Compare commits

...

2 Commits

Author SHA1 Message Date
Jörg Lohrer ed47b13c1e Tagungsdokumentation und Transkripte der Zwischenfazit-Tagung hinzugefügt
Dokumentation, Auswertung und 9 bereinigte MD-Transkripte der FOERBICO-Zwischenfazit-Tagung (24.–25.02.2026, Nürnberg) in Events/Zwischenfazit_Tagung/ abgelegt.
2026-03-27 10:07:47 +01:00
buchwaldchassee be0bc85a73 Website/content/de/tagungen/index.md aktualisiert 2026-03-27 07:51:01 +00:00
12 changed files with 2756 additions and 43 deletions

View File

@ -0,0 +1,230 @@
# FOERBICO-Tagung 2026 Inhaltliche Auswertung & Verschlagwortung
*Basierend auf den 9 Videotranskripten der FAU.tv-Serie "Mit OER zu einer Kultur des Teilens" (WS 2025/26)*
---
## Übergreifende Schlagwort-Wolke
OER, OEP, Religionspädagogik, Community of Communities, Kultur des Teilens, Bildungsgerechtigkeit, Qualitätskriterien, KI/Generative KI, Nostr-Protokoll, Dezentralität, Interoperabilität, Metadatenstandard (AMB), Infrastruktur, Lizenzrecht/Creative Commons, Nachhaltigkeit, Förderzyklen, institutionelle Verankerung, Lehrkräftebildung, Constructive Alignment, OER-enabled Pedagogy, Dark Reuse, Barrierefreiheit, digitale Transformation, Ehrenamt, Kuration
---
## Auswertung pro Vortrag
### 1. Begrüßung Manfred Pirner (02:21)
**Kernthemen:** Projektvorstellung FOERBICO, BMBF-Förderung, ministerielle Zuordnung nach Regierungsumbildung
**Schlagworte:** OER-Ökosystem, FOERBICO, Verbundprojekt, BMBF, BMBFSFJ, Vernetzung, offene Bildungspraktiken, Förderstrategie
**Personen/Institutionen:** Detlef Reuter (BMBFSFJ), FAU Erlangen-Nürnberg
**Zentrale Aussagen:**
- FOERBICO ist im Mai 2024 als Reaktion auf eine BMBF-Ausschreibung zur Förderung und Vernetzung bestehender OER-Communities gestartet
- Hoffnung, dass das neue BMBFSFJ die OER-Förderstrategie weiterverfolgt
---
### 2. Begrüßung Jens Dechow (07:10)
**Kernthemen:** Comenius-Institut als Träger, Community of Communities, Verbindung AusbildungPraxisFortbildung
**Schlagworte:** Comenius-Institut, Community of Communities, Community-Management, OER-Rechtsfragen, digitale Infrastruktur, Niederschwelligkeit, proprietäre Systeme, Nachhaltigkeit, Netzwerkorientierung
**Personen/Institutionen:** Dr. Jens Dechow (Comenius-Institut), Jörg Lohrer, Gina Buchwald-Chassée, Ludger Sicking, Prof. Pirner (FAU), Prof. Pirker (Frankfurt), Laura Mössle, Philipp Angelina, ALPIKA
**Projekte/Plattformen:** rpi-virtuell, relilab, relimentar, religlobal, eFabinet, FOERBICO
**Zentrale Aussagen:**
- "Die Herausforderungen mit offenen Praktiken sind quer zu den Communities sehr ähnlich" → Community of Communities als Lösung
- "Wenn angehende Pädagog:innen schon in der Ausbildung die Vorteile offener Bildungspraktiken kennenlernen, werden sie sie in der Beruflichkeit auch nutzen"
- Institutionelle Organisationsformen (ALPIKA-Institute) wandeln sich zunehmend zu Netzwerken/Communities
---
### 3. Begrüßung Viera Pirker (06:28)
**Kernthemen:** Religionspädagogik & Mediendidaktik, OEP als wichtiger werdende Perspektive, Lifelong Learning
**Schlagworte:** Religionspädagogik, Mediendidaktik, OEP, Lifelong Learning, Professionalisierung, Hochschuldidaktik, interreligiös, ökumenisch, Kultur des Teilens, Zugänglichkeit
**Personen/Institutionen:** Prof. Dr. Viera Pirker (Goethe-Universität Frankfurt)
**Projekte/Plattformen:** FOERBICO, relilab, OE_COM-Förderlinie
**Zentrale Aussagen:**
- "Im Verlauf des Projekts wird uns die OEP-Perspektive immer wichtiger" Fokusverschiebung von Materialien zu Praktiken
- Traum: Alle Lehramtsstudierenden kommen schon im Einführungsseminar mit OER in Kontakt
- "Die Wissenschaft versteht sich erstaunlicherweise gar nicht so stark selbst als Community, obwohl sie es selbstverständlich ist"
---
### 4. Literaturreview: OER und OEP Pirner & Pirker (16:36)
**Kernthemen:** Systematic Literature Review (19 Reviews, 20192025), zehn zentrale Ergebnisse, Stand der Religionspädagogik
**Schlagworte:** Literaturreview, PRISMA-Methode, Bildungsgerechtigkeit, Inklusion, Barrierefreiheit, Bildungsqualität, OER-Communities, digitale Infrastruktur, Lernkultur, Kostenersparnis, Lizenzrecht, hemmende/fördernde Faktoren, Hochschullehre, öffentliche Theologie, SDG, UNESCO, Open Access
**Personen/Institutionen:** UNESCO (Foren 2002/2012/2024, Generalkonferenz 2019), Deutsche UNESCO-Kommission, DIPF (OER-Infostelle seit 2016), BMBF, Comenius-Institut (20+ Jahre OER-Vorreiter)
**Projekte/Plattformen:** rpi-virtuell, relichat, relilab, OER-Infostelle/DIPF
**Zehn zentrale Ergebnisse:**
1. Potenziale für Bildungsgerechtigkeit/Inklusion noch wenig realisiert
2. Bildungsqualität von OER mindestens gleichwertig zu herkömmlichen Medien
3. Veränderung der Lernkultur durch OEP noch unbefriedigend erforscht, aber Hinweise auf fruchtbare Wechselwirkungen
4. OER an deutschen Hochschulen stark unterentwickelt (vs. US-Kontext)
5. Hemmende Faktoren: Einstellung, unterentwickelte Prozesse, rechtliche Klärungen, fehlende institutionelle Unterstützung, hoher Zeitaufwand
6. Fördernde Faktoren: Kostenersparnis, Motivation, Verfügbarkeit, Passung, Verbesserung der Lehre
7. Hohe Bedeutung von OER-Communities für Erstellung, Kuratierung, Qualitätssicherung
8. Digitale Infrastruktur zentral, aber als unbefriedigend bewertet
9. Religionspädagogik: Pionierleistung von rpi-virtuell/relilab, aber kaum Forschung
10. OER/OEP als Einlösung normativer theologischer Perspektiven (öffentliche Theologie/Religionspädagogik)
**Schlüsselzitat:** "Es spricht viel dafür, dass eine offene, egalitäre und partizipative Lernkultur etwa in offenen Fortbildungsformaten wie Werkstätten, Barcamps, Workshops und Cafés positiv erlebt werden muss, um dann auch die Potenziale von OER und OEP für sich und andere zu entdecken."
---
### 5. Begleitforschungsergebnisse Phillip Angelina (11:52)
**Kernthemen:** Qualitative Leitfadeninterviews mit Community-Verantwortlichen, OER-Prioritäten, OEP-Bewusstsein, Hürden und Bedarfe
**Schlagworte:** Begleitforschung, Leitfadeninterview, SWOT-Analyse, Codierung, Community-Struktur, OER-Produktion, OEP im Tun, Rechtsunsicherheit, Lizenzierung, Urheberrecht, Abmahnung, OER-fähige Tools, Ehrenamt, institutionelle Hürden, Zeitaufwand, überregionale Vernetzung
**Projekte/Plattformen:** relilab, relimentar, religlobal, rpi-virtuell, Schule Evangelisch-Digital, NARRT, Discourse Lab, Canva (als Negativbeispiel)
**Zentrale Aussagen:**
- "OEP wurde praktiziert, auch wenn der Begriff nicht bekannt war" Subcode "OEP im Tun" zeigt: Offene Praktiken finden statt, ohne dass Akteure den Fachbegriff kennen
- Rechtliche Hürde mit 40 Nennungen meistgenannter Subcode Angst vor Abmahnungen als größte Barriere
- "Communities, die komplett auf Ehrenamt funktionieren, arbeiten anders, als wenn Menschen über Institutionen angestellt sind" Förderstruktur bestimmt Arbeitsweise fundamental
---
### 6. OER-Qualitätskriterien Laura Mössle (14:56)
**Kernthemen:** OER-Qualitätssicherung, Qualitätsdebatte in der Religionspädagogik, dynamisches vs. statisches Qualitätsverständnis, KI-generierte Materialien
**Schlagworte:** Qualitätskriterien, Religionspädagogik, Bildungsgerechtigkeit, Offenheit, Versionierung, Schulbuchanalyse, Autorisierungsprozesse, didaktisches Design, Reflexionsprozess, Community-Dialog, KI-Risiken
**Personen/Institutionen:** Dr. Laura Mössle (Goethe-Universität Frankfurt), Rothgangel (mehrdimensionales Qualitätsverständnis)
**Projekte/Plattformen:** FOERBICO, Twillo (OER-Portal), Hamburg Open Online University (HOOU), Augsburger Analysemodell
**Vier Qualitätsdimensionen der Handreichung:** rechtlich, technisch, pädagogisch-didaktisch, religionspädagogisch
**Zentrale Aussagen:**
- "Qualität ist bei OER kein statisches Merkmal, sondern ein Ergebnis reflexiver, dialogischer Aushandlungsprozesse"
- Offenheit als Chance für Qualitätsentwicklung, nicht als Gefahr Handreichung als Dialoginstrument, nicht als Prüfkatalog
- Digitale Bildungsmedien in der religionspädagogischen Qualitätsdebatte bislang unzureichend berücksichtigt
---
