_24/1_24_Sonnenburg
https://material.rpi-virtuell.de/material/what-was-i-made-for/
https://material.rpi-virtuell.de/material/gott-ist-wie/
https://material.rpi-virtuell.de/material/wem-gehoert-der-schnee/
https://material.rpi-virtuell.de/material/better-than-human/
https://material.rpi-virtuell.de/material/ich-folge-dir/
https://material.rpi-virtuell.de/material/aufgedeckt-10-antisemitische-mythen/
https://material.rpi-virtuell.de/material/zeitsprung-2-2023-jona/#more
https://material.rpi-virtuell.de/material/300-jahre-immanuel-kant/
religlobal
https://material.rpi-virtuell.de/material/und-alle-werden-satt/
Fragen
Müsste hier nicht die Instiution angezeigt werden?
https://material.rpi-virtuell.de/material/impulsheft-die-passion-jesu-christi/ -> Bonifatiuswerk
Anfragen usabilty:
Beschreibt es der Zielgruppe (Lehrkräfte, Religionspädagogen etc.), was mit dem Material möglich ist?
https://material.rpi-virtuell.de/material/interaktive-gestaltung-von-gottesdiensten/
Kein Themen/Inhaltsbezug in der Beschreibung
https://material.rpi-virtuell.de/material/2024-1-loccumer-pelikan-zeit/
Button: mehr Anregungen geht unter.
https://www.rpi-loccum.de/material/pelikan/pel1_24/1_24_Sonnenburg
https://www.rpi-loccum.de/Arbeitsbereiche/Der-Bilderbuchpodcast
https://www.rpi-loccum.de/material/pelikan/pel1_24/1_24_Leonhard
https://www.rpi-loccum.de/material/pelikan/pel1_24/1_24_Nickel
->Spannender für Lehrkräfte, finde ich die einzelnen Links zu erfassen URL als das ganze Heft
https://material.rpi-virtuell.de/material/what-about-jugendarbeit/
Das interessante ist eigentlich das Pad und nicht nur der Podcast https://pad.luki.org/p/lmms
Weil hier der Workshop skizziert ist.
Wie können diese Materialien so erschlossen werden, dass sie einen Mehrwert haben?
https://material.rpi-virtuell.de/material/anforderungssituation-zu-gender-lgbtqia-kirche-bibel-und-christlichem-glauben-e-learning-seelsorge/#more
Es handelt sich um ein PDF und nicht um ein E-learning
Ein Foto aus einem Newsletter als Quellenangabe?
https://material.rpi-virtuell.de/material/reisesegen/
Von wem beziehen wir Materialien:
PTI der EKM
EKM
PTZ Stuttgart
IRP Freiburg
RPZ Heilsbronn
EKD
Clearingstelle Medienkompetenz Deutsche Bischofskonferenz KH Mainz mekomat.de
RPI Loccum
bpb
VELKD
Misereor
PTZ Stuttgart
Worthaus
Leibniz Institut
Freunde Abrahams e.V.
theology
rpi kurhessen-waldeck, Hessen und Nassau
ESS/EKD
bonifatiuswerk
Klett-Verlag
Klicksafe
DKV
Forum Erwachsenenbildung
Campact e.V.
EZW
Aktion Mensch
Evangelische Kirche von Westfalen
Kindermissionswerk Sternsinger
Menschen die Materialien eintragen:
(Florian), Sabrina, Jörg, Corinna, (Andrea), Jönke, Bernd V., Nadine, Joachim
Was ich nicht verstehe, warum es Redaktuere, Autoren gibt? Die meisten sind doch Karteileichen?
relilab auf Qualitätskriterien prüfen
https://material.rpi-virtuell.de/material/portfolios-zum-lebensweg-gestalten/
https://material.rpi-virtuell.de/material/gottes-stimme-jugendliche-auf-der-suche-nach-gott/#
https://www.buddhismus-unterrichtsmaterialien.net/buddhismus-und-christentum
Bildrechte Materialpool
Hotlinks bevorzugen oder Screenshots der Seite
Screenshots sind kein Problem, wenn ganzer Bildschirm
- keine Bildausschnitte
- von oben, so wie es sich darstellt
Bilder hochladen notwendig für Newsletter
https://www.impulsphase.de/wiki/hotlink
https://www.socialmediaakademie.de/blog/stockfotos-rechtssicher-nutzen/

View File

@ -65,7 +65,7 @@
- https://www.fachportal-paedagogik.de/ - https://www.fachportal-paedagogik.de/
- https://www.edutags.de/ - https://www.edutags.de/
- https://www.pedocs.de/ - https://www.pedocs.de/
- RKE-OPAC: https://eopac.net/comenius-institut/ - https://rke.cidoli.de/webopac/index.asp?DB=w_cibuch
## Videos ## Videos

View File

@ -1,113 +0,0 @@
gantt
dateFormat YYYY-MM
title Projektplan FOERBICO Gantt-Diagramm
todayMarker stroke-width:5px,stroke:#0f0,opacity:0.5
section 2024
AP 1-1 + 1-2 Projektkooperation und -koordination): active, AP1-12, 2024-05, 2027-04
AP 1-3 + 1-4 Projektbezogene Kommunikationsstrategie: active, AP1-34, 2024-07, 2027-04
AP 3-1 Gemeinschaftliche Anforderungserhebung zu OER-Communities: done, AP3-1, 2024-05, 2024-06
AP 9-3 Kollaborationsumgebung für das Projekt (CI): done, AP9-3, 2024-05, 2024-07
Monat 4 AP 9-3 Kommunikations- und Kollaborationsumgebung steht zur Verfügung: crit, milestone, 2024-08, 2024-08
AP 4-1 Konzept Redaktionssystem für Communities: crit, active, AP4-1, 2024-05, 2024-08
AP 11-1 Basiserhebung (FAU): done, AP11-1, 2024-05, 2024-08
Monat 4 AP 11-1 Ergebnisse der Basis-Erhebung liegen vor: crit, milestone, 2024-08, 2024-08
AP 2-1 Voraussetzungen - Erhebung & Anbahnung: done, AP2-1, 2024-07, 2024-10
AP 3-2 + 3-3 Konzept und Einseatz Community-Hub: active, crit, AP3-23, 2024-07, 2026-06
Monat 7 AP 3-2 Für die Visualisierung der Netzwerkaktivitäten im Community-Hub sind die Voraussetzungengeschaffen: crit, milestone, 2024-12, 2024-12
AP 2-2 Netzwerkbezogene Multiplikatorinnen-Modelle: active, crit, AP2-2, 2024-08, 2024-12
Monat 7 AP 2-2 Community-spezifische MultiplikatorInnen-Modelle liegen vor: crit, milestone, 2024-12, 2024-12
AP 2-3 Netzwerk-Strategien der Ãffentlichkeitsarbeit: active, AP2-3, 2024-11, 2024-12
Monat 8 AP 2-3 In den OER-Communities bekanntund kommunikativ verankert: crit, milestone, 2025-01, 2025-01
AP 2-4 Community-Mgmt. intra- & interorganisational: active, AP2-4, 2025-01, 2027-05
AP 7-1 Standards - Erhebung, Analyse + Zusammenführung: active, AP7-1, 2024-06, 2024-12
Monat 8 AP 7-1 Die projektbezogenen Standards liegen in einer ersten Fassung vor: crit, milestone, 2025-01, 2025-01
AP 9-1 Technische Bedarfe der Communities prüfen: active, AP9-1, 2024-11, 2025-04
AP 4-2 Metadatenstandards weiterentwickeln: active, AP4-2, 2024-11, 2025-06
Monat 14 AP 4-2 Für religionsbezogene OEP/OER steht eine Erweiterung OER konformer Metadatenstandards bereit: crit, milestone, 2025-07, 2025-07
AP 5-1 Bedarfe der Communities abgleichen: active, AP5-1, 2024-11, 2025-06
Monat 14 AP 5-1 Bedarfe und Standards bilden Grundlage für Unterstützung: crit, milestone, 2025-07, 2025-07
AP 5-2 Unterstützung basierend auf Bedarfsanalyse: active, AP5-2, 2025-06, 2026-05
Monat 26 AP 5-2 Ergebnisse der Zwischenevaluation liegen vor: crit, milestone, 2026-07, 2026-07
AP 4-7 Weitere OER-Communities einbinden: active, AP4-7, 2024-11, 2026-09
AP 11-2 Fortbildungsformate weiterentwickeln (FAU): active,crit, AP11-2, 2024-12, 2026-10
AP 8-3 Wissenschaftliches Netzwerk erweitern (GU): active, AP8-3, 2024-12, 2027-01
AP 8-5 Strategische Vernetzung mit Open-Access-Formaten (GU): active, AP8-5, 2024-07, 2026-07
section 2025
AP 6-1 Fortbildungsformate für OER entwickeln: active, crit, AP6-1, 2025-03, 2025-09
Monat 17 AP 6-1 Fortbildungsformate sind entwickelt und ausgerollt: crit, milestone, 2025-10, 2025-10
AP 6-2 Fortbildungsformate in OER-Communities testen: crit, active, AP6-2, 2025-10, 2026-03
Monat 23 AP 6-2 Fortbildungsformate sind evaluiert: crit, milestone, 2026-04, 2026-04
AP 6-3 Formate zur OE/OER-Integration in ALPIKA-Institute: active, AP6-3, 2026-04, 2026-08
Monat 28 AP 6-3 ALPIKA-Institute haben OER implementiert: crit, milestone, 2026-09, 2026-09
AP 7-2 Standards testen und evaluieren (Zyklus 1): active, AP7-2, 2025-02, 2025-10
Monat 18 AP 7-2 Standards liegen in einer evaluierten und überarbeiteten Fassung vor: crit, milestone, 2025-11, 2025-11
Monat 25 AP 7-2 Standards und Erkenntnisse aus Zyklus 1 präsentiert: crit, milestone, 2026-06, 2026-06
AP 4-3 + 4-4 Metadaten-Generator für Community-CMS entwickeln: active, AP4-34, 2025-06, 2026-04
Monat 23 AP 4-4 Metadaten-Generator steht bereit: crit, milestone, 2026-04, 2026-04
AP 8-2 Projekte in Standards der OER begleiten (Zyklus 1): active, AP8-2, 2024-12, 2025-10
AP 10-1 Zwischenfazit-Tagung in Nürnberg: active, AP10-1, 2025-10, 2026-03
section 2026
M20 Zwischenergebnisse für Zwischenfazit-Tagung liegen vor: crit, milestone, 2026-01, 2026-01
M22 Zwischenfazit-Tagung Nürnberg ist durchgeführt: crit, milestone, 2026-03, 2026-03
AP 7-3 Standards re-evaluieren (Zyklus 2): active, AP7-3, 2026-02, 2026-10
AP 8-4 Projekte in Standards der OER begleiten (Zyklus 2): active, AP8-4, 2026-02, 2026-10
AP 11-3 Summative Evaluation: active, AP11-3, 2026-10, 2026-12
AP 7-5 DBR-Prozess dokumentieren (FAU/GU): crit, active, AP7-5, 2025-07, 2026-12
AP 10-2 Fazit-Tagung Frankfurt (GU, FAU, CI): active, AP10-2, 2026-09, 2027-02
AP 4-5 OER-Client für OEP/OER-Darstellung entwickeln: AP4-5, 2026-04, 2026-08
Monat 30 AP 4-5 Wordpress-Plugin für OER-Community-Sammlungen verfügbar: crit, milestone, 2026-11, 2026-11
AP 4-6 Zielgruppengerechte OER-Kataloge implementieren: active, AP4-6, 2026-10, 2027-04
section 2027
M32 Endergebnisse für Fazit-Tagung liegen vor: crit, milestone, 2027-01, 2027-01
M34 Fazit-Tagung Frankfurt ist durchgeführt: crit, milestone, 2027-03, 2027-03
Monat 33 AP 7-5 Standards und Endergebnisse des DBR-Prozesses liegen vor: crit, milestone, 2027-02, 2027-02
AP 6-4 In UNIs OER-Lernformate kommunizieren & vernetzen: active, AP6-4, 2026-11, 2027-03
Monat 35 AP 6-4Kommunikations- und Vernetzungsstrukturen etabliert: crit, milestone, 2027-04, 2027-04
AP 9-2 Kerndienste von rpi-virtuell überarbeiten: active, AP9-2, 2026-05, 2027-03
Monat 34 AP 3-3 Ergebnisse über den Community-Hub öffentlich zugänglich und weiter nutzbar: crit, milestone, 2027-03, 2027-03
AP 8-6 Outcomes zur Nachnutzung (GU und FAU): active, AP8-6, 2026-05, 2027-04
AP 9-4 OER-Material-Beschreibungen/Metadaten überarbeiten: active, AP9-4, 2026-09, 2027-04
M36 Outcomes zur Nachnutzung liegen vor: crit, milestone, 2027-05, 2027-05
click AP1-12 href "https://git.rpi-virtuell.de/Comenius-Institut/FOERBICO/milestone/5"
click AP1-34 href "https://git.rpi-virtuell.de/Comenius-Institut/FOERBICO/milestone/6"
click AP2-1 href "https://git.rpi-virtuell.de/Comenius-Institut/FOERBICO/milestone/82"
click AP2-2 href "https://git.rpi-virtuell.de/Comenius-Institut/FOERBICO/milestone/84"
click AP2-3 href "https://git.rpi-virtuell.de/Comenius-Institut/FOERBICO/milestone/85"
click AP2-4 href "https://git.rpi-virtuell.de/Comenius-Institut/FOERBICO/milestone/121"
click AP3-1 href "https://git.rpi-virtuell.de/Comenius-Institut/FOERBICO/milestone/9"
click AP3-23 href "https://git.rpi-virtuell.de/Comenius-Institut/FOERBICO/milestone/83"
click AP4-1 href "https://git.rpi-virtuell.de/Comenius-Institut/FOERBICO/milestone/80"
click AP4-2 href "https://git.rpi-virtuell.de/Comenius-Institut/FOERBICO/milestone/88"
click AP4-34 href "https://git.rpi-virtuell.de/Comenius-Institut/FOERBICO/milestone/90"
click AP4-5 href "https://git.rpi-virtuell.de/Comenius-Institut/FOERBICO/milestone/99"
click AP4-6 href "https://git.rpi-virtuell.de/Comenius-Institut/FOERBICO/milestone/115"
click AP4-7 href "https://git.rpi-virtuell.de/Comenius-Institut/FOERBICO/milestone/101"
click AP5-1 href "https://git.rpi-virtuell.de/Comenius-Institut/FOERBICO/milestone/89"
click AP5-2 href "https://git.rpi-virtuell.de/Comenius-Institut/FOERBICO/milestone/97"
click AP6-1 href "https://git.rpi-virtuell.de/Comenius-Institut/FOERBICO/milestone/91"
click AP6-2 href "https://git.rpi-virtuell.de/Comenius-Institut/FOERBICO/milestone/94"
click AP6-3 href "https://git.rpi-virtuell.de/Comenius-Institut/FOERBICO/milestone/100"
click AP6-4 href "https://git.rpi-virtuell.de/Comenius-Institut/FOERBICO/milestone/14"
click AP7-1 href "https://git.rpi-virtuell.de/Comenius-Institut/FOERBICO/milestone/86"
click AP7-2 href "https://git.rpi-virtuell.de/Comenius-Institut/FOERBICO/milestone/92"
click AP7-3 href "https://git.rpi-virtuell.de/Comenius-Institut/FOERBICO/milestone/102"
click AP7-4 href "https://git.rpi-virtuell.de/Comenius-Institut/FOERBICO/milestone/107"
click AP7-5 href "https://git.rpi-virtuell.de/Comenius-Institut/FOERBICO/milestone/105"
click AP8-1 href "https://git.rpi-virtuell.de/Comenius-Institut/FOERBICO/milestone/116"
click AP8-2 href "https://git.rpi-virtuell.de/Comenius-Institut/FOERBICO/milestone/93"
click AP8-3 href "https://git.rpi-virtuell.de/Comenius-Institut/FOERBICO/milestone/108"
click AP8-4 href "https://git.rpi-virtuell.de/Comenius-Institut/FOERBICO/milestone/103"
click AP8-5 href "https://git.rpi-virtuell.de/Comenius-Institut/FOERBICO/milestone/109"
click AP8-6 href "https://git.rpi-virtuell.de/Comenius-Institut/FOERBICO/milestone/13"
click AP9-1 href "https://git.rpi-virtuell.de/Comenius-Institut/FOERBICO/milestone/87"
click AP9-2 href "https://git.rpi-virtuell.de/Comenius-Institut/FOERBICO/milestone/8"
click AP9-3 href "https://git.rpi-virtuell.de/Comenius-Institut/FOERBICO/milestone/4"
click AP9-4 href "https://git.rpi-virtuell.de/Comenius-Institut/FOERBICO/milestone/118"
click AP9-5 href "https://git.rpi-virtuell.de/Comenius-Institut/FOERBICO/milestone/16"
click AP10-1 href "https://git.rpi-virtuell.de/Comenius-Institut/FOERBICO/milestone/95"
click AP10-2 href "https://git.rpi-virtuell.de/Comenius-Institut/FOERBICO/milestone/15"
click AP11-1 href "https://git.rpi-virtuell.de/Comenius-Institut/FOERBICO/milestone/10"
click AP11-2 href "https://git.rpi-virtuell.de/Comenius-Institut/FOERBICO/milestone/104"
click AP11-3 href "https://git.rpi-virtuell.de/Comenius-Institut/FOERBICO/milestone/106"
click AP11-4 href "https://git.rpi-virtuell.de/Comenius-Institut/FOERBICO/milestone/120"

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@ -7,7 +7,7 @@ Die Rollen Moderatorin, Protokollantin und Zeitwächterin müssen vergeben werde
grundlegende Struktur der Treffen grundlegende Struktur der Treffen
**10:00 - 11:00 Uhr**: gemeinsames Treffen von rpi-virtuell & FOERBICO **9:00 - 9:45 Uhr**: gemeinsames Treffen von rpi-virtuell & FOERBICO
1. Protokollant*in und Zeitwächter*in festlegen [5''] - wenn noch nicht erfolgt oder abwesend 1. Protokollant*in und Zeitwächter*in festlegen [5''] - wenn noch nicht erfolgt oder abwesend
2. Tagesordnung mit Zeitangaben festlegen [10''] 2. Tagesordnung mit Zeitangaben festlegen [10'']
@ -15,13 +15,13 @@ grundlegende Struktur der Treffen
- die priorisierten Themen bilden die Tagesordnung - die priorisierten Themen bilden die Tagesordnung
- geschätzte Zeit pro Thema festlegen (maximal 30 Minuten) - geschätzte Zeit pro Thema festlegen (maximal 30 Minuten)
3. mit Tagesordnung beginnen - Gesamtfragen klären [30''] 3. mit Tagesordnung beginnen - Gesamtfragen klären [30'']
4. Zeitsignal um 10:45 Uhr => 4. Zeitsignal um 9:30 Uhr =>
- Punkte in den letzten 15 min zu Ende bringen - Punkte in den letzten 15 min zu Ende bringen
- entscheiden, welche TOP's in Break-out-Räumen weiter besprochen werden sollen. [5''] - entscheiden, welche TOP's in Break-out-Räumen weiter besprochen werden sollen. [5'']
- offen bleibende TOPs wandern zurück ins Backlog - offen bleibende TOPs wandern zurück ins Backlog
**11:00 - 12:00 Uhr:** detailliertere Diskussion zu obigen oder weiteren Themen in Break-out-Räumen **9:45 - 10:30 Uhr:** detailliertere Diskussion zu obigen oder weiteren Themen in Break-out-Räumen
**10:45 - 11:30 Uhr** (_optional_): weiterer Austausch in den Break-out-Räumen
## Protokoll ## Protokoll
- unser [Kanban-Board in git](https://git.rpi-virtuell.de/Comenius-Institut/FOERBICO_und_rpi-virtuell/projects/52) - unser [Kanban-Board in git](https://git.rpi-virtuell.de/Comenius-Institut/FOERBICO_und_rpi-virtuell/projects/52)

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@ -1,79 +0,0 @@
<!DOCTYPE html>
<html lang="de">
<head>
<meta charset="UTF-8">
<meta name="viewport" content="width=device-width, initial-scale=1.0">
<title>Must-have / Not-have Digitale Fortbildungen</title>
<style>
body {
font-family: system-ui, sans-serif;
background: #f7f7f9;
padding: 2rem;
color: #222;
}
h1 { text-align: center; margin-bottom: 2rem; }
.item {
margin-bottom: 2rem;
background: white;
padding: 1rem 1.5rem;
border-radius: 1rem;
box-shadow: 0 2px 6px rgba(0,0,0,0.1);
}
label {
display: block;
font-weight: 600;
margin-bottom: .5rem;
}
input[type=range] {
width: 100%;
}
.value {
text-align: right;
font-size: 0.9rem;
color: #555;
}
</style>
</head>
<body>
<h1>Must-have / Not-have<br>für digitale Fortbildungen</h1>
<div id="sliderContainer"></div>
<script>
const items = [
"Flexible Zeiteinteilung",
"Praxisnahe Inhalte",
"Einfacher technischer Zugang",
"Austausch & Community",
"Interaktive Methoden",
"Asynchrone Lernmöglichkeiten",
"Offene Materialien (OER)",
"Verbindlichkeit & Motivation"
];
const container = document.getElementById("sliderContainer");
items.forEach((text, i) => {
const div = document.createElement("div");
div.className = "item";
div.innerHTML = `
<label>${text}</label>
<input type="range" min="0" max="10" value="5" id="slider${i}">
<div class="value">Neutral</div>
`;
container.appendChild(div);
const slider = div.querySelector("input");
const valueLabel = div.querySelector(".value");
slider.addEventListener("input", () => {
const val = slider.value;
if (val < 4) valueLabel.textContent = "Not have";
else if (val < 7) valueLabel.textContent = "Neutral";
else valueLabel.textContent = "Must have";
});
});
</script>
</body>
</html>

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@ -1,12 +1,12 @@
@font-face { @font-face {
font-family: 'Roboto Condensed'; font-family: 'Roboto Condensed';
src: url('/fonts/RobotoCondensed-VariableFont_wght.ttf') format('truetype'); src: url('RobotoCondensed-VariableFont_wght.ttf') format('truetype');
font-weight: normal; font-weight: normal;
font-style: normal; font-style: normal;
} }
@font-face { @font-face {
font-family: 'Roboto Condensed Italic'; font-family: 'Roboto Condensed Italic';
src: url('/fonts/RobotoCondensed-Italic-VariableFont_wght.ttf') format('truetype'); src: url('RobotoCondensed-Italic-VariableFont_wght.ttf') format('truetype');
font-weight: normal; font-weight: normal;
font-style: italic; font-style: italic;
} }

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@ -1,590 +0,0 @@
---
#commonMetadata:
#staticSiteGenerator:
title: OER-Selbstlernmodul
url: oer-und-oep/lernmodul
type: page
---
# Das OER-Grundrezept - mit wenigen Zutaten zum offenen Material
Das OER-Grundrezept zeigt dir, wie du mit wenigen, gut verständlichen Schritten eigene offene Lehr- und Lernmaterialien (Open Educational Resources, kurz OER) erstellen kannst. OER sind frei verfügbare Materialien, die du rechtssicher nutzen, anpassen und teilen darfst ein Gewinn für alle, die Bildung zugänglich und gemeinschaftlich gestalten möchten.
In diesem Selbstlernmodul erfährst du:
➡️ was OER sind und warum sie für Lehre, Schule und Weiterbildung so wertvoll sind,
➡️ welche grundlegenden „Zutaten“ es braucht, um ein Material in ein OER zu verwandeln,
➡️ wie du Schritt für Schritt von der Lizenz über das Format bis zur Veröffentlichung dein eigenes OER backst.
Das OER-Grundrezept richtet sich an Lehrende, Bildungsverantwortliche und Interessierte, die lernen möchten, wie sie ihre Materialien offen teilen und dabei rechtliche Sicherheit, kreative Freiheit und nachhaltige Nutzung verbinden können.
Egal, ob du neu in der OER-Welt bist oder bereits erste Erfahrungen hast hier bekommst du die wichtigsten Grundlagen, praxisnahe Tipps und hilfreiche Werkzeuge, um dein eigenes OER „nach Rezept“ zu gestalten.
👉 Die gesamte Präsentation zum [Download](OER-Einfuehrung.odp)
## Was sind eigentlich Open Educational Resources (OER)? 🤔
Open Educational Resources (OER) = freie Lehr- und Lernmaterialien, die unter offenen Lizenzen veröffentlicht werden, um sie rechtssicher und kostenlos benutzen, bearbeiten und durch Dritte weiterzuverarbeiten - ohne oder mit geringfügigen Einschränkungen.
OER bieten eine verlässliche Basis, die individuell angepasst und kreativ verändert werden kann. Sie sind frei teilbar und bleiben durch Weitergabe und Anpassung aktuell, sodass Wissen und Traditionen nicht verloren gehen. Durch ihre klare Struktur geben sie Sicherheit und erleichtern den Einstieg wie ein Rezept, das immer gelingt.
## Was beudetet das für OER - die 5 Vs:
![5V-Freiheiten-CC-by-4.0.jpg](5V-Freiheiten-CC-by-4.0.jpg)
„[5 V-Freiheiten für Offenheit](https://www.edcon.dhbw.de/fileadmin/user_upload/Dokumente/Projekte/EdCon/Poster_OER.pdf)“ , Grafik von Mark Mulfinger - BadWolfDesign im Auftrag der DHBW in Anlehnung an Julia Eggestein (Grafik), Jöran Muuß-Merholz (inhaltliche Übersetzung, Anpassung und vorsichtige Erweiterung) und Jörg Lohrer (Wortschöpfer)
online abrufbar unter: https://open-educational-resources.de/5rs-auf-deutsch/
Lizenz: [CC BY 4.0](https://creativecommons.org/licenses/by/4.0/)
## Wie lautet das Grundrezept von OER, welche Zutaten braucht es?
Damit ein Lern- und Lehrmaterial wirklich offen, rechtssicher und nachnutzbar ist, braucht es ein paar grundlegende „Zutaten“. Genau diese zeigt das OER-Grundrezept.
Das Grundrezept hilft dir, dein Material so aufzubereiten, dass andere es verwenden, anpassen und weiterentwickeln können und du selbst von der Arbeit anderer profitierst. Du lernst, worauf es bei Lizenzen, Struktur, Formaten, Metadaten und Veröffentlichung ankommt und wie daraus ein rundes, „gelingsicheres“ OER entsteht.
## Das OER-Rezept zum Nachbacken 🍰
- [🌾 Mehl: CC-Lizenz](#mehl)
- [🧈 Fett: Modularisierung](#fett)
- [🍯 Süßungsmittel: Offenes Format](#suess)
- [🥛 Milch: Metadaten](#milch)
- [🧂 Backpulver: Veröffentlichung](#veroeffentlichung)
## 🌾 Ohne Mehl keinen Kuchen, ohne Lizenz kein OER {#mehl}
Wie das Mehl beim Backen ist die Lizenz die wichtigste Grundlage für jedes OER: Ohne sie hält nichts zusammen und niemand weiß, was erlaubt ist.
In diesem Modul lernst du, warum Lizenzen so wichtig sind und wie du dein Material rechtssicher öffnest. Du erfährst, welche Creative-Commons-Lizenzen (CC-Lizenzen) es gibt, was sie erlauben und wo Fallstricke lauern können. Außerdem bekommst du praktische Tipps, wie du dein Material korrekt kennzeichnest und so anderen die Nachnutzung erleichterst.
[![Modularisierung von OER](Lizenz.jpg)](Corinna-Lizenz.mp4)
Copyright: [Canva-Lizenz](https://www.canva.com/de_de/richtlinien/onedesign-2/)
### Schritt 1: Rechte & Lizenzen klären 🧑‍⚖️
1. Warum Lizenzen wichtig sind?
2. Welche Lizenzen gibt es?
3. Fallstricke & Tipps
4. Hands-On: Vom Material zum OER mit der richtigen Lizenz
#### 1. Warum sind Lizenzen wichtig?
- **Klarheit & Rechtssicherheit:** CC-Lizenzen regeln Nutzungsmöglichkeiten und erleichtern legales Teilen & Weiterverwenden.
- **Kollaboration:** Sie fördern gemeinsames Arbeiten und den Austausch von Materialien. Form der Netiquette!
- **Teilhabe & Bildungsgerechtigkeit:** Materialien sind frei zugänglich und unabhängig von finanziellen Mitteln nutzbar.
- **Verbreitung & Effizienz:** Vorhandene Inhalte können genutzt und angepasst werden, statt alles neu zu erstellen.
#### 2. Welche Lizenzen gibt es?
![](https://www.tourismusnetzwerk-franken.de/data/thumbs/img/12032397_cc-lizenzen.png.png)
Bearbeitet von Michael Fuchs, Original: Ruhr-Uni Bochum, eScouts OER, Christine Ruthenfranz, CC-BY-SA 4.0
Stand: 02.05.2019
CC-Lizenzen im Überblick: https://creativecommons.org
#### 3. Achtung - Fallstricke ⚠️
- **Bild- & Textlizenz getrennt betrachten:** Bildlizenzen können anders sein als Gesamtmaterial (z.B. Gesamtmaterial unter CC-by-Lizenz, aber das Bild unter CC-by-NC-Lizenz) => einzeln ausweisen. Zu beachten: [Schöpfungshöhe bei KI-Generierung](https://open-educational-resources.de/ki-und-oer/) & vertragliche Regelung mit Grafikern zur Bildnutzung unter CC-Lizenzen.
- **Achtung bei Canva, Pixabay etc.:** Bilder stehen unter Anbieter-Lizenz (z.B. Canva-Lizenz), nicht kompatibel mit OER bzw. CC-Lizenz! Mehr dazu in unserem [Blogbeitrag zu Canva für OER](https://oer.community/canva/).
- **Wirklich CC?** Freie Verfügbar- & Nutzbarkeit ≠ CC-Lizenz. Sie muss extra ausgewiesen werden, ansonsten besteht weiterhin Copyright und Urheber:in muss angefragt werden (schriftliche Freigabe)!
- **Datenschutz, Marken- & Persönlichkeitsrechte:** Marken- & Persönlichkeitsrechte, Datenschutz oder Patente können zusätzliche Genehmigungen erfordern. Logos, Produkte, Verpackungen oder Figuren dürfen nicht fotografiert oder abgebildet werden ohne Erlaubnis! Auch Nachbildungen z.B. in Form von KI-Bildern, die eindeutig z.B. Playmobil darstellen, sind i.d.R. unzulässig. Auch Coverbilder sind i.d.R. urheberrechtlich geschützt und dürfen nicht ohne schriftliche Freigabe verwendet werden. Auch Screenshots sind unzulässig! Markennennung als beschreibende Textform ist ok (z.B. Playmobil ist ein beliebtes Spielzeug). Zeichnungen eigener, generischer Figuren (Stickfiguren, Comicfiguren etc.). sowie KI-generierte Figuren sind erlaubt, wenn sie nicht markentypisch ähnlich sind. Bei Covern neutrale, offene Symbolbilder (z.B. Buch) verwenden oder CC-lizenzierte Alternativen nutzen. Wenn ein reales Produkt gezeigt werden muss, dann so abstrakt, dass keine Zuordnung möglich ist: Nur Umrisslinien, Farben & Schriftzüge entfernen, Proportionen verändern, keine charakteristischen Details!
- **Nutzungsbedingungen der KI-Anbieter beachten:** Manche KI-Anbieter räumen zwar Nutzungsrechte ein, aber keine explizite CC-Freigabe. Wenn das Output Material zu nah am Original ist, kann eine Urheberrechtsverletzung vorliegen. Viele KI-Modelle geben Inhalte aus, ohne die Quellen zu nennen => es können Falschinformationen in OER-Materialien enthalten sein. Daher gilt es Quellen zu überprüfen, wenn möglich und Transparenz zu erzeugen (z.B. Bild: KI-generiert). Auch hier gilt es ethisch sauber zu arbeiten und keine echten Personen oder Schülerdaten zu verwenden und keine diskriminierenden Stereotype zu reproduzieren.
- **Padlet & Task-Cards**: Ein urheberrechtlich geschütztes PDF darf nicht ohne Erlaubnis des Rechteinhabers öffentlich zugänglich gemacht werden auch nicht in einer TaskCard, wenn diese von anderen eingesehen werden kann! Wenn die TaskCard öffentlich (als ab 2 Personen) zugänglich ist, braucht man eine ausdrückliche Erlaubnis des Rechteinhabers. Für dich privat darfst du ein solches PDF natürlich speichern und nutzen. Auch die TaskCard / Padlet darf nicht-öffentlich verwendet werden.
#### 3. Tipps & Tricks 💡
- **Offene Bilddatenbanken oder eigene Bilder verwenden:** z.B. Openverse, CocoMaterial, Wikimedia Commons oder Google-Suchfilter → Nutzungsrechte → Creative Commons
- **Freie Schriftarten nutzen:** Auch Schriftarten können rechtlich geschützt sein, daher [offene Schriftarten](https://open-educational-resources.de/texte-und-schriftarten/) nutzen z.B. unter [Fontsquirrel](https://www.fontsquirrel.com/)
- **Bild- & Lizenzgenerator** als Unterstützungstools, z.B. https://lizenzhinweisgenerator.de/
- **Unsicher? Rechtsberatung suchen:** z.B. [Rechtsinformationsstelle ORCA.nrw](https://www.orca.nrw/oer/oer-erstellen/rechtsinformation/), [Rechtsfragen-Workshops von twillo](https://www.twillo.de/veranstaltungen/) oder [twillo-Blogbeiträge](https://www.twillo.de/blog/?_blog-filter-cat=rechtliches), [irights.info](https://irights.info/kategorie/themen/bildung-open-educational-resources) oder unser offener Element-Raum “[OER-Rechtsfragen](https://matrix.to/#oer-rechtsfragen:rpi-virtuell.de)” für Fragen & Antworten aus den (religionsbezogenen) Communities
- **Padlet & Task Cards**: Statt das PDF hochzuladen, den offiziellen Link oder die Quelle angeben, wenn es legal online verfügbar ist. Noch besser/sicherer: Nur eigene Materialien oder OER unter offene Lizenzen (z. B. Creative Commons) öffentlich nutzen.
#### 4. Hands-On: Konkret am Material 📝
**Beispielmaterial ohne CC-Lizenz:**
![](Arbeitsblatt-ohne-CC.jpg)
❌ Ich darf das Material verwahren & vervielfältigen.
❌ Ich darf das Material in verschiedenen Lernsituationen verwenden.
❌ Ich darf das Material weiter verarbeiten & anpassen.
❌ Ich darf das Material mit anderen Inhalten kombinieren & vermischen.
❌ Ich darf das Material weitergeben & verbreiten.
👉 **Fazit:**
- Privatnutzung ist erlaubt (lesen, anschauen, im Unterricht für sich selbst verwenden).
- Keine Weitergabe weder im Kollegium noch online oder in einer Cloud etc.
- Keine Bearbeitung selbst wenn man ein Arbeitsblatt anpasst oder aktualisiert, darf man die veränderte Version nicht verbreiten.
- Kein offener Zugang das Material bleibt im „lokalen Setting“ gefangen.
**Beispielmaterial mit CC-Lizenz:**
![](Arbeitsblatt-mit-CC.jpg)
✅ Ich darf das Material verwahren & vervielfältigen.
✅ Ich darf das Material in verschiedenen Lernsituationen verwenden.
✅ Ich darf das Material weiter verarbeiten & anpassen.
✅ Ich darf das Material mit anderen Inhalten kombinieren & vermischen.
✅ Ich darf das Material weitergeben & verbreiten.
👉 **Fazit:**
Ich darf das Material unter Angabe der Lizenz weiterverwenden anpassen & verbreiten.
⚠️ **Wichtig bei CC BY:**
Namensnennung: Ich muss immer die Urheber:innen nennen.
![](Vergleich-Nutzung-CC-Lizenz-KI-generiert.png)
**Aufgabenkarte: Mit Lizenz zum OER**
Prüft eure Materialien & haltet Herausforderungen, Gedanken & Ideen fest:
Welche Lizenz würdet ihr vergeben und warum?
Sind Bild- und Textlizenz einzeln ausgewiesen? Muss die z.B. die Bildquelle noch hinzugefügt werden?
#### Tools - CC-Lizenzen 🛠️
- **Welche CC-Lizenz nehme ich:** Hier können z.B. der [License Chooser von Creative Commons](https://creativecommons.org/chooser/), die [Infografik vom wb-web](https://wb-web.de/material/medien/die-cc-lizenzen-im-uberblick-welche-lizenz-fur-welche-zwecke-1.html) oder unsere [Entscheidungshilfe](https://oer.community/oer-und-oep/handout-cc-lizenzen.pdf) bei der Lizenzauswahl unterstützen.
- **Wie weise ich CC-Lizenz aus:** Wichtig ist vor allem, DASS eine CC-Lizenz überhaupt ausgewiesen wird. Wo du diese bei deinem OER-Material platzierst oben, unten, links oder rechts spielt keine Rolle. Entscheidend ist, dass für (Weiter-)Nutzende klar erkennbar ist, unter welcher Lizenz das Material steht und auf welchen Teil (z. B. Bild, Text oder Gesamtmaterial) sie sich bezieht. Um eine CC-Lizenz auszuweisen, nennen Sie den Urheber, den Titel des Werkes, die spezifische CC-Lizenz und fügen einen Link zum Lizenztext hinzu, also z.B. Selbstlernmodul "OER-Grundrezept", Comenius-Institut e.V. Münster, Lizenz: CC BY 4.0, Lizenztext: https://creativecommons.org/licenses/by/4.0/. Hierbei können der [CC-Stamper von edu-sharing](https://ccstamper.edu-sharing.org) und speziell für den Ausweis von Bildlizenzen der [Bildlizenzgenerator von Jörg Lohrer](https://joerglohrer.github.io/bildmetagenerator/bildlizenzgenerator.html) helfen.
- **Wie nutze ich Canva für OER:** Eine Entscheidungshilfe, wie ich Canva für die OER-Erstellung nutzen kann, findet ihr u.a. im Blogbeitrag "[Canva für OER?](https://oer.community/canva/)".
## 🧈 Fett im Gebäck, einzelne Elemente miteinander verbinden für flexible OER {#fett}
Du hast nun das „Mehl“ (die Lizenz) als Basis, nun kommt das Fett ins Gebäck: die Modularisierung. Sie sorgt dafür, dass dein Material flexibel, kombinierbar und wiederverwendbar wird.
In diesem Modul lernst du, wie du dein OER in kleine, in sich geschlossene Bausteine zerlegst, die unabhängig voneinander genutzt oder mit anderen Modulen kombiniert werden können. Du erfährst, warum Modularisierung für Anpassbarkeit, Nachnutzbarkeit und kreative Freiheit so entscheidend ist und worauf du achten musst, damit der „rote Faden“ erhalten bleibt.
[![Modularisierung von OER](Modularisierung.jpg)](Corinna-Modularisierung.mp4)
Copyright: [Canva-Lizenz](https://www.canva.com/de_de/richtlinien/onedesign-2/)
### Schritt 2: Modularisierung 🧩
1. Warum Modularisierung für OER wichtig ist?
2. Merkmale der Modularisierung bei OER
3. Fallstricke & Tipps
4. Hands-On: Zerlege ein Material in einzelne OER-Bausteine
#### 1. Warum Modularisierung für OER wichtig ist?
Modularisierung bei OER (Open Educational Resources) bedeutet, dass Bildungsmaterialien so aufbereitet und strukturiert werden, dass sie aus einzelnen, wiederverwendbaren Bausteinen (Modulen) bestehen, anstatt nur als fertige, geschlossene Gesamteinheiten vorzuliegen.
Kernidee: Lehr- und Lernmaterial wird in kleinere, klar abgegrenzte Einheiten zerlegt, die unabhängig voneinander genutzt, kombiniert, angepasst oder weiterentwickelt werden können.
#### 2. Merkmale der Modularisierung bei OER
**Granularität:** Materialien werden in kleine, in sich geschlossene Einheiten aufgeteilt (z.B. ein Arbeitsblatt, ein Video, Bild oder Quiz)
**Wiederverwendbarkeit:** Jedes Modul kann in unterschiedlichen Kontexten eingesetzt werden
**Flexibilität & Adaptierbarkeit:** Lehrende und Lernende können die Module nach Bedarf zusammenstellen oder anpassen. Die Module lassen sich leicht verändern (z. B. übersetzen, kürzen, erweitern).
#### 3. Achtung - Fallstricke ⚠️
- **Roter Faden/Kontext:** Werden Lerninhalte in zu kleine Fragmente zerlegt, geht ggf. der inhaltliche Zusammenhang verloren. Lernende verlieren die Orientierung, Lehrende müssen Arbeit investieren, um wieder Struktur herzustellen.
- **Metadaten/Beschreibung:** Ohne Angaben zu Thema, Kompetenzen, Zielgruppe oder Niveau sind Module schwer auffindbar und einzuordnen.
- **Didaktische Kohärenz:** Unterschiedliche Sprache, Layouts oder Ansätze der Module verwirren Lernende; ggf. lohnt sich eine Anpassung (sofern die Lizenz das erlaubt).
#### 3. Tipps & Tricks 💡
- **Kompetenzen definieren:** Jedes Modul sollte Kompetenzen ausweisen („Nach Abschluss können Lernende …“).
- **Einheitlicher Aufbau:** Wiederkehrende Elemente z.B. Einführung Inhalt Übung Reflexion für mehr Konsistenz.
- **Klare Lizenzierung & Beschreibung:** Offene CC-Lizenzen (möglichst CC-BY/CC-BY-SA) & kurze Angaben zu Inhalt/Zielgruppe für eine einfache Nachnutzung.
- **Offene Formate verwenden:** Editierbare Dateiformate (z.B. ODT, H5P, Markdown) bei der Erstellung nutzen, um die Anpassung zu erleichtern.
#### 4. Hands-On: Konkret am Material 📝
**Beispielmaterial ohne Modularisierung:**
![](Modularisierung-ohne-CC.jpg)
❌ Ich kann die einzelnen Bausteine/Arbeitsblätter herunterladen.
❌ Das Material ist mit einer CC-Lizenz gekennzeichnet.
❌ Beschreibung, was einzelne Lerneinheiten beinhalten.
👉 **Fazit:**
Ich darf das Material nicht weiterverwenden und habe keinen Zugriff auf die Einzelmodule, nur auf das Gesamtmaterial.
**Beispielmaterial mit Modularisierung:**
![](Modularisierung-mit-CC.jpg)
✅ Ich kann die einzelnen Bausteine/Arbeitsblätter herunterladen.
✅ Das Material ist mit einer CC-Lizenz gekennzeichnet.
✅ Beschreibung, was einzelne Lerneinheiten beinhalten.
👉 **Fazit:**
Ich darf das Material weiterverwenden, ich habe Zugriff auf die Einzelmodule und das Gesamtmaterial sowie Beschreibungen, was die jeweiligen Materialien beinhalten.
**Aufgabenkarte: Modularisierung**
Zerlegt ein Material in einzelne OER-Bausteine & haltet Herausforderungen, Gedanken & Ideen fest:
Sind einzelne Module im Material vorhanden? Wie könnte man sie als einzelne Einheiten anbieten und inhaltlich beschreiben?
Welche CC-Lizenz für welche Einheit (Bild, Quiz, Arbeitsblatt...)?
#### Tools - Modularisierung 🛠️
- **[H5P](https://h5p.org/)** - zur Erstellung interaktiver Lernmodule
- **[LiaScript](https://liascript.github.io/)** - Markdown-basierte Auszeichnungssprache für OER-Kurse, die interaktive und wiederverwendbare Inhalte modular strukturiert
- **PDF-Splitter** - PDFs in einzelne Einheiten extrahieren und als separate Dateien speichern, z.B. online mit [PDF 24](https://tools.pdf24.org/de/pdf-trennen), [smallpdf](https://smallpdf.com/de/pdf-teilen), [SplitPDF](https://splitpdf.io/de), [Turtles Tools](https://www.turtlestools.com/split-pdf), [PDF Candy](https://pdfcandy.com/de/) u.v.m.
🔐 Datenschutz beachten: Insbesondere wenn die Lernunterlagen vertraulich sind (z.B. personenbezogene Daten) sollte man vorher die Nutzungs- und Geschäftsbedingungen prüfen, bevor man online das PDF im Browser hochlädt!
## 🍯 Ohne Süße schmeckt der Kuchen nicht, ohne offenes Format macht die Weiterentwicklung sauer {#suess}
Nachdem dein Material lizenziert und modular aufgebaut ist, kommt die Süße ins Gebäck: das offene Format. Nur in offenen Formaten kann dein OER wirklich bearbeitet, angepasst und weitergegeben werden sonst bleibt es starr wie ein trockener Kuchen.
In diesem Modul lernst du, warum offene Formate (z.B. ODT, Markdown, H5P) so wichtig für OER sind und wie sie die Nachnutzung, Barrierefreiheit und Flexibilität erleichtern. Du erfährst, welche Formate sich eignen, welche Fallstricke es gibt und wie du bestehende geschlossene Materialien in offene Formate überführst.
[![Offenes Format von OER](Offenes-Format.jpg)](Corinna-Offenes-Format.mp4)
Copyright: [Canva-Lizenz](https://www.canva.com/de_de/richtlinien/onedesign-2/)
### Schritt 3: Offenes Format 📃
1. Warum sind offene Formate für OER wichtig?
2. Welche Möglichkeiten gibt es?
3. Fallstricke & Tipps
4. Hands-On: Vom geschlossenen ins offene Format
#### 1. Warum offene Formate für OER wichtig sind?
**Barrierefreiheit und Zugänglichkeit:** Offene Formate (z. B. ODT, ODS, Markdown etc.) können ohne teure Software genutzt und unabhängig vom Betriebssystem oder Gerät geöffnet werden.
**Nachnutzbarkeit & Bearbeitbarkeit:** OER lebt davon, dass Materialien angepasst, kombiniert und weiterentwickelt werden können, offene Formate erlauben eine einfache Bearbeitung.
**Kompatibilität & Austauschbarkeit:** Offene Formate erleichtern den Austausch von Materialien zwischen unterschiedlichen Plattformen und Tools.
#### 2. Welche Möglichkeiten gibt es?
![](Offene-Formate-KI-generiert.png)
#### 3. Achtung - Fallstricke ⚠️
- **Komfort & Gewohnheit:** Viele Lehrende sind an proprietäre Formate gewöhnt (z. B. .docx, .pptx). Offene Alternativen wie .odt sind vorhanden, werden aber weniger unterstützt und erfordern Umgewöhnung.
- **Kompatibilitätsprobleme:** Beim Öffnen in verschiedenen Programmen kann es zu Layoutverschiebungen oder Funktionsverlusten kommen. Besonders komplexe Inhalte (interaktive Elemente, Multimedia) sind in offenen Formaten oft schwieriger abbildbar.
- **Fehlende Kenntnis & Akzeptanz:** Offene Formate sind nachhaltiger, aber kurzfristig ist es einfacher, mit verbreiteten proprietären Formaten zu arbeiten, weil sie “reibungslos” funktionieren.
#### 3. Tipps & Tricks 💡
- **Bearbeitbarkeit ggf. durch “Doppelformat” sichern:** Wenn PDFs veröffentlicht werden auch die Quelldateien (z.B. ODT, ODP, SVG) mitgeben. So können andere wirklich remixen, statt nur „lesen“.
- **Usability bedenken:** Offene Formate können fremd wirken, deshalb klare Hinweise geben, wie sie geöffnet werden & evtl. kurze Anleitungen oder Links zu kostenlosen Programmen hinzufügen.
- **Konvertierung vereinfachen:** Bestenfalls gibt es gemeinsame Absprachen & Standards für die Nutzung von offenen Formaten, sonst kann man mit Konvertierungstools geschlossene in offene Formate überführen (ggf. allerdings mit Layoutproblemen)!
#### 4. Hands-On: Konkret am Material 📝
**Beispielmaterial als PDF-Datei (geschlossenes Format):**
[](Arbeitsblatt.pdf)
❌ Ich kann das Material in bearbeitbaren Formaten herunterladen.
❌ Die einzelnen Module sind mit einer CC-Lizenz gekennzeichnet.
❌ Kurzbeschreibung der Lerninhalte ist vorhanden.
👉 **Fazit:**
Ich kann das Einzelmaterial downloaden, aber nicht bearbeiten und weiterverwenden.
**Beispielmaterial als ODT-Datei (offenes Format):**
[](Arbeitsblatt.odt)
✅ Ich kann das Material herunterladen und bearbeiten.
✅ Das Material ist mit einer CC-Lizenz gekennzeichnet.
✅ Beschreibung, was einzelne Lerneinheiten beinhalten.
👉 **Fazit:**
Ich kann die Einzelmaterialien bearbeiten und weiterverwenden. Außerdem weiß ich, worum es bei den Lerninhalten geht.
**Aufgabenkarte: Offenes Format**
Wandelt ein geschlossenes Material in ein offenes Format um und haltet Herausforderungen, Gedanken & Ideen fest:
Gibt es bereits Materialien in offenen Fomaten? Wie könnte man die anderen umwandeln?
Wie könnte man Module direkt im offenen Format anbieten?
#### Tools - Offenes Format 🛠️
- **Converter**, z.B. : https://www.freeconvert.com/, https://tools.pdf24.org/de/pdf-converter, https://www.online-convert.com/de => ggf. Formatierungsprobleme
- **Markdown**: Doku zum Workshop beim Projekt KlimaOER: https://oer.community/markdown-einfuehrung-klimaoer/, wer ausprobieren mag: https://t1p.de/MDAusprobieren
## 🥛 Milch macht den Kuchen saftig, Metadaten machen OER reichhaltig {#milch}
Nach Lizenzierung, Modularisierung und offenen Formaten kommt die Milch ins Gebäck: die Metadaten. Sie geben deinem OER Struktur, Kontext und Auffindbarkeit ohne sie bleibt dein Material zwar offen, aber schwer nutzbar.
In diesem Modul lernst du, was Metadaten sind, warum sie für OER so wichtig sind und wie du sie richtig anlegst. Du erfährst, welche Standards existieren (z.B. Dublin Core, LOM, schema.org), welche Pflicht- und optionale Angaben sinnvoll sind und wie Metadaten die Suche, Nutzung und Weitergabe deiner Materialien erleichtern.
[![Metadaten von OER](Metadaten.jpg)](Corinna-Metadaten.mp4)
Copyright: [Canva-Lizenz](https://www.canva.com/de_de/richtlinien/onedesign-2/)
### Schritt 4: Metadaten 🏷️
1. Was sind Metadaten & warum sind sie für OER wichtig?
2. Welche Metadatenstandards gibt es?
3. Fallstricke & Tipps
4. Hands-On: Füge den Materialien Metadaten hinzu
#### 1. Was sind Metadaten?
**Metadaten** = strukturierte Informationen über den Inhalt, um ihn auffindbar zu machen (quasi „Daten über Daten“).
Man unterscheidet häufig:
**Formale Metadaten:** Beschreiben eher technische und organisatorische Eigenschaften. Beispiele: Titel, Autor:in, Medientyp (Video, Arbeitsblatt), Sprache, Datum, usw.
**Inhaltliche Metadaten:** Beziehen sich auf die Didaktik & Pädagogik. Beispiele: Lernziele, Zielgruppe, Einsatzszenario, didaktisch-pädagogische Qualitätskriterien, Grad der Interaktivität.
#### 2. Warum sind Metadaten für OER wichtig?
**Auffindbarkeit & Transparenz:** Nur durch Metadaten (z.B. Titel, Autor:in...) können OER in Suchmaschinen, Repositorien oder Plattformen gezielt gefunden werden. Nutzer:innen können einschätzen, ob ein Material aktuell, vertrauenswürdig & passend ist und wie es verwendet werden kann.
**Interoperabilität & Wiederverwendung:** Einheitliche Metadatenstandards ermöglichen Austausch zwischen Plattformen. Dadurch können Materialien leichter kombiniert, angepasst oder in neue Kontexte eingebettet werden.
#### 2. Welche Metadatenstandards gibt es?
- **[Dublin Core (DCMI)](https://www.dublincore.org/):** Einer der ältesten Metadatenstandards mit 15 Basisfeldern (z. B. Titel, Autor:in...).
- **[LOM (Learning Object Metadata)](https://de.wikipedia.org/wiki/Learning_Objects_Metadata):** Für Bildungsressourcen entwickelt mit Kategorien wie Allgemein, Technische Angaben, Pädagogik.
- **[schema.org](https://schema.org/):** Allgemeiner Web-Standard, von Suchmaschinen unterstützt.
- **[Allgemeines Metadatenprofil für Bildungsressourcen (AMB)](https://open-educational-resources.de/tag/allgemeines-metadatenprofil-fuer-bildungsressourcen-amb/):** Für den deutschsprachigen Bildungsbereich entwickeltes Metadatenprofil. Definierte Pflicht- & optionale Felder für formale & didaktische Metadaten.
#### 3. Achtung - Fallstricke ⚠️
- **Aufwand & Motivation:** Viele Lehrende sehen es als Zusatzarbeit und geben nur das Nötigste an → dadurch sinkt die Qualität und Nachnutzbarkeit.
- **Uneinheitliche Standards:** Metadaten sind durch verschiedene Standards schwer zwischen Systemen austauschbar (Interoperabilitätsproblem).
- **Technische Barrieren & Unvollständigkeit:** Nicht alle Plattformen machen die Eingabe von Metadaten benutzerfreundlich. Teilweise gibt es keine Pflichtfelder oder zu komplexe Eingabemasken.
- **Konsistenz:** Freitextfelder (z.B. Schlagworte) werden unterschiedlich befüllt. Ohne einheitliches Vokabular entsteht „Wildwuchs” & erschwert die Suche.
#### 3. Tipps & Tricks 💡
- **Vorlagen & Checklisten nutzen:** Fertige Metadaten-Templates helfen, nichts zu vergessen. Z.B: https://projekt.oer.community/foerbicometa/metadata-generator.html
- **Automatisierung einsetzen:** Viele Tools (z.B. H5P) erzeugen automatisch Basis-Metadaten wie Erstellungsdatum, Dateiformat...
- **Copy & Paste aus bestehenden OER:** Bei ähnlichen Materialien kann man die Metadaten übernehmen & anpassen. Das spart Zeit und sorgt für Konsistenz.
- **Metadaten im Arbeitsprozess integrieren:** Pflichtangaben wie Titel, Autor:in, Jahr, Lizenz etc. nicht vergessen, damit OER nicht nur offen liegt, sondern auch nutzbar ist.
#### 4. Hands-On: Konkret am Material 📝
**Beispiel ohne Metadaten**
![](Arbeitsblatt-ohne-Metadaten.jpg)
❌ Keine Angabe der Metadaten:
*Formal:* Autor:in, Medientyp, Datum...
*Didaktisch:* Zielgruppe, Lernzeit, Schwierigkeitsgrad...
❌ Keine Angabe der CC-Lizenz, Weiterverarbeitung &-verbreitung nicht möglich!
👉 **Fazit:**
Du darfst das Material nur privat nutzen und kannst es ohne Angabe der Metadaten nicht finden & zitieren, da du nicht weißt, von wem es veröffentlicht wurde usw.!
**Beispiel mit Metadaten**
![](Arbeitsblatt-mit-Metadaten.jpg)
✅ Beitrag unter CC-by-Lizenz: Weiterverarbeitung &-verbreitung unter Namensnennung möglich.
✅ Metadaten: Autor, Datum, Lizenz...
❌ Als offenes, weiterbearbeitbares Format verfügbar.
👉 **Fazit:**
Das Material kann genutzt und weiter verbreitet werden unter Nutzung der gleichen Lizenz, Bearbeitung schwierig!
**Aufgabenkarte: Metadaten**
Fügt eurem Material Metadaten hinzu und haltet Herausforderungen, Gedanken & Ideen auf einer roten Karte fest:
Welche Pflichtmetadaten braucht es? Auf welchen Standard sollte man sich einigen?
Wie könnte man die Angabe von Metadaten gut im Arbeitsprozess implementieren?
#### Tools - Metadaten 🛠️
- Metadatenformulare nutzen, z.B. https://oersi.gitlab.io/metadata-form/metadata-generator.html
- Metadaten-Checklisten, z.B. unter https://www.twillo.de/edu-sharing/components/render/3800c400-6d1d-4137-9ab4-91bdeddfd8dd
## 🧂 Ohne Backpulver geht der Teig nicht auf, ohne Veröffentlichung von OER keine Verbreitung {#veroeffentlichung}
Nachdem dein OER lizenziert, modular aufgebaut, offen formatiert und mit Metadaten angereichert ist, fehlt nur noch das Backpulver: die Veröffentlichung. Sie sorgt dafür, dass dein Material wirklich genutzt, geteilt und weiterentwickelt wird sonst bleibt dein OER im „Ofen“ stecken.
In diesem Modul lernst du, wie du dein OER sicher und sichtbar veröffentlichst. Du erfährst, welche Plattformen, Repositorien und Formate sich eignen, welche Fallstricke es bei rechtlicher Sicherheit, Metadaten und Barrierefreiheit gibt und wie du die Verbreitung deiner Materialien langfristig sicherstellst.
[![Veröffentlichung von OER](Veroeffentlichung.jpg)](Corinna-Veroeffentlichung.mp4)
Copyright: [Canva-Lizenz](https://www.canva.com/de_de/richtlinien/onedesign-2/)
### Schritt 5: Veröffentlichung 🌐
1. Wie veröffentliche ich mein OER-Material?
2. Wo veröffentliche ich mein Material? Welche Plattformen/OER-Repositorien gibt es?
3. Fallstricke & Tipps
4. Hands-On: Veröffentliche ein Material auf einer OER-Plattform
#### 1. Wie veröffentliche ich mein OER-Material?
1. **Materialprüfung:** Material inhaltlich, didaktisch & rechtlich prüfen. Fremdmaterial nur mit Lizenzhinweis nutzen, korrekt zitieren.
2. **Lizenzhinweis:** Empfohlen: CC-BY (Namensnennung, sonst freie Nutzung). Eher vermeiden: ND (keine Bearbeitung), sonst Nachnutzung stark eingeschränkt.
3. **Technische Aufbereitung:** Offene, verbreitete Formate nutzen (z.B. ODT). Möglichst barrierearm gestalten (Alt-Texte, klare Struktur).
4. **Plattform/Repositorium auswählen:** Je nach Zielgruppe und Reichweite, über die eigene Homepage hinaus.
5. **Metadaten & Beschreibung hinzufügen:** Mind. Pflichtangaben (z.B. Titel) & kurze Einführung ins Material (Worum gehts, wofür?).
6. **Verbreitung:** z.B. auf Social Media, im Newsletter oder im Rahmen von Events
#### 2. Wo veröffentliche ich mein OER-Material?
**Deutschsprachige OER-Repositorien:**
*Schule:* z.B. [edu-sharing](https://oer-contentbuffet.info/edu-sharing/components/search) / [WirLernenOnline](https://wirlernenonline.de/), [Mundo](https://mundo.schule)
*Hochschule:* z.B. [OERSI](https://oersi.org/), [twillo](https://www.twillo.de/), Landes- oder Hochschulrepositorien z.B. [ZOERR](https://www.oerbw.de/)
*Fachbezogen:* z.B. [rpi-virtuell](https://rpi-virtuell.de/), [relilab](https://relilab.org/) oder [religionsunterricht.net](https://religionsunterricht.net/) mit Fokus auf Religionspädagogik
**Weitere Möglichkeiten:**
*Repositorien:* z.B. GitHub/GitLab für Materialien mit Versionierung
*Selbstveröffentlichung:* Eigene Plattform/Webseite, [Moodle-Instanz](https://moodle.org/) oder Nextcloud (wenn frei zugänglich, dann als Share-Link teilbar)
*Dezentraler Datenraum:* auf Basis des Social Media Protokolls [Nostr](https://nostr.com/) / [Edufeed](https://www.edufeed.org/), mehr dazu unter https://oer.community/edufeed-pitch/
#### 3. Achtung - Fallstricke ⚠️
- **Rechtliches:** Fehlende CC-Hinweise & Quellenangaben.
- **Fehlender Kontext & Metadaten:** Materialien ohne Beschreibung oder Einführung wirken schwer nutzbar & ohne Metadaten schwer auffindbar.
- **Nachhaltigkeit & Aktualität:** Materialien werden hochgeladen, aber nie aktualisiert (veraltete Inhalte).
- **Unsicherheit:** Viele Lehrende kennen Lizenzen und Plattformen nicht → Angst vor Fehlern.
- **Zeitaufwand:** Da Plattformen kaum miteinander vernetzt sind, müssen Materialien überall manuell eingetragen werden.
#### 3. Tipps & Tricks 💡
- Materialien mit klarer Beschreibung & in offenen Formaten veröffentlichen + „Didaktische Hinweise“ mitgeben: Wofür eignet sich das Material, wie kann es eingesetzt werden?
- Gleich beim Erstellen darauf achten, nur frei lizenzierte Inhalte zu verwenden → später viel Aufwand gespart.
- Versionierungen nutzen, damit Änderungen nachvollziehbar sind.
- Publikation auf langfristig gesicherten Plattformen (z.B. rpi-virtuell) statt nur auf der eigenen Homepage.
- Materialien explizit als OER kennzeichnen → Vorbildfunktion.
- Verbreitung an relevante Akteur:innen (z.B. über Newsletter/Social Media)
#### 4. Hands-On: Konkret am Material 📝
**Beispiel Veröffentlichung nur auf eigener Homepage**
![](Single-Veroeffentlichung.JPG)
✅ Das Material öffentlich zugänglich.
✅ Das Material ist bestenfalls mit einer CC-Lizenz gekennzeichnet.
❌ Das Material wurde auf anderen Plattformen veröffentlicht.
👉 **Fazit:**
Das Material ist ausschließlich auf der eigenen Homepage verfügbar und daher in der Regel nur für Personen auffindbar, die gezielt danach suchen oder bereits Teil der entsprechenden Community sind. Eine zufällige Entdeckung durch neue Nutzer:innen ist eher unwahrscheinlich. Dadurch bleibt die Reichweite begrenzt und das Material wird überwiegend innerhalb der eigenen Community genutzt statt breit verbreitet.
**Beispiel Veröffentlichung auf OER-Plattformen**
![](Multiple-Veroeffentlichung.JPG)
✅ Das Material öffentlich zugänglich.
✅ Das Material ist bestenfalls mit einer CC-Lizenz gekennzeichnet.
✅ Das Material wurde über die eigene Plattform hinaus veröffentlicht.
👉 **Fazit:**
Die Materialien wurden über die eigene Homepage hinaus auch im Materialpool von [rpi-virtuell](https://material.rpi-virtuell.de/) und über eine Schnittstelle auch bei [WirLernenOnline](https://www.wirlernenonline.de/) und [edu-sharing](https://oer-contentbuffet.info/edu-sharing/components/search) veröffentlicht und wird somit weiter verbreitet (z.B. auch über Newsletter wie den [Materialticker von rpi-virtuell](https://material.rpi-virtuell.de/materialticker/)).
**Aufgabenkarte - Veröffentlichung**
Wo würdet ihr Materialien veröffentlichen und haltet Herausforderungen, Gedanken & Ideen fest:
Welche Plattformen fallen euch ein? Wie könnte man für die weitere Verbreitung sorgen?
Wie könnte man gut zusammenarbeiten & über die eigene Plattform hinaus denken?
#### Tools - Veröffentlichung 🛠️
- Materialien vorschlagen, z.B. unter https://material.rpi-virtuell.de/material-vorschlagen/ oder https://wirlernenonline.de/fachportalinhalte-vorschlagen/
- Weitere Tipps z.B. unter https://lehreladen.rub.de/lehrformate-methoden/open-educational-resources/wo-koennen-sie-oer-veroeffentlichen/ oder https://www.kim.uni-konstanz.de/openscience/freie-bildungsmaterialien-oer/oer-selber-machen/urheberrecht-nutzen0/
## 🎉 Herzlichen Glückwunsch du hast das OER-Grundrezept geschafft!
Du weißt jetzt, welche grundlegenden Zutaten es braucht, um aus einem Material ein offenes, nachnutzbares OER zu machen: von der Lizenz über Modularisierung und offene Formate bis zu Metadaten und Veröffentlichung.
Wie beim Backen gilt: Je öfter du es ausprobierst, desto leichter und intuitiver wird es. Mit jedem OER, das du erstellst, wächst deine Sicherheit und Kreativität und du trägst dazu bei, Wissen offen und zugänglich zu machen.
Wenn du Rückfragen hast oder Feedback geben möchtest, melde dich gerne bei:
📧 Gina Buchwald-Chassée / buchwald-chassee@comenius.de
💬 Wir freuen uns über deine Ideen, Erfahrungen und Anregungen!