### 7. Der Schmerz der verteilten Systeme Dechow, Buchwald-Chassée, Lohrer, Sicking (17:48)
**Kernthemen:** Interoperabilität verteilter Systeme, dezentrale Identität/Datensouveränität, Nostr-Protokoll, Nachhaltigkeit von Förderprojekten, gemeinsame Metadatenstandards
**Schlagworte:** Verteilte Systeme, Interoperabilität, Dezentralität, Nostr-Protokoll, Schlüsselpaar/kryptographische Identität, Datensouveränität, Community Hub, Metadatenstandard (AMB), Single Sign-On/Keycloak, Plattformunabhängigkeit, Förderzyklen, Resilienz
**Personen/Institutionen:** Dr. Jens Dechow, Gina Buchwald-Chassée, Jörg Lohrer, Ludger Sicking, Detlef Reuter
**Projekte/Plattformen:** FOERBICO, Nostr-Protokoll, Keycloak, Nextcloud, relilab, relimentar, WirLernen.online, RPI Materialpool, rpi.edufeed.org (Live-Prototyp), AMB-Standard
**Zentrale Aussagen:**
- "Nostr trennt Daten, Identitäten und Dienste strikt voneinander. Dadurch ermöglichen wir niedrige Eintrittshürden, Datentransfer ohne Logins und eine resiliente, erlaubnisfreie Innovation" (aus noch unveröffentlichtem Springer-Artikel)
- Bisherige Lösungen für getrennte Systeme sind "Pflaster" (Mehrarbeit, Copy-Paste, Metasysteme, KI-Automatisierung), die die strukturelle Ursache fehlende Interoperabilität nicht heilen
- Protokollbasierte Infrastruktur (statt plattformbasiert) entspricht der Vereinbarungslogik von Community-Handeln; Dezentralität macht unabhängig und resilient
---
### 8. Keynote: Herausforderungen und Perspektiven Daniel Otto (56:56)
**Kernthemen:** Verhältnis OER/OEP, OER als normative Bildungstechnologie, Generative KI vs. OER, KI-Kompetenz und Prüfungskultur, empirische OER-Forschung (Mapping Study), Kultur des Teilens, OER-enabled Pedagogy
**Schlagworte:** OER, OEP, Generative KI, Bildungstechnologie, Kultur des Teilens, Normativität, Prüfungsformen/Assessment, KI-Kompetenz, Constructive Alignment, OER-enabled Pedagogy, Repositorien, Creative Commons, Clickworker/unsichtbare Arbeit, Dark-Use-Hypothese, Systematic Mapping Study, institutioneller Wandel, Geringschätzung der Lehre, Beitragsorientierung vs. Abgabeorientierung
**Personen:** Daniel Otto, David Wiley (OER-enabled Pedagogy), Thomson (OEP-Kritik), Markus Deimann (Bildungstechnologie), Martin Ebner & Sandra Schön (KI-Mythen), John Biggs (Constructive Alignment), Gert Biesta (Bildung als Unterbrechung), Beaver (Dark-Use-Hypothese), Susanne Fritz (OER-Info)
**Institutionen:** BMBF, OER-Beirat, Learning Lab Uni Duisburg-Essen, Elsevier, GEMA
**Erwähnte Studien:**
- Systematic Mapping Study (Otto et al.): 20152019 (272 Studien), 20202024 (426 Studien); 143/426 aus USA, 75% Hochschulbereich, Deutschland nur ~10 Beiträge in 5 Jahren
- Befragung 1000+ Lehrkräfte (Learning Lab): Prädiktoren für OER-Erstellung = Bewusstsein, Lizenzkenntnisse, Kultur des Teilens
- Meta-Analysen zur OER-Effektivität: Konsistent keine signifikanten Unterschiede zu geschlossenen Materialien
**Zentrale Aussagen:**
- "OER und OEP sind zwei getrennte Konzepte, die durchaus miteinander interagieren" OEP wird von Thomson als "under theorized and opaque" kritisiert
- "OER hat einen explizit normativen Anspruch. Das macht sie zur Bedrohung für etablierte Praktiken"
- "Wir müssen uns grundsätzliche Gedanken machen, welche Kompetenzen im Zeitalter der KI noch wichtig sind weniger eine Frage von Tools, sondern von Kompetenzen"
- "OER und OEP können als didaktische Verstärker im Zeitalter der KI dienen" sie fördern menschliche Interaktion, Nachvollziehbarkeit, Peer-Feedback
- "Aufgaben sind als Beiträge zu verstehen und nicht nur als Abgaben" (nach Wiley)
- "Die Effektivitätsfrage ist kein Forschungsthema mehr" Qualität gleichwertig belegt
- "Eine Kultur des Teilens ist kein hinreichendes, aber ein notwendiges Kriterium" institutioneller Kulturwandel wichtiger als Zwangsmaßnahmen
---
### 9. Critical Friends Podiumsdiskussion (71:31)
**Kernthemen:** OER/OEP in der Religionspädagogik, Community-Bildung, Nachhaltigkeit/Projektfinanzierung, Infrastruktur, Qualitätssicherung/Kuration, institutionelle Verankerung vs. individuelles Engagement, KI und OER
**Schlagworte:** Community of Practice, Kultur des Teilens, Begleitforschung, Nachhaltigkeit, Infrastruktur, Kuration, Anreizstrukturen/Badges, KI-Integration, Lehrkräftebildung, Transfer TheoriePraxis, Schulbuchverlage, Fachspezifik vs. Überfachlichkeit
**Personen/Institutionen:** Dr. Susanne Friz (FWU), Dr. Alexandra Habicher (digiLL/Uni Köln), Prof. Ilona Nord (Uni Würzburg), Prof. Franco Rau (FAU), Jens Palkowitsch-Kühl (RELAP digital), Thomas Schlag
**Projekte/Plattformen:** FOERBICO, digiLL/digiLL.com, Larn-Projekt, Murphy-Projekt, OER-Infostelle, RELAP digital, CONTOC, Soulmate, Beyond Prompting, Tobes, Sodix/Mundo, Twillo, Serlo, KlasCement (flämisches OER-Portal), Wikipedia/Wikibooks, Nostr-Protokoll, Paul-Tillich-Multimedia-Plattform, Alemannenschule Wutöschingen, Eduki
**Zentrale Aussagen pro Panelist:**
**Susanne Friz (FWU):**
- OER-Workshops funktionieren besser mit inhaltlicher Anbindung (Medienpädagogik, Schulentwicklung), nicht Lizenzen als Einstieg
- "Badges sind total beliebt unter Lehrern" Gamification steigert Beteiligung (Vorbild: KlasCement)
- Nachhaltigkeit gelingt nur, wenn Personen über die Projektlaufzeit hinaus vor Ort bleiben
- Dem BMBF sei nicht klar, dass nach Projektende niemand mehr OER kuratiert
**Alexandra Habicher (digiLL):**
- "Heilsversprechen" von OER (Bildungsgerechtigkeit etc.) sind empirisch kaum belegt
- Transfer Forschung → Schule braucht 1015 Jahre; wie beschleunigen?
- Studierende als OER-Produzent:innen einbinden, um sie "aus der konsumierenden Haltung rauszubekommen"
- Viele verschiedene Communities als "Zahnrädchen", die verzahnt zusammenarbeiten
**Ilona Nord (Würzburg):**
- "Welches Problem will ich mit OER lösen? Ohne klar definiertes Problem ist die ganze Sache extrem mühselig"
- Großer Unterschied zwischen Theorie/Technik-Möglichkeit und praktischer Umsetzung
- Religionspädagogik institutionell in Kirche und Universität verankert "Das sind nicht die Umgebungen, in denen OER gepflegt wird"
- Empfehlung: Reduktion statt Ausweitung Ergebnisse elementarisieren und handhabbar machen
**Franco Rau (FAU):**
- "OEP um der OEP-Willen hat nicht funktioniert in den letzten 20 Jahren" Verknüpfung mit übergeordneten Zielen nötig
- Fokus zu sehr auf Material-Pools statt auf Tools zur OER-Erstellung
- Institutionelle Strukturen (Berufungsverfahren, Lehrbuchvermarktung) arbeiten aktiv gegen Kultur des Teilens
- OER-Materialien als Datengrundlage für RAG-Modelle/Finetuning nutzen statt KI unkritisch zu feiern
**Kontroversen/Spannungsfelder:**
1. **Mehr Forschung vs. Konsolidierung:** Friz/Habicher wünschen erweiterte Forschung; Nord empfiehlt Elementarisierung des Vorhandenen
2. **OER als Selbstzweck vs. OER als Mittel:** Förderlogik vs. Praxisanbindung an konkrete Probleme
3. **Offenheit vs. institutionelle Verschlossenheit:** OER-Ideale vs. geschlossene Strukturen (Kirche, Universität, Verlage, Eduki)
4. **KI als Chance oder Bedrohung:** KI unterstützt OER-Produktion, droht aber Qualitätsdiskussion zu untergraben
5. **Koalition der Willigen vs. Breitenwirkung:** Communities funktionieren intern, Transfer in die Breite bleibt ungelöst
6. **Projektlogik vs. Nachhaltigkeit:** Befristete Förderung erzeugt befristete Strukturen
---
## Querauswertung: Wiederkehrende Themen über alle Vorträge
| Thema | Erwähnt in Vorträgen |
|-------|---------------------|
| OEP wichtiger als OER (Praktiken > Materialien) | 3, 4, 5, 8, 9 |
| Rechtsunsicherheit als Top-Hürde | 4, 5, 9 |
| Fehlende institutionelle Anerkennung | 2, 4, 5, 8, 9 |
| Communities als Schlüsselfaktor | 2, 4, 5, 7, 8, 9 |
| Nachhaltigkeit/Förderzyklen-Problem | 2, 7, 9 |
| KI und OER (Chancen & Risiken) | 6, 8, 9 |
| Nostr-Protokoll / Dezentralität | 1, 7, 9 |
| Bildungsqualität von OER belegt | 4, 8 |
| Kultur des Teilens als Voraussetzung | 3, 4, 8, 9 |
| Religionspädagogik als OER-Nachzügler | 3, 4, 5, 9 |
| Transfer Theorie → Praxis schwierig | 5, 9 |
---
*Erstellt: 2026-03-27 | Methode: Whisper-Transkription → Textbereinigung → inhaltliche Analyse*