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name: "Die Kraft der Gemeinschaft: Wahre Stärke liegt nicht in Strukturen, sondern in Prozessen"
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Im FOERBICO-Projekt zeigen wir: Nicht starre Strukturen machen Systeme dauerhaft
robust, sondern die Kontinuität und Anpassungsfähigkeit ihrer Prozesse.
Am Ise-Schrein und Open-Source-Prinzipien wird deutlich, wie Bildungsinfrastrukturen
gemeinschaftsgetragen, erneuerbar und offen gestaltet werden können jenseits
geschlossener Plattformen hin zu atmenden Protokoll-Ökosystemen (z. B. Nostr).
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author:
- Jörg Lohrer
title: 'Die Kraft der Gemeinschaft: Prozesse statt Strukturen'
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caption: "Symbolbild: Der Ise-Schrein als Metapher für erneuerbare, gemeinschaftsgetragene Bildungsinfrastruktur."
alt: "Darstellung eines Schreins als Sinnbild zyklischer Erneuerung; übertragen auf offene Bildungsinfrastrukturen (z. B. Nostr)."
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Warum Prozesse wichtiger sind als Strukturen: Was der Ise-Schrein und Open Source für eine resiliente, gemeinschaftsgetragene Bildungsinfrastruktur lehren.
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tags:
- Open Educational Resources (OER)
- Open Educational Practices (OEP)
- Community
- FOERBICO
- Nostr
- Bildungsinfrastruktur
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Zur Entwicklung unseres Community-Hubs untersuchen wir im FOERBICO-Projekt, wie langfristig erfolgreiche Kooperationsmodelle gelingen können. Eine wichtige Erkenntnis, die wir bisher gewinnen konnten: Die Robustheit eines Systems hängt weniger von seinen organisatorischen oder technischen Strukturen ab, sondern vor allem von der Kontinuität und Anpassungsfähigkeit seiner zugrunde liegenden Prozesse. Wenn wir mit einer Hub-Entwicklung die Bildungscommunities dabei unterstützen wollen, dass ihre Prozesse der OEP (Open Educational Practice) "[alles tragen, allem standhalten und niemals zu Fall kommen](https://offene-bibel.de/wiki/1_Korinther_13#l7)", brauchen wir eine Technik, die die zyklischen Erneuerungsprozesse dieser Communities nachhaltig unterstützt. Lasst uns einen Blick über den Tellerrand wagen und uns Inspiration aus jahrtausendealten Traditionen und Open-Source-Prinzipien schöpfen:
## Prozess statt Bauwerk Die Kraft der Gemeinschaft am Beispiel des Ise-Schreins
Stell dir vor, du würdest alle 20 Jahre dein Haus abreißen und identisch wieder aufbauen. Verrückt? In Japan passiert genau das seit 1.300 Jahren mit dem Großen Schrein von Ise, dem heiligsten Ort des Landes. Das Geheimnis seiner Beständigkeit liegt also nicht im Bauwerk selbst, sondern im gemeinsamen Ritual seiner Erneuerung.
Nicht das solide Gebäude selbst stiftet hier die Gemeinschaft, sondern die Zuverlässigkeit ihres kontinuierlichen Bauprozesses. Die Manifestation und Struktur des Schreins unterliegt also einem steten Wandel, während die Qualität und Verlässlichkeit im Prozess seiner Erneuerung durch die ritualisierten Abläufe über Generationen hinweg erhalten bleibt.
## Open Source: Liebe als erneuerbares Baumaterial
Clay Shirky beschreibt Open-Source-Projekte wie das Betriebssysten Linux als moderne Entsprechung zum Ise-Schrein: Ihre Beständigkeit beruhe nicht auf kommerzieller Unterstützung, sondern resultiere aus einem "Akt der Liebe" sie sei getragen von Menschen, die sich umeinander kümmerten und gemeinsam etwas schaffen würden.
Die entscheidende Frage für die Langlebigkeit eines Systems sei daher nicht die nach dem das Geschäftsmodell, sondern vielmehr: "Kümmern sich die Menschen, die es lieben, umeinander?" Dieser Indikator könnte sich als ein überlegener Prädiktor für nachhaltige Kooperationserfolge und die Langlebigkeit eines Community-Hubs erweisen.
## Unsere digitalen Kathedralen der Bildung
Schauen wir auf unsere Bildungslandschaft, sehen wir oft das Gegenteil: abgeschlossene Plattformen und getrennte Datensilos. Wir bauen digitale Festungen statt lebendige Gemeinschaften.
Anstatt Materialien gemeinsam zu ***v***erwenden, zu ***v***erarbeiten, zu ***v***ermischen, zu ***v***ervielfältigen und zu ***v***erbreiten, bleiben Bildungsmedien in Plattformen gefangen und ***v***erwahrt. Statt offener Kollaboration haben wir Insellösungen.
## Eine Infrastruktur, die atmet
Was wäre, wenn wir Bildungsinfrastruktur wie den Ise-Schrein denken würden?
Protokolle wie [Nostr](https://nostr.how/de/what-is-nostr) zeigen, wie das technisch möglich wird: dezentral, offen und von der Gemeinschaft getragen.
Das Resultat wäre eine Infrastruktur, die nicht von einzelnen Plattformen, Institutionen oder "Internet-Gebäuden" abhängig ist, sondern von der kollektiven Fürsorge und dem Engagement der Community getragen werden kann resilient, erneuerbar und offen für alle.
## Mach mit beim Bauen!
Die Geschichte des Ise-Schreins lehrt uns: Das beständigste Fundament sind die Menschen, die sich umeinander kümmern. Lasst uns gemeinsam ein lebendiges Ökosystem für die Bildung schaffen, das uns miteinander in Verbindung bringt!
Hier kannst du mitmachen:
- Im Matrix [Space OERcommunity](https://matrix.to/#/#oercommunity:rpi-virtuell.de) Offene Räume für Austausch und Experimente
- vor allem [im Raum "edufeed"](https://matrix.to/#/#edufeed:rpi-virtuell.de), wo wir OER & NOSTR zusammendenken
- auf Nostr
- [hier eine Starthilfe zur Profilerstellung](https://nstart.me/de?an=Primal&am=light&aa=203a8f&asb=yes&s=npub1k85m3haymj3ggjknfrxm5kwtf5umaze4nyghnp29a80lcpmg2k2q54v05a)
- Hier ein paar Accounts z.B. von [Jörg](https://njump.me/npub1f7jar3qnu269uyx5p0e4v24hqxjnxysxudvujza2ur5ehltvdeqsly2fx9) oder [Steffen](https://njump.me/npub1r30l8j4vmppvq8w23umcyvd3vct4zmfpfkn4c7h2h057rmlfcrmq9xt9ma)
- GitHub [Edufeed](https://github.com/edufeed-org): Wo wir gemeinsam an der Zukunft bauen
![](nosTr-schrein.jpg)
**Inspirationen:**
- [Clay Shirky: Love, Internet Style](https://www.youtube.com/watch?v=Xe1TZaElTAs)
- [Steffen Rörtgen: Just calling it Open is not enough](https://habla.news/u/laoc42@getalby.com/h-k72fOoZmf_SOC3cUpqc)
- [Ise-Schrein Japanliebe](https://japanliebe.de/alltaegliches/ise-jingu-schrein-neubau-alle-20-jahre/)

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type: ScholarlyArticle
id: https://oer.community/edufeed-pitch
name: 'Edufeed: Dezentral. Offen. Interoperabel.'
description: >-
Wir haben mit Edufeed die Idee einer dezentralen, auf dem Nostr-Protokoll basierenden OER-Infrastruktur erfolgreich gepitcht, die mit drei Prototypen für Onboarding, Kollaboration und Kommunikation Offenheit, Interoperabilität und digitale Souveränität im Bildungsbereich stärkt. Was es mit Edufeed auf sich hat und mehr über die Prototypen erfahrt ihr in unserem Blogbeitrag.
inLanguage: de
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- givenName: Gina
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- Gina Buchwald-Chassée
title: 'Edufeed: Dezentral. Offen. Interoperabel.'
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alt: 'Plattform-Inseln, ChatGPT'
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Wir haben mit Edufeed die Idee einer dezentralen, auf dem Nostr-Protokoll basierenden OER-Infrastruktur erfolgreich gepitcht, die mit drei Prototypen für Onboarding, Kollaboration und Kommunikation Offenheit, Interoperabilität und digitale Souveränität im Bildungsbereich stärkt. Was es mit Edufeed auf sich hat und mehr über die Prototypen erfahrt ihr in unserem Blobeitrag.
url: edufeed-pitch
tags:
- Dezentral
- Interoperabilität
- Nostr
- Open Educational Resources (OER)
- Offenheit
---
Edufeed ist unsere Vision einer dezentralen Infrastruktur für den Bildungsbereich, die auf dem offenen Social-Media-Protokoll Nostr basiert. Unser Ziel ist es, OER-Materialien plattformübergreifend auffindbar, teilbar und nutzbar zu machen unabhängig von zentralen Plattformen oder proprietären Systemen. Dies sichert die Sichtbarkeit, Wiederverwendbarkeit und Langzeitverfügbarkeit von OER nachhaltig, regt zu offener Bildungspraxis an und hat auch unser Pitch-Team institutionsübergreifend zu einer Entwicklungscommunity zusammengebracht, die erweiterte Beteiligung initialisiert. Dazu haben wir bei einem Pitch unsere Idee zur Weiterentwicklung von Edufeed vorgestellt, um eine Sprint-Förderung in Höhe von 50.000€ zu erhalten.
## Der Nutzen: Vom Inseldasein zur vernetzten OER-Welt
Aktuell sind OER-Materialien oft in isolierten "Silos" auf verschiedenen Plattformen gefangen. Aufgrund technischer Limitierungen ist die Zusammenarbeit über Plattformen hinweg erschwert. Diese Zentralität und Fragmentierung erschwert nicht nur die Suche, den Zugriff und die Kollaboration, sondern birgt auch das Risiko, dass wertvolle Inhalte bei Ausfall oder Einstellung einer Plattform verloren gehen. Edufeed überwindet durch das Nostr-Protokoll diese Insellösungen: Lehrkräfte, Fortbildner:innen und Pädagog:innen können von jeder Plattform aus auf den gesamten Bestand aller OER-Materialien zugreifen und gleichzeitig eigene Materialien plattformübergreifend bereitstellen. Das spart Zeit, erhöht die Auffindbarkeit, führt zu einer weiteren Verbreitung und hat das Potential, die offenen Bildungspraktiken, die sich um die Ressourcen entfalten, sichtbarer und anschlussfähiger zu machen.
## Anschlussfähigkeit an bestehende Strukturen: Edufeed als verbindendes Element
Edufeed stellt keine Konkurrenz zu bestehenden Plattformen wie WirLernenOnline (WLO), OERSI oder
Moodle dar. Stattdessen wird deren Vernetzung miteinander unterstützt. Das Nostr-Protokoll ist dabei wie das "digitale Wassergesetz" dieses Gartens: Es definiert, wie Informationen (Events) fließen, zirkulieren und gespeichert werden. Wir streben dabei verbindende Vereinbarungen an, als offene Regeln, die Bewegung und Verfügbarkeit ermöglichen und unterstützen. So bleibt die Vielfalt der bestehenden Plattformen erhalten, während ihre Inhalte über Edufeed zugänglich und zur Weiterverwendung und -bearbeitung nutzbarer werden. Edufeed sichert darüber hinaus durch dezentrale Relays die Verfügbarkeit von OER zusätzlich ab und bietet dadurch eine nachhaltigere Sicherung von Bildungsinfrastrukturen, indem es die
bestehenden Investitionen schützt und deren Reichweite erweitert. Edufeed schafft ein Ökosystem, das Offenheit und Interoperabilität in den Mittelpunkt stellt. Es stärkt die digitale Souveränität von Bildungsakteuren, fördert die nachhaltige Verbreitung freier Bildungsmaterialien über Plattformgrenzen hinweg und unterstützt die Vermeidung von Doppelstrukturen durch ein gemeinsames, dezentrales Fundament. Dies soll die Möglichkeit bieten, Bund und Länder an einen Tisch zu bringen, um eine niederschwellige, verbindende OER-Infrastruktur zu implementieren, die den Föderalismus als Stärke nutzt.
## Drei Prototypen für Information, Kommunikation und Kollaboration
Die Fördersumme wollen wir nutzen, um gemeinsam eine Kombination von drei Prototypen zu erstellen, die sich in einem lebendigen OER-Ökosystem aufeinander beziehen, ergänzen und unterstützen. Dadurch soll die Gemeinschaftsgarten-Idee erschließbar gemacht werden. Diese Prototypen sollen dazu beitragen, über das Edufeed-Konzept zu informieren, die Kommunikation zu fördern und Zusammenarbeit zu ermöglichen:
### 1. Onboarding-Tool & Follow-Pack: Zur Information und zum niedrigschwelligen Einstieg
Wir entwickeln ein nutzerfreundliches Tool, das das Edufeed-Konzept auf Basis des Nostr-Protokolls
einfach erklärt. Es führt Nutzer:innen intuitiv und interaktiv durch die Anmeldung und unterstützt beim Umgang mit Schlüsselpaaren. Ergänzend dazu bieten didaktisch und technisch kuratierte "Follow-Packs" Empfehlungen für relevante Accounts und thematische Inhalte. Dieser Prototyp ist der zentrale Informationsknotenpunkt, um Lehrkräfte und andere Bildungsakteure abzuholen und ihnen den Einstieg in die dezentrale OER-Welt zu erleichtern, auch wenn sie bereits Plattform-Portale nutzen. Community-Management unterstützt hierbei auch personell.
### 2. Edufeed-Cards (Kanban-Editor): Für flexible Zusammenarbeit und Inhaltsmanagement
Als Herzstück der Interaktion entwickeln wir einen lokal im Browser laufenden,datenschutzfreundlichen Kanban-Editor. Dieser Prototyp ermöglicht es, Inhalte zu erstellen, zu strukturieren und ganze Board-Arrangements via Nostr/Edufeed nachnutzbar zu teilen, ganz ohne zentrale Datenspeicherung. Er unterstützt nicht nur Projektmanagement, sondern auch Lernorganisation und Unterrichtsplanung. Mit
intelligenten Funktionen wie KI-Integration (Zusammenfassungen, Vorschläge) und flexiblen
Exportformaten (Markdown, HTML, JSON) wird dieser Prototyp zum vielseitigen Werkzeug für die Erstellung und gemeinsame Bearbeitung von OER und fördert die direkte Kollaboration zwischen Nutzenden, beispielsweise beim Arrangement von Lerninhalten aus OERSI oder edu-sharing.
### 3. LiaScript-Anbindung & Inhaltskommunikation: Für interaktive Lernformate und inhaltlichen Austausch
Dieser Prototyp ermöglicht die technische Integration von Edufeed-Events in den LiaScript-Editor, wodurch wir eine direkte Brücke zwischen dezentralen Inhalten und konkreter Lernpraxis schlagen. Aus Edufeed-Karten können so strukturierte, interaktive browserbasierte OER-Kurse entstehen, die sich nahtlos in bestehende Lernumgebungen (LMS) integrieren lassen. Darüber hinaus soll die dezentrale Struktur von Nostr als Basis für einen globalen Chat- und Austauschraum rund um Lerninhalte genutzt und inhaltsbezogene Kommunikation erprobt werden, indem Lehrende und Lernende direkt zu spezifischen OER-Materialien, Kurs-URLs, Tags oder Klassifikationen in Austausch treten können und sich diese Interaktionen wie Graphen, Wolken oder Cluster (z.B. von inhaltlich zusammenhängenden Beiträgen) visuell näher zusammenrücken lassen und als Daten visualisierbar werden.
Unser Pitch war erfolgreich und unser Antrag wurde bewilligt - es kann losgehen 🎉
Hier findet ihr unseren [Edufeed-Pitch](https://cloud.rpi-virtuell.de/s/wzGPY563q6TrARM) zum Anschauen 🎬
[![Edufeed-Pitch](edufeed-pitch-vorschaubild.jpg)](https://peertube.katholisch.social/w/mR9eE4AqJEGFfWM6KvVpbd)

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Vom 25.27. August 2025 tüftelten Ludger & Gina vom FOERBICO-Team beim OER/IT-Sommercamp in Weimar gemeinsam mit IT-Profis, OER-Enthusiasten und Gestalter:innen an Ideen für OER- und OEP-förderliche Infrastrukturen.
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Vom 25.27. August 2025 tüftelten Ludger & Gina vom FOERBICO-Team beim OER/IT-Sommercamp in der Goethe-Stadt Weimar gemeinsam mit vielen weiteren IT-Profis, OER-Enthusiasten und Gestalter:innen an Ideen, Lösungsansätzen und Konzepten für OER- und OEP-förderliche Infrastrukturen. Bereits letztes Jahr waren wir mit dabei (siehe [Blogbeitrag](https://oer.community/einblicke-zum-oer-it-sommercamp-its-jointly-2024/)) und wollten uns das Event auch dieses Mal nicht entgehen lassen!
url: oer-it-sommercamp-2025
tags:
- Vernetzung
- Open Educational Resources (OER)
- Infrastruktur
- Edufeed
- Nostr
- interoperabel
- Digitalisierung
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## Pre-Event zum OER-/IT-Sommercamp 🤝
Bereits am 11. August fand ein erstes virtuelles Vernetzungstreffen zum Kennenlernen und einer ersten Vorstellung von Ideen statt.
### Die ersten Ideen als Impulse 💡
- EduFeed: Plattformübergreifende Kollaboraton mit Nostr - Kuratierung & Austausch von OER-Inhalten
- KI-Infrastrukturen und API-Austausch in vernetzten OER-Infrastrukturen
- Themenseiten: Bausteine für die Zukunft: modulare Lösungen für OER-Redaktionen
- Metadaten-Mapping und Generierung in vernetzten OER-Infrastrukturen
- Synchrone Kollaboration von Editoren
- Open-Source-Chatbot zur Stärkung der Auffindbarkeit, Zugänglichkeit und Nutzung von OER
- Das Klexikon im KI-Zeitalter smarter Anschluss an Bildungsplattformen und Schulclouds
- OER-Celebration - Gratulations-Feature beim erfolgreichen Hochladen eines OERs
- Und von uns aus dem FOERBICO-Projekt noch spontan eingebracht: Matrix - Einführung in das Open Source Kommunikations-Tool der OER-Community
Slides zu den Ideenpitches findet ihr [hier](https://drive.google.com/drive/folders/1W4izKiS2GEoHvvV-lsyF8rkf__WbkoJJ).
## Startschuss: Tag 1 beim Sommercamp 🚀
Los ging es mit einem ersten Ankommen und einer kleinen Vorstellungsrunde zum gegenseitigen Kennenlernen. Anschließend wurden die verschiedenen Ideen nochmal kurz gepitcht, damit man sich je nach Interesse der jeweiligen Workshops zu den Ideen zuordnen konnte.
Eine Übersicht der Workshops findet ihr [hier](https://drive.google.com/drive/folders/1frMVJzUQPevLTRHoptXI_fO-y0DBY60N).
Wir vom FOERBICO-Team waren vorwiegend beim Edufeed-Workshop, um mit weiteren Interessierten weiter an der Idee einer dezentralen Bildungsinfrastruktur zu denken. Dazu haben wir zunächst überlegt, wo das Teilen von Bildungsmaterialien schon funktioniert und sind zu folgenden Ergebnissen gekommen:
1. Im vertrauten Umfeld (Peer-to-Peer), z.B. im Rahmen von Fachcommunities bzw. mit konkreten Leuten, die ich kenne.
2. Anonym in großen geschlossenen Gruppen, z.B. in WhatsApp-Gruppen, wo ich unkompliziert Links einstellen kann und keine Angst vor Konsequenzen haben muss.
3. Redaktionell geprüft bzw. mit Geschäftsmodell im Hintergrund, da man darauf vertraut, dass Inhalte geprüft wurden und qualitativ hochwertig sind, da ich ja dafür bezahle oder wie bei Plattformen wie eduki monetäre Wertschätzung erfahre, wenn ich Materialien dort einstelle.
Darauf aufbauend haben wir überlegt, wie wir mit unseren OER-Plattformen mithalten können oder wollen. Unser Fazit: Da kein Business-Modell dahinter steht, spielen wir vielfach in einer anderen Liga und können in punkto Marketing etc. nicht unbedingt mithalten. Danach sind wir der Frage nachgegangen, was denn die OER-Community stark macht/auszeichnet. Hier die losen Ergebnisse:
![](Edufeed-1.jpg)
![](Edufeed-2.jpg)
Highlights des Abends: Burger-Grillabend und der große Auftritt der OER-Band 🍔🎶
## Tag 2: Weiteres Happy Hacking 👨‍💻
Am nächsten Tag haben wir nach einer ersten Runde Lightning-Talks im Edufeed-Workshop von Steffen Rörtgen eine Einführung in das Nostr-Protokoll erhalten. Mit dem offenen Social Media Protokoll ist es möglich, Materialien/Inhalte über Relays quasi als Datenbanken vergleichbar mit E-Mailservern plattformübergreifend verfügbar zu machen und an verschiedenen Orten abzulegen, um sie nachhaltig zu sichern, falls eine Plattform ausfallen sollte. Doch die Grundidee und das Protokoll sind gerade für Nicht-Techies komplex und nicht selbsterklärend. Wir brauchen eine Geschichte, um die Idee einer Nostr-basierten OER-Infrastruktur den unterschiedlichen Stakeholdern, z.B. Entscheider:innen, Plattformbetreiber:innen, OER-Ersteller:innen etc. erklären zu können. Kein leichtes Unterfangen, wie wir in der Gruppe festgestellt haben - die Köpfe waren auf jeden Fall ordentlich am Rauchen 🤔🤯
Kreative Denkpausen, Fun-Time und (informeller) Austausch durften daher auch nicht zu kurz kommen!
![](IMG_1689.jpg)
## Finale an Tag 3: Abschlusspräsentationen der Projekte🎤
Der letzte Tag startete wieder mit spannenden Lightning-Talks! Alle Präsentationen der Lightning-Talks findet ihr [hier](https://drive.google.com/drive/folders/1h8wMCIcYOSS4vXD-t7aUONM8rj9uokQ1). Dann ging es weiter in die Vorbereitung der Abschlusspräsentation und wie das immer so ist, ging die Zeit doch schneller rum, als man denkt. Wir haben uns als Story überlegt, Maxi Muster als Lehrkraft in den Fokus zu rücken und zu schauen, welche Probleme sie aktuell hat (wenig Zeit, findet keine passenden Materialien, Austauschbedarf...) und anhand dessen zu schauen, inwieweit Edufeed eine Lösung dieser "Pain Points" sein könnte. Außerdem haben wir gemeinsam mit dem Team von [edu-sharing](https://edu-sharing-network.org/) geschaut, wie Plattformbetreibende ins Boot geholt werden könnten und Nostr an bestehende Lösungen angedockt werden könnte.
Die Ergebnisse der Workshops findet ihr [hier](https://drive.google.com/drive/folders/1uZA_X4-Ek3yjntFGf9uHuxQtiDU4jaJI).
Drei aufregende Tage gingen damit zu Ende und wir möchten uns riesig beim [HackathOERn-Team](https://edu-sharing-network.org/projekt-hackathoern/) für die tolle Organisation bedanken 🙏 Es war eine super Stimmung und wir freuen uns aufs nächste Jahr!
### Was natürlich nicht fehlen darf: Cat Content 🐈
![](Cat-Content-2.jpg)
![](Cat-Content-3.jpg)

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name: 'OER und visuelle Qualität: Eine kritische Reflexion offener Bildungsmaterialien'
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Bildung ist mehr als reine Wissensvermittlung, sie ist immer auch eine Frage der Form. Doch welche Rolle spielt die visuelle Gestaltung offener Bildungsmaterialien? Reicht es, dass Inhalte fachlich korrekt und rechtlich sicher sind? Oder ist das *Wie* ihrer Darstellung ebenso entscheidend wie das *Was*?
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- givenName: Laura
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name: Johann Wolfgang Goethe-Universität Frankfurt
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- givenName: Paula
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name: Johann Wolfgang Goethe-Universität Frankfurt
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- Laura Mößle
- Paula Paschke
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Bildung ist mehr als reine Wissensvermittlung, sie ist immer auch eine Frage der Form. Doch welche Rolle spielt die visuelle Gestaltung offener Bildungsmaterialien? Reicht es, dass Inhalte fachlich korrekt und rechtlich sicher sind? Oder ist das *Wie* ihrer Darstellung ebenso entscheidend wie das *Was*?
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tags:
- Ästhetische Bildung
- Hochschuldidaktik
- Religionspädagogik
- Theologie
- Bildungsmedien
- Open Educational Resources (OER)
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Die visuelle Gestaltung von Bildungsmedien spielt eine zentrale Rolle in der Lehre. In der theologischen Hochschuldidaktik wird die visuelle Qualität von OER jedoch bislang wenig thematisiert, obwohl Bildmedien didaktisch zentral sind. Häufig werden Stockfotos oder KI-Bilder aus Gründen der Zugänglichkeit und vermeintlichen Rechtssicherheit genutzt. Unter Stockfotografie versteht man dabei vorproduzierte Bilder aus kommerziellen oder frei zugänglichen Bilddatenbanken, die für vielfältige Zwecke verwendet werden können. Stockfotos oder KI-Bilder wirken auf den ersten Blick neutral und praktisch, transportieren jedoch oftmals stereotype Darstellungen und kulturelle Vorannahmen. Dies wirft bildethische Fragen auf: Welche Stereotype und Normen werden in den Materialien (re-)produziert? Woher stammen die KI-Trainingsdaten? Besonders im theologischen Kontext ist eine kritische Reflexion der Bildverwendung unerlässlich.
# OER und visuelle Qualität: Eine kritische Reflexion offener Bildungsmaterialien
## Inhalt oder Eindruck? Warum Ästhetik in OER zählt
Bildung ist nicht nur eine Frage des Inhalts, sondern immer auch eine der Form. Gerade bei offenen Bildungsmaterialien stellt sich die Frage: Genügt es, wenn Inhalte fachlich korrekt und rechtlich abgesichert sind? Oder entscheidet die Art ihrer visuellen Aufbereitung ebenso sehr über ihre Wirkung und ihren didaktischen Wert wie der Inhalt selbst?
Die visuelle Gestaltung von Lernmaterialien ist nicht nur eine didaktische Frage, sondern auch Ausdruck gesellschaftlicher Entwicklungen. In einer Zeit, in der Kommunikation zunehmend visuell geprägt ist, wird auch von Bildungsmaterialien erwartet, dass sie ästhetisch ansprechend und visuell verständlich sind. Technische Möglichkeiten, mediale Gewohnheiten und der Trend zur Visualität insgesamt spiegeln sich somit unmittelbar in den Anforderungen an OER wider.
## Der *Iconic Turn* und visuelle OER-Qualität
Mit dem „Iconic Turn“ ([Boehm, 1994](https://polc.ttk.pte.hu/tamop-4.1.2.b.2-13/1-2013-0014/10/Anhang_1_Boehm_WiederkehrDerBilder.pdf)) bzw. dem „Pictorial Turn“ ([Mitchell 1994](https://press.uchicago.edu/ucp/books/book/chicago/P/bo3683962.html)) hat das Bild neue Relevanz in Wissenschaft und Bildung gewonnen. Gerade die Digitalisierung hat dieser Entwicklung Vorschub geleistet: Bildkommunikation wird zur dominanten Kulturtechnik, nicht nur im Alltag, sondern zunehmend auch in Lehr-Lern-Kontexten ([Missomelius 2017](https://doi.org/10.21240/mpaed/27/2017.04.27.X)).
Dennoch konstatiert Missomelius eine Forschungslücke in der medienpädagogischen Auseinandersetzung mit visueller Wissensvermittlung. Dabei ist Bildlichkeit längst elementarer Bestandteil didaktischer Settings bspw. durch Schaubilder oder [Erklärvideos](https://www.die-bibel.de/ressourcen/wirelex/3-methoden-und-medien/erklaervideo). OER-Erstellende greifen z.B. häufig auf Stockfotografie oder KI-generierte Bilder zurück aus Gründen der Zugänglichkeit, Ästhetik und (vermeintlichen) Rechtssicherheit.
Doch damit eröffnen sich bildethische Herausforderungen: Welche Stereotype werden durch Stockfotografie oder KI-generierte Bilder (re-)produziert? Woher stammen die Trainingsdaten für KI-generierte Bilder? Welche impliziten Normen vermitteln diese Bilder? In theologischen Kontexten ist die Auseinandersetzung besonders dringlich, da Bilder hier nicht nur illustrativ wirken, sondern häufig mit Fragen religiöser Symbolik, Tradition und Deutung einhergehen, selbst wenn diese Dimensionen nicht immer ausdrücklich reflektiert werden.
## Visuelle Qualität in OER: Zwischen Anspruch und Realität
Die visuelle Gestaltung von Lernmaterialien wird von vielen Lehrenden als Ausdruck von Wertschätzung gegenüber den Lernenden verstanden. Ansprechend gestaltete Inhalte erhöhen nicht nur die Aufmerksamkeit, sondern signalisieren zugleich ernsthaftes pädagogisches Engagement.
Zugleich erleben sich viele Lehrpersonen in ihren gestalterischen Möglichkeiten als begrenzt und wünschen sich fachliche Unterstützung, da ihnen oft sowohl Zeit als auch Expertise fehlen, um überzeugende Grafiken selbst zu entwickeln.
Gleichzeitig ist evident, dass visuelle Qualität eine entscheidende Voraussetzung darstellt, damit OER überhaupt genutzt und weiterverarbeitet werden. In einer durch visuelle Sozialisation stark geprägten Bildungslandschaft gewinnt dieser Aspekt zunehmend an Bedeutung.
## Problemfelder: KI-generierte Bilder und rechtliche Unsicherheiten
Viele Materialerstellende greifen zunehmend auf frei zugängliche Plattformen wie Pixabay oder KI-gestützte Tools zur Bildgenerierung zurück, um schnell, unkompliziert und vermeintlich rechtssicher an visuell ansprechende und passgenaue Bilder zu gelangen. Besonders im Kontext von OER ist der Bedarf nach rechtlich unbedenklichem Bildmaterial hoch, da hier nicht nur die Nutzung, sondern auch die Weitergabe und Veränderbarkeit der Bilder rechtlich abgesichert sein müssen. Diese Plattformen versprechen eine pragmatische Lösung: hochauflösende Bilder, einfache Suche über Verschlagwortung, unkomplizierter Download und die Aussicht auf freie Nutzung.
Doch auch in diesem scheinbar unkomplizierten Zugang verbergen sich erhebliche Herausforderungen. Bilddatenbanken wie Pixabay sind häufig von uneinheitlichen Lizenzmodellen und unklaren Nutzungsbedingungen geprägt ([vgl. Steinhau 2021](https://open-educational-resources.de/pixabay-und-co/)). Zudem lässt sich die Herkunft der Bilder nicht immer sicher nachvollziehen.
Die Situation wird noch komplexer bei KI-generierten Bildern. Zwar unterliegen diese aktuell nicht dem klassischen Urheberrecht, was zunächst eine unkomplizierte Nutzung nahelegt. Doch auch hier gilt es die Nutzungsbedingungen verschiedener [KI-Anbieter, wie z.B. Canva](https://oer.community/canva/) zu beachten.
Die Verwendung von KI-generierten Bildern wirft grundlegende Fragen zu einer verantwortungsvollen Verwendung auf, z.B.:
- Wer sind die eigentlichen Urheber*innen der Trainingsdaten?
- Haben diese zugestimmt, dass ihre urheberrechtlich geschützten Werke für die KI-Trainingsdaten verwendet werden?
- Wie nachhaltig ist der hohe Energieverbrauch, der mit der KI-Bildgenerierung einhergeht?
Darüber hinaus zeigen erste Studien, dass KI-generierte Bilder bestehende stereotype Darstellungen und Vorurteile visuell reproduzieren ([vgl. Burghard & Hornung 2024](https://journals.ub.uni-heidelberg.de/index.php/kb/article/view/103988)). Aktuell arbeitet die EU derzeit an einer Regulierung von KI-Systemen, die Transparenz, Sicherheit und Verantwortlichkeit stärken soll. Diese umfasst auch den Umgang mit Trainingsdaten, was die rechtliche Einordnung und den ethischen Umgang mit KI-Bildern maßgeblich prägt ([Tagesschau, 02.08.2025](https://www.tagesschau.de/ausland/europa/eu-regeln-ki-100.html)).
Insgesamt sind diese Fragen nicht nur juristisch relevant, sondern stellen vor allem eine ethische Herausforderung dar, besonders im Bildungsbereich, der eine kritische Reflexion und Urteilsfähigkeit bei Lernenden fördern will.
## Bildskepsis in der Theologie
Das Christentum ist historisch durch eine ambivalente Haltung gegenüber Bildern geprägt, die sich aus seiner „Wortreligion“ ableitet, in der dem gesprochenen und geschriebenen Wort eine zentrale Offenbarungsfunktion zukommt ([vgl. Burrichter 2015](https://www.die-bibel.de/ressourcen/wirelex/3-methoden-und-medien/bilder)). Das biblische Bilderverbot und innerchristliche Kontroversen über Bilddarstellungen wirken bis heute nach und beeinflussen maßgeblich religionspädagogische Fragestellungen.
Dabei ist eine wichtige Unterscheidung zwischen **bildtheologischen** und **bilddidaktischen Aspekten** zu treffen: Während bildtheologische Überlegungen das Verhältnis von Bild und Offenbarung thematisieren, fokussiert die Bilddidaktik auf die Förderung von Wahrnehmung, Deutung und kritischer Reflexion im Lernprozess.
Gerade angesichts der heute omnipräsenten Bilderflut, nicht zuletzt durch digitale Medien und KI-generierte Bildwelten, gewinnt eine theologisch fundierte, reflektierte Bildnutzung an Bedeutung. Beck & Kohlbrenner (2024) und Pirker (2021) plädieren dafür, Bilder als Lernmedien bewusst und kritisch im Bildungsprozess einzusetzen. Die Herausforderung besteht darin, Wahrnehmungs- und Deutungsprozesse zu ermöglichen, die über eine rein funktionale Verwendung hinausgehen.
Diese Fragen sind auch für die theologische Hochschuldidaktik relevant. Sie fordern eine fachübergreifende Auseinandersetzung, wie eine reflektierte Bildkompetenz im Sinne einer fundierten theologischen Bildung systematisch vermittelt werden kann, um einen verantwortungsvollen Umgang mit visuellen Medien im digitalen Zeitalter zu fördern.
## Digitale Bildkulturen und ihre Herausforderung für die Religionspädagogik
Digitale Bildkulturen stellen neue Herausforderungen für die ästhetische Bildung in der Religionspädagogik dar, insbesondere im Kontext von OER. Während bildtheologische Fragestellungen traditionell bildsprachliche Organisationsformen, das Darstellbarkeitsproblem des Undarstellbaren, die Funktion von Bildern als Medium religiöser Bildungsprozesse und die sinnlich-ästhetische Dimension religiöser Bildung fokussieren ([vgl. Gärtner 2016](https://www.die-bibel.de/ressourcen/wirelex/8-lernende-lehrende/bildung-aesthetische)), gewinnt die Reflexion über die **Dynamik digitaler Bildwelten** erst allmählich an Bedeutung. Insbesondere im Social Web emergierende Bilder prägen individuelle Bildpraktiken.
Die Bilddidaktik in der Religionspädagogik hat sich bislang stark am kunstwissenschaftlichen Diskurs orientiert und setzt auf komplexe Werke mit theologisch-ästhetischer Tiefe. Kunstwerke sind **polysem** also vieldeutig was sie zu einem herausfordernden Medium macht.
Sie wecken Emotionen, Deutungen und Werte, können Transzendenz hervorrufen und Inhalte sowohl direkt als auch unterschwellig vermitteln. Gerade diese gestaltende und mobilisierende Wirkung macht sie zu einem wichtigen Bestandteil religiöser Bildungsprozesse (vgl. Pirker 2021).
Allerdings erschweren eng gefasste Lizenzbedingungen die Verfügbarkeit von Kunstwerken für den OER-Bereich, während KI-generierte Bilder oder Stockfotografie noch nicht an die inhaltliche und theologische Tiefe heranreichen, um als tragfähige Bildungsmedien zu dienen. Sie dienen häufig dazu, das Arbeitsmaterial zu verschönern oder zu strukturieren, nicht jedoch als eigenständiger Lerngegenstand.
Zudem erfordert die zunehmende Verbreitung bearbeiteter und manipulierten Bilder einen geschulten, kritischen Umgang mit bildlich vermittelten Botschaften.
***„Ein bildkritischer Umgang muss angesichts der Persuasivität bildlich vermittelter Botschaften kontinuierlich eingeübt werden“*** (Pirker 2021, 162).
Zukunftsperspektivisch berührt dies zentrale Anliegen der Bilddidaktik: Verlangsamung, Vertiefung und theologische Reflexion in digitalen Bildwelten. Die Herausforderung bleibt, wie OER und KI-basierte Bildtechnologien eingesetzt werden können, ohne die für die Religionspädagogik essenziellen didaktischen Prozesse zu verkürzen.
## Fazit und Ausblick
Die visuelle Qualität von OER ist ein zentrales Thema für die Hochschullehre, insbesondere in der Theologie. Dabei zeigt sich, dass der Einsatz von Bildmaterial nicht nur lediglich ein "Add-on" zur ästhetischen Aufbereitung ist, sondern ein komplexes Spannungsfeld aufmacht: Die Balance zwischen Pragmatismus, rechtlichen Unsicherheiten, ästhetischen Ansprüchen und bildethischen Fragestellungen stellt eine Herausforderung dar.
Das FOERBICO-Projekt widmet sich der Weiterentwicklung theologischer OER-Qualitätskriterien und bieten Raum für weitergehende Reflexionen. Auch über den religionspädagogischen Kontext hinaus, sind neben der Verbreitung von OER auch die Frage nach fachspezifischen Qualitätskriterien von Relevanz.
Die theologische Hochschuldidaktik kann in diesem Kontext von ihrer **Multiperspektivität** auf den Umgang mit Bildern profitieren. Die Frage nach den Anforderungen von Bildmaterialien im aufgezeigten Spannungsfeld bleibt bislang bestehen.
Eine offene Diskussion ist weiterhin erforderlich, um die Potenziale und Grenzen offener Bildungsmaterialien kritisch zu hinterfragen und eine fachdidaktische Haltung zu entwickeln.
Tiefergehende Analysen unternimmt Paula Paschke (wissenschaftliche Mitarbeiterin am Lehrstuhl Religionspädagogik und Mediendidaktik an der Goethe-Universität Frankfurt) in ihrem Dissertationsprojekt: "Digital Diversity" in der Religionspädagogik. Eine diskriminierungskritische Analyse digitaler Bildungsmedien.
## Literaturangaben
Beck, W. / Kohlbrenner, L. (2024): Ein Sein vor, hinter und in dem Bild? In: Pirker, V./Paschke, P. (Hg.): [Religion auf Instagram. Analysen und Perspektiven](https://www.herder.de/theologie-pastoral/shop/p2/81689-religion-auf-instagram-gebundene-ausgabe/), Freiburg, 194211.
Boehm, G. (1994): Was ist ein Bild? München.
Burghard, M. / Hornung, A. (2024): Was ist schon normal? In: *Kritische Berichte* 52 (2), 6472, https://doi.org/10.11588/kb.2024.2.103988.
Burrichter, R. (2015): Bilder. In: WiReLex, https://www.die-bibel.de/ressourcen/wirelex/3-methoden-und-medien/bilder.
Gärtner, C. (2016): Bildung, ästhetische. In: WiReLex, https://www.die-bibel.de/ressourcen/wirelex/8-lernende-lehrende/bildung-aesthetische.
Missomelius, P. (2017): Medienpädagogische Aufgabenfelder. In: *MedienPädagogik*, 27. https://doi.org/10.21240/mpaed/27/2017.04.27.X.
Mitchell, W. J. T. (1994): *Picture Theory*, Chicago.
Pirker, V. (2021): Zur Macht der Bilder. In: Beck, W./Nord, I./Valentin, J. (Hg.): [Theologie und Digitalität. Ein Kompendium](https://www.herder.de/theologie-pastoral/shop/p2/63137-theologie-und-digitalitaet-gebundene-ausgabe/), Freiburg, 155179.
Steinhau, H. (2021): Pixabay und Co. Nutzung & Lizenzbedingungen für Bilder von Foto- und Medienplattformen, https://open-educational-resources.de/pixabay-und-co/.