View File

@ -0,0 +1,139 @@
# FOERBICO Zwischenfazit-Tagung 2026 Dokumentation
**Datum:** 24.25. Februar 2026, Nürnberg (FAU Erlangen-Nürnberg)
**Recap-Seite:** https://oer.community/recap-foerbico-tagung-2026/
**FAU.tv-Serie:** https://www.fau.tv/series/mit-oer-zu-einer-kultur-des-teilens-w25
**Lizenz:** Open Access
## Überblick
Die Tagung war das Zwischenfazit des FOERBICO-Projekts ("Förderung offener Bildungspraktiken in religionsbezogenen Communities"). Gefördert vom BMBFSFJ (vormals BMBF), Verbundprojekt seit Mai 2024.
### Programm laut Recap-Seite
1. **Begrüßung & Zwischenergebnisse** Detlef Reuter (BMBFSFJ) lobte die Arbeit mit dem Nostr-Protokoll. Manfred Pirner & Viera Pirker stellten ihren Literaturbericht zu OER/OEP vor. Phillip Angelina präsentierte Interview-Ergebnisse. Laura Mössle stellte Qualitätskriterien vor. Das Comenius-Team zeigte den Community-Hub.
2. **Keynote Daniel Otto** OER vs. OEP, KI-Herausforderungen für OER, "Dark Reuse"-Hypothese, Motive für OER-Adoption.
3. **Community-Workshops** relilab, reliGlobal, RELImentar.
4. **Critical Friends Podium** Dr. Susanne Friz (FWU), Dr. Alexandra Habicher (digiLL), Prof. Ilona Nord (Uni Würzburg), Prof. Franco Rau (FAU).
5. **Save-the-date:** Abschlusstagung Frühjahr 2027 an der Goethe-Universität Frankfurt.
### Verlinkte Ressourcen
- Tagungsboard: https://s.edufeed.org/zwischenfazit
- Community Hub: https://s.edufeed.org/hub
- hOERz-Anleitung: https://s.edufeed.org/hoerz
- Qualitätskriterien (Slides): https://nextcloud.comenius.de/s/LHfAJBjgEgtYANC
- Community of Praxis (Slides): https://nextcloud.comenius.de/s/fbMEmzkrzXeZEck
- relilab (Slides): https://nextcloud.comenius.de/s/gBde64YdXRgSDG9
- reliGlobal (Slides): https://nextcloud.comenius.de/s/4w75Qd7dfYLeNcf
- RELImentar (Slides): https://nextcloud.comenius.de/s/EpZKDqBNdwF9ro2
---
## Video-Aufzeichnungen (FAU.tv)
Alle 9 Videos wurden am 24.02.2026 aufgezeichnet und sind Open Access.
### Übersicht
| # | Video-ID | Titel | Vortragende | Dauer | VTT-Transkript | MD-Transkript |
|---|----------|-------|-------------|-------|----------------|---------------|
| 1 | 61570 | Begrüßung | Prof. Dr. Manfred Pirner | 02:21 | [VTT](https://cdn.video.uni-erlangen.de/symlinks/16e17788-c3d4-4775-8b11-f94920ceeef5.vtt) | [MD](transkripte/01-begrussung-pirner.md) |
| 2 | 61571 | Begrüßung | Dr. Jens Dechow | 07:10 | [VTT](https://cdn.video.uni-erlangen.de/symlinks/3eafb15b-1368-412c-94fe-55eb5c2aee71.vtt) | [MD](transkripte/02-begrussung-dechow.md) |
| 3 | 61572 | Begrüßung | Prof. Dr. Viera Pirker | ~06:28 | [VTT](https://cdn.video.uni-erlangen.de/symlinks/5af1493e-eabe-4e6f-be50-259344c93fe1.vtt) | [MD](transkripte/03-begrussung-pirker.md) |
| 4 | 61564 | Literaturreview: OER und OEP Anspruch, Wirklichkeit und Potenziale | Prof. Dr. Manfred Pirner, Prof. Dr. Viera Pirker | 16:36 | [VTT](https://cdn.video.uni-erlangen.de/symlinks/13cd1549-ca3f-4f64-9c33-7496189b7949.vtt) | [MD](transkripte/04-literaturreview-pirner-pirker.md) |
| 5 | 61565 | Begleitforschungsergebnisse: OER und OEP | Phillip Angelina | 11:52 | [VTT](https://cdn.video.uni-erlangen.de/symlinks/383b510c-cf7f-42e0-91ce-0480af176c61.vtt) | [MD](transkripte/05-begleitforschung-angelina.md) |
| 6 | 61566 | Offenheit ist kein Gegensatz zu Qualität OER-Qualitätskriterien | Dr. Laura Mössle | 14:56 | [VTT](https://cdn.video.uni-erlangen.de/symlinks/c87d38ee-9452-4010-9595-306004368f89.vtt) | [MD](transkripte/06-qualitaetskriterien-moessle.md) |
| 7 | 61567 | Der Schmerz der verteilten Systeme | Dr. Jens Dechow, Gina Buchwald-Chassée, Jörg Lohrer, Ludger Sicking | 17:48 | [VTT](https://cdn.video.uni-erlangen.de/symlinks/d368071f-4436-4496-8ef1-404c982aaac0.vtt) | [MD](transkripte/07-verteilte-systeme-dechow-lohrer.md) |
| 8 | 61568 | **Keynote:** Aktuelle Herausforderungen und Perspektiven für OER und OEP | Prof. Dr. Daniel Otto | 56:56 | [VTT](https://cdn.video.uni-erlangen.de/symlinks/6ba8e089-8d6c-451d-a50c-263fd06a0503.vtt) | [MD](transkripte/08-keynote-daniel-otto.md) |
| 9 | 61569 | **Critical Friends:** Kommentierungen und Podium | Prof. Dr. Manfred Pirner (Moderation), Dr. Susanne Friz, Dr. Alexandra Habicher, Prof. Ilona Nord, Prof. Franco Rau | 71:31 | [VTT](https://cdn.video.uni-erlangen.de/symlinks/01d1bf71-1c4e-428e-b976-d255e90d970b.vtt) | [MD](transkripte/09-critical-friends-podium.md) |
### Direkt-Links zu den Video-Seiten
1. https://www.fau.tv/series/mit-oer-zu-einer-kultur-des-teilens-w25/1-begrussung-w25-1
2. https://www.fau.tv/series/mit-oer-zu-einer-kultur-des-teilens-w25/3-begrussung-w25
3. https://www.fau.tv/series/mit-oer-zu-einer-kultur-des-teilens-w25/4-begrussung-w25
4. https://www.fau.tv/series/mit-oer-zu-einer-kultur-des-teilens-w25/1-literaturreview-oer-und-oep-anspruch-wirklichkeit-und-potenziale-w25
5. https://www.fau.tv/series/mit-oer-zu-einer-kultur-des-teilens-w25/2-begleitforschungsergebnisse-oer-und-oep-anspruch-wirklichkeit-und-potenziale-w25
6. https://www.fau.tv/series/mit-oer-zu-einer-kultur-des-teilens-w25/3-offenheit-ist-kein-gegensatz-zu-qualitat-oer-qualitatskriterien-fur-die-religionspadagogik-w25
7. https://www.fau.tv/series/mit-oer-zu-einer-kultur-des-teilens-w25/4-der-schmerz-der-verteilten-systeme-und-warum-pflaster-nicht-ausreichen-aktueller-stand-der-oer-communities-und-ihrer-vernetzungen-auf-dem-weg-zum-community-hub-w25
8. https://www.fau.tv/series/mit-oer-zu-einer-kultur-des-teilens-w25/1-aktuelle-herausforderungen-und-perspektiven-fur-oer-und-oep-w25
9. https://www.fau.tv/series/mit-oer-zu-einer-kultur-des-teilens-w25/1-critical-friends-kommentierungen-und-podium-w25
---
## Transkriptionen Status
### Wie die Transkripte verfügbar sind
Die FAU.tv-Plattform generiert automatische Untertitel via **Whisper (OpenAI)**. Die Transkripte sind als **VTT-Dateien** (WebVTT-Format) über die CDN-URLs abrufbar. Sie sind NICHT im statischen HTML der Videoseiten enthalten (dynamisches JavaScript-Rendering), aber über die **oEmbed-API** ermittelbar:
```
https://api.video.uni-erlangen.de/services/oembed/?url=https://www.fau.tv/clip/id/{VIDEO_ID}&format=json
```
Das JSON enthält die Felder `transcript` (VTT-URL) und `transcript_de`.
### Inhaltliche Zusammenfassungen der Transkripte
Alle 9 VTT-Dateien wurden erfolgreich abgerufen. Die Transkripte sind Whisper-generiert (deutsch), ohne Sprecherzuordnung, mit Zeitstempeln.
#### 1. Begrüßung Manfred Pirner (2:21)
Einführung ins FOERBICO-Projekt: Verbundprojekt seit Mai 2024, Reaktion auf BMBF-Ausschreibung zur Förderung von OER-Communities und deren Vernetzung. Hoffnung auf Weiterführung durch das neue BMBFSFJ. Vorstellung des Ministerialvertreters Detlef Reuter.
#### 2. Begrüßung Jens Dechow (7:10)
Direktor des Comenius-Instituts stellt den Hintergrund vor: Communities wie rpi-virtuell, relilab, RELImentar, reliGlobal, eFabinet. Vision einer "Community of Communities". Comenius-Institut als Vorreiter seit 20+ Jahren.
#### 3. Begrüßung Viera Pirker (~6:28)
Frankfurter Perspektive auf FOERBICO. Lifelong-Learning-Vision, OEP-Perspektive, religionspädagogische Community als Feld für OER. Ökumenische und interreligiöse Perspektive.
#### 4. Literaturreview OER und OEP Pirner & Pirker (16:36)
Zentrale Ergebnisse des systematischen Literaturberichts (19 Review-Artikel, 20192025):
1. Potenziale von OER für Bildungsgerechtigkeit/Inklusion noch wenig realisiert
2. Bildungsqualität von OER mindestens gleichwertig zu herkömmlichen Medien
3. Veränderung der Lernkultur durch OEP noch unbefriedigend erforscht, aber Hinweise auf fruchtbare Wechselwirkungen
4. OER an deutschen Hochschulen noch stark unterentwickelt (vs. US-Kontext)
5. Hemmende Faktoren: Einstellung, unterentwickelte Prozesse, rechtliche Klärungen, fehlende institutionelle Unterstützung
6. Förderliche Faktoren: Kostenersparnis, Motivation, Verfügbarkeit, Passung
7. Hohe Bedeutung von OER-Communities (Erstellung, Kuratierung, Qualitätssicherung)
8. Digitale Infrastruktur als zentral aber unbefriedigend bewertet
9. Religionspädagogik: Pionierleistung von rpi-virtuell/relilab, aber kaum Forschung
10. OER und OEP als Einlösung normativer theologischer Perspektiven (öffentliche Theologie)
#### 5. Begleitforschungsergebnisse Phillip Angelina (11:52)
Interview-basierte Forschung zu OER-Communities. Coding-Methodik. Befunde: OER hat unterschiedliche Priorität in verschiedenen Communities. OEP-Praxis entsteht "im Tun". Strukturelle Herausforderungen: rechtliche Barrieren, Zeitknappheit, fehlende institutionelle Anerkennung.
#### 6. OER-Qualitätskriterien Laura Mössle (14:56)
Qualitätskriterien für OER in der Religionspädagogik. Referenzmodelle: Augsburger Analysemodell, Twillo-Portal-Qualitätscheck, HOOU-Modell. Dynamisches Qualitätsverständnis: Qualität als iterativer Entwicklungsprozess, nicht als statisches Merkmal.
#### 7. Der Schmerz der verteilten Systeme Dechow, Buchwald-Chassée, Lohrer, Sicking (17:48)
Kernproblem: Getrennte Orte, getrennte Identitäten, getrennte Sprachen in den OER-Communities. Lösungsansätze: AMB-Metadatenstandard, **Nostr-Protokoll** für Dezentralisierung. Vision des Community-Hubs als Vernetzungsinfrastruktur. Jörg Lohrer ist Co-Vortragender.
#### 8. Keynote: Herausforderungen und Perspektiven Daniel Otto (56:56)
Umfassende Keynote:
- OER vs. OEP: OER als Bildungstechnologie mit normativem Anspruch
- KI und OER/OEP: CC-Lizenzierung vs. KI-Black-Box, KI-Kompetenz
- Constructive Alignment und Kompetenzrahmen
- Systematic Mapping Study 20152024: geografische Forschungsasymmetrie
- "Dark Reuse"-Hypothese: Mehr Nutzung/Teilen als sichtbar gemacht wird
- Kultur des Teilens als Prädiktor für OER-Erstellung
- OER-enabled Pedagogy als Rahmenkonzept
- Motive für OER-Nutzung bei Lehrkräften
#### 9. Critical Friends Podiumsdiskussion (71:31)
Panel mit vier externen Expert:innen:
- **Dr. Susanne Friz (FWU):** Perspektive der Bildungsmedien-Institution
- **Dr. Alexandra Habicher (digiLL):** Hochschuldidaktische Perspektive
- **Prof. Ilona Nord (Uni Würzburg):** Religionspädagogische Forschungsperspektive
- **Prof. Franco Rau (FAU):** Medienpädagogische Perspektive
Themen: OER-Forschung, Communities, Qualität, Infrastruktur, KI-Integration, institutionelle Barrieren. Moderation: Prof. Dr. Manfred Pirner.
---
## Nächste Schritte (TODO)
- [x] VTT-Dateien lokal herunterladen und als bereinigte Markdown-Transkripte (ohne Zeitstempel) aufbereiten
- [x] Transkripte pro Vortrag als eigene Dateien im Repo ablegen → [`transkripte/`](transkripte/)
- [x] Inhaltliche Auswertung und Verschlagwortung → [`foerbico-tagung-2026-auswertung.md`](foerbico-tagung-2026-auswertung.md)
---
*Erstellt: 2026-03-27 | Quelle: oer.community + fau.tv | Transkripte: Whisper-generiert (automatisch, Genauigkeit variiert)*