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Ein Rückblick von Ulf-Daniel Ehlers auf die Entstehung und Entwicklung von Open Educational Practices (OEP). Im Zentrum steht die Verschiebung des Diskurses von Open Educational Resources (OER) hin zu offenen Lehr- und Lernpraktiken, bei denen Partizipation, Ko-Kreation und didaktische Innovation entscheidend sind.
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- Prof. Dr. Ulf-Daniel Ehlers
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Ein Rückblick von Ulf-Daniel Ehlers auf die Entstehung und Entwicklung von Open Educational Practices (OEP). Im Zentrum steht die Verschiebung des Diskurses von Open Educational Resources (OER) hin zu offenen Lehr- und Lernpraktiken, bei denen Partizipation, Ko-Kreation und didaktische Innovation entscheidend sind.
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- Open Educational Resources (OER)
- Open Educational Practices (OEP)
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CC BY [Prof. Dr. Ulf-Daniel Ehlers (NextEducation)](https://next-education.org/de/team/meet-the-team/prof-dr-ulf-daniel-ehlers/)
Es ist nun mehr als anderthalb Jahrzehnte her, dass ich (Ulf-Daniel Ehlers) als (damals) junger Wissenschaftler an der europäischen OPAL-Initiative mitwirken durfte. Damals begann die internationale Debatte, den Fokus von Open Educational Resources (OER) auf die pädagogischen Praktiken selbst zu lenken (Open Pedagogy). Rückblickend sehe ich mich heute fast in einer Art "Gedächtnis" dieser Entwicklungen wissend, dass vieles, was damals grundgelegt wurde, heute in den aktuellen Diskussionen wiederkehrt. Interessant ist dabei auch der Blick nach Österreich: Kolleg:innen rund um Sandra Schön und Martin Ebner u.a. entwickelten in Projekten wie **OLCOS (Open eLearning Content Observatory Services, 20062007)** Impulse, die den europäischen Diskurs stark prägten. OLCOS stellte früh heraus, dass die eigentliche Innovation in der offenen Didaktik liegt, nicht allein in der Produktion freier Materialien (Geser, 2007). Diese Spur griffen wir in OPAL (Open Educational Quality Initiative, 20102011) auf und führten sie weiter und damit entstand das, was wir heute als **Open Educational Practices (OEP)** diskutieren.
### Von OER zu OEP: Unsere Definition (Ehlers 2010/2011)
Unsere Definition von OEP entstand um 2010/2011 in der Arbeit mit OPAL: **„Praktiken, die die (Wieder-)Verwendung und Produktion von OER durch institutionelle Richtlinien unterstützen, innovative pädagogische Modelle fördern und Lernende als Mitgestalter auf ihrem lebenslangen Lernweg respektieren und stärken“** (Ehlers, 2011, zit. in Wikipedia, 2024; EduTechWiki, 2024).
Das Entscheidende war: Qualität ergibt sich nicht aus der Ressource selbst, sondern aus der Art und Weise, wie sie in den Lernprozess eingebettet wird. OEP betont daher die **Beteiligung aller Akteure**, den **Prozess der Ko-Kreation** und die **didaktische Innovation**. Dieser Perspektivwechsel verschob die Debatte weg von der reinen Materialproduktion hin zu einem Verständnis von Bildung als gestaltendem Miteinander.
### Die Qualitätsdebatte im OER-Bereich
In den frühen 2010er Jahren dominierten Qualitätsdiskussionen, die Lernmaterialien selbst bewerten wollten anhand von Checklisten, Zertifikaten oder Metadaten. Doch diese Sichtweise erwies sich als unzureichend: Qualität ist kein statisches Merkmal eines Dokuments, sondern entsteht im **Kontext seiner Nutzung** in den Interaktionen zwischen Lehrenden, Lernenden und den eingesetzten OER (Ehlers, 2011; Ehlers, 2018).
Die zentrale Einsicht: Offenheit und Partizipation im praktischen Einsatz entscheiden über Lernerfolg und Bildungsinnovation. Qualität ist dynamisch, relational und praxisgebunden nicht auf Papier zu fixieren, sondern nur im pädagogischen Handeln erlebbar.
### Augmentational Practices: Ein neuer Qualitätsbegriff
Im Rahmen der OPAL-Initiative diskutierten wir damals, dass es für pädagogische Praxis, die OER nutzt, eigentlich so etwas wie eine Kennzeichnung der Offenheit geben müsse, etwas was man vielleicht als **„Augmentational Practices“** bezeichnen könnte, ein Begriff, der sich aber nie durchsetzte. Damit wollten wir verdeutlichen, dass die Qualität von OER nicht im Material selbst liegt, sondern in der kreativen, kontextbezogenen **Anreicherung durch Lehrende und Lernende -** eben den **Open Educational Practices**. Das offene Lehr-Lern-Szenario und die Art, wie Ressourcen dort integriert, adaptiert und erweitert werden ist die eigentliche Quelle für Bildungsinnovation (Ehlers, 2011).
Dieser Gedanke war ein Bruch mit der Vorstellung, Qualität sei messbar wie bei einem standardisierten Produkt. Stattdessen wurde klar: Qualität „emergiert“ aus Praxis aus dem offenen, kooperativen Umgang mit Wissen.
### Die Dimensionen offener Bildungspraktiken
Um OEP analytisch fassbar zu machen, haben wir damals ein Modell mit **zwei Grunddimensionen** entwickelt (Ehlers, 2011):
1. **Nutzung von OER** in 3 Stufen von geringer bis intensiver Einsatz offener Ressourcen.
2. **Gestaltung der Lernarchitektur** in 3 Stufen von geschlossenen hin zu offenen, partizipativen und kollaborativen Lernsettings.
Je stärker beide Dimensionen ausgeprägt sind, desto größer wird die Offenheit in Lehr- und Lernpraktiken. Auf dieser Basis lassen sich weitere Handlungsfelder identifizieren: institutionelle Regelungen, Lehrinnovationen, Lernendenpartizipation und offene Kulturen des Teilens (Ehlers, 2018; Conole & Ehlers, 2010).
OEP ist also nicht nur eine didaktische Technik, sondern ein **ganzheitlicher Ansatz**: Wissen, Einstellungen und Fähigkeiten verbinden sich zu einer offenen Lernkultur.
![Figure 2: Matrix 1 . Constitutive Elements of OEP (Ehlers 2011)](constitutive-elements-of-OEP-Ehlers-2011.jpg)
### Vergleichende Modelle: Cronin, Hegarty, UNESCO
Die Begriffsbildung ging international weiter. So hat **Catherine Cronin (2017)** OEP als kollaborative Praktiken beschrieben, die nicht nur OER einbeziehen, sondern auch soziale Netzwerke, Peer-Learning und Empowerment betonen. **Judith Hegarty** wiederum definierte offene Pädagogik über acht Eigenschaften, von Kreativität über Kooperation bis hin zu Reflexion (Hegarty, 2015).
UNESCO und David Wiley rückten stärker die **5R-Freiheiten** (Retain, Reuse, Revise, Remix, Redistribute) in den Mittelpunkt allerdings immer eingebettet in eine offene, partizipative Kultur (Wiley, 2014).
So zeigt sich: OEP ist ein **Schirmbegriff**, unter dem unterschiedliche Modelle ressourcenorientiert, sozial-kollaborativ oder strategisch koexistieren. Der gemeinsame Nenner ist die enge Verbindung von Offenheit, Partizipation und Bildungsinnovation.
* * *
### Wirkungen und aktuelle Debatte
Die Wirkungen von OEP sind je nach Modell unterschiedlich:
- Nach **Ehlers** steht die Innovationskraft im Unterricht und die Aktivierung von Lehrenden und Lernenden im Vordergrund.
- Bei **Cronin** und **UNESCO** geht es stärker um soziale Teilhabe, Empowerment und Bildungsgerechtigkeit.
- Strategische Ansätze wiederum fördern Communities of Practice und nachhaltige Kompetenzentwicklung (Bundesministerium für Bildung, 2023).
Heute 15 bis 17 Jahre nach den ersten OEP-Debatten rückt die Diskussion wieder verstärkt auf die Praxis: Wie können Lehrende und Lernende Ressourcen schaffen, teilen, anpassen und gemeinsam nutzen? Welche Kompetenzen Offenheit, Kollaboration, Reflexion sind nötig, damit Materialien überhaupt erst ihren Wert entfalten (NextEducation, 2018)?
Der rote Faden bleibt: Qualität entsteht nicht durch Dinge, sondern durch **Praxis**.
* * *
### Persönliches Fazit
Wenn ich heute auf die frühen 2010er zurückblicke, sehe ich mich als (damals) junger Wissenschaftler inmitten einer Debatte, die damals visionär erschien. Heute ist sie zum Mainstream geworden und doch bleibt ihre Radikalität aktuell: **Open Education ist keine Frage der Ressourcen, sondern der Haltung.**
Ich empfinde es als Privileg, dass ich damals Impulse setzen durfte, die heute in internationalen Diskursen weiterleben. OEP erinnert uns daran, dass Bildung eine soziale Praxis ist offen, kollaborativ und stets in Bewegung.
### Literatur
Conole, G., & Ehlers, U.-D. (2010). _Open Educational Practices: Unleashing the power of OER_. OPAL Project. [http://qualityresources.pbworks.com/w/file/fetch/64788227/OPAL-paper-ehlers.doc](http://qualityresources.pbworks.com/w/file/fetch/64788227/OPAL-paper-ehlers.doc)
Cronin, C. (2017). Openness and praxis: Exploring the use of open educational practices in higher education. _The International Review of Research in Open and Distributed Learning, 18_(5), 1534. [https://doi.org/10.19173/irrodl.v18i5.3096](https://doi.org/10.19173/irrodl.v18i5.3096)
Ehlers, U.-D. (2011). Extending the territory: From open educational resources to open educational practices. In _Journal of Open Education_. [https://www.academia.edu/35107201](https://www.academia.edu/35107201)
Ehlers, U.-D. (2018). Qualität von Open Education, Open Educational Practices und Open Educational Resources. [https://ulf-ehlers.de/uncategorized/qualitat-von-open-education-open-educational-practices-und-open-educational-resources/](https://ulf-ehlers.de/uncategorized/qualitat-von-open-education-open-educational-practices-und-open-educational-resources/)
Geser, G. (2007). _Open educational practices and resources: OLCOS Roadmap 2012_. Salzburg Research, EduMedia Group. [http://www.olcos.org](http://www.olcos.org/)
Hegarty, J. (2015). Attributes of open pedagogy: A model for using open educational resources. _Educational Technology, 55_(4), 313.
NextEducation. (2018). Publications. [https://next-education.org/en/publications/2018/prof-dr-ulf-daniel-ehlers/](https://next-education.org/en/publications/2018/prof-dr-ulf-daniel-ehlers/)
Wiley, D. (2014). The access compromise and the 5th R. _Iterating toward openness_. [https://opencontent.org/blog/](https://opencontent.org/blog/)
Wikipedia. (2024). _Open educational practices_. [https://en.wikipedia.org/wiki/Open\_educational\_practices](https://en.wikipedia.org/wiki/Open_educational_practices)

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An der Uni Vechta wird vom Institut für Katholische Theologie erprobt, wie sich theologische Inhalte auf TikTok kreativ und humorvoll vermitteln lassen. Memes dienen dabei nicht nur zur Unterhaltung, sondern auch als didaktisches Werkzeug.
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Tanzvideos, Rezepte, Comedy und jetzt auch Theologie? An der Universität Vechta wird ausprobiert, wie sich akademisch-theologische Inhalte auf TikTok kreativ und humorvoll vermitteln lassen. Memes spielen dabei eine Schlüsselrolle sie sind nicht nur Unterhaltung, sondern auch didaktisches Werkzeug.
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Wer durch TikTok scrollt, denkt vermutlich nicht sofort an Glaubensfragen. Doch genau das wagt das Institut für Katholische Theologie an der Universität Vechta (IKT): Es bringt theologische Inhalte aus dem Seminarraum und vom Schreibtisch in die sozialen Medien auf TikTok, Instagram und YouTube.
Der Account erreicht mit bisher ca. 25 Posts seit April jeden Monat bis zu 20.000 Menschen. Die Followerschaft ist hauptsächlich zwischen 18 und 40 Jahre alt und die Rückmeldungen sind durchweg positiv.
Verantwortlich dafür ist Jonas Benedict Breuer, wissenschaftlicher Mitarbeiter und Social-Media-Manager. Unterstützt von zwei studentischen Hilfskräften entwickelt er Formate, die aktuelle religiös-theologische Phänomene wissenschaftlich aufbereiten und ins Social Web übersetzen mal argumentativ, mal alltagspraktisch, mal augenzwinkernd.
👉 Hinweis: Die Katholische Theologie an der Universität Vechta wagt ein Experiment mit ihrem TikTok-Account @theologie.univechta
## Warum Social Media für Theologie?
Das erste Ziel der Social-Media-Arbeit des Instituts ist, Studieninteressierte für ein Studium der Katholischen Theologie an der Universität Vechta zu begeistern sie dort ansprechen, wo sie einen Teil ihrer Freizeit verbringen und sich informieren.
Bei der Analyse der Social-Media-Arbeit vergleichbarer Einrichtungen im Vorfeld des Strategieworkshops fiel außerdem auf, dass universitäre Institutionen vor allem auf TikTok unterrepräsentiert sind. Zum Vergleich: Auf TikTok ist neben dem IKT Vechta bislang nur die Theologische Fakultät der Universität Wien aktiv, akademische Stimmen aus der Theologie sind selten. Wissenschaftlich fundierte Produktionen wie Info-Posts, diskursive Videos oder Rezensionen von Aufsätzen, die eigens auf Soziale Medien zugeschnitten sind, sind insgesamt in Social Media deutlich seltener zu finden als Veranstaltungsrückblicke und Einladungen zu Ringvorlesungen, die die eigene Community bedienen.
Teil der Social-Media-Strategie des IKT ist deshalb, Soziale Medien nicht nur als wichtigen Baustein der Akquise von Studierenden zu sehen, sondern Theologie ,,im Feld zu zeigen, vielleicht sogar Debatten im Social Web wahrnehmbar mitzugestalten, wo es Stimmen aus der Wissenschaft braucht. Und zwar in einer Weise, die daran anschließt, wie diese Debatten schon geführt werden: durch Kurzvideos, in einer erkennbaren Handschrift, mit Memes, ohne die Differenzierung auf der Sachebene zu vernachlässigen. Universitäre Theologie soll nicht nur im Seminarraum oder innerhalb der Scientific Community vermittelt werden. Sie wird in ihrer Vielfalt außerhalb gebraucht und dazu gehören auch Instagram, TikTok, Youtube! Natürlich gibt es vielfältige theologische Inhalte auf Social Media, die von häufig kirchlich verorteten Creator:innen erstellt werden, die sich teilweise in Netzwerken organisieren. Vergleichbares gibt es im universitären Bereich allerdings nicht.
## Memes als Türöffner: Humor mit Tiefgang
Herzstück vieler Clips sind Memes. Mit bekannten Bildern aus der Internetkultur werden theologische Pointen gesetzt. Nicht nur werden abstrakte Sachverhalte (ein Champagner trinkender Leonardo di Caprio in seiner Rolle als Jay Gatsby stellt augenzwinkernd die Theologie als Wissenschaft dar oder Pettersson und Findus beim Torteessen im Garten illustrieren das Gottesreich) durch die Bilder darstellbar, die popkulturellen Anspielungen fügen ihnen eine Symbolebene hinzu und machen sie zugänglich. Treffen Sie den Humor der Zuschauer:innen, machen sie die theologischen Inhalte insgesamt anschlussfähiger.
## Memes als didaktisches Werkzeug
Memes in ihrer Bildsprache sind mehr als Beiwerk: Sie können didaktisch eingesetzt werden. Sie komprimieren komplexe Inhalte in ein leicht zugängliches Format, sie erzeugen Humor und Resonanz und verknüpfen theologische Sprache mit Alltagskultur.
So entsteht ein digitales Storytelling, das Emotionen weckt, Neugier erzeugt und den Zugang zu abstrakten Fragen erleichtert, ohne die Sachebene aufzugeben.
## TikTok: Herausforderungen & Chancen für Institutionen
Die Plattform-Realität stellt eigene Regeln auf: TikTok ist schnelllebiger als Instagram, Clips müssen kurz und prägnant sein. Während Community-Pflege auf Instagram gelingt, ist Bindung auf TikTok und YouTube schwieriger die Aufmerksamkeitsspanne ist geringer, der Konsumdruck höher.
Gerade die jüngere Generation nutzt soziale Plattformen als virtuelle Bibliothek und Dopamintankstelle. Für die Theologie bedeutet das: Inhalte müssen so produziert und erzählt werden, dass sie möglichst lange angesehen werden und dadurch mehr Reichweite gewinnen.
Aus didaktischer Perspektive heißt das: Reduktion mit Substanz. Theologische Inhalte sollten auf ihre Kernaussagen verdichtet, zugleich aber mit Quellen und Kontext versehen werden. Herausfordernd bleibt der hohe Arbeitsaufwand.
Beispiel Theo-Grundkurs: Pro Video muss viel Arbeit vor allem für eine solide wissenschaftliche Recherche, die Texterstellung und die Bilder-Suche aufgewendet werden. Hinzu kommt das Schneiden und Einsprechen. Je nach Thema braucht es für eine mehrteilige Folge mehrere dutzend Arbeitsstunden. Und das, obwohl ein einzelnes Video mit maximal 400 Wörter auskommen muss, weil es sonst zu lang ist, nicht ganz angesehen und deshalb weniger ausgespielt wird. Unter jedem Video werden Quellenangaben in die Kommentare gepostet. Das hat neben der Frage von Nutzungsrechten für Bilder auch damit zu tun, dass Interessierte mit den Videos weiterarbeiten können sollen. Wenn möglich, werden die theologischen Autor:innen und ihre Institutionen auf Instagram hinter der bibliographischen Angabe ihres Werkes verlinkt auch das gehört zur Wissenschaftsvermittlung. Hinzu kommt die Notwendigkeit von Absprachen und Freigaben im universitären Kontext.
Auch in der Hochschul-Community gibt es Vorbehalte: die Angst, in die „Katzenvideo-Ecke“ gestellt zu werden oder Inhalte zu stark zu vereinfachen. Doch die bisherigen Erfahrungen zeigen: Humorvolle, pointierte Formate finden Anerkennung, wenn sie wissenschaftlich sauber herausgearbeitet sind.
Gleichzeitig bietet Social Media die Chance, da präsent zu sein, wo zentrale Debatten stattfinden: zu Demokratie, Konsum als Religion oder Menschsein im Digitalen. Breuer bringt es auf den Punkt: „Theologie darf als Wissenschaft auf Social Media auch humorvoll sein, ohne Tiefe zu verlieren. Aber sie muss ihre Stimme erheben, gerade dort, wo Diskurse stattfinden.“
Neue Formate sind geplant: Follow me around, Professor:innen kennenlernen, Booktalks vielleicht irgendwann auch „A Day in the Life of a Prof“. Wichtig ist, die Arbeit realistisch in den Uni-Alltag zu integrieren.
## Didaktischer Ausblick: TikTok-Videos als Lernprodukte im Seminar?
Die Arbeit mit Social Media eröffnet nicht nur neue Wege der Wissenschaftskommunikation nach außen sie kann auch innerhalb der Lehre produktiv gemacht werden.
TikTok-Videos oder Memes verstehen sich als Lernprodukte, die Studierende im Seminar selbst entwickeln können.
### Das bietet mehrere Chancen:
- Aktive Aneignung: Studierende müssen theologische Inhalte so verdichten, dass sie in 60 Sekunden oder einem Bild verständlich bleiben. Das zwingt dazu, Kernthesen herauszuarbeiten.
- Transferleistung: Komplexe theologische Konzepte (z. B. „Reich Gottes“, „Erlösung“, „Schöpfung“) werden in eine Alltagssprache und Bildwelt übertragen ein kreativer Brückenschlag zwischen Theorie und Lebenswelt.
- Medienkompetenz: Studierende lernen, mit Bildrechten, Quellenangaben und Plattformlogiken umzugehen Fähigkeiten, die über das Studium hinaus wichtig sind.
- Reflexion: Die Grenzen des Formats werden sichtbar. Nicht alles passt in 400 Zeichen oder 60 Sekunden. Gerade im Vergleich mit klassischen Hausarbeiten oder Referaten entsteht so ein didaktischer Mehrwert: Welche Tiefe geht verloren, welche Anschlussfähigkeit wird gewonnen?
### Konkret könnte eine Lernaufgabe lauten:
„Erstellen Sie ein 60-Sekunden-Video, in dem Sie ein theologisches Konzept in einer für TikTok typischen Form erklären. Begründen Sie anschließend schriftlich, welche Entscheidungen Sie getroffen haben, welche Vereinfachungen notwendig waren und wie Sie mit Quellen umgegangen sind.“
So werden digitale Formate nicht zum Selbstzweck, sondern zu einem Reflexionsinstrument: Sie fordern eine präzise, kreative Auseinandersetzung mit Inhalten und verknüpfen theologische Wissenschaft mit den Kommunikationsweisen einer jungen Generation.
Hier konkrete Meme-Beispiele aus dem IKT der Universität Vechta, um theologische Inhalte zu vermitteln:
![Psalm 137,9](Meme-1.png)
Copyright: Katholische Theologie der Universität Vechta
![Herodes](Meme-3.png)
Copyright: Katholische Theologie der Universität Vechta
**Blick nach vorn: Storytelling als didaktisches Labor**
Solche Konzepte machen deutlich: Theologie wird nicht nur gelehrt, sie wird gelebt und digitale Medien können diesen Prozess sichtbar machen. Dabei lassen sich zentrale didaktische Prinzipien ablesen, die auch für die Hochschullehre relevant sind:
- Komplexitätsreduktion: Inhalte müssen klar auf den Punkt gebracht werden, ohne ihre argumentative Tiefe zu verlieren.
- Visualisierung: Bilder, Memes und Clips sind demokratisierte Alltagsprodukte, die jede:r erstellen kann. Sie fungieren als Anker, die abstrakte Konzepte greifbar machen.
- Emotionalisierung: Storytelling und der für Memes typische absurde Humor binden Aufmerksamkeit und schaffen Resonanzräume, die reine Textlektüre oft nicht eröffnen.
- Anschlussfähigkeit: Sprache und Formen werden gewählt, die an die Lebenswelt der Studierenden anschließen ein Prinzip, das ebenso für Vorlesungen und Seminare gilt. Für die Meme-Erstellung heißt das: Die Referenz eines Bildes muss bei seiner Memefizierung entweder bekannt oder das Meme in Variationen in der Internetkultur schon etabliert sein, damit es keine Übersetzungsleistung braucht.
So wird Social Media zum didaktischen Labor: ein Ort, an dem erprobt wird, wie theologische Sprache in alltagsnahe Narrative übersetzt werden kann.
### Fazit: Theologie mutig ins Netz
Erste Erfahrungen zeigen: Humorvolle Formate mit Memes erreichen viele und schaffen positive Resonanz.
Aber: Zeitaufwand und Ressourcen sind limitiert.
Was kann die Zukunft bringen? Mehr Kollaboration auch unter akademischen Institutionen, gegenseitige Unterstützung, und ein stärkeres Selbstbewusstsein, theologische Stimmen in Social Media einzubringen.
Theologie kann auf TikTok, Instagram und Co. Räume öffnen für Diskussionen und kritische Reflexion genau dort, wo junge Menschen unterwegs sind.
Noch steht die Theologie in Vechta am Anfang ihres TikTok-Abenteuers. Doch schon jetzt wird deutlich: Mit Humor, Memes und einem klaren Gespür für die Plattform lassen sich theologische Inhalte erfolgreich platzieren.
Die entscheidende Frage ist also nicht mehr, ob (akademische) Theologie in soziale Medien gehört, sondern: Wie mutig trauen wir uns, dort eine eigene Stimme zu entwickeln?
👉 Beispiele gibts direkt auf den Social-Media-Kanälen der Theologie an der Uni Vechta:
- [YouTube-Kanal](https://youtube.com/@theologie.univechta?si=ekAYg_B6nivpMRli)
- [TikTok-Kanal](https://www.tiktok.com/@theologie.univechta)
- [Instagram-Kanal](https://www.instagram.com/theologie.univechta)

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Ausgehend von Luthers Entdeckung der Gnade zeigt der Beitrag, wie Reformation als Kommunikationsereignis im digitalen Zeitalter neu erfahrbar wird durch die kreative Aufgabe „Luther als Influencer“.
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Was wäre, wenn Luther Instagram gehabt hätte? Der Beitrag verbindet Reformation, Medienkompetenz und Kreativität und zeigt, wie Jugendliche heute Haltung zeigen können: analog, digital, reformatorisch.
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- Theologie
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## Wenn Thesen viral gehen
„Hier stehe ich - und poste!“
Diese humorvolle Umdeutung von Luthers berühmtem Zitat bildet den Ausgangspunkt einer Unterrichtseinheit für den evangelischen Religionsunterricht der Jahrgangsstufen 7/8.
Schüler:innen versetzen sich in Martin Luther hinein und erstellen einen Instagram-Post aus seiner Perspektive mit Text, Bild und Hashtags.
Die Idee verbindet historisch-theologische Bildung mit digitaler Medienkompetenz:
Wie hätte Luther seine reformatorische Botschaft heute kommuniziert?
Und was bedeutet Glaubensfreiheit in einer vernetzten Welt?
Lehrkräfte können die Aufgabe analog mit vorbereiteten Arbeitsblättern oder digital über ein interaktives Tool gestalten.
### Tipp für die Umsetzung
Mit [Zeoob](https://zeoob.com) lassen sich analoge [PDF](Vorlage%20Instagram-Post.pdf)
ganz einfach in interaktive, digitale Lernräume verwandeln. So können Schülerinnen und Schüler ihre Ideen direkt online umsetzen, Kommentare austauschen und kreative Posts gestalten ein Lernprozess, der historische Inhalte lebendig macht und Medienreflexion fördert.
![](Toolhinweis.JPG)
Weitere Infos hier in den [Nutzungshinweisen von Zeoob](https://zeoob.com/terms-and-conditions/)
## Freiheit im Glauben - Reformation als Befreiungserfahrung
Im Zentrum der Reformation steht Luthers Entdeckung der Rechtfertigung allein aus Gnade (sola gratia).
Nicht menschliche Leistung, sondern göttliche Gnade befreit den Menschen von Angst, Selbstoptimierung und religiösem Leistungsdenken.
Diese Einsicht prägt auch den heutigen Religionsunterricht:
„Ich bin angenommen!“ Nicht, weil ich perfekt bin, sondern weil Gott mir Würde, Liebe und Zuspruch schenkt.
Diese Aussage kann zu einem Leitgedanken werden, der Lernende zur Selbstreflexion und zur Auseinandersetzung mit eigenen Selbstbildern anregt. Aus dieser Erkenntnis heraus konnte Luther die Kraft ziehen, „Ich“ zu sagen gegen äußeren Druck, institutionelle Autorität und persönliche Zweifel. Seine Haltung wurzelt in einem Glauben, der Freiheit schenkt: Freiheit, sich selbst und anderen mit Offenheit zu begegnen.
Für die Unterrichtspraxis eröffnet sich hier ein produktiver Lernraum: Schülerinnen und Schüler können darüber nachdenken, welche theologischen Gründe etwa Liebe, Geschöpflichkeit, Würde oder Zuspruch diesem reformatorischen „Ich bin angenommen“ zugrunde liegen. In der kreativen Umsetzung, etwa durch einen Instagram-Post aus Luthers Perspektive, kann diese Einsicht in die Lebenswelt heutiger Jugendlicher übersetzt werden: als Gegenbild zu digitalen Perfektions- und Leistungslogiken, als Ausdruck von Vertrauen und Haltung im digitalen Raum.
Im Instagram-Post können Lernende diese Botschaft kreativ ausdrücken mit Hashtags wie #SolaGratia #FreiheitImGlauben #HierSteheIch.
So wird Theologie nicht nur vermittelt, sondern kommunikativ erlebt.
## Historisch-theologische Bildung im digitalen Raum
Die Unterrichtsidee greift zentrale Konzepte auf, die in der aktuellen kirchengeschichts- und religionsdidaktischen Diskussion betont werden:
1) Emotionale Beteiligung und performatives Lernen
Lernprozesse werden vertieft, wenn Lernende sich handelnd und emotional in historische Perspektiven hineinversetzen.
Die Erstellung des Instagram-Posts ist ein narrativer Zugang, der Empathie und Identifikation ermöglicht.
2) Dekonstruktives und rekonstruktives Lernen
Wie bei der Arbeit mit historischen Avataren gilt auch hier: Nicht nur nacherzählen, sondern kritisch rekonstruieren.
Lernende fragen: Wie sah Luther seine Welt? Welche Konflikte prägten ihn? Wie wäre das heute?
Damit entwickeln sie historisches und theologisches Urteilsvermögen.
3) Multiperspektivität und Ambivalenz
Luther wird nicht als „Influencer-Held“ präsentiert, sondern als ambivalente Persönlichkeit mit Spannungen zwischen Mut, Glaube und Konflikten (z. B. mit Kirche, Autorität, Antijudaismus). Die Auseinandersetzung mit den Folgen seiner Schriften, führt zudem auch zu einem Bewusstsein, dass Worte, Schriften und Posts Macht besitzen.
Das schützt vor Vereinfachung und fördert Geschichtsbewusstsein.
4) Digitale Bildung und Medienreflexion
Social Media wird nicht unkritisch genutzt, sondern reflektiert:
Welche Verantwortung trägt derjenige, der öffentlich Glauben kommuniziert?
Wie beeinflussen Algorithmen religiöse Diskurse?
Wo liegen Chancen und Risiken digitaler Verkündigung?
**Diese vier didaktischen Leitlinien verankern die Aufgabe theologisch, historisch und medienpädagogisch.**
## Luther hatte kein Instagram, kein TikTok - und ging trotzdem viral.
Im Herbst 1517 verbreiteten sich seine 95 Thesen in Windeseile über ganz Europa. Kein Algorithmus, kein Livestream, sondern der Buchdruck verständliche Thesen und Karikaturen machten die Reformation zum ersten viralen Ereignis der Geschichte.
Das Projekt „Luther als Influencer“ überträgt diesen Gedanken in den Religionsunterricht der Jahrgangsstufen 7/8.
Schüler:innen versetzen sich in Luthers Perspektive und gestalten einen Instagram-Post, der seine Botschaften, Gefühle und Konflikte in die Gegenwart übersetzt.
### Didaktische Umsetzung: Reformation kommunizieren - heute
Die Aufgabe „Luther als Influencer“ greift zentrale Prinzipien kirchengeschichtlicher Bildung auf und überträgt sie in konkrete Unterrichtshandlungen. Sie lädt Lernende dazu ein, reformatorisches Denken kommunikativ, kreativ und kritisch zu erschließen.
Im Zentrum steht nicht die bloße Wissensreproduktion, sondern ein aktiver Aneignungsprozess: &nbsp;
Schülerinnen und Schüler
- setzen sich mit zentralen Themen der Reformation auseinander (z. B. Freiheit, Gewissen, Gnade, Verantwortung),
- beziehen Position zu Glaubensfragen und gesellschaftlichen Herausforderungen,
- diskutieren kontroverse Perspektiven und lernen, differenziert zu urteilen,
- reflektieren, wie theologische Überzeugungen in unterschiedlichen Medien Gestalt gewinnen können.
So wird kirchengeschichtliches Lernen zu einem kommunikativen Lernprozess, der historische Einsichten in heutige Lebens- und Medienwelten übersetzt. Reformation wird nicht nur erinnert, sondern kommunikativ fortgeführt im Denken, im Diskurs und im digitalen Ausdruck.
So wird Reformation nicht nur erinnert, sondern erlebt und reflektiert.
### Kommunikatives Lernen: Reformation als Medienereignis
Damals: Der Buchdruck machte Luthers Botschaften viral. Seine Flugschriften und Lieder waren die Social-Media-Beiträge des 16. Jahrhunderts. Sie waren für die breite Masse zugänglich und verständlich.
Heute: Jugendliche kommunizieren über Reels, Stories und Posts.
Konkret im Unterricht:
Lehrkräfte lassen Lernende untersuchen, wie Luther Medien genutzt hat (Flugblätter, Bibelübersetzung, Streitgespräche).
Anschließend übertragen sie diese Kommunikationsstrategien auf heutige Kanäle:
„Wie würde Luther heute seine Thesen posten?“
„Welches Medium würde er wählen YouTube, Insta, Podcast?“
Der Transfer verdeutlicht: Reformation war Kommunikation und Kommunikation bleibt reformatorisch.
Zielkompetenz:
Lernende erkennen, dass Glaubenskommunikation immer an zeitgemäße Ausdrucksformen gebunden ist früher Buchdruck, heute Social Media.
### Emotionale Beteiligung: Glauben ins Gespräch bringen
#### Didaktischer Gedanke:
Performative Lernformen ermöglichen es, sich in Luthers Situation einzufühlen zwischen Angst, Gewissenskonflikt und Mut zum Widerspruch.
Konkret im Unterricht:
Schülerinnen und Schüler schreiben Posts aus Luthers Perspektive:
„Ich habe gezweifelt. Aber jetzt weiß ich: Gott liebt mich, nicht meine Leistung.“
Sie wählen Hashtags, Emojis und Bilder, die seine Emotionen transportieren.
Eine Reflexionsphase schließt an:
„Wie fühlt es sich an, für eine Überzeugung einzustehen, die nicht allen gefällt?“
Zielkompetenz:
Lernende deuten Glaubenskonflikte existenziell sie erkennen: Reformation war auch ein persönlicher Befreiungsakt.
### Multiperspektivität: Luther - Held, Zweifler, Mensch
#### Didaktischer Gedanke:
Geschichte ist mehrdeutig. Luther war mutig, aber auch streitbar und verletzend.
Seine Haltung bietet Anlass zur Reflexion über Ambivalenz, Verantwortung und Toleranz.
Konkret im Unterricht:
In Gruppen bearbeiten Lernende verschiedene Perspektiven:
Luther als Reformator der Kirche
Luther als politischer Unruhestifter
Luther als Mensch mit Zweifeln
Luther als Kritiker, aber auch als intoleranter Theologe
Jede Gruppe erstellt einen „Instagram-Post“ aus dieser Sichtweise.
Im Plenum wird diskutiert:
„Wie kann man heute für etwas einstehen, ohne andere abzuwerten?“
Zielkompetenz:
Schüler:innen lernen, komplexe historische Figuren kritisch zu verstehen und ihre Haltung in die Gegenwart zu übersetzen etwa im Umgang mit gesellschaftlichen Konflikten.
### Kritisch-mediale Kompetenz: Glauben im digitalen Raum
#### Didaktischer Gedanke:
Medien prägen die Wahrnehmung von Wahrheit, Autorität und Glauben.
Das gilt für Luthers Zeit (Buchdruck) ebenso wie für Instagram heute.
### Erstelle einen Instagram-Post aus Luthers Perspektive!
Luther war kein Influencer - aber seine Botschaft hatte „Impact“.
Seine Kommunikationsform war reformatorisch, weil sie Menschen erreichte.
**Vergleich: viral damals vs. viral heute**
|1517 Reformation| 2025 Social Media|
| -------------| -------------:|
| ✍️ 95 Thesen| 📲 Hashtag oder Video |
| 📜 Buchdruck| 💻 Algorithmus |
|⛪ Kirche & Universität als Diskussionsorte | 🌐 Instagram, TikTok|
|📬 Flugblätter & Briefe| 📡 Posts, Reels, Memes|
|💬 Öffentliche Streitgespräche| 💬 Kommentarspalten|
|⏳ Wochenlange Verbreitung| ⚡ Sekunden bis viral|
|🙋 Mut zur Meinung| 💬 Haltung im Netz|
➡️ Wie würde er seine Thesen heute formulieren?
➡️ Welche Emotion, welches Thema, welche Hashtags?
Vorschläge:
#FreiheitImGlauben
#SolaFide
#HierSteheIch
#ReformationReloaded
#GnadeOhneLikes
#MutZurMeinung
#FaithNotFilter
### Fazit
„Ein guter Insta-Post ist wie eine kleine Reformation:
Er verändert den Blick auf die Welt - mit Mut, Gefühl und einer klaren Botschaft.“
### Dieser Beitrag illustriert auf Instagram
[![](1.png)](https://www.instagram.com/p/DPvl4HrjeGp)
(Bildlizenz: Canva - Durch Klicken auf das Bild landest du beim [Beitrag auf Instagram](https://www.instagram.com/p/DPvl4HrjeGp))
## Literaturangaben
- WDR (2023): Reformationstag: Martin Luther-Avatar beantwortet Fragen. In: Aktuelle Stunde, 31.10.2023.
https://www1.wdr.de/fernsehen/aktuelle-stunde/alle-videos/reformationstag-luther-avatar-beantwortet-fragen-100.html
- RUPRE Forschungsstelle für Öffentliche Religionspädagogik. (2024). Luther als Avatar? Theologische und religionspädagogische (Un-)Möglichkeit? In: Video-Vortrag von Prof. Dr. Manfred L. Pirner. https://youtu.be/m2wFtG1FUj4