View File

@ -0,0 +1,28 @@
# Begrüßung
- **Vortragende:** Prof. Dr. Manfred Pirner
- **Dauer:** 02:21
- **Video-ID:** 61570
- **Video:** [FAU.tv](https://www.fau.tv/series/mit-oer-zu-einer-kultur-des-teilens-w25/1-begrussung-w25-1)
- **Aufnahme:** 24. Februar 2026, Nürnberg
- **Transkript:** Automatisch generiert (Whisper/OpenAI), Genauigkeit kann variieren
---
Mit dem etwas sperrigen Titel Förderung offener Bildungspraktiken in religionsbezogenen Communities durch die Entwicklung eines koordinierten OER Ökosystems ich muss es ablesen weil ich kann es mal nicht merken ist unser Verbundprojekt im Mai 2024 gestartet und gut dass wir dann gleich eben ein einprägsames Kürzel gefunden haben mit FOERBICO und eben gut dass wir das Projekt auch als kooperatives Projekt von vornherein auf die Beine gestellt haben.
Wir haben mit unserem Projektantrag vor zwei Jahren reagiert auf eine Ausschreibung des damals noch Bundesministeriums für Bildung und Forschung BMBF eine Ausschreibung mit der bestehende OER-Communities gefördert werden sollten insbesondere in ihrer Vernetzung untereinander.
Und wir hoffen natürlich dass auch das neue Bundesministerium für Bildung Familie Senioren Frauen und Jugend auch da muss ich immer wieder mal nachlesen dem unser Projekt jetzt zugeordnet ist da sind wir jetzt zu Hause dass dieses Ministerium jetzt diese OER-Förderungsstrategie konsequent weiterverfolgen wird.
Das ist unsere große Hoffnung und wir freuen uns sehr, dass heute Herr Detlef Reuter als Vertretung des Bundesministeriums zugeschaltet ist er ist online hier unter uns.
Bei der Gelegenheit begrüße ich auch ganz herzlich alle, die noch online mit dabei sind und jetzt nicht hier in Nürnberg sind, sondern im Zoom.
Und Herr Reuter, wir sind sehr dankbar, dass Sie sich die Zeit nehmen und freuen uns, dass Sie da sind und wir hoffen natürlich auch darauf, dass Sie vielleicht ein bisschen was dann auch sagen können noch zur weiteren Strategie des Ministeriums, was Sie so weiter vorhaben.
Auf jeden Fall haben Sie jetzt das Wort.
---
*Quelle: FAU.tv, Serie "Mit OER zu einer Kultur des Teilens" (WS 2025/26), Open Access*

View File

@ -0,0 +1,112 @@
# Begrüßung
- **Vortragende:** Dr. Jens Dechow
- **Dauer:** 07:10
- **Video-ID:** 61571
- **Video:** [FAU.tv](https://www.fau.tv/series/mit-oer-zu-einer-kultur-des-teilens-w25/3-begrussung-w25)
- **Aufnahme:** 24. Februar 2026, Nürnberg
- **Transkript:** Automatisch generiert (Whisper/OpenAI), Genauigkeit kann variieren
---
Ja schönen guten Tag von meiner Seite Jens Dechow Leiter des Comenius Institutes.
Ich freue mich sehr dass ich hier bin just in time.
Wir sind mit der Deutschen Bahn unterwegs gewesen.
Das ist ja immer so ein netter Einstieg bei Tagungen.
Und es ist auch sehr symbolisch für eine OER- und OEP-Strategie.
Wir wussten genau, wo wir ankommen werden.
Wir wussten noch nicht, wie lange es dauert.
Und vielleicht ist das ja bei uns hier ganz genauso.
Ich darf kurz begrüßen einführen in die Tagung und beginne mal mit dem zentralen Stichwort FURBICO.
Förderung offener Bildungspraktiken in religionsbezogenen Communities durch die Entwicklung eines koordinierten OER-Ökosystems.
Meine Güte.
Was steckt eigentlich hinter diesem komplexen Namen? Was ist das für ein Projekt? Dazu kurz ein paar Gedanken.
Der Ausgangspunkt war eigentlich ein relativ einfacher.
Das Comenius Institut beschäftigt sich schon seit vielen Jahren auch lange schon vor meiner Zeit der Leitung mit der Frage, wie eigentlich im Kontext der Digitalität religionsbezogene Bildung gut organisiert werden kann, was sich verändern muss und welche neuen Möglichkeiten sich dadurch auch ergeben.
Und in diesem Zusammenhang haben sich im Laufe der Jahre ganz unterschiedliche, ich würde es jetzt auch so bezeichnen, Communities entwickelt herausgebildet, die alle den Anspruch haben, offene Bildungspraktiken zu gestalten.
Dazu zählt rpi-virtuell einerseits sehr stark materialorientierte Plattformen die aber ganz früh auch angefangen hat so Community-Management und Service-Infrastruktur mit anzubieten.
Oder relilab, ein Ort zur selbstgesteuerten Fortbildung und zur selbstgesteuerten Materialentwicklung.
relimentar, eine von vielen Akteuren institutionellen Akteuren getragene Plattform für die Elementarpädagogik.
religlobal mit dem Ziel Community-Entwicklung für globales Lernen im Kontext der schulischen Pädagogik zu entwickeln.
Oder eFabinet ganz neu am Start, eine Plattform für Fachkräfte in der Familienbildung.
Und ich könnte jetzt noch ein paar mehr aufzählen.
Die Herausforderungen, die sich mit diesen offenen Praktiken, die dort organisiert werden, ergeben, sind eigentlich quer zu den Communities sehr ähnlich.
Zum Beispiel, wie schaffen wir bei aller Offenheit Verbindlichkeit? Wie treffen wir Entscheidungen? Wie entsteht Nachhaltigkeit im System? Welche Formen des Community-Managements auch des institutionell gesicherten und finanzierten Community-Managements braucht es eigentlich? Wie sind OER-Rechtsfragen zu beantworten? Welche technischen Lösungen brauchen wir um unsere Bildungsanliegen möglichst einfach umsetzen zu können? Und besonders wie etablieren wir eigentlich für die Nutzerinnen und Nutzer technische Niederschwelligkeit ohne in proprietäre Systeme abzutauchen die dann ja wieder der offenen Strategie entgegenstehen? Und weil diese Herausforderungen überall ähnlich waren und ähnlich sind war dann die Ausschreibung des damaligen BMBF zu OER-COM Strategien der zentrale Impuls den folgerichtigen nächsten Schritt zu gehen.
Nämlich an einer Community of Communities zu arbeiten in der das Gemeinsame gemeinsam organisiert wird, ohne dass das jeweils Spezifische dadurch zugedeckt oder in Frage gestellt wird.
Und es war für uns auch folgerichtig, aufgrund unserer Erfahrungen, diesen Arbeitsansatz in der Verbindung von Didaktik von Community-Management von öffentlicher Kommunikation und von technischer Infrastruktur anzugehen.
Und deshalb stehen auch verschiedene Personen aus dem Communities-Institut für dieses Anliegen mit Jörg Lohrer mit Gina Buchwald-Chassée mit Ludger Sicking und eben mit meiner Person.
Daneben noch diejenigen die aus unserem Team kommen die dann eben für die einzelnen Communities zuständig sind.
Ein weiterer Projekthintergrund war eine Art Verwandlung so würde ich das mal bezeichnen die wir beobachtet haben.
Das heißt vormals institutionelle Organisationsformen arbeiten verstärkt Netzwerk-orientiert.
Und das heißt verstehen sich damit auch anders verändern sich dadurch vielleicht so ein bisschen in Richtung von Communities.
Ein Beispiel dafür sind für mich die Religionspädagogischen Institute (ALPIKA).
Ich freue mich total, dass einige auch aus den Instituten hier damit bei sind, die es kirchlich getragen eigentlich in allen Bundesländern gibt.
Diese entwickeln Bildungsmaterialien und gehen jetzt Schritte dahin verstärkt diese Bildungsmaterialien als offene Bildungsmaterialien zu konfigurieren.
Sie bieten Fortbildungen an und möchten diese im digitalen Raum jetzt stärker vernetzt anbieten.
Oder sie haben thematische Arbeitsgruppen seit vielen vielen Jahren die zum Teil zu Schulformen oder zu Bildungsstufen zu Inhalten organisiert sind und die sich mehr und mehr in so eine Richtung entwickeln, dass man den Eindruck hat, das sind eigentlich auch Communities.
Deshalb war klar, diese Institutionen müssen wir einbeziehen.
Und klar war auch der Aufbau einer solchen Community of Communities darf nicht aus so einer allgemeinen Erfahrung das was wir längst schon mitbringen, wovon wir denken, dass es richtig sei, einfach erwachsen, sondern es braucht den analysierenden Blick, so ein bisschen den Blick von außen.
Das heißt, es braucht Begleitforschung.
Und es braucht zudem die Integration offener Bildungspraktiken auch schon in die universitäre Ausbildungsphase damit eine Kompatibilität entsteht zwischen Ausbildung und Beruflichkeit.
Oder anders gesagt wenn angehende PädagogInnen schon in der Ausbildung die Vorteile offener Bildungspraktiken kennenlernen dann werden sie sie hoffentlich in der Beruflichkeit auch nutzen.
Und deshalb freue ich mich sehr dass FOERBICO eben ein Verbundprojekt ist eine echte Gemeinschaftssache Hand in Hand zwischen dem Communities-Institut der FAU in Erlangen-Nürnberg.
Danke, dass wir hier zu Gast sein dürfen bei dieser Tagung.
Dann natürlich der Goethe-Universität in Frankfurt, vertreten durch ganz unterschiedliche Personen.
Ich weiß nicht, ich bin jetzt etwas zu spät, ob da schon eine Vorstellung stattgefunden hat.
Mit Manfred Pirner mit Viera Pirker mit Laura Mößle, Philipp Angelina, Paula Paschke, Florian Mayerhofer.
Und ich hoffe, ich habe jetzt keinen vergessen.
Gemeinsam, würde ich das mal so formulieren, arbeiten wir an der Vision, offene Bildungspraktiken übergreifend von der Ausbildung über die Praxis hin in die Fortbildung zu etablieren und dabei hoffentlich Impulse zu setzen, die auch über den religionsbezogenen Bereich hinaus wirksam sind und Wirkung tragen insgesamt in der Bildungslandschaft.
Und in dem Sinne wünsche ich uns eine gelungene Tagung genau auf dieser Spur.
Vielen Dank.
---
*Quelle: FAU.tv, Serie "Mit OER zu einer Kultur des Teilens" (WS 2025/26), Open Access*

View File

@ -0,0 +1,72 @@
# Begrüßung
- **Vortragende:** Prof. Dr. Viera Pirker
- **Dauer:** 06:28
- **Video-ID:** 61572
- **Video:** [FAU.tv](https://www.fau.tv/series/mit-oer-zu-einer-kultur-des-teilens-w25/4-begrussung-w25)
- **Aufnahme:** 24. Februar 2026, Nürnberg
- **Transkript:** Automatisch generiert (Whisper/OpenAI), Genauigkeit kann variieren
---
So mir kommt die Ehre und Freude der dritten Begrüßung oder vierten Begrüßung eigentlich zu gar nicht so einfach, Ich bin Professorin für Religionspädagogik und Mediendidaktik an der Goethe-Universität Frankfurt.
Und meine Vorredner haben ja schon darauf hingewiesen, auf dieses besondere Zusammenwirken dieser beiden Begriffe und dieser beiden Gedanken die ja auch Manfred und mich ganz stark verbinden.
Das ist ja auch diese doppelte Perspektive Religionspädagogik und Medienforschung, medienbezogenes Arbeiten.
Religionsbezogene Communities sozusagen in der Überschrift unseres Projekts.
Die Mitwirkung an einem OER Ökosystem dafür stehen wir dafür arbeiten wir seit inzwischen an zwei Jahren sind wir schon unterwegs nicht ganz ein drei viertel Jahre sind wir inzwischen unterwegs in diesem Feld.
Und diese Gedanken oder dieser Grundgedanke die Verbindung von Forschung von Begegnung und von ganz konkreter Praxis und struktureller Entwicklung zu verknüpfen das ist sozusagen die Basis von der Entwicklung des gesamten Projekts gewesen.
Und ich erinnere mich gut, dass damals die Community ReliLab sehr stark den Ausschlag gegeben hat indem wir ja seit der Corona-Zeit ungefähr dieses Thema Religionslehrkräfte und uns in dieser Zeit auch immer wieder die Frage gestellt haben wie offen sind eigentlich die Räume, in denen wir arbeiten oder arbeiten wir nicht an ganz vielen Stellen auch sehr, sehr proprietär und sehr, sehr abgeschlossen.
Meine Perspektive, dann natürlich vor allem auch der Blick auf die universitären Räume, wie stark sind wir eigentlich miteinander verknüpft.
Der Gedanke des lifelong learnings, was heißt das eigentlich? Was heißt das sozusagen den Bildungsweg von der Universität über die zweite Phase bis hinein in das Lehramt in die Ausübung des Berufes in diesen Gedanken der Professionalisierung wirklich gut hineinzuknüpfen? Wie geht das, wo fangen wir da gut an? Was sind da auch Ansätze und Brückenpunkte an denen wir Begegnung gestalten können an denen wir Kontaktpunkte mit dem Thema Open Educational Resources und uns wird glaube ich auch immer wichtiger im Verlauf des Projekts die Perspektive auf die Open Educational Practices also die OEP-Perspektive.
Unser Traum natürlich wenn alle Lehramtsstudierenden in ihren Einführungsseminaren in der Didaktik mit OER in Kontakt kämen und von diesem ersten Kontakt so begeistert wären dass sie von dort an mitwirken in dieser Community.
Das sind so die Träume, die uns anleiten und wir wissen auch, dass wir solche Träume nicht alleine träumen können sondern nur wenn wir das Feld auch ein bisschen mitbewegen und mitziehen auf diesen Weg.
Dafür brauchen wir die universitäre Lehre, dafür brauchen wir die Institute, dafür brauchen wir die zweite Phase, dafür brauchen wir die staatlichen Einrichtungen, dafür brauchen wir auch diese strukturelle Flankierung die ja OE_COM zum Beispiel uns in diesen Jahren so gut ermöglicht dieses Thema diesen Traum nicht nur zu träumen sondern auch an den einen oder anderen Stellen wirklich in die Realität zu bringen.
Religionsbezogen ist natürlich auch eine ganz spezielle Community, ein ganz spezielles Feld, also dieses Feld, das sozusagen zwischen Staat und Kirchen und Religionsgemeinschaften ausgebreitet ist.
Es ist ein Schulfach oder ein Feld in der Schule, das auch eine sehr gute Begleitung hat, auch langfristig, auch die dritte Phase.
Die Insdecho steht ja ganz explizit auch für diese dritte Phase diese Perspektive der Weiterbildung der Fortbildung des lifelong learnings sozusagen in der Begleitung auf dem professionellen Weg.
Wir haben da eigentlich ein ganz großartiges auch bundesweit gut vernetztes Feld das vor allem also an der Basis aber auch in der wissenschaftlichen Praxis sehr stark in zwischen interreligiös aufgestellt ist oder über die Grenzen des Religiösen auch hineinschaut und darüber hinaus versucht sozusagen zu erweitern.
Und zugleich haben wir genau dieses Feld natürlich auch identifiziert als eins wo manches wirklich brach liegt zumindest im Bereich der öffentlichen der OE-Perspektiven.
Und deswegen ist es uns so wichtig, mit FOERBICO auch wichtige Brücken zu schaffen.
Und an vielen Stellen ist es wirklich auch Grundlagenarbeit, erste Ackerfurcht, die wir ziehen.
An manchen Stellen gibt es schon Wege, denen wir folgen können.
Die Wissenschaft versteht sich erstaunlicherweise gar nicht so stark selbst als Community obwohl sie es selbstverständlich ist.
Und an diesen Gedanken mitzuarbeiten das ist so eins der Grundperspektiven im Frankfurter Teilprojekt.
Community heißt auch ganz viel kommunizieren nämlich mit Menschen in Kontakt sein Religionspädagogik begleiten, Theologie, Hochschuldidaktik, Laura Mößler, die in diese Richtung uns auch ganz stark weiterentwickelt und geöffnet.
Dieses ganze Feld des Publizierens des Sichtbarmachens der Medienentwicklung der Medienbegleitung sei es für die Universität, sei es für die Schule, sei es einfach in dem Gedanken der Öffnung und Zugänglichkeit von Materialien und insgesamt der Praktiken im Feld.
In dem Zueinander zwischen der FAU der Goethe-Universität und dem Comenius-Institut haben wir diese drei Idealen eigentlich Begegnungen und Möglichkeiten diese Bedeutung für die Begleitforschung die starke ökumenische Perspektive, die aber auch über die christliche Religionspädagogik hinaus schaut und hinaus öffnet und auch selbstverständlich sich in dem inter- und multireligiösen und auch im säkularen Feld bewegt.
Das hier mit zu strukturieren und mit zu begleiten, ist unser Anliegen.
Auch ich freue mich sehr, auch mit meinem Team hier zu sein und sie alle hier zu haben und zu wissen, dass wir heute und morgen in einen ganz intensiven Austausch gehen können.
Wir freuen uns ungemein schon auf Feedback auf Perspektiven und auf Erweiterungen die wir für FOERBICO für diesen Weg in die zweite Halbzeit sage ich jetzt einfach mal so, sozusagen dann auch für uns mitnehmen werden.
Vielen Dank und ich wünsche uns eine gute Tagung.
---
*Quelle: FAU.tv, Serie "Mit OER zu einer Kultur des Teilens" (WS 2025/26), Open Access*