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name: 'Digitale Offenheit braucht fachwissenschaftliche Tiefe: OER-Qualität im Projekt TiRU'
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Die Integration von OER in der Lehrer:innenbildung eröffnet innovative didaktische Gestaltungsspielräume, geht jedoch mit Herausforderungen hinsichtlich der Qualitätsentwicklung einher. Am Beispiel des Projekts TiRU an der Professur für Religionspädagogik und Mediendidaktik der Goethe-Universität Frankfurt wird ein Qualitätsentwicklungsprozess vorgestellt, der im Rahmen des FOERBICO-Projekts durch eine Beratung zu OER-Qualitätskriterien operationalisiert wurde. Der Beitrag analysiert Gelingensbedingungen qualitätsorientierter OER-Entwicklung und geht der Frage nach, wie Qualitätskriterien nicht nur evaluativ angewendet, sondern konstitutiv in die Materialentwicklung integriert werden können.
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- givenName: Laura
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name: Johann Wolfgang Goethe-Universität Frankfurt
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name: Johann Wolfgang Goethe-Universität Frankfurt
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- Laura Mößle
- Paula Paschke
title: 'Digitale Offenheit braucht fachwissenschaftliche Tiefe: OER-Qualität im Projekt TiRU'
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Die Integration von OER in der Lehrer:innenbildung eröffnet innovative didaktische Gestaltungsspielräume, geht jedoch mit Herausforderungen hinsichtlich der Qualitätsentwicklung einher. Am Beispiel des Projekts TiRU an der Professur für Religionspädagogik und Mediendidaktik der Goethe-Universität Frankfurt wird ein Qualitätsentwicklungsprozess vorgestellt, der im Rahmen des FOERBICO-Projekts durch eine Beratung zu OER-Qualitätskriterien operationalisiert wurde. Der Beitrag analysiert Gelingensbedingungen qualitätsorientierter OER-Entwicklung und geht der Frage nach, wie Qualitätskriterien nicht nur evaluativ angewendet, sondern konstitutiv in die Materialentwicklung integriert werden können.
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tags:
- Qualitätskriterien
- Hochschuldidaktik
- Religionspädagogik
- Theologie
- Open Educational Resources (OER)
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OER eröffnen in der Lehrer:innenbildung neue didaktische Gestaltungsräume. Gleichzeitig stellen sie anspruchsvolle Fragen nach Qualität, Nachhaltigkeit und struktureller Anschlussfähigkeit. Im Spannungsfeld von Offenheit, fachwissenschaftlicher Fundierung und rechtlicher Absicherung gewinnt insbesondere die Berücksichtigung fachspezifischer - also religionspädagogischer - Qualitätsdimensionen an Bedeutung.
Wie sich diese unterschiedlichen Facetten in einem qualitätsorientierten Entwicklungsprozess verbinden lassen, zeigt exemplarisch das Projekt **TiRU (Tablets im Religionsunterricht)** an der Goethe-Universität Frankfurt. Die dort entwickelten Materialien wurden im Rahmen des FOERBICO-Projekts einer systematischen Beratung unterzogen, gestützt auf die eigens erarbeitete Handreichung zu [OER-Qualitätskriterien](https://git.rpi-virtuell.de/Comenius-Institut/FOERBICO_und_rpi-virtuell/src/branch/main/qualitaetskriterien/handreichung-qualitaetskriterien.md). Der Beitrag dokumentiert diesen Prozess, reflektiert die identifizierten Gelingensbedingungen und verdeutlicht, wie Qualität in offenen Bildungsressourcen nicht nur überprüft, sondern als integraler Bestandteil ihrer Konzeption aktiv gestaltet werden kann.
## Das Projekt TiRU: Tablets im Religionsunterricht
Im Projekt **TiRU (Tablets im Religionsunterricht)** wird seit 2022 an der Goethe-Universität Frankfurt ein innovatives, sechssemestriges fachdidaktisches Lehr-Lern-Laboratorium umgesetzt. Unter Leitung von Prof. Viera Pirker und der Umsetzung von Paula Paschke wurden OER entwickelt, die fachdidaktische und fachwissenschaftliche Perspektiven auf den Einsatz von Tablets in der religionspädagogischen Lehrkräftebildung zusammenbringen.
Ziel von TiRU ist es, Digitalkompetenz, theologische Reflexion und mediendidaktische Expertise praxisnah in Seminaren zu verbinden und die daraus entwickelten Materialien für die religionspädagogische Hochschuldidaktik als barrierearme OER verfügbar zu machen. Darüber hinaus zielt TiRU darauf, die an vielen Schulen bereits verbreiteten Tablets didaktisch fundiert im Religionsunterricht einzusetzen. Lehramtsstudierende werden gezielt angeleitet, Tablets aktiv und reflektiert im Religionsunterricht zu verwenden.
TiRU orientiert sich konsequent an einer offenen Bildungskultur. Es adressiert lebenslanges Lernen durch phasenübergreifende Nutzbarkeit der Inhalte in Studium, Referendariat und Fortbildung. Die entwickelten OER-Selbstlernkurse richten sich nicht nur an Studierende der Goethe-Universität, sondern auch an Lehramtsstudierende anderer Hochschulen, an Dozierende in allen Phasen der Lehrer:innenbildung sowie an Einzelpersonen im Selbststudium. Im Rahmen des TiRU-Projekts wurden OER in den Themenbereichen "Bibeldidaktik", "Ethisches Lernen" und "Interreligiöses Lernen" konzipiert.
## Beratung und Qualitätsentwicklung im Rahmen von FOERBICO
Die in TiRU entwickelten [**OER-Materialien zum Biblischen Lernen**](https://moodle-connect.s.studiumdigitale.uni-frankfurt.de/moodle/course/view.php?id=39) (Zugriff über den **Gastzugang** möglich - einfach auf "Anmelden als Gast" klicken) wurden im Rahmen des FOERBICO Projekts zur weiteren Qualitätsentwicklung systematisch beraten.
Ziel von FOERBICO ist es, OER in der wissenschaftlichen Religionspädagogik sichtbarer zu machen und ihre Qualität durch systematisierte und praxisnahe Kriterien zu verbessern.
Für eine verlässliche und breite Nutzung und Etablierung von OER braucht es neben einer stabilen technischen Infrastruktur auch fachlich fundierter Qualitätsstandards [(vgl. Kopp et al., 2021)](https://www.pedocs.de/volltexte/2023/26636/pdf/MidW_78_Kopp_et_al_Strategische_Verankerung.pdf). Dies gilt insbesondere für die Religionspädagogik, da die Qualität offener Bildungsressourcen maßgeblich ihre Akzeptanz und nachhaltige Verbreitung bestimmt [(vgl. Pirker & Pirner 2025)](https://openjournals.fachportal-paedagogik.de/theo-web/article/view/51).
FOERBICO entwickelte hierfür eine [Handreichung mit Qualitätskriterien](https://git.rpi-virtuell.de/Comenius-Institut/FOERBICO_und_rpi-virtuell/src/branch/main/qualitaetskriterien/handreichung-qualitaetskriterien.md) für religionspädagogische OER im schulischen, hochschulischen oder außerschulischen Bildungsbereich. Hierfür wurden bestehende OER-Qualitätssicherungsprozesse in Fachcommunities mit aktuellen wissenschaftlichen Diskursen abgeglichen, weiterentwickelt und in Expert:inneninterviews evaluiert.
Die Handreichung gliedert die Qualitätskriterien in vier Dimensionen:
1. **Rechtliche Qualität** Lizenz- und Urheberrechtsangaben als Grundlage für rechtssichere Nutzung und Weiterverbreitung
2. **Technische Qualität** Kriterien für langfristige Verfügbarkeit, Barrierefreiheit und Interoperabilität
3. **Pädagogisch-didaktische Qualität** Zielgruppenorientierung, didaktisches Design, Lernaktivitäten sowie Möglichkeiten zur Lernerfolgskontrolle und zum Transfer
4. **Religionspädagogische Qualität** Ausrichtung der Materialien an den Kernprinzipien einer subjektorientierten, pluralitätsfähigen und lebensweltorientierten Religionsdidaktik
## TiRU als Modellprojekt für OER-Qualität
Die Beratung des TiRU Projekts fungiert dabei als Modellprojekt für die praxisnahe Erprobung und Validierung der im FOERBICO-Projekt entwickelten OER-Qualitätskriterien. Es trägt wesentlich zur Schärfung der Qualitätsdimensionen bei, bspw. mit Blick auf Lizenzfragen oder zum Umgang mit Bildern und fachspezifischen Elementen.
Bereits im Zuge der Entwicklung der OER befassten sich die Verantwortlichen des Projektes TiRU mit bereits vorhandenen Qualitätskriterien zu OER. Ihnen fehlte es zu diesem Zeitpunkt jedoch an fachspezifischen Auseinandersetzungen mit diesen Fragestellungen. Zudem konnte mithilfe des Programms "Zeit für Lehre" eine studentische Hilfskraft eingestellt werden, die die Barrierefreiheit der Materialien überprüfte und weiterentwickelte.
## Qualitätsprüfung und offene Punkte
Die Beratung der TiRU-Materialien anhand der FOERBICO-Handreichung zu OER-Qualitätskriterien zeigte: Die Materialien sind bereits rechtlich solide, technisch tragfähig und nachhaltig angelegt sowie didaktisch und religionspädagogisch durchdacht.
Die Materialien zum biblischen Lernen in Tabletumgebungen orientieren sich beispielsweise an den heutigen Fragen und Lebenssituationen der Studierenden, bieten Möglichkeiten zum Perspektivwechsel und regen zu reflektierten Urteilen an.
Dennoch offenbarten sich im Detail feine Stellschrauben, an denen sich die Qualität weiter schärfen lässt. Diese lassen sich in vier zentrale Handlungsfelder bündeln:
**Rechtliche Präzisierung**
- Vereinheitlichung aller Lizenzangaben
- Prüfung und transparente Kennzeichnung von Ausnahmen der CC-Lizenzierung sowie konsequente Anwendung der [TULLU-Regel](https://open-educational-resources.de/oer-tullu-regel/)
- Vollständige und einheitliche Urheber:innen- und Mitwirkendenangaben
- Ergänzung eines Zitationsvorschlags der Materialien sowie eines klar ausgewiesenen Erstellungsdatums
**Technische Optimierung**
- Integration standardisierter Metadaten (Titel, Urheber:in, Lizenz, Format, Zielgruppe)
- Sicherstellung der Bereitstellung in offenen, weit verbreiteten Dateiformaten
- Gewährleistung der Exportierbarkeit von H5P-Elementen
- Einsatz offen lizenzierter Schriftarten
- Gut lesbare Schriftart mit [offener Lizenzierung](https://open-educational-resources.de/texte-und-schriftarten)
Die Umsetzung dieser Maßnahmen stellt nicht nur rechtliche Klarheit, technische Resilienz und pädagogische Kohärenz sicher, sondern hebt die TiRU-Materialien zugleich auf ein Niveau, das sie als Referenzmodell für OER in der religionspädagogischen Bildung ausweist.
Die aus dem Beratungsprozess gewonnenen Einsichten wiederum flossen zurück in die Weiterentwicklung der Handreichung, stärken deren Praxistauglichkeit und tragen so zur Weiterentwicklung belastbarer Qualitätskriterien für kommende OER-Initiativen bei.
## Fazit: Qualität als konstitutives Prinzip
Die im Projekt TiRU entwickelten OER-Materialien, aber auch das ebenfalls an der Professur für Religionspädagogik und Mediendidaktik verortete Projekt [**M@PS**](https://oer.community/oer-beratung-und-qualit%C3%A4tskriterien/) markieren den Anspruch einer neuen Generation religions- und medienpädagogischer Bildungsressourcen. Diese zeichnen sich dadurch aus, dass sie nicht allein auf die inhaltliche Vermittlung fokussieren, sondern ihre Offenheit, Qualität und Anschlussfähigkeit bereits in der Konzeption, der didaktischen Ausgestaltung und den gewählten Publikationsformaten verankern.
Die im Rahmen des FOERBICO-Projekts entwickelten Qualitätsdimensionen verdeutlichen, dass Qualität im OER-Kontext nicht als nachträgliche Ergänzung, ein sog. „Add-on“ zu verstehen ist. Vielmehr stellt sie ein konstitutives Prinzip dar, das die gesamte Materialentwicklung von der Quellenwahl über die Formatgestaltung bis hin zur rechtlichen und technischen Umsetzung durchzieht.
Qualität wird so zu einer Haltung, die in jeder gestalterischen Entscheidung sichtbar wird und die Offenheit der Materialien nicht nur formal, sondern auch strukturell und inhaltlich absichert.
TiRU und M@PS leisten nicht nur einen Beitrag zur Erweiterung des OER-Angebots religionspädagogischer Arbeit, sondern fungieren zugleich als praxisnahe Referenzmodelle dafür, wie sich Offenheit und Qualitätsorientierung wechselseitig stärken und kontinuierlich weiterentwickelt werden können.
### Literaturangaben
- Kopp, M., Neuböck, K., Gröblinger, O., Schön, S. (2021). Strategische Verankerung von OER an Hochschulen. Ein nationales Weiterbildungsangebot für Open Educational Resources. In: Wollersheim, H.-W., Karapanos, M., Pengel, N. [Hrsg.]: Bildung in der digitalen Transformation. Münster/ New York, 179-183, https://www.pedocs.de/volltexte/2023/26636/pdf/MidW_78_Kopp_et_al_Strategische_Verankerung.pdf.
- Pirker, V., Pirner, M. L. (2025). Open Educational Resources und Open Educational Practices ein systematischer Literaturbericht im religionspädagogischen Horizont. In: *Theo-Web. Zeitschrift für Religionspädagogik* 24 (1), 151185, https://openjournals.fachportal-paedagogik.de/theo-web/article/view/51.

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OER werden in der Religionspädagogik als zukunftsweisendes Instrument offener Bildungspraktiken gesehen. Immer drängender stellt sich damit die Frage nach ihrer Qualität: Woran lassen sich gute OER erkennen? Um Lehrenden dabei Orientierung zu geben, hat das FOERBICO-Team eine Handreichung mit OER-Qualitätskriterien erarbeitet, die sowohl bei der Bewertung als auch bei der Erstellung von OER unterstützen kann.
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alt: 'Wandkunst mit Text über Qualität und Frische von Adhitya Sibikumar (@adhitya_2505)(Quelle: Unsplash, Unsplash-Lizenz)'
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OER werden in der Religionspädagogik als zukunftsweisendes Instrument offener Bildungspraktiken gesehen. Immer drängender stellt sich damit die Frage nach ihrer Qualität: Woran lassen sich gute OER erkennen? Um Lehrenden dabei Orientierung zu geben, hat das FOERBICO-Team eine Handreichung mit OER-Qualitätskriterien erarbeitet, die sowohl bei der Bewertung als auch bei der Erstellung von OER unterstützen kann.
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- Hochschuldidaktik
- Religionspädagogik
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- Medienpädagogik
- Open Educational Resources (OER)
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Open Educational Resources (OER) werden häufig mit großen bildungspolitischen Erwartungen verknüpft: Sie sollen Chancengleichheit fördern, Teilhabe ermöglichen, digitale Kompetenzen stärken und Bildungsprozesse demokratisieren. Auch in der Religionspädagogik werden OER zunehmend als Hoffnungsträger für eine gerechtere und innovativere Bildungslandschaft ([vgl. Mößle/Pirker 2024](https://www.theo-web.de/ausgaben/2023/22-jahrgang-2023-heft-1/news/open-educational-practices-als-wissenstransfer-welche-potenziale-hat-die-religionspaedagogik-auf-dem-weg-ins-open); [Angelina/ Mößle 2025](https://y-nachten.de/2025/03/oer-und-die-third-mission/)) diskutiert. Doch verbunden mit der Zugänglichkeit stellt sich immer dringlicher die Frage nach der Qualität: Was macht gute, nachhaltig nutzbare und qualitative OER eigentlich aus? Wie lässt sich die Qualität von OER bewerten? Und worauf gilt es zu achten, wenn man qualitative OER erstellen möchte?
## OER-Qualität im diskursiven Horizont
Die freie Nutzbarkeit und Weiterverbreitung von OER wirft zentrale Fragen nach ihrer **Qualität** auf. Neben Unsicherheiten im Urheberrecht zählt die Qualität von OER zu den am intensivsten diskutierten Themen im OER-Umfeld [(vgl. Ehlers 2015)](https://www.researchgate.net/publication/327393832_Qualitatsentwicklung_fur_OER_-_viel_besprochen_wenig_realisiert). Qualität gilt aus Sicht der Nutzer:innen als entscheidender Faktor für die Akzeptanz und den Erfolg offener Bildungsressourcen [(vgl. Pirker & Pirner 2025)](https://doi.org/10.58069/theow.2025.1.51).
Mit dem rasanten Anstieg frei verfügbarer Materialien, nicht zuletzt durch KI-gestützte Entwicklungen, wird die Identifikation qualitativ hochwertiger OER zunehmend komplex.
Nutzer:innen bewerten Qualität meist auf Basis individueller Bedürfnisse, was zu stark divergierenden Qualitätsvorstellungen führt. Die prozesshafte Natur von OER, die fortwährend verändert und adaptiert werden, erschwert statische Qualitätssicherungsprozesse zusätzlich [(vgl. Ehlers 2015)](https://www.researchgate.net/publication/327393832_Qualitatsentwicklung_fur_OER_-_viel_besprochen_wenig_realisiert).
Um dennoch Vertrauen in offene Bildungsressourcen zu stärken, braucht es Orientierung für OER-Qualität. Qualität ist kein feststehendes Attribut, sondern Ergebnis eines **dialogischen Aushandlungsprozesses**. [Baas et al. (2022)](https://oda.oslomet.no/oda-xmlui/bitstream/handle/11250/3063763/Baas%2bet%2bal.%2b%25282022%2529.pdf?sequence=1&isAllowed=y) zeigen, dass Lehrende ihre Qualitätswahrnehmung nicht isoliert, sondern im Austausch mit Kolleg:innen und innerhalb institutioneller Rahmenbedingungen entwickeln. Qualität entsteht folglich dort, wo OER **inhaltlich relevant**, **didaktisch tragfähig**, **praktisch nutzbar** und **anschlussfähig** für die eigene Lehre gestaltet werden.
## Verfahren zur Qualitätssicherung von OER
Im Kontext der Qualitätssicherung OER existieren mittlerweile mehrere erprobte Verfahren, die sowohl im schulischen als auch im hochschulischen Bereich Anwendung finden und unterschiedliche Schwerpunkte setzen.
Ein prominentes Instrument ist das **[Augsburger Analyse- und Evaluationsraster (AAER)](https://digillab.uni-augsburg.de/onlinedienste/das-augsburger-analyse-und-evaluationsraster-aaer/)**. Es ermöglicht eine systematische Bewertung analoger und digitaler Lehr-Lern-Materialien auf Grundlage von acht definierten Qualitätsdimensionen:
1. Lehrplan- und Bildungsstandards
2. Diskursive Positionierung
3. Makrodidaktische und bildungstheoretische Fundierung
4. Mikrodidaktische Fundierung und Umsetzung
5. Kognitive Strukturierung
6. Bild- und Textgestaltung
7. Aufgabenstellung
8. Anwendungstransparenz
Dieses Raster macht Stärken und Schwächen von Bildungsmedien sichtbar und unterstützt Lehrkräfte bei fundierten Entscheidungen über deren Einsatz.
Das niedersächsische OER-Portal [**Twillo**](https://www.twillo.de) verfolgt einen dezidiert partizipativen Ansatz. Die Qualitätssicherung erfolgt vor allem über eine Selbsteinschätzung der Ersteller:innen, unterstützt durch den **OER-Qualitätscheck**, der durch sieben zentrale Prüfdimensionen führt:
1. Inhaltliche Wiederverwendbarkeit
2. Design und Lesbarkeit
3. Struktur und Orientierung
4. Fachwissenschaftliche Fundierung
5. Didaktisches Design / Motivation
6. Hilfestellung und Support
7. Anwendung und Transfer
Damit fördert Twillo nicht nur die Reflexion über die Qualität von OER, sondern bietet ergänzend praxisorientierte Hilfestellungen.
Die **[Hamburg Open Online University (HOOU)](https://portal.hoou.de/)** hat sich mit einem eigenen Qualitätssicherungsmodell im Hochschulkontext positioniert. Das beratende Evaluationsverfahren konzentriert sich auf pädagogisch-didaktische und technische Qualität, während die inhaltliche Verantwortung bewusst bei den Autor:innen verbleibt [(vgl. Friz, 2019)](https://open-educational-resources.de/wp-content/uploads/GMK_M%C3%BCnchen.pdf).
Aufbauend auf diesem Verfahren entwickelt die HOOU einen umfassenden Kriterienkatalog, der inhaltliche, didaktische, technische und nutzungsorientierte Aspekte gleichermaßen berücksichtigt. Perspektivisch soll mit dem HOOU-Label ein markenspezifisches Qualitätssiegel etabliert werden, das als Vertrauensmerkmal für hochwertige OER fungiert [(vgl. Zawacki-Richter et al., 2017)](https://www.synergie.uni-hamburg.de/media/sonderbaende/qualitaetsentwicklung-von-oer-2018.pdf).
Die genannten Verfahren zur Qualitätssicherung von OER zeigen die Bandbreite, wie Qualität entwickelt werden kann, von detaillierten Kriterienrastern (AAER), partizipative Selbstbewertung (Twillo) bis hin zu eher beratenden Verfahren mit institutionellen Qualitätslabels (HOOU).
## Qualität im religionspädagogischen Kontext
„Die Frage nach Unterrichtsqualität ist zu einer Schlüsselfrage geworden, nicht nur für den schulischen Alltag, sondern für die schul- und bildungspolitische Diskussion insgesamt“ (Schweitzer, 2008, S. 11).
Die Frage nach der Qualität religiöser Bildungsprozesse wird bereits seit geraumer Zeit von allgemein didaktischen Grundsatzüberlegungen bis hin zur Analyse und Bewertung konkreter Lehrmaterialien diskutiert. Von besonderer Bedeutung ist dabei die Frage, wie sich guter Religionsunterricht jenseits abstrakter Konzeptionen bestimmen lässt. Es ist also für den Religionsunterricht geboten, präzise auszuweisen, „was und wie in diesem Fach gelernt werden soll“ (Schweitzer, 2020, S. 15).
Dabei ist zu berücksichtigen, dass es **den** guten Unterricht nicht gibt (vgl. Gojny; Lenhard & Zimmermann, 2022, S. 164). Mit Helmke (2017) ist vielmehr zu fragen: Gut wofür, gut für wen, gemessen an welchen Bedingungen, aus welcher Perspektive und für welchen Zeitraum? Qualität erweist sich daher als vielschichtiges und kontextabhängiges Kriterium, das je nach Bildungsziel, Lerngruppe, institutionellem Rahmen oder Zeitpunkt unterschiedlich bestimmt wird (vgl. Adam & Rothgangel, 2012).
Auch die verschiedenen Anspruchsgruppen wie Lehrpersonen, Schüler:innen, Eltern, Kirche, Öffentlichkeit oder Bildungspolitik verbinden jeweils eigene Erwartungen mit dem Religionsunterricht (vgl. Gojny; Lenhard & Zimmermann, 2022, S. 164). Qualitätsfragen dürfen daher nicht eindimensional beantwortet werden, sondern müssen stets im Spannungsfeld verschiedener Perspektiven reflektiert werden.
So plädiert [Rothgangel (2021)](https://doi.org/10.1007/s42010-021-00107-w) für einen mehrdimensionalen Qualitätsbegriff, der fachübergreifende und fachspezifische Kriterien integriert.
Er verweist darauf, dass Religionsunterricht einerseits denselben allgemeinen Standards guten Unterrichts folgen muss wie andere Fächer, etwa hinsichtlich Strukturierung, Klassenführung, kognitiver Aktivierung und einer wertschätzenden Lernatmosphäre.
Andererseits muss sich Religionsunterricht an Maßstäben orientieren, die aus den Bezugswissenschaften Theologie und Religionswissenschaft sowie aus der Religionsdidaktik selbst hervorgehen. Diese betreffen spezifische Kompetenzen religiöser Bildung wie das Wahrnehmen religiöser Phänomene, das Verstehen und Verwenden religiöser Sprache oder das begründete Urteilen in Glaubensfragen.
Auch Englert (2006) betont, dass die Bestimmung von Qualität im Religionsunterricht nur unter Einbezug genuin fachspezifischer Kategorien gelingen kann. In diesem Sinne erfordern z.B. kooperative Formate eine Didaktik, die Perspektivenwechsel und Dialogfähigkeit systematisch fördert ([vgl. Käbisch und Woppowa 2022)](https://rpb-journal.de/index.php/rpb/article/view/193).
Eine bloße Auflistung von Qualitätskriterien kann allerdings nicht als Garantie für gelingenden Unterricht gelten. Wie die Unterrichtsforschung zeigt, ergibt sich Qualität nicht aus der Summe einzelner Merkmale, sondern aus deren Zusammenspiel (vgl. Helmke, 2017).
Die Qualitätsdebatte reicht bis in die Schulbuchforschung ([vgl. Henningsen, 2023](https://bibelwissenschaft.de/stichwort/201081/])), wo Fragen nach inhaltlicher Richtigkeit mit Sensibilität für Repräsentationen, didaktischer Struktur und ideologiekritischer Reflexion verbunden werden. Auffällig ist jedoch, dass digitale Bildungsmedien bislang nur am Rande berücksichtigt werden und belastbare Kriterien für deren systematische Bewertung fehlen.
## Entstehungsprozess eines Kriterienkatalogs für religionsbezogene Bildung
Vor diesem Hintergrund entwickelte das FOERBICO-Team einen Kriterienkatalog zur OER-Qualität für schulische, außerschulische und hochschulische Kontexte. Ausgangspunkt war die Analyse bestehender Qualitätssicherungsansätze in OER-Communities, die mit aktuellen religionspädagogischen Forschungsdiskursen abgeglichen und in Expert:inneninterviews sowie praktischen Erprobungen iterativ weiterentwickelt wurden.
Parallel wurden Projekte der Professur für Religionspädagogik und Mediendidaktik der Goethe Universität Frankfurt mit Hilfe der im FOERBICO Projekt entwickelten Handreichung auf ihre Qualität hin überprüft und entsprechend [für die Publikation überarbeitet](https://oer.community/oer-beratung-und-qualit%C3%A4tskriterien/). Auch diese Erkenntnisse flossen in die Überarbeitung der Kritieren ein.
So entstand eine Handreichung, die wissenschaftliche, praxisbezogene und communitybasierte Perspektiven integriert und im Format einer Checkliste zugänglich macht.
Die Handreichung versteht Qualität nicht als normatives Prüfschema oder als Garantie guter OER und damit guter religiöser Bildungsprozesse. Sie ist vielmehr als **reflexives Instrument** konzipiert, das die Vielschichtigkeit religionspädagogischer Qualitätsdebatten aufgreift und Lehrenden und Materialerstellenden eine **Orientierung** bietet, ohne in reduktionistische 'Abhak-Logik' zu verfallen.
Qualität wird als Ergebnis eines fortlaufenden Aushandlungsprozesses verstanden, der sich sowohl in der Erstellung als auch in der Nutzung und Weiterentwicklung von OER vollzieht
## Qualitätskriterien: Die FOERBICO-Checkliste im Detail
Die im Projekt FOERBICO entwickelte Handreichung zu Qualitätskriterien setzt an einem dynamischen Qualitätsverständnis an. Qualität soll als Ergebnis eines reflexiven Aushandlungsprozesses innerhalb einer Community betrachtet werden, die sowohl in der Erstellung als auch in der Nutzung und Weiterentwicklung von OER wirksam wird. Ziel der Handreichung ist es, ein Qualitätsverständnis zu fördern, das sowohl die strukturellen Anforderungen digitaler Bildungsressourcen als auch die inhaltlich-didaktischen Besonderheiten religiöser Bildungsprozesse integriert.
Die entwickelte Handreichung bietet damit ein praxisnahes Instrumentarium, um OER religionspädagogisch fundiert zu erstellen, bereits vorhandene OER auf ihre Qualität hin zu bewerten und weiterzuentwickeln.
Die Handreichung ist aufgrund einer Bedarfsanalyse als Checkliste aufgebaut und basiert in Teilen auf den Qualitätsmerkmalen von [Mayrberger, Zawacki-Richter und Müskens (2017)](https://www.synergie.uni-hamburg.de/media/sonderbaende/qualitaetsentwicklung-von-oer-2018.pdf) sowie auf [Kobusch & Halm (2022)](https://www.hsbi.de/publikationsserver/download/2761/3626/FH%20Bielefeld%202022%2C%20Checkliste%20OER%20v1.1.pdf). Sie erweitert bestehende Qualitätsmodelle um eine dezidiert religionspädagogische Perspektive.
Die Handreichung ist in vier Dimensionen untergliedert:
### Die vier Dimensionen im Überblick
**1. Rechtliche Qualität:**
Um OER rechtssicher zu veröffentlichen, müssen **urheberrechtliche Vorgaben** zwingend beachtet werden, insbesondere bei der Nutzung externer Inhalte wie Bilder, Grafiken oder Textausschnitte.
Idealerweise bestehen OER ausschließlich aus selbst erstelltem, offen lizenziertem Material.
Inhalte von Dritten gelten grundsätzlich als urheberrechtlich geschützt, auch ohne ausdrücklichen Hinweis. Eine Nutzung von Inhalten als OER ist daher nur dann zulässig, wenn eine ausdrückliche Erlaubnis, etwa durch Creative Commons-Lizenzen, vorliegt. Auch KI-generierte Inhalte sind nicht automatisch frei verwendbar; hier sind die Lizenzbedingungen der jeweiligen Plattformen sorgfältig zu prüfen. Transparente Lizenzierung, korrekte Quellenangaben und ein bewusster Umgang mit geschütztem Material sind daher zentrale Qualitätsanforderungen.
Exemplarisch für die rechtliche Dimension sieht die Checkliste also folgende Items vor:
* Das Material ersetzt geschützte Elemente (Bilder, Grafiken, Videos, Karten, Audio, Schrift oder Logos), sofern möglich, durch offen lizenzierte Alternativen.
* Das Material verwendet eine ausgewählte CC-Lizenz, die den Veröffentlichungswünschen entspricht (siehe CC-Lizenzen).
* Im Material wurde kenntlich gemacht, ob durch das verwendete KI-Tool urheberrechtliche Einschränkungen bestehen (z. B. bei Canva oder MidJourney)
**2. Technische Qualität:**
Die technische Qualität von OER ist zentral für ihre **Auffindbarkeit und Wiederverwendbarkeit**. Materialien sollten in offenen, verbreiteten Dateiformaten bereitgestellt und mit Metadaten versehen sein, um Zugänglichkeit und Verbreitung zu sichern.
Offene Dateiformate erhöhen die Nutzbarkeit in unterschiedlichen Kontexten. Zudem ist Barrierefreiheit zu beachten, bspw. durch Alternativtexte oder barrierearme Farbgestaltung, um eine inklusive Nutzung zu ermöglichen.
Exemplarisch für die technische Dimension sieht die Checkliste folgende Items vor:
* Das Material wird in offenen und weit verbreiteten Dateiformaten bereitgestellt (z. B. .txt, .odt, .pdf, .png, .jpg, .svg, .mp3, .ogg, .mp4, .webm).
* Es gibt einen hohen Kontrast zwischen Text und Hintergrund (z. B. schwarze Schrift auf weißem Hintergrund) wird im Material berücksichtigt.
* Alternativtexte für Bilder und visuelle Inhalte wurden bereitgestellt, damit Screenreader diese erfassen können.
**3. Pädagogisch-didaktische Qualität:**
OER sollen breit nutzbar, anpassbar und flexibel auf **Zielgruppen, Lehrkontexte und Lernniveaus** zugeschnitten sein. Ihre nachhaltige Weiternutzung hängt maßgeblich von ihrer pädagogisch-didaktischen Qualität ab.
Hilfestellungen, klar strukturierte Lernaktivitäten und interaktive Elemente erleichtern Lehrkräften die Anpassung an die eigenen Unterrichtskonzepte. Besonders wertvoll sind OER, die ergänzendes Begleitmaterial, Übungsaufgaben oder Vorlagen bereitstellen.
Die genannten Qualitätsmerkmale sind dabei keine Pflichtvorgaben, sondern Anregungen zur Qualitätssteigerung.
Exemplarisch für die pädagogisch-didaktische Dimension sieht die Checkliste folgende Items vor:
* Lernprozesse können durch angemessene Differenzierung auf verschiedenen Niveaus initiiert werden.
* Das Material und die genutzten Plattformen fördern den aktiven Austausch zwischen Lernenden, z.B. durch Diskussionsanlässe, reflexive Fragen oder integrierte Foren.
* Die Lernenden werden dazu angeregt, selbstständig Lösungsansätze zu entwickeln und Gelerntes auf neue Kontexte anzuwenden.
**4. Religionspädagogische Qualität:**
Die religionspädagogische Qualität bemisst sich an einem breiten Spektrum **etablierter religionsdidaktischer Konzepte** wie Subjektorientierung, Korrelation und Elementarisierung.
Auch fundierte Lernwege, etwa biblisches oder ästhetisches Lernen, bilden zentrale Qualitätsmerkmale für die Gestaltung religiöser Bildung.
OER stellen insofern eine Besonderheit dar, als sie sich den kirchlichen Genehmigungsverfahren schulischer Lernmedien entziehen. Während Schulbücher geprüft werden, müssen für OER alternative Qualitätssicherungsmechanismen, etwa über Repositorien oder Empfehlungen durch Kirchen und Religionsgemeinschaften, entwickelt werden.
Neben grundlegenden religionspädagogischen Prinzipien werden auch spezifische Qualitätsmerkmale der jeweiligen Lernwege beschrieben.
Exemplarisch für die religionspädagogische Dimension sieht die Checkliste folgende Items vor:
* Das Material ermöglicht es den Lernenden, religiöse Präsenz im Alltag zu entdecken (z. B. Glaube, Institutionen, Symbole) und sich damit auseinanderzusetzen.
* Das Material legt seine konfessionelle oder religiöse Perspektive offen und ermöglicht eine reflektierte Auseinandersetzung damit
* Das Material ermöglicht Lernenden, unterschiedliche religiös-weltanschauliche Deutungen der Wirklichkeit wahrzunehmen und in einem multiperspektvischen Kontext zu reflektieren.
> **[Vollständige OER-Qualitätskriterien](https://git.rpi-virtuell.de/Comenius-Institut/FOERBICO_und_rpi-virtuell/src/branch/main/qualitaetskriterien/handreichung-qualitaetskriterien.md)**
> Die OER-Qualitätskriterien stehen als offen zugängliche Markdown-Datei unter CC BY 4.0 Lizenz zur Verfügung.
> Die Handreichung versteht sich als lebendiges Dokument, das kontinuierlich weiterentwickelt, angepasst und erprobt wird.
> Die OER-Qualitätskriterien bieten Lehrenden eine praxisnahe und flexible Grundlage, um OER zu bewerten, zu gestalten und weiterzuentwickeln.
Die Qualitätskriterien bieten Orientierung zur Erstellung und Bewertung von OER im Bereich der Religionspädagogik. Sie bieten keine rechtsverbindliche Auskunft und ersetzten nicht die eigenverantwortliche Prüfung der Materialien.
### Qualität als reflexiver Aushandlungsprozess
Die FOERBICO-Checkliste versteht sich als reflexives Instrument, das Lehrende dabei unterstützt, Qualitätsfragen nicht nur normativ zu beantworten, sondern in einem **dialogischen Aushandlungsprozess** mit Kolleg:innen, Lernenden und der OER-Community weiterzuentwickeln.
Die Checkliste stellt kein pauschales Bewertungssystem bereit, sondern bietet eine fundierte Orientierung, wie Qualität im spezifischen Kontext religionspädagogischer Bildungsarbeit differenziert gestaltet werden kann.
Qualitätssicherung bedeutet dabei Offenheit als Chance für gemeinsames Lernen und kollektive Qualitätsentwicklung zu begreifen. In einer digitalen Bildungslandschaft, die zunehmend von offenen Materialien und KI-gestützten Tools geprägt ist, bleibt die Frage nach fachlicher und didaktischer Verantwortung überaus zentral.
## Literaturangaben
* Adam, G. & Rothgangel, M. (2012). Was ist guter Religionsunterricht? In: Rothgangel, M./Adam, G./Lachmann, R. (Hg.), Religionspädagogisches Kompendium, Göttingen, 7. Aufl., 416433.
* Angelina, P., & Mößle, L. (2025). [Fürchtet euch nicht. OER und Third Mission](https://y-nachten.de/2025/03/oer-und-die-third-mission/).
* Angelina, P., Buchwald-Chassée, G., Gregorio Rodrigo, P., Mößle, L., & Ullmann, C. (2025). [Open Educational Resources in der Religionspädagogik erstellen: Rechtliche, technische, pädagogisch-didaktische und religionspädagogische Qualitätskriterien](https://git.rpi-virtuell.de/Comenius-Institut/FOERBICO_und_rpi-virtuell/src/branch/main/qualitaetskriterien/handreichung-qualitaetskriterien.md). FOERBICO-Handreichung.
* Baas, M., van der Rijst, R., Huizinga, T., & van den Berg, E. (2022). [Would you use them? A qualitative study on teachers' assessments of open educational resources in higher education](https://oda.oslomet.no/oda-xmlui/bitstream/handle/11250/3063763/Baas%2bet%2bal.%2b%25282022%2529.pdf?sequence=1&isAllowed=y). The Internet and Higher Education, 54, 100848, 114.
* Ehlers, U.-D. (2015). [Qualitätsentwicklung für OER viel besprochen, wenig realisiert!](https://www.researchgate.net/publication/327393832_Qualitatsentwicklung_fur_OER_-_viel_besprochen_wenig_realisiert) Wikimedia Deutschland.
* Englert, R. (2006). Die Diskussion über Unterrichtsqualität und was die Religionsdidaktik daraus lernen könnte. In: C. Bizer u.a. (Hg.), Was ist guter Religionsunterricht? (Jahrbuch der Religionspädagogik 22), Neukirchen-Vluyn, 5264.
* Fey, C.-C. (2017). Das Augsburger Analyse- und Evaluationsraster für analoge und digitale Bildungsmedien, in: C.-C. Fey & E. Matthes (Hrsg.), Das Augsburger Analyse- und Evaluationsraster für analoge und digitale Bildungsmedien (AAER). Grundlegung und Anwendungsbeispiele in interdisziplinärer Perspektive, Bad Heilbrunn, 1447.
* Friz, S. (2019). [Qualität und freie, digitale Bildungsmedien (OER) Wie passt das zusammen?](https://open-educational-resources.de/wp-content/uploads/GMK_M%C3%BCnchen.pdf) Vortrag auf dem 36. Forum Kommunikationskultur der GMK, München, 16.11.2019.
* Gojny, T., Lenhard, H., Zimmermann, M. (2022). Religionspädagogik in Anforderungssituationen. Fachdidaktische Grundlagen für Studium und Beruf, Göttingen.
* Helmke, A. (2017). Unterrichtsqualität und Lehrerprofessionalität. Diagnose, Evaluation und Verbesserung des Unterrichts, 7. Auflage, Seelze-Velber.
* Henningsen, J. (2023). [Schulbuchanalyse](https://bibelwissenschaft.de/stichwort/201081/), in: wirelex, das Wissenschaftlich-Religionspädagogische Lexikon im Internet.
* Käbisch, D., Woppowa J. (2022). [Qualitätskriterien für kooperative Formate im Religionsunterricht](https://rpb-journal.de/index.php/rpb/article/view/193), RpB 45 (2), 3345.
* Kobusch, A., Halm, L. (2022). [Checkliste: Open Educational Resources erstellen](https://www.hsbi.de/publikationsserver/download/2761/3626/FH%20Bielefeld%202022%2C%20Checkliste%20OER%20v1.1.pdf), Bielefeld.
* Lübben, S., Müskens, W., & Zawacki-Richter, O. (2023). Quality of OER: Test Theoretical Development and Validation of an Assessment Tool. In: D. Otto, G. Scharnberg, M. Kerres & O. Zawacki-Richter (Hrsg.), Distributed Learning Ecosystems. Concepts, Resources, and Repositories, Wiesbaden, 139160.
* Mößle, L., & Pirker, V. (2024). [Open Educational Practices als Wissenstransfer: Welche Potenziale hat die Religionspädagogik auf dem Weg ins „open“?](https://www.theo-web.de/ausgaben/2023/22-jahrgang-2023-heft-1/news/open-educational-practices-als-wissenstransfer-welche-potenziale-hat-die-religionspaedagogik-auf-dem-weg-ins-open), in: Theo-Web. Zeitschrift für Religionspädagogik, 23(2), 159170.
* Pirker, V., & Pirner, M. (2025). [Open Educational Resources und Open Educational Practices ein systematischer Literaturbericht im religionspädagogischen Horizont](https://doi.org/10.58069/theow.2025.1.51), in: Theo-Web, 24(1), 151185.
* Rothgangel, M. (2021). [Unterrichtsqualität in der Religionsdidaktik fachspezifische und fachübergreifende Aspekte](https://doi.org/10.1007/s42010-021-00107-w), in: Unterrichtswissenschaft. Journal of Teaching and Learning Sciences 49(2), 253260.
* Schweitzer, F. (2008). Elementarisierung und Kompetenz. Wie Schülerinnen und Schüler von „gutem Religionsunterricht“ profitieren, Neukirchen-Vluyn.
* Schweitzer, F. (2020). Religion noch besser unterrichten. Qualität und Qualitätsentwicklung im RU, Göttingen.
* Zawacki-Richter, O., Müskens, W., & Mayrberger, K. (Hrsg.) (2017). [Qualitätsentwicklung von OER. Vorschlag zur Erstellung eines Qualitätssicherungsinstruments für OER am Beispiel der Hamburg Open Online University](https://www.synergie.uni-hamburg.de/media/sonderbaende/qualitaetsentwicklung-von-oer-2018.pdf), Hamburg.