View File

@ -0,0 +1,160 @@
# Literaturreview: OER und OEP Anspruch, Wirklichkeit und Potenziale
- **Vortragende:** Prof. Dr. Manfred Pirner, Prof. Dr. Viera Pirker
- **Dauer:** 16:36
- **Video-ID:** 61564
- **Video:** [FAU.tv](https://www.fau.tv/series/mit-oer-zu-einer-kultur-des-teilens-w25/1-literaturreview-oer-und-oep-anspruch-wirklichkeit-und-potenziale-w25)
- **Aufnahme:** 24. Februar 2026, Nürnberg
- **Transkript:** Automatisch generiert (Whisper/OpenAI), Genauigkeit kann variieren
---
Manfred Pirner und ich starten wie sich es für Wissenschaftlerinnen gehört mit einem Literatur Review OER und OEP Anspruch Wirklichkeit und Potenziale sozusagen das Feld ausgespannt die zentralen Ergebnisse eines Literaturberichts über den Forschungsstand.
Am Anfang steht der Überblick über das was da ist über das was vorhanden ist und den haben wir uns in zwei Teile eingeteilt.
Ich werde sozusagen was zur Systematik und zur Grundüberlegung sagen und dann wird Manfred Pirner die zehn zentralen Erkenntnisse unserer Literatur und dieses Literatur Reviews vorstellen.
Die Definition OER nach Athen, wir haben eine noch rausgegriffen aus der deutschen UNESCO-Kommission.
OER ist Bildungsmaterialien jeglicher Art in jedem Medium, die unter einer offenen Lizenz veröffentlicht werden, die den kostenlosen Zugang und die kostenlose Nutzung, Bearbeitung und Weiterverarbeitung durch andere ohne oder mit geringfügigen Einschränkungen ermöglicht.
Mit dieser Definition Arbeitsdefinition auch von der deutschen UNESCO-Kommission sind wir mitten in dem internationalen Bildungsdiskurs, in dem dieses Thema OER, OEP geführt wird.
Die Ausgangslage zu dem Diskurs nur ein kurzer Hintergrund.
OER und OEP gelten seit über 20 Jahren international als ein Schlüsselelement der Weiterentwicklung öffentlicher Bildung.
Ein erstes UNESCO-Forum bereits im Jahr 2002 der UNESCO-Weltkongress 2012 und später der Weltkongress 2024 haben sich exklusiv mit dem Feld OER, OEP befasst.
Das hängt natürlich auch zusammen mit der Entwicklung und weiteren Öffnung des Internets der Zugänglichmachung von digitalen Bildungsstrukturen digitalen Bildungsmedien oder überhaupt der Frage was das Internet für Bildung auch austragen kann.
Es ist eine sehr transformative Zeit, auf die wir hier jetzt schon zurückblicken.
Die UNESCO-Generalkonferenz hat 2019 eine Empfehlung ausgesprochen dass alle öffentlich finanzierten Bildungsmaterialien unter offene Lizenz gestellt werden sollen.
Da sind wir noch nicht ganz, da werden wir wahrscheinlich auch nie ganz hinkommen aber dieser Grundansatz aus der internationalen Bildungsperspektive steht sozusagen im Background.
An der Universität und auch weit darüber hinaus, aber an der Universität vor allem, sprechen wir natürlich ganz viel über die ganzen Open-Strategien, Open Access, Open Source Open Science Open Data Open AI Models Open Standards und in diesem Feld bewegt sich sozusagen OER, wenn wir es auch für die universitäre hochschulische Verankerung betrachten.
In Deutschland kann man sagen gibt es natürlich auch frühe Mittäterinnen im OER-Feld aber so eine explizite Unterstützung ist denke ich erst mit der OER-Förderlinie zu 16 bis 2020 eingeführt worden.
Die OER-Strategie, deren Teil wir ja auch sind und auch seit 22 weitere Förderlinien, die hier aufgelegt sind ganz wichtig natürlich der Aufbau der OER-Infostelle dem DIPF beim DIPF seit 2016.
Wechselwirkungen und Rahmenbedingungen von OER werden heute sehr häufig in dem Feld der SDG, also der Sustainable Development Goals, gesehen.
Hier Ziel 4, hochwertige Bildung oder auch inclusive and equitable quality education also diese Perspektive auf Chancengerechtigkeit und Zugänglichkeit, die Frage nach Inklusion, also der möglichen Differenzierung mit Adaption, Anpassung von Medien, die Frage nach der Bildungsqualität, grundsätzlich die Frage nach der kostenfreien Zugang zu Bildung die ja international überhaupt nicht zu beantwortet ist noch.
Nachhaltigkeit als Thema ist glaube ich in den letzten zehn Jahren noch mal sehr stark nach vorne gekommen und dieser Umgang in einer offenen Lehrkultur, also diese Praxis des Teilens, Differenzierens und Weiterentwicklens.
In der Forschung, Manfred Pirna wird gleich sozusagen die tiefen Einblicke hier geben, ist schon früh deutlich geworden dass die Materialien also die OER mit den Praktiken in einer engen Wechselwirkung stehen und die OER und OEP einfach ganz eng zusammengehören und für diese Wechselwirkungen aber auch wichtige Rahmenbedingungen bestehen, nämlich institutionelle Verankerungen, strategische Begleitung und Flankierung und die Personen die sich in diesem Feld auch engagieren und in diesem Feld unterwegs sind.
Im Stand der Religionspädagogik, das ist so Vorstart des Projekts, haben wir es wahrzunehmen, dass es wirklich sehr wenig Aufmerksamkeit für OER und OEP und auch insgesamt für digitale Räume gibt das verändert sich seit einigen Jahren aber so in der gesamten Zeit sind wir in der Religionspädagogik sicher auf diesem Feld etwas langsamer unterwegs gewesen.
Relativ verbreitet ist bereits die Verwendung von halboffenen Lizenzen und zwar vor allem im Bereich der Open Access Arbeit also an den Universitären der Forschungsblick ist ja immer ein Universitärer oder der Forschungseinblick da sind wir in diesem Feld schon jetzt auch sozusagen mit unterwegs in der Religionspädagogik aber ganz klassisch ist auch das Engagement von universitär verorteten Personen an Schulbüchern an der Gestaltung von solchen didaktischen Werken und auch ganz viel Arbeit mit Verlagsbindung und das obgleich Comenius Institut schon seit mehr als 20 Jahren Vorreiter der OER-Bewegung ist und schon mehr als 20 Jahre Erfahrung und Entwicklung einbringt obgleich wir normative Aspekte im Feld der Religionspädagogik haben also religiöse Bildung für nachhaltige Entwicklungen das Thema Zugänglichkeit, Sichtbarkeit, Partizipation sind ganz wichtige Begriffe im religionspädagogischen Diskurs und die ja sozusagen mit OER auch gut begegnen und begleiten können und auch obgleich wir starke Umwelt um Welten haben die auch die Publikations- und Distributionspraktiken von Wissenschaft aktiv begleiten und man kann glaube ich sagen dass diese Umwelt welten auch etwas offener schon in Richtung OEP gehen.
Unser Forschungsinteresse, mit dem wir versucht haben, das Feld am Anfang oder im ersten Jahr des Projekts zu beschreiben, ist einerseits ein allgemeiner Überblick über den internationalen Stand der aktuellen Forschung und dann spezifischer die Sondierung, was macht die Religionspädagogik zu diesem Gegenstandbereich.
In einem ganz offenen Interesse welche empirischen Befunde und auch welche Chancen und Probleme von OER und OEP stehen in den wissenschaftlichen Studien und Diskursen im Vordergrund und damit übergebe ich an Manfred Pirna.