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Über Infrastrukturen, Communities und digitale Bildungsräume Einblicke in
das Gespräch mit Prof. Michael Kerres
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Am 8. Oktober traf Laura aus dem FOERBICO Team Prof. Michael Kerres vom
Learning Lab an der Uni Duisburg-Essen zum Austausch über digitale
Transformation in der Bildung. Im Mittelpunkt standen Fragen zu Open
Educational Practices, zu Infrastrukturen sowie zum informellen Lernen
außerhalb formaler Bildungsinstitutionen.
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Am 8. Oktober traf Laura aus dem FOERBICO Team Prof. Michael Kerres vom Learning Lab zum Austausch über digitale Transformation in der Bildung. Im Mittelpunkt standen Fragen zu Open Educational Practices, zu Infrastrukturen sowie zum informellen Lernen außerhalb formaler Bildungsinstitutionen.
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- Open Educational Practices (OEP)
- Informelles Lernen
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- Personal Learning Environments
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Am 8. Oktober 2025 traf sich Laura vom FOERBICO-Team zu einem anregenden Austausch mit Prof. Dr. Michael Kerres vom [Learning Lab](https://www.learninglab.de/ueber-uns/kerres/) von der Universität Duisburg-Essen. Im Mittelpunkt des Gesprächs standen grundlegende Fragen zur digitalen Transformation im Bildungsbereich. Besondere Aufmerksamkeit galt der Rolle von OEP, den Anforderungen an tragfähige digitale Infrastrukturen sowie dem Potenzial offener Bildung zur Förderung informeller Lernprozesse, wie etwa im Ehrenamt.
## Bildungsräume im Wandel: Einblicke in das Learning Lab
Das Learning Lab der Universität Duisburg-Essen kooperiert mit einer Vielzahl von Bildungseinrichtungen und -trägern mit einem besonderen Fokus auf die Erwachsenen- und Weiterbildung, berufliche Qualifizierung, außerschulische Bildungsangebote und lebenslanges Lernen.
Im Zentrum stehen dabei zentrale Fragen wie: Wie gelingt digitale Transformation im Bildungswesen? Welche Infrastrukturen sind erforderlich, damit offene Bildungsprozesse nachhaltig wirksam werden können? Und wer sind die entscheidenden Akteure, um solche Prozesse zu gestalten?
Ein Punkt, den Prof. Kerres exemplarisch aufgezeigt hat, betrifft die Ausstattung von Schulen. Zwar verfügen viele Schulen inzwischen über Tablets im Klassensatz, doch fehlen häufig passende digitale Schulbücher, tragfähige Server-Infrastrukturen und nicht zuletzt Fortbildungen für Lehrkräfte. Diese Defizite werfen die Frage auf: Wer trägt die Verantwortung für den Aufbau digitaler Infrastrukturen? Sind es die Schulträger, Landesinstitute oder andere Instanzen? Im Gespräch wurde deutlich, dass die gegenwärtige Fragmentierung eine systematische digitale Transformation erheblich erschwert.
## OEP als Infrastruktur- und Kulturfrage
In Anlehnung an die [OER-Strategie des Bundes (2022)](https://www.bmftr.bund.de/SharedDocs/Publikationen/DE/3/691288_OER-Strategie.html) wurde in unserem Gespräch auch deutlich, dass OEP weit mehr als die bloße Bereitstellung freier Bildungsmaterialien darstellen. Sie verweisen auf eine umfassendere Bildungsvision, nämlich auf offene, partizipative Lernkulturen, die durch interoperable Infrastrukturen, Qualitätskriterien und kollaborative Praktiken getragen werden.
Prof. Kerres betonte in diesem Zusammenhang die Notwendigkeit, die infrastrukturelle Fragmentierung im Bildungsbereich kritisch zu hinterfragen. Ist es zukunftsfähig, wenn Bildungsinhalte verstreut über Plattformen von Unternehmen, Trägern oder Kirchen angeboten werden, jeweils mit eigenen technischen und pädagogisch-didaktischen Standards? Oder braucht es nicht vielmehr eine öffentlich verantwortete Infrastruktur, die Zugänglichkeit, Interoperabilität und Qualitätssicherung gewährleistet?
Auch **FOERBICO** versteht sich als strategische Klammer für offene Bildungsprozesse im religionspädagogischen Feld: Das Verbundprojekt stärkt und vernetzt bestehende OER-Communities of Practice und setzt gezielt auf die Etablierung von Metadatenstandards, um die Interoperabilität über Plattform- und Institutionsgrenzen hinweg zu fördern. In der Schwerpunktsetzung auf religionsbezogene Bildungsakteure zeigt sich jedoch eine fachspezifische Verankerung, die Kooperationen mit anderen Fachkulturen bislang nur punktuell realisiert. Damit steht auch FOERBICO vor der Herausforderung, dass OER-/OEP-Initiativen oft auf ihre jeweiligen Fachkulturen beschränkt bleiben, was den Wissenstransfer und die nachhaltige Wirkung über disziplinäre Grenzen hinweg einschränkt.
## Ehrenamt als Bildungsakteur
Prof. Kerres richtete noch den Blick auf eine oft übersehene Bildungsdimension: die Qualifizierung ehrenamtlich Engagierter. Ob in der Geflüchtetenhilfe oder in der Arbeit mit Kindern und Jugendlichen sind viele Ehrenamtliche gefordert, sich kontinuierlich fortzubilden. Oftmals stehen sie dabei unter einem gewissen Qualifizierungsdruck, dem sie zeitlich kaum gerecht werden können. Deshalb stellte sich das Learning Lab die Frage: Wie lassen sich Bildungsräume gestalten, die jenseits formaler Settings niedrigschwellige Lerngelegenheiten bieten und die Qualifizierung im Ehrenamt auf diese stärken?
Ein Beispiel dafür ist das gemeinsam mit dem Volkshochschulverband entwickelte [Ehrenamtsportal](https://vhs-ehrenamtsportal.de/). Es zeigt exemplarisch, wie digitale Infrastruktur niedrigschwellige Lernangebote bereitstellen und den Wissenstransfer innerhalb von Communities fördern kann.
### Die Chance von Personal Learning Environments
Am Ende des Gesprächs rückte ein Konzept in den Fokus, das vor allem mit Blick auf Lebenslanges Lernen zunehmend an Bedeutung gewinnt: sogenannte Personal Learning Environments (PLEs). Diese individuell gestaltbaren Lernumgebungen ermöglichen es Lernenden, eigene Bildungswege zu entwickeln, die sie über ihre gesamte Lebensspanne hinweg nutzen können. Sie eröffnen Chancen für selbstbestimmtes Lernen und ermöglichen die Verschränkung von formellen und informellen Lernprozessen.
Eine vertiefende Auseinandersetzung mit diesem Ansatz erscheint 2026 in einer gemeinsamen Publikation von Paula Paschke, Florian Mayrhofer und Laura Mößle von der Professur für Religionspädagogik und Mediendidaktik der Goethe-Universität Frankfurt im Sammelband [Räume der Hochschullehre. Bildungsorte für die Zukunft, herausgegeben von Mrohs, Lorenz et al. im transcript Verlag](https://www.transcript-verlag.de/detail/index/sArticle/7684/sCategory/313000025?number=978-3-8376-6436-2).
Das Gespräch mit Prof. Kerres bot einen inspirierenden Impuls, Bildungsräume auch über formale Bildungsinstitutionen hinaus zu denken. Es ermutigte dazu, im Rahmen des **FOERBICO-Projekts** und darüber hinaus Perspektiven auf gemeinschaftliches Lernen und die Gestaltung offener Bildungsinfrastrukturen weiterzuentwickeln.

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Am 24. Oktober 2025 fand am DIPF | Leibniz-Institut für Bildungsforschung und Bildungsinformation in Frankfurt am Main der zweite OERinfo-Fachtag unter dem Motto „Gemeinsam für mehr Offenheit“ statt. Im Mittelpunkt stand das Thema „Bildungsinfrastrukturen, digital und offen usOER, researchOER und providOER im Trialog“. Vom FOERBICO-Team nahmen Florian Mayrhofer (Goethe-Universität Frankfurt) und Gina Buchwald-Chassée (Comenius-Institut Münster) teil, die ihre Erfahrungen und Perspektiven zu offenen Bildungsressourcen teilten.
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- Florian Mayrhofer
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Am 24. Oktober 2025 fand am DIPF in Frankfurt der zweite OERinfo-Fachtag unter dem Motto „Gemeinsam für mehr Offenheit“ statt. Thema war digitale und offene Bildungsinfrastrukturen. Das FOERBICO-Team war mit dabei - im Blogbeitrag erhaltet ihr weitere Einblicke.
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tags:
- FOERBICO in Kontakt
- OER-Strategie
- Community
- Vernetzung
- Open Educational Resources (OER)
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Am 24. Oktober 2025 fand am [DIPF | Leibniz-Institut für Bildungsforschung und Bildungsinformation](https://www.dipf.de/de/startseite) in Frankfurt am Main der zweite [OERinfo-Fachtag](https://open-educational-resources.de/oerinfo-fachtag-2/) statt diesmal unter dem Motto „Gemeinsam für mehr Offenheit“. Das Schwerpunktthema: „Bildungsinfrastrukturen, digital und offen usOER, researchOER und providOER im Trialog“.
Mit dabei waren Florian Mayrhofer ([Goethe-Universität Frankfurt, Professur für Religionspädagogik und Mediendidaktik](https://www.uni-frankfurt.de/78330411/Religionsp%C3%A4dagogik_und_Mediendidaktik)) und Gina Buchwald-Chassée ([Comenius-Institut Münster](https://comenius.de/)) vom FOERBICO-Team, die hier ihre Einblicke mit euch teilen.
![](OERinfo-Fachtag-2025-min.jpg)
## Austausch zwischen Nutzer:innen, Forschung und Entwicklung
Der Fachtag brachte Nutzer:innen (usOER), Forscher:innen (researchOER) sowie Entwickler:innen (producOER) und Anbieter:innen (providOER) in einen lebendigen Austausch. Ziel war es, Bedarfe, innovative Ideen und politische Handlungsfelder für OER-förderliche Bildungsinfrastrukturen zu identifizieren und gemeinsam zu überlegen, wie Offenheit technisch, didaktisch und organisatorisch besser gelingen kann.
Nach der Eröffnung durch Prof. Dr. Marc Rittberger (DIPF), Katja Stamm (BMBFSFJ) und Dr. Markus Deimann (ORCA.nrw) wurde schnell deutlich:
Offenheit in der Bildung ist kein Randthema mehr sie betrifft zunehmend das gesamte digitale Ökosystem von Lehren und Lernen.
### OER on Stage: Stimmen aus der Praxis
Im Fishbowl „OER on Stage: User-Stories“ diskutierten Franziska Mucha (usOER) und Verena Zimper (providOER) mit dem Publikum über konkrete Erfahrungen im Umgang mit offenen Materialien.
Die Gesprächsrunde, begleitet von intensiven Beiträgen aus der Community, orientierte sich entlang zentraler Fragen:
- Wie behalten wir den Überblick über Materialien, Plattformen und Lizenzen?
- Was passiert eigentlich mit den erstellten OER werden sie gefunden, genutzt, weiterentwickelt?
- Wie kann die Qualität von OER gesichert werden?
- Viele Projekte bleiben in kleinen Bubbles. Wie lassen sich Brücken schlagen?
- Wie könnte eine ideale, zukunftsfeste OER-Infrastruktur aussehen?
![](20251024_100342-min.jpg)
### Workshops: OER-Infrastrukturen zum Mitmachen
Am Vormittag und Nachmittag ging es in Workshops an konkrete Ideen:
In „Build the Stage: Infrastruktur zum Mitmachen“ konnten Teilnehmende selbst aktiv werden von der Erkundung bestehender OER-Infrastrukturen bis zur Entwicklung neuer Roadmaps und Prototypen.
- [MOERFI](https://www.oer-strategie.de/vernetzen/moerfi/) stellte die Idee eines OER-Cockpits vor, das Suche, Erstellung und Nutzung offener Materialien vereinfacht.
- [HackathOERn](https://edu-sharing-network.org/projekt-hackathoern/) arbeitete an Mini-Roadmaps für OER-/OEP-Infrastrukturen praxisnahe Skizzen für künftige Entwicklungsprozesse.
- Im Workshop „Hack your Education“ zeigte [Jugend hackt](https://jugendhackt.org/), wie partizipative Formate wie Hackathons Lernprozesse öffnen und Selbstbestimmung fördern.
- Und im Workshop zu Edufeed und dem Nostr-Protokoll (Vorstellung der Idee siehe [Pitch](https://oer.community/edufeed-pitch/)) wurde kritisch diskutiert, was „offen“ im technischen Sinne bedeutet und wie Infrastrukturen Kollaboration entweder ermöglichen oder behindern können.
### Forschung und internationale Perspektiven
Am Nachmittag boten Marktstände und Posterpräsentationen einen Überblick über aktuelle Projekte aus Forschung und Entwicklung. Den internationalen Schlusspunkt setzte [Dr. Robert Farrow (Open University, UK)](https://iet.open.ac.uk/people/rob.farrow) mit seinem Vortrag „Elements of an Open Ecosystem“.
Farrow beleuchtete Offenheit als dynamisches, fragiles und evolvierendes Habitat von Werten beeinflusst durch technologische, politische und kulturelle Faktoren. Besonders der Einsatz von Künstlicher Intelligenz rücke derzeit neue Fragen nach Zugang, Abhängigkeit und Gerechtigkeit in den Fokus.
## Zentrale Fragen und Felder
Rückblickend zeigten sich während der Tagung in den verschiedenen Beiträgen, Workshops und Gesprächen offene Fragen und Felder:
### Orientierung im OER-Dschungel
Die Vielfalt an OER-Materialien, Plattformen und Lizenzmodellen ist Chance und Herausforderung zugleich. Ohne klare Strukturen drohen wertvolle Ressourcen unauffindbar zu werden oder in rechtlichen Grauzonen zu verschwinden. Deshalb braucht es transparente Kataloge, eindeutige Lizenzangaben und intelligente Suchfunktionen. Nur so kann Offenheit auch tatsächlich Orientierung und Zugänglichkeit ermöglichen.
### Black Box Nutzung
Ein bisher kaum beleuchtete Frage ist, was mit OER-Materialien nach ihrer Veröffentlichung geschieht. Oft endet der Produktionsprozess mit dem Upload und was danach passiert, bleibt eine Black Box. Dabei wäre es zentral zu wissen, wie Materialien tatsächlich genutzt, verändert und weiterentwickelt werden.
Dafür braucht es zwei Dinge:
- Anreize für Autor:innen, ihre überarbeiteten Materialien wieder zu teilen
- eine passende Infrastruktur, die diesen Rückfluss ermöglicht
Der von FOERBICO geplante Community Hub setzt genau hier an und möchte diesen Bruch in der OER-Kette schließen. Wir halten euch auf darüber natürlich auf dem Laufenden!
### Qualität von OER
Ein häufig genanntes Problem in der OER-Praxis ist die Materialproduktion. Oft bringen Produzent:innen bereits fertige Lehrmaterialien mit, die anschließend an OER-Standards angepasst werden müssen ein Prozess, der viel Zeit und Detailarbeit erfordert.
Für religionsbezogene OER stehen seit kurzem die von FOERBICO entwickelten [Qualitätskriterien](https://git.rpi-virtuell.de/Comenius-Institut/FOERBICO_und_rpi-virtuell/src/branch/main/qualitaetskriterien/handreichung-qualitaetskriterien.md) zur Verfügung. Sie setzen für das religionsbezogene Lehren und Lernen einen wichtigen Impuls: Sie machen sichtbar, worauf es bei offen zugänglichen Bildungsmaterialien wirklich ankommt nicht nur auf die Offenheit, sondern auch auf pädagogische Qualität (mehr dazu im kürzlich veröffentlichen Blogbeitrag [Digitale Offenheit braucht fachwissenschaftliche Tiefe: OER-Qualität im Projekt TiRU](https://oer.community/digitale-offenheit-braucht-tiefe/)).
### OER und ihre Wirkung
Trotz zahlreicher Praxisbeispiele wissen wir bislang erstaunlich wenig über die tatsächliche Wirkung von OER. Verbessern sie die Bildungsgerechtigkeit? Unterstützen sie Lehrkräfte in ihrer Professionalität? Erleichtern sie Lernprozesse? All diese Fragen sind bisher kaum systematisch untersucht. Eine empirische Forschung zu den Effekten offener Bildungsressourcen sowohl für Lernende als auch Lehrende wurde daher als dringendes Desiderat benannt.
### Metadaten
OER leben von Zugänglichkeit. Doch Zugänglichkeit braucht Ordnung. Immer häufiger wird daher der Ruf nach Standardisierung von Metadaten laut ergänzt um didaktische Metadaten, die pädagogische Intentionen und Lernziele erfassen.
Seit kurzem denken wir auch innerhalb von FOERBICO darüber nach, religionspädagogische Metadatenstandards zu entwickeln. Diese könnten nicht nur die Auffindbarkeit verbessern, sondern auch KI-Bots dabei unterstützen, passende Materialien für bestimmte Lernkontexte zu identifizieren und mit den richtigen Nutzer:innen zu verknüpfen.
### Fehlende Anerkennung
Ein wiederkehrendes Thema ist der Mangel an Anerkennung für die Erstellung von OER, besonders im Hochschulkontext. Wer offene Lehrmaterialien produziert, investiert oft erhebliche Zeit ohne dass diese Arbeit offiziell anerkannt oder honoriert wird. Hier braucht es neue Strukturen: politische Rahmenbedingungen, institutionelle Förderprogramme und eine Kultur, die offene Bildungspraktiken (OEP) sichtbar wertschätzt.
### Blick in die Zukunft
Der Konsens: Austausch, Support und Beratung werden als entscheidende Hebel gesehen. Eine zentrale Plattform allein löst die Probleme nicht. Sinnvoller sind gut vernetzte, dezentrale Strukturen, die Metadaten, Nutzungsinformationen und Attributionsdaten bündeln. Im Kontext von Bildungsstrukturen gilt Dezentralität als Ideal. Sie steht für Vielfalt, Eigenverantwortung und Offenheit Werte, die dem Gedanken offener Bildung entsprechen. Dezentral organisierte Netzwerke können Innovation und Qualität in der Bildungsarbeit stärken, wenn sie durch gemeinsame Standards und transparente Strukturen verbunden bleiben. So könnten Anerkennung und Sichtbarkeit für OER-Akteur:innen wachsen.
Dennoch ist die Realität komplex: „Wir kriegen die Player nicht zusammen“, hieß es mehrfach ein Hinweis darauf, dass Koordination, Peers und politische Unterstützung entscheidend bleiben, um Offenheit langfristig zu sichern.
## Fazit: Offenheit ist kein Selbstläufer
Offene Bildungsressourcen entstehen und wirken nur dann nachhaltig, wenn sie eingebettet sind in unterstützende Infrastrukturen, klare Verantwortlichkeiten und gelebte Kooperation.
Für das FOERBICO-Team war der OERinfo-Fachtag 2025 eine wichtige Impulsveranstaltung: für die weitere Auseinandersetzung mit OER-Beratung, Praxisnähe und Vernetzung, aber auch für die Frage, wie offene Bildungslandschaften stärker integriert, sichtbar und wertgeschätzt werden können.
Doch neben Infrastrukturen stehen immer auch die Menschen im Fokus und so bot der Fachtag eine wunderbare Gelegenheit miteinander ins Gespräch zu kommen, gemeinsam an Lösungen zu denken und tiefere Einblicke in die OER-Communities zu erhalten. Zugleich sehen wir, dass das Projekt FOERBICO gut unterwegs ist und bereits an offenen Fragen aktiv nach konkreten Lösungsmöglichkeiten sucht.

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Wertebildung ist ein Prozess der Selbst- und Welterschließung, der in der digitalen Lebenswelt Räume für Verantwortung und Empathie eröffnet. Das Projekt „Auf Martins Spuren“ zeigt, wie sich Tradition und Digitalität wirksam verbinden lassen.
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- Corinna Ullmann
- Simone Dinse de Salas
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Wertebildung bedeutet mehr als Tugenden zu vermitteln sie ist ein aktiver Prozess, in dem Lernende sich selbst und die Welt verstehen lernen. In einer digitalen Lebenswelt brauchen Schülerinnen und Schüler Räume, um über Verantwortung, Empathie und Gemeinschaft nachzudenken. Religionspädagog:innen zeigen, dass die Verbindung von Tradition und Digitalität besonders wirksam ist, wenn sie didaktisch gut umgesetzt wird. Ein Beispiel dafür ist das Projekt „Auf Martins Spuren ein Actionbound zum Thema St. Martin“, das klassische Wertebildung mit digitalen Medien verknüpft.
url: wertebildung
tags:
- Open Educational Resources (OER)
- Open Educational Practices (OEP)
- Religionspädagogik
- Bildungsmedien
---
Wertebildung ist mehr als das Vermitteln von Tugenden sie ist ein **Prozess der Selbst- und Welterschließung**.
Gerade in einer digitalen Lebenswelt, in der Schülerinnen und Schüler täglich mit sozialen Medien, Gaming und Online-Kommunikation konfrontiert sind, braucht es Lernräume, in denen sie über **Verantwortung, Empathie und Miteinander** nachdenken können.
Als Religionspädagoginnen (kath. und evang.), die in der Lehrer:innenfortbildung arbeiten, erleben wir immer wieder, wie stark die Verbindung von **Tradition und Digitalität** wirkt, wenn sie didaktisch gut gestaltet ist.
Ein Beispiel dafür ist das Projekt **„[Auf Martins Spuren ein Actionbound zum Thema St. Martin](https://de.actionbound.com/bound/mission-pausenhof---goldene-feder-und-zerbrochenes-schwert)“**, das klassische Wertebildung mit digitalen Medien verbindet.
## Didaktische Idee
**Wie können Schülerinnen und Schüler den Gedanken des Teilens und der Nächstenliebe in einer digitalen Welt erleben?**
Das Projekt **„Auf Martins Spuren“** nutzt die App *[Actionbound](https://de.actionbound.com/)*, um die Geschichte des heiligen Martin erfahrbar zu machen **digital, interaktiv und handlungsorientiert**.
So wird der traditionelle Martinstag in einen lernwirksamen, partizipativen Kontext überführt, der **Kopf, Herz und Hand** gleichermaßen anspricht.
Dieser Baustein kann direkt in Seminare, Fortbildungen oder Schulprojekte integriert werden etwa in den Fächern **Religionspädagogik, Ethik, Medienbildung** oder **Allgemeine Didaktik**.
---
## Vom Teilen zum Teilhaben Actionbound als Lernraum für Werte
*Actionbound* ist ein interaktives Lern- und Lehrwerkzeug, das sich hervorragend für Bildungseinrichtungen eignet.
Lehrende können damit eigene digitale Lernrouten („Bounds“) erstellen, die Elemente von **Storytelling, Spiel und Medienbildung** verbinden.
Lernende werden so nicht nur zu Konsument:innen, sondern zu **aktiv Beteiligten und Gestaltenden**.
Im Bound *„[Auf Martins Spuren](https://de.actionbound.com/bound/mission-pausenhof---goldene-feder-und-zerbrochenes-schwert)“* gehen Schülerinnen und Schüler mit **Smartphone, Herz und Verstand** auf eine Reise durch die Geschichte des heiligen Martin.
Sie lösen Rätsel, diskutieren moralische Dilemmata und gestalten eigene Beiträge etwa, indem sie das Wort *Frieden* mit Steinen legen oder einen *Ort der Stille* fotografieren.
![](Hinweis-Actionbound.png)
---
## Überblick: Aufbau des Bounds
Der Bound besteht aus **sechs Stationen**, die inhaltlich aufeinander aufbauen.
Jede Station kombiniert digitale Aufgaben, Reflexion und kreative Umsetzung im Raum Schule.
1. **Martin, der Junge Identität & Herkunft**
→ Bedeutung des eigenen Namens recherchieren
2. **Vom Soldat zum Friedensstifter Wandel & Verantwortung**
→ Miniquiz zum Thema Frieden
3. **Helfen und Hilfe annehmen Empathie**
→ Reflexionsfrage: „Wann habe ich Hilfe angenommen?“
4. **Der Feigling oder der Mutige? Zivilcourage**
→ Fallbeispiele (Cybermobbing, Gruppendruck) diskutieren
5. **Martin, der Mönch Ruhe & Spiritualität**
→ Ort der Stille aufsuchen und fotografieren
6. **Martin, der Bischof Verantwortung übernehmen**
→ Auf Gänsefeder schreiben: „Was könnte ich besser machen?“
![](Hinweis-Martin.png)
---
## Lernen multimodal, erfahrungsbasiert und dialogisch
- **kognitiv** durch Quizfragen und Recherche
- **emotional** durch Reflexion und kreative Aufgaben
- **sozial** durch Teamarbeit und Austausch
- **digital** durch Nutzung eines datenschutzkonformen Tools
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## „Teilen verbindet“ Wertebildung als Open Educational Practice
Besonders spannend wird der Ansatz, wenn man ihn unter der Perspektive der **Open Educational Resources (OER)** betrachtet.
Denn: *Teilen* ist nicht nur das zentrale Motiv der Martinsgeschichte, sondern auch **Kern der OER-Bewegung**.
Lehrkräfte können Bounds wie diesen **teilen, anpassen und weiterentwickeln**.
Dadurch wird die Idee des Teilens zu einem **gelebten Prinzip der Unterrichtskultur** im digitalen wie im ethischen Sinn.
> „Wie können wir St. Martin heute leben?
> Geh mit uns auf Martins Weg digital, kreativ und mit offenem Herzen.
> **#teilenverbindet #martinslicht**“
Dieser Slogan verbindet pädagogische Haltung und digitale Praxis:
**Offene Bildung als Ausdruck von Solidarität und gemeinschaftlichem Lernen.**
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## Didaktischer Mehrwert Lernen mit Kopf, Herz und Hand
In der Fortbildungspraxis erleben viele Kolleg:innen, dass digitale Tools oft dann Akzeptanz finden, wenn sie **nicht als Selbstzweck**, sondern als **didaktisch sinnvolle Erweiterung** erlebt werden.
Im St.-Martin-Bound wird diese Verbindung greifbar:
- **Kognitive Ebene:** Auseinandersetzung mit Martins Biografie und ethischen Fragestellungen
- **Emotionale Ebene:** Reflexion eigener Erfahrungen Mut, Feigheit, Hilfe annehmen
- **Gestalterische Ebene:** Umsetzung von Symbolen (Feder, Schwert, Licht) in kreative Medienprodukte
- **Spirituelle Ebene:** Nachdenken über Orte der Stille, Gemeinschaft und Verantwortung
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## Bildung mit Herz, Kopf und Smartphone
Das Beispiel zeigt:
> **Digitalität kann Wertebildung nicht ersetzen, aber erweitern und vertiefen.**
Lernen wird **mehrperspektivisch**, wenn digitale Medien nicht nur Wissen vermitteln, sondern auch **Wertorientierung** ermöglichen.
Die Figur des heiligen Martin wird zur **Brücke zwischen Tradition und Transformation**.
> „Digitale Wertebildung bedeutet, die Kultur des Teilens bewusst zu gestalten als pädagogische Haltung, nicht nur als technische Option.“
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## Anleitung: *Auf Martins Spuren ein Actionbound zur digitalen Wertebildung*
**Zielgruppe:** GS 3/4 oder Sekundarstufe 5/6
**Dauer:** ca. 60 Minuten (plus ggf. Verlängerung)
### Materialien
- Smartphones oder Tablets für die Lernenden
- Zugang zu einem digitalen Bound (z. B. über die App *Actionbound*)
- Stationen-Markierungen auf dem Schulgelände oder im Klassenraum
- Medien: Bilder, Reflexionsfragen, QR-Codes, ggf. Karte/Feder/Schwert-Symbolik
- Optional: Ausdrucke für Backup-Stationen, Papier und Stifte
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### Schritt 1 Einstieg: *„Die goldene Feder und das zerbrochene Schwert“*
**Begrüßung:**
„Heute begeben wir uns auf den digitalen und realen Weg von St. Martin mit Smartphone, aber auch mit offenem Herzen.
Mission: Die goldene Feder und das zerbrochene Schwert entdecken und verstehen, was Teilen, Mut und Verantwortung heute bedeuten.“
Hinweis: Es gibt eine Stationen-Rallye (6 Stationen).
Verteile die Geräte und prüfe, ob alle die App starten können bzw. Zugang zum Bound haben.
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### Schritt 2 Durchführung: Stationen im Bound
Führe die Lernenden einzeln oder in kleinen Teams durch die Stationen.
Jede Station verbindet digitale Aufgaben, die über die App *Actionbound* an die Lernenden gegeben werden.
Der Bound besteht aus **sechs Stationen**, die inhaltlich aufeinander aufbauen.
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### Schritt 3 Sicherung und Abschluss
Alle Teams/Einzelnen kommen zusammen.
**Präsentation:**
Jede Gruppe zeigt ein Highlight aus ihrem Bound (z. B. Foto, Idee, Reflexion).
**Plenumfrage:**
> „Was bedeutet Teilen heute in Schule, digital, im Alltag?“
**Hausaufgabe (optional):**
Erstelle dein eigenes kleines *„Martin-Mut-Mini-Bound“* mit 3 Stationen zu deinem Alltag.
Oder: Teile online ein Symbolfoto mit Hashtag **# teilenverbindet # martinslicht** (gemäß Datenschutz).
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## Hinweise für Lehrende
- **Digitaltechnik prüfen:** WLAN, Geräteaufladung, App-Zugang vorher testen.
- **Datenschutz beachten:** Keine erkennbaren Gesichter posten ohne Einwilligung.
Fotografien anonym oder mit Symbolik nutzen.
- **Private Endgeräte:** Thematisiere deren Grenzen.
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## Warum dieses Format?
Dieses Format verbindet **digitale Medien** mit **realem Erleben** und **Wertebildung** also **Kopf, Herz und Hand**.
Der Einsatz von Symbolen (Feder, Schwert) macht abstrakte Werte erfahrbar.
Durch Reflexion und Handlung wird Wertebildung **aktiv statt passiv**.
Der digitale Bound erlaubt individuelle Zugänge und motiviert durch spielerische Elemente.
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## Datenschutz und OER-Qualität
*Actionbound* (Ampel: Grün/Gelb) ist bei Schullizenzen **datenschutzkonform** einsetzbar.
Fotos und Videos nur mit **Einwilligung der Eltern** oder anonym (z. B. Symbole, Objekte).
Hinweise im Bound auf **anonyme Bildernutzung** sind integriert.
Offen gestaltete Materialien (Aufgaben, Texte, Objekte) sind als **OER adaptierbar**.
→ Arbeitsaufträge, Reflexionsfragen und Bound-Struktur können frei weiterentwickelt werden.
Es kommt allerdings auf die jeweilige Actionbound-Lizenz an, hier ein Überblick:
![](Actionbound-Übersicht.png)
Zum [Bound](https://de.actionbound.com/bound/mission-pausenhof---goldene-feder-und-zerbrochenes-schwert)
Zur dazugehörigen [TaskCard](https://www.taskcards.de/#/board/dcf7aef3-b39b-4329-a4a1-4fef791624de/view?token=4df396d0-9855-49c3-8f16-28ce65372a3f)
Zum [Instagram-Post](https://www.instagram.com/p/DQ4or3RjBbJ/?igsh=MTQzcTJwcjlrNmRl)
-> Der Bound ist unter [CC-by-SA-Lizenz](https://creativecommons.org/licenses/by-sa/4.0/deed.de) veröffentlicht, d.h. ihr dürft das Material weiterverwenden und bearbeiten (wenn ihr die entsprechende Actionbound-Lizenz habt), aber nur unter Namensnennung (Simone Dinse de Salas - RPK Rottenburg-Stuttgart) und unter derselben Lizenz wie das Original (also wieder unter CC-by-SA).
Weitere Informationen zu [Actionbound](https://fachstelle-medien.drs.de/medienpaedagogik/actionbound.html).
📅 **Veranstaltungshinweis:**
[Actionbound für Einsteiger](https://de.actionbound.com/events) am 26.11.2025 von 15:00 Uhr - 16:30 Uhr

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name: Instagram als religionspädagogischer Lernort
description: Lichtmomente im Advent- Digitale Erfahrungsräume als Schnittstelle von Religionspädagogik, Wissenschaft und Praxis gestaltet von Corinna Ullmann (Comenius-Institut) und Lara Gotthard (ETH - TU Dortmund) im Instagramformat.
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Erkenntnisse aus dem Gespräch von Corinna Ullmann (Comenius-Institut) und Lara Gotthard (ETH - TU Dortmund) über religiöse Kommunikation in digitalen Räumen.
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- Open Educational Practices (OEP)
- Religionspädagogik
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## #LichtMomente im Advent
Digitale Erfahrungsräume als Schnittstelle von Religionspädagogik, Wissenschaft und Praxis.
Im Advent suchen Menschen traditionell nach Momenten, die Wärme, Orientierung und Hoffnung vermitteln, sie suchen nach Licht. Diese Suchbewegung vollzieht sich heute jedoch nicht mehr ausschließlich in analogen Raum. Dies zeigt sich auch in der Recherche nach Unterrichtsmaterialien. Gerade im digitalen Raum greifen Lehrkräfte zunehmend auf Impulse zurück, die ihnen theologisch fundierte und zugleich praxisnahe Anregungen bieten. Plattformen wie Instagram, Blogs oder kurze audiovisuelle Formate eröffnen dabei neue Zugänge für religiöse Bildungsprozesse.
Mit der Reihe #Lichtmomente entwickeln rpi-virtuell, das NT Dortmund und religlobal drei kompakte Adventsimpulse im Instagram-Format. Die Impulse begegnen dieser Suche und bieten zudem didaktische Reduktion, ästhetische Zugänge und digitale Narration.
Somit wird *LichtMomente im Advent* zu einem exemplarischen Ort des Transfers:
zwischen wissenschaftlicher Reflexion und schulischer Praxis,
zwischen biblischer Tradition und gegenwärtigen Medienformen,
zwischen religiöser Kompetenzentwicklung und ästhetischem Lernen im digitalen Raum.
## Warum digitale Räume für Religionspädagogik wichtig sind
Religionspädagogische Ideen verbreiten sich heute nicht mehr nur analog, sondern hybrid:
Texte, Methoden und Beiträge wandern zwischen Präsenzunterricht, digitalen Sammlungen, Materialplattformen und sozialen Medien. Sie werden in der Wissenschaft und Praxis digital gespeichert, bearbeitet und geteilt.
rpi-virtuell bietet dafür seit Jahren eine verlässliche Struktur:
- offen zugängliche Materialien
- theologische Inhalte
- didaktische Unterstützungen
- Austausch und Community
Es ist ein digitaler Ort, an dem Fachwissen geteilt, weitergedacht und gemeinsam gestaltet werden kann gerade im Advent, wenn viele Lehrkräfte schnell nach Ideen greifen, die zugleich fachlich belastbar und ästhetisch ansprechend sind.
Lara Gotthard zeigt mit dem Account @nt.evangelisch_tudortmund: Der digitale Raum kann Lernort sein, ästhetische Werkstatt, spiritueller Impuls und Austauschfeld zugleich.
Mehr dazu im Blogbeitrag [Instagram als Lernort](https://oer.community/instagram-als-lernort).
[religlobal](https://religlobal.org) macht exemplarisch sichtbar, welches Potenzial offene Bildungsangebote (OEP) für einen zeitgemäßen Religionsunterricht besitzen. Das digitale Baukastensystem zeigt praxisnah, wie Materialien transparent, zugänglich und zugleich global ausgerichtet bereitgestellt werden können. So wird die Dimension des Globalen Lernens im Religionsunterricht nicht nur theoretisch greifbar, sondern konkret erfahrbar für Lehrkräfte wie für Schüler:innen gleichermaßen.
## Drei Posts Drei #LichtMomente
Die Reihe umfasst drei kurze Instagram-Impulse, die jeweils ein klassisches Advent-/Weihnachtsthema aufgreifen und als kreative, offene Lernanregung gestaltet sind.
Jeder Post funktioniert als Story-Starter:
ein Element, das Funken schlägt — und das Kinder, Jugendliche oder auch Erwachsene weiterdenken, remixen, kommentieren oder im Unterricht aufgreifen können.
Die Reihe umfasst drei Impulse:
1. einen Poetry-Slam zu [Jes 9,16](https://www.die-bibel.de/bibel/LU12/ISA.9)
![Dunkelheit](10.jpg)
*mit Canva erstellt*
2. eine Bibel-Spurensuche in [Mt 2](https://www.die-bibel.de/bibel/LU12/MAT.2) und [Lk 2](https://www.die-bibel.de/bibel/LU12/LUK.2)
![Lupe](1.jpg)
*mit Canva erstellt*
3. einen globalen Weihnachtsimpuls zu [Joh 8,12](https://www.die-bibel.de/bibel/LU12/JHN.8)
![Weihnachten](Weihnachtenglobal.jpg)
*mit Canva erstellt*
## **Lichtmoment 1**: Jesaja 9,16 Wenn Dunkel spricht, schweigt Gott nicht
Der erste Impuls beginnt mit einem für die Adventszeit zentralen Text: [Jes 9,16](https://www.die-bibel.de/bibel/LU12/ISA.9).
Der Prophet spricht in eine Zeit politischer Unsicherheit, sozialer Spannungen und kollektiver Angst hinein. Die Menschen, an die er sich richtet, „wandeln im Finstern“.
Aus diesem Grund entfaltet seine Verheißung eine besondere Kraft:
„Das Volk, das im Finstern wandelt, sieht ein helles Licht.“
![Bibeltext](17.jpg)
*mit Canva erstellt*
Diese Zusage ist kein Vertröstungsversprechen, sondern eine theologische Gegenrede zur Erfahrung von Bedrängnis. Sie markiert den Beginn einer Hoffnung, die nicht von stabilen äußeren Bedingungen ausgeht, sondern von Gottes Zuwendung.
In der religionspädagogischen Umsetzung wird der Text zum Ausgangspunkt für einen Poetry-Slam als [PDF-Datei](PoetrySlamArbeitsauftrag.pdf):
Der Text Jesaja 9,1ff. spricht genau in solche Situationen hinein.
Die Adressaten des Propheten erleben politische Bedrängnis und gesellschaftliche Unsicherheit.
Die Zusage eines „hellen Lichts“ steht als Gegenbild zu Angst und Finsternis. Für die Schüler:innen wird deutlich:
Die biblische Hoffnung entsteht nicht abseits der Realität, sondern inmitten einer dunklen Situation. Sie eröffnet Perspektiven von Befreiung, Gerechtigkeit und Frieden Themen, die für Jugendliche im Übergang zur Adoleszenz von hoher emotionaler Relevanz sind.
Schau dir den ganzen Stundenentwurf auf Instagram an bei rpi-virtuell an [Dunkelheit](https://www.instagram.com/p/DR7db9WjI2J/?igsh=MTNvNm85d2Rianlhcg%3D%3D).
## **Lichtmoment 2**: Bibel-Spurensuche Dem Licht auf der Spur in [Mt 2,1-12](https://www.die-bibel.de/bibel/LU12/MAT.2) und [Lk 2,1-20](https://www.die-bibel.de/bibel/LU12/LUK.2)
![Zielgruppe](2.jpg)
*mit Canva erstellt*
Im zweiten Impuls begeben sich die Lernenden bewusst auf Spurensuche: Wo taucht Licht in den Weihnachtsgeschichten auf und welche Funktion hat es dort?
Dafür werden zwei Textausschnitte gegenübergestellt und in Einzelarbeit in zwei Gruppen (A und B) erarbeitet.
Mit der Methode der Bibel-Spurensuche markieren die Lernenden zunächst ihren jeweiligen „Lichtmoment“ im Text.
Mt 2,9-11; LUT 2017
Lk 2, 9; LUT 2017
Anschließend füllen sie in Partnerarbeit die LICHTSPUR-KARTE als [PDF-Datei](Lichtspur-Karte.pdf) aus:
- Wo taucht das Licht auf?
- Was bedeutet das Licht?
- Welche Rolle spielt das Licht heute?
Es erfolgt ein weiterer Austausch zwischen einem Pärchen aus Gruppe A und einem Pärchen aus Gruppe B.
![Arbeitsblatt](6.jpg)
*mit Canva erstellt*
Schau dir den ganzen Stundenentwurf auf Instagram an bei nt.evangelisch_tudortmund [Spurensuche](https://www.instagram.com/p/DR_5C55jVfB/?igsh=MW1mNGV6aWV4OWU4cw%3D%3D).
## **Lichtmoment 3**:„Ich bin das Licht der Welt“ Weihnachten global denken (Joh 8,12)
![GlobalesLernen](GlobalesLernen.jpg)
*mit Canva erstellt*
Der dritte Impuls „Ich bin das Licht der Welt.“ ([Joh 8,12](https://www.die-bibel.de/bibel/LU12/JHN.8)) soll den Lernenden verdeutlichen, Weihnachten ist kein lokales Ereignis, sondern ein globales Lichtgeschehen.
Die Lernenden betrachten eine Weltkarte analog (Kontinente im Raum auslegen) oder digital (Whiteboard) ![digital](https://upload.wikimedia.org/wikipedia/commons/thumb/d/dd/World%2C_administrative_divisions_-_de_-_colored_%28all_countries%29.svg/1600px-World%2C_administrative_divisions_-_de_-_colored_%28all_countries%29.svg.png?20121218085416oder)und markieren Orte, an denen heute Licht aufscheint:
**Initiativen für Frieden**
**Orte, an denen Menschen für Gerechtigkeit eintreten**
**internationale Gemeinden, die Weihnachten unter schwierigen Bedingungen feiern**
**persönliche Bezüge (Herkunft, Reisen, Begegnungen), die „Lichtmomente“ tragen**
In kurzen Stichworten benennen sie, warum dieser Ort für sie ein Lichtpunkt ist:
Mut, Zusammenhalt, Trost, Hoffnung, Würde, Schutz …
Anschließend werden diese Markierungen in ein gemeinsames Ritual überführt.
In kurzen Fürbitten oder Segenssätzen bringen die Lernenden ihre Lichtworte zur Sprache:
- „Wir denken an die Menschen in …“
- „Schenke Licht, wo Dunkelheit ist.“
- „Christus, Licht der Welt leuchte in diese Welt.“
So entsteht ein globales Bild von Weihnachten:
**Licht, das Menschen verbindet.**
**Licht, das Grenzen überschreitet.**
**Licht, das im Sinne Jesu allen gilt nicht nur einem Ort, einer Kultur oder einer Zeit.**
Weitere Materialien zu Jesus Christus Global findest du hier [religlobal](https://religlobal.org/unit/jesus-christus-global)
## Zwischen Tradition und medialer Kultur
Die Reihe #LichtMomente zeigt, wie digitale Medien ein theologisches Thema nicht oberflächlich verkürzen, sondern didaktisch und ästhetisch vertiefen können. Instagram wird zum Lernort, der Bilder, Worte und Symbole zusammenführt. Die Verbindung von biblischer Tradition, wissenschaftlicher Theologie, didaktischer Reduktion und digitaler Narration eröffnet neue Wege für religionspädagogische Prozesse.
Was hier sichtbar wird, ist ein exemplarischer Transferraum:
Wissenschaftliche Inhalte werden für die Praxis aufbereitet, ohne inhaltliche Tiefe einzubüßen. Lehrkräfte erhalten Impulse, die sie unmittelbar in ihren Lerngruppen einsetzen können. Und Lernende erfahren religiöse Sprache in einer Form, die ihre Lebenswelt ernst nimmt.
## Toolinfo: Audio mit Schüler:innen aufnehmen
Audioaufnahmen bieten eine kreative Möglichkeit, Unterricht lebendig zu gestalten: Podcasts, Hörspiele, Interviews oder Reflexionen lassen sich schnell produzieren und machen Lerninhalte nachhaltig erlebbar. Gleichzeitig müssen Lehrkräfte beim Umgang mit Schülerdaten die DSGVO beachten und Tools mit klaren Lizenzbedingungen einsetzen.
| Tool | Plattform | Lizenz / Kosten | Besonderheiten |
| ------------------------------------- | ------------------- | --------------------- | ---------------------------------------------------------- |
| **Audacity** | Windows, Mac | Open Source (GPL) | Offline, umfangreiche Bearbeitungsmöglichkeiten |
| **GarageBand** | Mac, iOS | Kostenlos | Multitrack, einfache Bedienung, nur Apple-Geräte |
| **Smartphone-Recorder / Sprachmemo** | iOS / Android | Kostenlos | Schnell & unkompliziert für kurze Audioaufnahmen
Eine kleine Arbeitshilfe ist es, wenn die Aufnahmen mit einem Handy gemacht werden, um im Anschluss diese dann in **Audacity** nachträglich bearbeiten. Für eine kleine Einführung in Audicity siehe diesen [Artikel](https://www.medien-in-die-schule.de/werkzeugkaesten/werkzeugkasten-freie-software/werkzeugportraits-freie-software/freie-software-im-portrait-audacity/) und diese [Video-Reihe](https://vimeo.com/showcase/45014).
Weitere Möglichkeiten:
| Tool | Plattform / Geräte | Zielgruppe / Einsatz | Audiofunktion | Vorteile | Datenschutz / DSGVO |
| ---------------- | -------------------------- | -------------------------------------------------- | ---------------------------------------------------- | ---------------------------------------------------------------- | -------------------------------------------------------------------------------------------------- |
| **TaskCards** | Browserbasiert, PC, Tablet | Gruppenarbeit, Lernstationen, ältere Schüler:innen | Audio-Dateien hochladen / aufnehmen (je nach Lizenz) | Kollaborativ, interaktive Lernboards, Links/QR-Codes für Audio | Inhalte bleiben im geschützten Raum, Zugriff kontrollierbar, DSGVO-konform bei geschützter Nutzung |
| **ChatterPix** | iOS / Android App | Grundschule, kreative Projekte, Storytelling | Direktaufnahme über App, Mundbewegung animieren | Spielerisch, motivierend, ideal für Storytelling / Fremdsprachen | Audio lokal auf Gerät gespeichert (30 Sekunden), Einwilligung erforderlich für Teilen/Veröffentlichung |
| **Book Creator** | Browser, iOS / Android App | Alle Altersgruppen, Projektarbeit, E-Portfolios | Direktaufnahme in Buch / Seite einfügen | Multimedial, individuelles Portfolio, Feedback möglich | Speicherung lokal oder schulinterne Cloud → DSGVO-konform; Veröffentlichung nur mit Einwilligung |
## Good to know für Lehrende
**Datenschutz & DSGVO: Was Lehrkräfte wissen müssen**
- Stimmen gelten als personenbezogene Daten.
- Einwilligung der Schüler:innen bzw. Erziehungsberechtigten ist erforderlich.
- Aufnahmen dürfen nur für den angegebenen Zweck verwendet werden.
- Speicherung muss sicher und begrenzt erfolgen.
- Zugriffsrechte müssen klar geregelt sein.
**Praxis-Tipps:**
- Einwilligung einholen (schriftlich oder digital).
- Zweck und Nutzung klar kommunizieren.
- Aufbewahrungsdauer festlegen.
- Dateien sicher ablegen (z.B. schulischer Server oder DSGVO-konforme Cloud).
- Veröffentlichung regeln: Nur mit erneuter Zustimmung.
Audioaufnahmen sind ein kraftvolles Werkzeug im Unterricht, um Kreativität, Sprache und Reflexion zu fördern. Mit den richtigen Tools, klaren Regeln und Beachtung der DSGVO können Lehrkräfte Projekte sicher und datenschutzkonform durchführen.
## Ausblick
Die drei Lichtmomente laden dazu ein, sowohl biblische Texte als auch ästhetische Lernformen neu zu entdecken.
Ob in poetischen Sprachen, in visueller Spurensuche oder in liturgischen Symbolhandlungen das Lichtmotiv des Advents erweist sich als besonders geeignet, die Frage nach Hoffnung, Orientierung und Deutungskraft religiöser Tradition in die Gegenwart zu übertragen.
Der Account [@nt.evangelisch_tudortmund](https://www.instagram.com/nt.evangelisch_tudortmund/) zeigt beispielhaft, wie Theologie digital sichtbar wird - niedrigschwellig, inspirierend, partizipativ.
Das Projekt religlobal schärft den blick auf Religion in Materialien des Globalen Lernens.
## Weiterführende Materialien
### Texte mit der Methode Poetry
**Poetry-Slam**
https://www.cornelsen.de/_Resources/Persistent/a/b/9/2/ab928cca676fa095db8f2bcde2f8d2f283319bca/0001100000220%20KEMNMI_190717_001_9783060976739_Magazin_Poetry-Slam.pdf
### Stimmaufnahme
**Audioaufnahmen**
https://digitale-lehre.fau.de/digital-lehren/umsetzen/lehrformate-digitalisieren/audio-aufnahme
**Audacity**
https://www.uni-hamburg.de/elearning/anleitungen/audacity.html
https://digileb.phbern.ch/medien-gestalten-und-nutzen/medien-gestalten/audio-bearbeiten
### Weitere Tools mit Audiofunktion
**Chatterpix**
https://www.medien-in-die-schule.de/tools/apps/chatterpix
**Book Creator**
https://lehrerfortbildung-bw.de/st_digital/medienwerkstatt/fortbildungen/lern2/2_werk/3_mmtext/book_creator_anleitung.pdf
https://www.biss-sprachbildung.de/btools/erstellen-von-e-books-z-b-mit-dem-book-creator
### Weihnachten global
**Brot für die Welt Weltkarte**
Actionbound https://www.brot-fuer-die-welt.de/material/projektbesuche-gerechtigkeit/
**Weltkarte Engagement global**
https://www.das-weltspiel.com/de/links-detail/weltkarte-perspektiven-wechseln/
**Weltverteilungsspiel**
https://bne-sachsen.de/app/uploads/2020/04/Weltverteilungsspiel_2020.pdf
**Friedenslicht**
https://www.friedenslicht.de/jahresthema
**Frieden**
https://www.frieden-fragen.de/entdecken/weltkarten.html

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name: 'Weihnachtslieder, Kirchenmusik und Adventssongs - kompatibel mit OER?'
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Musik in offen geteilten Weihnachtsmaterialien wirft rechtliche Fragen auf. FOERBICO bietet dazu recherchierte Hinweise und Praxistipps für die rechtssichere OER-Nutzung.
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- Gina Buchwald-Chassée
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Während viele Inhalte rund um Weihnachten frei veröffentlicht werden sollen, wirft Musik rechtliche Fragen auf etwa zur Nutzung, Offenheit und möglichen GEMA-Rechten. Das FOERBICO-Team hat dazu recherchiert und eine Sammlung von Hinweisen, Ressourcen und Praxistipps zusammengestellt, die helfen sollen, Musik rechtssicher im OER-Kontext zu nutzen.
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tags:
- Open Educational Resources (OER)
- Open Educational Practices (OEP)
- Rechtsfragen
---
„Gloria in excelsis Deo“, „In der Weihnachtsbäckerei“ oder „Oh du fröhliche“ oder lieber doch nicht?
Die Adventszeit beginnt, Weihnachtslieder werden gesungen und Materialien rund um das Thema Weihnachten erstellt und veröffentlicht. Viele davon sollen möglichst offen geteilt werden idealerweise unter Creative-Commons-Lizenz. Doch spätestens beim Thema Musik stellt sich die Frage: Wie offen darf das eigentlich sein? Und steht dann sofort die GEMA vor der Tür?
Dazu haben wir von FOERBICO recherchiert und die wichtigsten Hinweise, Ressourcen und Praxistipps rund um OER & Musik zusammengestellt.
## Musik unter CC-Lizenz: Was ist überhaupt möglich?
Wer OER erstellt, sollte zwei Dinge unterscheiden:
### 1. Kompositionen (Melodie & Text)
Bei vielen traditionellen Weihnachtsliedern ist die Komposition gemeinfrei also verwendbar ohne Einschränkungen. Das gilt z.B. für „Backe backe Kuchen“ oder „Es ist ein Ros entsprungen“. Die Schutzfrist von Musikaufnahmen beträgt 70 Jahre nach dem Tod des Urhebers bzw. der Urheberin und erlischt zum Ende (31.12.) des 70 (vgl. [GEMA](https://www.gema.de/de/w/hilfe/allgemein/urheberrechte-nutzungsrechte/fragen-antworten/wann-wird-musik-lizenzfrei)). Aber nicht alle Weihnachtslieder sind gemeinfrei: „In der Weihnachtsbäckerei“ ist z.B. urheberrechtlich geschützt. Häufig gilt: Das Lied ist zwar gemeinfrei, nicht aber das moderne Arrangement oder die Notenausgabe.
Weiterführende Infos:
- https://open-educational-resources.de/frei-lizenzierte-musik-materialien-und-sounds-im-internet-finden/
- https://irights.info/artikel/nachnutzung-cc-lizenz/32700
- https://irights.info/artikel/musiknoten-kopierverbor-urheberrecht/32500
### 2. Aufnahmen (Performance, Tonaufnahme)
Selbst wenn die Komposition **gemeinfrei** ist, können Aufnahmen trotzdem geschützt sein etwa durch Leistungsschutzrechte oder GEMA-Pflichten. Das bedeutet:
❌ Eine neue vorhandene Aufnahme eines gemeinfreien Liedes einfach nutzen → oft nicht erlaubt
✔️ Eine eigene Aufnahme eines gemeinfreien Liedes erstellen → meist unproblematisch, solange die Aufnahme nicht auf einem geschützten Arrangement oder einer modernen Notenausgabe basiert, sondern auf der gemeinfreien Komposition selbst.
Relevante Rechte: [Leistungsschutzrechte](https://www.urheberrecht.de/leistungsschutzrecht/), [GEMA](https://www.gema.de/de/musiknutzer), [Gesellschaft zur Verwertung von Leistungsschutzrechten mbH (GVL)](https://gvl.de/).
⚠️ **Achtung bei geschützten Werken!**
*Beispiel "In der Weihnachtsbäckerei" von Rolf:*
🎙️ Ich singe “In der Weihnachtsbäckerei” von Rolf Zuckowski mit gleicher Melodie und Text nach und veröffentliche die eigene Aufnahme (unter CC-Lizenz) - ist **NICHT** erlaubt!
📝 Melodie und Text des geschützten Originals werden als Arbeitsblatt (unter CC-Lizenz) veröffentlicht - ist **NICHT** erlaubt, auch nicht unter Angabe des Copyrights (Veröffentlichung muss angefragt und schriftlich genehmigt werden)!
🎛️ Workaround: Text und Melodie verfremden, sodass es nicht mehr auf das Ursprungslied zurückzuführen ist.
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### 3. Verfremdung & Sampling wann entsteht ein eigenes Werk?
Im Rahmen des Workshops „Musik, Remix, Urheberrecht und freie Lizenzen“ beim [OERCamp Extra](https://oercamp.de/2025/11/19/rueckblick-oercamp-extra-2025-in-muenchen/) in München zeigte Fabian Rack, wie sich aus bestehenden Musikstücken durch gezielte Verfremdung rechtlich eigenständige Werke entwickeln können. Die Teilnehmenden probierten selbst aus, wie man ein rechtssicheres Sample erstellt: kleine Ausschnitte bekannter Rocktitel wurden so verändert, dass sie nicht mehr erkennbar waren und damit eine eigene Schöpfungshöhe erreichten.
Aber ab wann ist bei musikalischer Verfremdung die Schöpfungshöhe erreicht?
#### Die ursprüngliche Melodie darf nicht erkennbar sein:
Die Melodie ist der urheberrechtlich am stärksten geschützte Teil.
Veränderungen können sein:
* Melodie stark reduzieren oder aufbrechen
* Intervalle verändern
* völlig anderes Timing, Rhythmus, Phrasierung
* Umkehrungen, Transpositionen, rhythmische Neuinterpretationen
Wenn ein geübtes Musikgehör das Original noch erkennt → keine Schöpfungshöhe.
#### Auch Klangfarbe und Timbre müssen deutlich anders sein:
Schon wenn die Tonhöhe gleich bleibt, reichen allein Filter oder Effekte oft nicht aus.
Beispiele, die **nicht** reichen:
* nur Hall oder Verzerrung hinzufügen
* nur Geschwindigkeit ändern
* nur Instrument austauschen
#### Der neue Ausschnitt muss individuelle Gestaltungsleistung enthalten:
Das heißt: nicht nur verfremden, sondern neu gestalten.
Typische Merkmale:
* neues musikalisches Motiv
* eigene rhythmische Idee
* neue Akkordfolge
* neue Klanggestaltung (Sounddesign)
Kurz: Ein Sample ist kein neues Werk, nur weil es „anders klingt“. Es muss eine kreative Eigenleistung erkennbar sein.
In der Praxis bedeutet das:
👉 Wenn man beim Hören denkt: „Das erinnert mich an…“ → dann ist es oft noch zu nah dran.
Mehr dazu: [https://www.twillo.de/blog/was-ist-schoepfungshoehe/](https://www.twillo.de/blog/was-ist-schoepfungshoehe/)
#### Praxisbeispiele:
❌ **Keine ausreichende Schöpfungshöhe:**
* Melodie leicht verändert, aber noch erkennbar
* Original-Akkordfolge übernommen
* Sample nur gepitcht, geloopt oder verzerrt
* Beat gleich, Klangfarbe verändert
* typische Intro-Figur wiederverwendet
✔️ **Ausreichend möglich, wenn:**
* Melodie komplett neu strukturiert ist
* Tempo, Tonart, Rhythmus und Metrum geändert wurden
* mehrere klangliche Ebenen umgebaut wurden
* das Sample nur als „Ausgangspunkt“ diente, aber nicht mehr erkennbar ist
## Achtung: Musik & Social Media
Gerade Reels, Shorts oder TikTok-Videos nutzen oft musikrechtlich geschützte Audios. Sobald man ein eigenes Material mit offenem Lizenzhinweis veröffentlicht, darf man:
❌ nicht einfach auf vorgeschlagene Musik der Social Media Anbieter zurückgreifen
✔️ besser: nur gemeinfreie oder CC-lizenzierte Musik verwenden
Mehr dazu: https://www.instagram.com/reel/DReUnhajSTT/?igsh=MXUxYTFzNjhjMjkyZw==
## Wie sieht es mit KI-generierter Musik aus?
Die Debatte um KI-generierte Musik ist in vollem Gange. Zentral sind Fragen wie:
- Darf KI-Musik Trainingsmaterial kopieren?
- Sind KI-Songs GEMA-pflichtig?
- Kann KI „zu nah“ an bestehenden Werken sein?
Aktueller Hintergrund:
https://www.tagesschau.de/wirtschaft/digitales/openai-gema-songtexte-100.html
Für OER gilt:
✔️ KI-Musik kann nutzbar sein, wenn sie eigenständig genug ist
❌ keine KI-Rekonstruktionen bekannter Lieder
Fazit: Bei Nutzung von Anbietern wie suno.com steht die erzeugte Musik evtl. nicht unter CC0-Lizenz, entscheidend sind die jeweiligen Nutzungsbedingungen der jeweiligen Anbieter!
#### Praxisbeispiele:
- https://praxis.leaschulz.com/2025/03/06/station-13-gs/
- https://blogs.nmz.de/badblog/2024/04/15/suno-ai-im-musikunterricht-ein-konzept-um-lieder-des-19-jahrhunderts-besser-zu-verstehen/
- https://www.kms-bildung.de/2025/11/09/musikvideos-mit-ki-im-unterricht-ein-praxisversuch/
## Kirchenmusik und OER was gilt?
Kirchenmusik umfasst ein breites Spektrum: von mittelalterlichen Chorälen über barocke Orgelwerke bis hin zu modernen Lobpreis-Songs. Gottesdienste haben teils eigene Regelungen (z.B. [CCLI-Lizenzen](https://ccli.com/de/de)). Für OER gelten diese Sonderlizenzen aber nicht. Für OER ist entscheidend: Wie alt ist die Komposition und welche Aufnahme nutze ich?
### 1. Alte Kirchenmusik: häufig gemeinfrei
Die meisten „klassischen“ kirchlichen Werke sind gemeinfrei, weil ihre Komponist:innen seit mehr als 70 Jahren verstorben sind.
Beispiele (alle gemeinfrei als Komposition):
- Gregorianischer Choral
- Johann Sebastian Bach
- Georg Friedrich Händel
- Heinrich Schütz
- W. A. Mozart
- Franz Xaver Gruber (Stille Nacht, 1818)
👉 Komposition = frei verwendbar
Aber: Moderne Einspielungen (Chor, Orgel, Ensemble) sind oft geschützt.
### 2. Moderne Kirchenmusik: häufig NICHT gemeinfrei
Viele Lieder aus dem Bereich „Neues Geistliches Lied (NGL)“ oder aktueller Worship-Songs sind weiterhin geschützt.
**Beispiele (nicht gemeinfrei):**
„Von guten Mächten wunderbar geborgen“ (Text: Bonhoeffer → gemeinfrei, aber Melodie & viele Arrangements sind modern)
„Unser Leben sei ein Fest“
„Ins Wasser fällt ein Stein“
Hillsong, Bethel, Elevation Worship etc. (international stark geschützt)
👉 Diese Musik darf nicht einfach als OER verwendet oder aufgeführt aufgenommen werden, solange die Rechte nicht geklärt sind.
### 3. Aufnahmen kirchlicher Werke
Gemeinfreie Komposition moderne Aufnahme ✔️/❌
❌ Ein Chor nimmt „Stille Nacht“ neu auf → die Aufnahme selbst ist geschützt
✔️ Eine Aufnahme auf MusOpen oder Wikimedia Commons unter CC-Lizenz → verwendbar
✔️ Gemeinfreie Komposition & gemeinfreie Aufnahme
### 4. Noten kirchlicher Musik
Auch hier gilt wieder:
Die Komposition kann gemeinfrei sein, aber die Notenausgabe ist es oft nicht.
Kirchenmusikalische Verlage (z.B. Carus, Strube, Dehm Verlag) haben in der Regel urheberrechtlich geschützte Ausgaben.
Für OER brauche ich also entweder:
✔️ alte, eindeutig gemeinfreie Ausgaben
✔️ selbst gesetzte Noten
✔️ CC-lizenzierte Notensätze (selten, aber vorhanden)
#### Praxisbeispiele:
Das Lied "[Maria durch ein Dornwald ging](https://nun-singet-und-seid-froh.info/24/Maria_durch_ein%27_Dornwald_ging(Distler,_Hugo)-sheet.pdf)" steht unter CC0 und damit gemeinfrei zur Verfügung. Es kann daher kreativ verändert und in Sozialen Medien veröffentlicht werden wie die Reels von [iamyionas](https://www.instagram.com/reel/C2U2OwyseZy/?igsh=MXRuMDN6Zzl0b3Y2aQ%3D%3D) oder [umschimmelswillen](https://www.instagram.com/reel/DSUQcI8jZS4/?igsh=MWt2bGt2bjc0NTc5eA%3D%3D) zeigen, ob das immer den persönlichen Geschmack trifft, ist eine andere Frage 😉
## Streaming & OER was ist erlaubt, was nicht?
Streaming-Dienste wie Spotify, Apple Music, YouTube, Deezer, Amazon Music, TikTok Music, SoundCloud usw. scheinen im Alltag selbstverständlich aber für OER sind sie fast nie nutzbar. Der Grund: OER brauchen Nutzungsrechte, Streaming aber nur Nutzungsrechte fürs Anhören.
Hier die wichtigsten Punkte:
### 1. Streaming = nur anhören, nicht weiterverwenden
Streaming-Dienste geben dir:
✔ Recht zum Anhören
❌ kein Recht zum Speichern, Bearbeiten, Hochladen, Kopieren oder Einbetten (außer in engen Grenzen)
OER erfordern aber, dass andere das Material speichern, bearbeiten, remixen, weiterverbreiten, lizenzkonform weiterverwenden.
→ Streaming-Content erfüllt diese Anforderungen fast nie.
### 2. OER bedeutet: Weiterverwendung muss erlaubt sein
OER = Open Educational Resources
Heißt: andere dürfen Materialien frei nutzen, verändern, teilen.
Streaming-Inhalte sind jedoch:
- urheberrechtlich geschützt
- lizenzrechtlich nur zum individuellen Hören freigegeben
- technisch kopiergeschützt (DRM)
- oft GEMA-/Verlags-gebunden
➜ Sie können daher nicht als OER eingebunden werden.
### 3. Besondere Vorsicht bei OER - das ist zu beachten:
⚠️ **Songs aus Spotify in Unterrichtsvideos einbinden**
Streamingdienste erlauben in der Regel nur die private Nutzung eine Weiterverwendung in OER ist meist nicht abgedeckt.
⚠️ **Musik von YouTube herunterladen und in OER verwenden**
Downloads und Weiterverwendungen sind häufig nicht durch die Plattformbedingungen oder das Urheberrecht erlaubt.
Mehr dazu in unserem [Blogbeitrag "Sind YouTube-Videos OER-fähig?"](https://oer.community/sind-youtube-videos-oer-faehig/).
⚠️ **TikTok-/Instagram-Audios in OER-Materialien verlinken**
Verlinken ist grundsätzlich erlaubt. Problematisch kann es werden, wenn wissentlich auf rechtswidrige Inhalte verlinkt wird oder Plattformbedingungen entgegenstehen (bei Hochschullehre meist selten, aber sollte geprüft werden).
⚠️ **Filmausschnitte aus Streamingplattformen für OER nachnutzen**
Die Lizenzen der Plattformen erlauben in der Regel keine Weiterverwendung oder offene Nachnutzung.
⚠️ **Screenshots aus Streamingdiensten in OER nutzen (auch Coverbilder)**
Nur unproblematisch, wenn keine geschützten Inhalte gezeigt werden (z. B. gemeinfreie Werke). Geschützte Inhalte dürfen nur unter den engen Voraussetzungen des Zitierrechts (§ 51 UrhG) verwendet werden, insbesondere mit klar erkennbarem Zitatzweck.
➡️ Wichtig: Bei Musik ist selbst kurzes Zitieren rechtlich stark eingeschränkt.
Weitere Infos: https://www.musikgutachter.de/zitat.html
### 4. Was ist erlaubt?
✔ Links auf offizielle Streams setzen
Das ist rechtlich okay aber: Der Stream selbst wird dadurch nicht zu OER!
Das heißt: Du kannst sagen: „Hört euch diesen Song auf Spotify an“ aber du darfst ihn nicht in dein OER einbetten oder weiterverwenden und das Zitat muss von der CC-Lizenz ausgenommen werden: „Von der Lizenz nicht umfasst ist der zitierte Stream XY.“
✔ Einbettungen von YouTube-Videos, solange YouTube selbst den Embed-Code anbietet
— aber auch hier gilt:
👉 Das Video selbst ist nicht OER und darf nicht heruntergeladen oder verarbeitet werden.
👉 Für OER ist diese Methode nur geeignet, wenn klar ist, dass der Inhalt NICHT unter der OER-Lizenz steht, sondern nur verlinkt / eingebettet wird.
### 5. Streaming ≠ CC-Lizenz
Auch wenn auf Streaming-Plattformen freie Künstler:innen veröffentlicht sind: Spotify/Apple Music erlauben keine CC-Verwendung, selbst wenn die Künstler:innen das eigentlich wünschen würden. CC-Musik findet man dort fast nie offiziell gekennzeichnet.
→ Für OER ist das rechtlich unbrauchbar.
Ausnahme: Plattformen, die selbst CC anbieten wie z.B. [MusOpen](https://musopen.org/de/).
Warum das so ist? Rechteketten!
Streaming-Dienste besitzen nur bestimmte Rechte: Wiedergabe, ggf. Hosting. Sie dürfen dir keine Bearbeitungsrechte oder Vervielfältigungsrechte einräumen. Diese liegen bei:
- Komponist:innen
- Textdichter:innen
- Verlagen
- Labels
- Verwertungsgesellschaften (GEMA, GVL)
Mit OER-Lizenzen ist das nicht kompatibel.
Weitere Hinweise zu Streaming im Unterricht:
https://www.internet-abc.de/lehrkraefte/praxishilfen/urheberrecht-in-der-schule/darf-ich-titel-aus-meinem-musikstreaming-abo-zu-unterrichtszwecken-vorspielen/
https://lehrerfortbildung-bw.de/st_recht/urheber/checkl/musik_video/checkliste-musik_video-2020_12-09.pdf
## Musik im Unterricht was ist erlaubt?
Für Pädagog:innen in Schule, Kita und Gemeindearbeit ist besonders wichtig:
→ Was darf ich im Unterricht verwenden?
→ Was darf in Materialien erscheinen (Arbeitsblätter, Videos, Präsentationen, OER)?
→ Welche Rechte gelten für Aufführung vs. Veröffentlichung?
Hier ist die klare Abgrenzung:
### 1. Nutzung von Musik im Unterricht (nicht öffentlich) meist erlaubt
Für Schulen und viele Bildungseinrichtungen gibt es gesetzliche Schranken und häufig auch Gesamtverträge mit der Kultusministerkonferenz (KMK), der VG Musikedition und der GEMA.
Das bedeutet:
✔ Musik im Unterricht abspielen (CD, Streaming, MP3)
✔ gemeinsam singen
✔ Noten im Unterricht nutzen
✔ kleine Teile für Unterrichtszwecke kopieren (max. 10 %, außer für „Große Werke“ Opern, Oratorien etc.)
**Aber:** Diese Rechte gelten nur für den Unterricht selbst, nicht für eine Veröffentlichung im Internet.
➡️ Unterricht = erlaubt
➡️ OER = separate Prüfung notwendig
**Rechtsgrundlagen:**
§ 60a UrhG (Unterricht und Lehre)
Rahmenvertrag KMKVG Musikedition
Rahmenvertrag KMKGEMA
### 2. Nutzung in OER (öffentliche Veröffentlichung) fast alles NEU prüfen
Sobald etwas online gestellt, geteilt, als OER lizenziert oder auf Social Media veröffentlicht wird, gelten die Schul- und Kita-Sonderregeln nicht mehr.
Dann braucht man:
✔ gemeinfreie Musik
✔ CC-lizenzierte Musik
✔ oder selbst erzeugte Aufnahmen
Dagegen sind nicht erlaubt:
❌ Popsongs
❌ Kinderlieder moderner Autor:innen
❌ Musik aus dem „Gotteslob“ / „Evangelischen Gesangbuch“ (außer gemeinfreie Einzelfälle)
❌ YouTube-/Spotify-/TikTok-Audios
❌ Scans moderner Noten
→ Das gilt auch für kleinste Ausschnitte.
### 3. Popsongs in schulischen OER warum es nicht funktioniert
Die meisten Popsongs sind GEMA-pflichtig und durch Labels/Verlage geschützt.
Die Rechtekette umfasst: Komposition, Text, Aufnahme, Label, Produzent, GVL.
OER verlangt Bearbeitungs- und Weitergaberechte, die bei Popsongs niemals vorliegen.
Für OER bedeutet das:
❌ Kein Mitschnitt der Klasse, die einen Hit singt
❌ Kein Arbeitsblatt mit Songtexten
❌ Kein Lernvideo mit Musik im Hintergrund
❌ Keine TikTok-/Instagram-Audios in OER-Medien
❌ Kein Download von Karaoke-Versionen
Das gilt unabhängig vom Zweck (Bildung, Gemeindearbeit, „nur für die Eltern“).
### 4. Kinderlieder häufiger geschützt, als man denkt
Viele vermeintlich traditionelle Kinderlieder sind in Wahrheit:
- neu komponiert (Rolf Zuckowski, Detlev Jöcker, Margit Sarholz / Sternschnuppe, u. a.)
- über Verlage abgesichert
- oft durch die GEMA vertreten
- Beispiele nicht gemeinfrei:
- „In der Weihnachtsbäckerei“
- „Stups, der kleine Osterhase“
- „Du da im Radio“
- „Die Jahresuhr“
- „Das Lied über mich“
Für OER gilt:
❌ weder als Aufnahme noch als Melodie verwendbar. Textzitate sind aber erlaubt!
#### Praxisbeispiele:
Der eigenen Kreativität sind natürlich keine Grenzen gesetzt, wie das [Instagram-Beispiel](https://www.instagram.com/p/DSR6yOTDWtk/?igsh=MTQ1bG9qd2IyOGdtdw%3D%3D) der Professur für Neues Testament der TU Dortmund zeigt: Hier wird das Lied „Kommet, ihr Hirten“ (EG 48) in einen coolen Weihnachtsrap verwandelt. 🎤🎶
Das [PI Villigst](https://www.pi-villigst.de/aktuelles) stellt Lieder bzw. Noten z.T. unter CC-Lizenz für den Unterricht bereit, z.B. "[Du stellst meine Füße auf weiten Raum](https://www.pi-villigst.de/fileadmin/user_upload/schule/primar/material/dateien/schulanfang/Du_stellst_meine_Fuesse_auf_weiten_Raum_-_Text_mit_Gitarrengriffen.pdf)" von Christina Heidemann, lizensiert unter: https://creativecommons.org/licenses/by-nc-sa/4.0/ (Namensnennung, nicht für kommerzielle Zwecke und Weitergabe unter den gleichen Bedingungen also CC-BY-NC-SA). Zu dem Lied gibt es auch ein passendes [YouTube-Video](https://www.youtube.com/watch?v=2jaJXWMXyMI).
## Fazit
Ob „Gloria in excelsis Deo“, „In der Weihnachtsbäckerei“ oder „Oh du fröhliche“ Weihnachtslieder gehören zur Adventszeit einfach dazu. Im Musikbereich ist allerdings selten auf den ersten Blick klar, was offen nutzbar ist und was nicht. Zwischen jahrhundertealten Chorälen und modernen Kinderliedern liegen rechtlich oft Welten, was den Umgang mit Musik in OER besonders komplex macht. Gleichzeitig ist man dem Thema nicht hilflos ausgeliefert: Mit etwas Hintergrundwissen lassen sich viele Risiken gut einschätzen. Die folgende Sammlung versteht sich deshalb als Orientierungshilfe für einen bewussten und rechtssicheren Umgang mit Musik in offenen Bildungsressourcen.
## Tipp: Offene Musikdatenbanken verwenden
- https://www.medienpaedagogik-praxis.de/kostenlose-medien/freie-musik/
- https://raw.githubusercontent.com/musikpirat/singen-im-advent.github.io/gh-pages/Singen_im_Advent_-_Auflage_3.pdf
- https://musik.klarmachen-zum-aendern.de/singen-im-advent/
- https://musopen.org/de/ (zu Weihnachten: https://musopen.org/de/music/search/?q=weihnachten)
- https://commons.wikimedia.org/w/index.php?search=kirchenmusik&title=Special%3AMediaSearch&type=audio
- https://openverse.org/search/audio?q=church+music
- https://www.medienpaedagogik-praxis.de/kostenlose-medien/freie-musik/
- https://de.wikipedia.org/wiki/Portal:Kirchenmusik
- https://ronaldkah.de/gemafreie-weihnachtsmusik-kostenlos/
- https://open-educational-resources.de/frei-lizenzierte-musik-materialien-und-sounds-im-internet-finden/
- https://freemusicarchive.org/curator/Creative_Commons - mit Anmeldung
- https://soundcloud.com/search?q=weihnachten - mit Anmeldung
- https://oer-musik.de/
- https://bandcamp.com/discover/ccmusic oder https://bandcamp.com/discover/creative-commons
- https://www.ekhn.de/themen/advent/advent/die-schoensten-weihnachtslieder-zum-mitsingen-und-mitspielen (Lieder gemeinfrei)
## Hilfreiche Quellen / Rechtliches:
- https://www.twillo.de/helpcenter/wie-verwende-ich-fremde-musik-in-oer-rechtskonform/
- https://www.gema.de/de/musiknutzer/branchen/kirchen
- https://www.ekhn.de/themen/musik/kirchenmusik-news/rechteinhaber-musikstuecke
- https://gemeindebrief-magazin.evangelisch.de/sites/default/files/artikel/add/downloads/gb_2015_2_medienrecht.pdf
- https://gemeindebrief-magazin.evangelisch.de/rubrik/medienrecht/musik-rechtssicher-verwenden
- https://lehrerfortbildung-bw.de/st_recht/urheber/urh/musik/schule/
- https://irights.info/artikel/urheberecht-im-schulunterricht/32196

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OER verkörpern eine Vision von Offenheit, Kollaboration und Bildungsgerechtigkeit, stoßen in der Praxis jedoch häufig noch auf Widerstände. Lehrende suchen selten gezielt nach OER und teilen Materialien oft ohne rechtssichere Kennzeichnung. Wie lässt sich ein bildungskultureller Wandel vollziehen?
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# *Open* ist eine Haltung: Wie Lehrkräfte mit OER umgehen
OER versprechen weit mehr als den bloßen Zugang zu Unterrichtsmaterialien. Neben der unkomplizierten Verfügbarkeit von Arbeitsblättern, Präsentationen oder Schaubildern verkörpern sie eine bildungstheoretische Vision, die auf *Kollaboration*, *Offenheit* und *Bildungsgerechtigkeit* zielt.
Empirische Studien ([Baas et al. 2022](https://www.sciencedirect.com/science/article/pii/S1096751622000136?via%3Dihub); [Buntins et al. 2024](https://doi.org/10.21240/mpaed/00/2024.01.10.X); [Admiraal 2022](https://www.researchgate.net/publication/350954901_A_Typology_of_Educators_Using_Open_Educational_Resources_for_Teaching)) zeigen jedoch, dass zwischen diesem Anspruch und der Realität in der Praxis von Schulen und Hochschulen erhebliche Spannungen bestehen. Gerade diese Diskrepanz verweist auf das Potenzial von OER, einen *kulturellen Wandel* in der Bildung zu initiieren.
## Eine Frage der Ressourcen
Lehrpersonen und Hochschuldozierende greifen bei der Vorbereitung von Unterricht oder Seminaren überwiegend auf institutionell bereitgestellte Materialien oder Suchergebnisse aus dem Internet zurück. Eine gezielte Suche nach OER kommt nur selten vor und ist weniger Ausdruck bewusster Ablehnung als mangelnder Bekanntheit. Wird geeignetes Material gefunden, spielt die ausgewiesene Lizenz für sie meist nur eine untergeordnete Rolle.
Viele Lehrende teilen eigene, selbst erstellte Materialien zwar bereitwillig mit Dritten, jedoch ohne ausgewiesene Lizenz, sodass automatisch die Restriktionen des Urheberrechts greifen. Die damit verbundenen Implikationen sind den meisten Lehrenden in der Regel nicht bewusst ([vgl. Buntins et al. 2024](https://doi.org/10.21240/mpaed/00/2024.01.10.X)).
[Admiraal (2022)](https://www.researchgate.net/publication/350954901_A_Typology_of_Educators_Using_Open_Educational_Resources_for_Teaching) spricht in diesem Zusammenhang von einer *verborgenen* Nutzung. Lehrkräfte greifen auf Materialien zurück, die sie online finden oder von Kolleg:innen erhalten, ohne sich genauer mit den rechtlichen Vorgaben für die Nutzung und Verbreitung auseinanderzusetzen.
Treffen sie zufällig auf OER, ist ihnen das meist gar nicht bewusst. In der Regel verbleibt die Nutzung im Bereich individuellen Konsums oder kleiner Anpassungen für eine unterrichtliche Anpassung. Der Schritt zur aktiven, öffentlichen Gestaltung und Weiterentwicklung von OER bleibt bei den meisten Lehrenden die Ausnahme, obgleich gerade hier das Potenzial für eine Veränderung der Lehr- und Lernkultur liegt ([vgl. Littlejohn & Hood 2017](https://doi.org/10.1016/j.compedu.2017.02.009)).
## Didaktische Passung als Schlüssel
Ob OER tatsächlich genutzt werden, hängt wesentlich von der Wahrnehmung ihrer *Qualität* im Verhältnis zum eigenen Unterricht ab. [Admiraal 2022](https://www.researchgate.net/publication/350954901_A_Typology_of_Educators_Using_Open_Educational_Resources_for_Teaching) hebt hervor, dass sich die zentralen Herausforderungen der Lehrkräfte bei der OER-Nutzung darauf beziehen, geeignete, qualitativ hochwertige und zugleich kontextrelevante Materialien zu finden.
Die Qualitätswahrnehmung erfolgt keineswegs abstrakt, sondern in enger Verbindung zum jeweiligen Schul- und Unterrichtskontext.
Materialien müssen anschlussfähig an den eigenen Unterrichtsstil und die spezifischen Lernziele sein. Insofern ist Qualität für Lehrpersonen weniger eine universale Eigenschaft der OER, sondern eine *relationale Kategorie*, die sich aus Passung, Aktualität und situativer Relevanz ergibt. Offenheit im Sinne der Lizenzierung ist dabei ein wesentlicher Ermöglichungsfaktor, sie wird jedoch nicht als Selbstzweck wahrgenommen, sondern tritt hinter die Frage zurück, ob ein Material didaktisch sinnvoll einsetzbar und für die konkrete Lerngruppe geeignet ist.
## Barrieren und blinde Flecken
Studien verweisen zunehmend auf strukturelle Hemmnisse als zentrale Ursache für die bislang eingeschränkte Nutzung von OER. [Baas et al. (2022)](https://www.sciencedirect.com/science/article/pii/S1096751622000136?via%3Dihub) zeigen, dass Lehrende insbesondere mit der begrenzten Sichtbarkeit und Auffindbarkeit qualitativ geeigneter Materialien konfrontiert sind, da relevante und aktuelle Ressourcen häufig schwer zugänglich sind.
Darüber hinaus mangelt es weitestgehend noch immer an einer systematischen institutionellen Unterstützung. Fortbestehende rechtliche und technische Unsicherheiten, etwa im Hinblick auf offene Lizenzen und Fragen der Implementierung in bestehende Curricula, stellen eine Hürde für Lehrende dar. Diese Bedingungen hemmen nach wie vor die nachhaltige Integration offener Bildungsressourcen in den Schul- und Hochschulkontext. Selbst unter erfahrenen OER-Nutzenden herrschen noch immer Lizenzunsicherheiten vor (vgl. [Admiraal 2022](https://www.sciencedirect.com/science/article/pii/S1096751622000136?via%3Dihub)).
## Von der Ressource zur offenen Praxis
OER entfalten ihr transformatives Potenzial erst, wenn sie nicht lediglich als konsumierbare Materialien verstanden, sondern in *offene Bildungspraktiken*, sog. *Open Educational Practices* (OEP), eingebettet werden. Damit sind z.B. Prozesse der Adaption, Weiterentwicklung, Veröffentlichung und kooperativen Gestaltung gemeint. Die Studien von [Buntins et al. (2024)](https://doi.org/10.21240/mpaed/00/2024.01.10.X) und [Admiraal (2022)](https://www.sciencedirect.com/science/article/pii/S1096751622000136?via%3Dihub) zeigen jedoch, dass Lehrkräfte OER bislang, wenn sie diese überhaupt nutzen, überwiegend adaptieren oder rezipieren, während eigenständige Produktion und kollaborative Entwicklung marginal bleiben. Insbesondere das Teilen erfolgt meist innerhalb vertrauter schulischer Netzwerke, während öffentliche Plattformen (aufgrund fehlender rechtlicher Kenntnisse) nur selten genutzt werden.
Gerade hierin liegt jedoch eine Chance. Werden Lehrkräfte in offenen Praktiken unterstützt, z.B. durch rechtliche Orientierung, niedrigschwellige technische Lösungen und kollaborative Formate, können OER zu *Motoren einer innovationsorientierten Bildungskultur* werden.
[Baas et al. (2022)](https://www.sciencedirect.com/science/article/pii/S1096751622000136?via%3Dihub) betonen, dass kollaborative Prozesse nicht nur Materialien verbessern, sondern auch Perspektivenvielfalt integrieren und die gemeinsame Aushandlung von Qualitätsmaßstäben fördern. Dies verändert zugleich die professionelle Selbstwahrnehmung von Lehrkräften, von Materialnutzenden hin zu *Ko-Produzent:innen und Qualitätsgestalter:innen*.
## Offenheit als Kulturwandel: Religionspädagogische Perspektiven
Warum kann sich eine Auseinandersetzung mit OER - trotz der aufgezeigten Hindernisse - besonders für Lehrende lohnen? Was rechtfertigt den zusätzlichen Aufwand ihrer Erstellung für die Lehrpraxis? Aus *religionspädagogischer Sicht* bieten OER Chancen auf unterschiedlichen Ebenen. Sie eröffnen sowohl didaktische als auch strukturelle Handlungsräume, die über traditionelle Materialien hinausgehen und für die religionspädagogische Arbeit gewinnbringend sein können. Zum Beispiel:
1. **Kontextualisierte Materialien**: OER können passgenau auf die jeweilige Zielgruppe, den religiös pluralen Kontext und spezifische Lernbedarfe für schulische, außerschulische oder hochschulische Bildung zugeschnitten werden.
2. **Kollaborative Entwicklung**: Offene Plattformen wie das [relilab](https://relilab.org) ermöglichen die gemeinschaftliche Erstellung und Weiterentwicklung religionspädagogischer Materialien über Institutions- und Konfessionsgrenzen hinweg. Hier stehen niedrigschwellige Räume bereit, in denen Bildungsmaterialien ökumenisch und interreligiös entwickelt und im Austausch stetig verbessert werden können.
3. **Partizipative Lernprozesse**: Die aktive Einbindung von Lernenden in die Materialentwicklung setzt die zentrale religionsdidaktische Perspektve der Subjektorientierung ganz konkret um. Lernende werden nicht als Rezipient:innen, sondern als Gestaltende ihres eigenen Bildungsprozesses wahr- und ernstgenommen. Die Subjektorientierung als konstitutives Prinzip religiöser Bildung betrachtet Lernende als aktive Subjekte mit eigener Deutungs- und Handlungskompetenz. Durch partizipative Lernprozesse, die durch OEP unterstützt werden, werden Lernende in das Zentrum religiöser Bildungsprozesse gerückt.
4. **Machtsensible Gestaltung**: Das kollaborative Erstellen von OER eröffnet vielfältigen Stimmen Raum und trägt dazu bei, unterschiedliche Perspektiven auf einen religiösen Lerngegenstand sichtbar zu machen. Dies lässt sich fruchtbar mit ideologiekritischer Religionspädagogik verbinden, die Vielfalt ernst nimmt, Machtstrukturen kritisch reflektiert und religiöse Bildung als bewusst gestalteten Reflexionsprozess versteht. Offene Bildungspraktiken unterstützen Lernende dabei, Materialien kritisch zu hinterfragen und eigene, machtsensible Bildungsmaterialien einzubringen.
5. **Aktualität**: Durch ihre Offenheit lassen sich OER fortlaufend an neue Kontexte anpassen. Dies umfasst sowohl veränderte bildungstheoretische Ansätze und länderspezifische Lehrpläne als auch aktuelle gesellschaftliche Entwicklungen und kirchenpolitische Fragestellungen. So bleiben die Materialien relevant und anschlussfähig an gegenwärtige Diskurse.
Eine nachhaltige Integration von offenen Bildungspraktiken in die religionspädagogische Landschaft erfordert einen Paradigmenwechsel. Offenheit ist eine *Haltung*, die z.B. in Workshops und Fortbildungen erlernt und eingeübt werden kann. In diesem Sinn ist *open* keine rein technische oder rechtliche Kategorie, sondern eine *pädagogische Haltung* und damit ein Bekenntnis zu einer Bildungskultur, die Teilhabe nicht nur ermöglicht, sondern als grundlegendes Prinzip begreift.
Besonders in der Religionspädagogik knüpft diese Offenheit an das christliche Bildungsverständnis an. Wissen ist kein zu hütender Schatz, den man verbergen sollte, sondern etwas, das „überfließend“ geteilt werden darf, um andere zu unterstützen und in ihrer Entwicklung zu fördern.
Ein langfristiges Ziel in Aus-, Fort- und Weiterbildungsangeboten muss es also sein, Lehrende darin zu unterstützen, offene Praktiken als Bestandteil ihrer Lehrpraxis und ihres Bildungsauftrags zu gestalten.
## Literaturangaben
* [Admiraal, W. (2022). *A typology of educators using Open Educational Resources for teaching*. International Journal on Studies in Education 4 (1), 123](https://www.researchgate.net/publication/350954901_A_Typology_of_Educators_Using_Open_Educational_Resources_for_Teaching).
* [Baas, M.; Van der Rijst, R.; Huizinga, T.; van der Berg, E.; Admiraal, W. (2022). *Would you use them? A qualitative study on teachers' assessments of open educational resources in higher education*. The Internet and Higher Education 54, 114](https://www.sciencedirect.com/science/article/pii/S1096751622000136?via%3Dihub).
* [Buntins, K., Diekmann, D., Klar, M., Rittberger, M., Kerres, M. (2024). «Material teilen? Praktiken der Entwicklung und Nutzung digitaler Unterrichtsmaterialien von Lehrpersonen an Schulen in Deutschland». MedienPädagogik (Occasional Papers): 133](https://doi.org/10.21240/mpaed/00/2024.01.10.X).
* [Littlejohn, A. & Hood, N. (2017). *How educators build knowledge and expand their practice: The case of open educational resources*. British Journal of Educational Technology 48 (2), 499510. doi:10.1111/bjet.12438](https://doi.org/10.1111/bjet.12438).

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