Ja wir haben uns an den weithin bekannten und akzeptierten Leitlinien für Literaturberichte orientiert also Systematic Literature Reviews da gibt es diese Prisma Methode an der haben wir uns orientiert und als wir so sondiert haben, was gibt es denn da eigentlich im Feld für Veröffentlichungen haben wir sehr schnell gemerkt international ist da unheimlich viel da bereits und es gibt bereits Literaturberichte es gibt bereits Systematic Reviews auf die wir zurückgreifen können aus verschiedenen Perspektiven sodass wir dann gesagt haben okay dann lasst uns doch diese Reviews jetzt nochmal anschauen und unter unserer Perspektive nochmal analysieren.
Das haben wir dann gemacht 19 Review Artikel haben wir gefunden und zwar eben in den letzten Jahren von 2019 bis 2025 und dann haben wir zusätzlich eben noch diese offene Recherche gemacht um alle auffindbaren religionspädagogischen Publikationen zu finden und das waren halt nicht so viele.
Viera Pirker hat es gerade schon angedeutet.
So, in der Kürze der Zeit habe ich mal versucht, die zehn zentralen Ergebnisse zusammenzufassen.
Erstens, hinsichtlich Bildungsgerechtigkeit und Inklusion werden die Potenziale von OER bislang wenig realisiert.
Also die Ansprüche, die vorhin ja auch genannt wurden auf der Folie dass OER zu mehr Bildungsgerechtigkeit zu mehr Inklusion beitragen sollte.
Da ist noch Luft nach oben.
Vor allem stellt man fest, dass Barrierefreiheit noch insgesamt zu wenig beachtet wird aber auch soziale Benachteiligung vor allem Armut Zugänglichkeit zu digitalen Technologien, das sind noch Einschränkungen.
Zweitens, die Bildungsqualität ist bei der Nutzung von OER im Vergleich zu herkömmlichen Bildungsmedien mindestens gleichwertig zum Teil wird sie als höher ausgewiesen.
Also, ich denke, Sie kennen das vielleicht auch, dass der Verdacht immer wieder kommt naja OER die haben nicht diese Qualität wie wenn irgendwelche Verlage zum Beispiel Bildungsmaterial entwickeln.
Also, die internationale Forschung gibt da ganz starke Anhaltspunkte dafür, dass das nicht so ist, sondern dass mindestens die Gleichwertigkeit da ist, manchmal höherwertig, vor allem wenn es natürlich dann auch um digitale Bildung geht.
Drittens der Forschungsstand zur erhofften Veränderung der Lernkultur durch OER im Sinne von OEP ist bislang noch unbefriedigend es gibt aber Hinweise auf fruchtbare Wechselwirkungen.
Also tendenziell lässt sich ein positiver Zusammenhang zwischen dem Einsatz von offenen und interaktiven Lernmethoden und der Nutzung von OER feststellen offenbar wird aber eine offene Unterrichtspraxis bislang noch nicht konsequent mit OER verbunden.
Lehrende berichten von der Verbesserung ihrer Lehre durch die Nutzung von OER unter anderem dass diese auch als Katalysatoren für kooperative Lernformen wirken.
Ich habe mal ein Zitat hier aus unserem Forschungsbericht, aus unserem Literaturbericht herausgenommen es spricht viel dafür dass eine offene egalitäre und partizipative Lernkultur etwa in offenen Fortbildungsformaten wie Werkstätten Barcamps Workshops und Cafés positiv erlebt werden muss um dann auch die Potenziale von OER und OEP für sich und andere zu entdecken.
Und das beweist schon nochmal auf diese ganz besondere Bedeutung auch der Communities, in denen sowas erlebt werden kann.
Viertens, im Unterschied zum internationalen vor allem US-amerikanischen Kontext ist der Einsatz von OER und OEP an deutschen Hochschulen noch stark unterentwickelt.
Da ist jetzt irgendwas, glaube ich, schiefgegangen.
Also das dürfte mit daran liegen weil im angloamerikanischen Kontext da müssen die Studierenden meistens was zahlen, wenn sie am College sind oder wenn sie an der Universität sind.
Und insofern ist diese Kostenfreiheit und auch eben diese permanente Verfügbarkeit von Medien im US-amerikanischen und angloamerikanischen Kontext noch mal höher zu gewichten.
Hemmende Faktoren, nach denen haben wir ja eben auch geguckt, gefragt bei unserem Literaturreview.
Sowohl hemmende als auch fördernde Faktoren also hemmende Faktoren für die Nutzung und Einsatz von OER haben sowohl mit der Einstellung der Lernenden und Lehrenden als auch mit unterentwickelten OER-Qualitäten und Prozessen zu tun.
Also manche sagen halt, sie lesen doch lieber Bücher und was Gedrucktes.
Und dann spielen eben auch diese eingeschränkten Zugänge zu digitalen Technologien nach wie vor schon eine Rolle.
Also gerade wenn es auch um diese Bildungsgerechtigkeit im Hinblick auf Entwicklungsländer geht.
Da darf man sich keine Illusionen machen, da ist noch viel Luft nach oben.
Hoher Arbeits- und Zeitaufwand wird auch immer wieder genannt als hemmender Faktor und da spielen vor allem diese rechtlichen Klärungen immer wieder eine Rolle.
Also wir werden das auch in unseren Interviews die wir gemacht haben dann auch nochmal bekommen aber auch in den Literaturveröffentlichungen die wir uns angeschaut haben, da kam immer wieder mal, dass das ein neuralgischer Punkt ist.
Da braucht man viel Zeit da braucht man viel Know-how und Verlage haben ja ganze juristische Abteilungen die sie damit beschäftigen können.
Was macht der Einzelne oder die Einzelne jetzt bei der Erstellung von OER? Und mangelhafte institutionelle Unterstützung, das kann man exemplarisch auch an der Universität festmachen.
Also wenn wir Bildungsmaterialien, offene Bildungsmaterialien erstellen, naja, das juckt kaum jemand.
Beziehungsweise das kommt nicht mit ins Portfolio, wenn man sich als Wissenschaftler dann weiter auf die nächste Stelle bewerben will.
Also da könnte auch vielleicht mal noch eine andere Gewichtung greifen.
Sechstens, förderliche Faktoren für die Nutzung und den Einsatz von OER werden vor allem in Kostenersparnis Motivation Verfügbarkeit und Passung gesehen.
Habe ich zum Teil jetzt schon ein bisschen angedeutet mit der Kostenfreiheit, passgenau heißt ja eben ich kann differenziert jetzt die Materialien bearbeiten und da die Adressaten dann auch besser erreichen und dass die Verbesserung der Lehre immer wieder genannt wird das ist schon sehr ermutigend.
Siebtens, die hohe Bedeutung von OER-Communities wird in mehreren Studien hervorgehoben.
Das ist jetzt natürlich ganz zentral auch für unser Projekt gewesen diese Erkenntnis für Erstellung für Kuratierung für Qualitätssicherung wird den Communities eine ganz wichtige Rolle zugeschrieben.
Auch für die Entwicklung und Betreuung von digitaler Infrastruktur und es wird eben als problematisch gesehen Jens Dechow hat das auch am Anfang mal kurz erwähnt dass diese Communities ja häufig temporär sind dass die Projektbezogen sind dass die Finanzmittel immer nur für eine bestimmte Zeit reichen also das wird häufig als auch problematisch angesehen.
Achtens, ebenso wird die hohe Bedeutung entsprechend der digitalen Infrastruktur betont, die bislang noch als unbefriedigend eingeschätzt wird.
Auch das ist ein Impuls gewesen ganz wichtiger Impuls der uns bestätigt hat in unserem Vorhaben jetzt auch im Projekt digitale Infrastruktur zu entwickeln.
In allen Prozessstritten des Umgangs mit OER, aber vor allem dann auch für die Vernetzung der Communities untereinander.
Und jetzt nochmal zur Religionspädagogik, das was Vera Perker vorhin schon angedeutet hat, hat sich dann eben auch nochmal beim genaueren Blick in die Forschung gezeigt.
Also wir haben diese Pionierleistung von Religionspädagogischen OER-Communities wie rpi-Virtuell, relichat und relilab, aber es gibt bislang kaum Forschung dazu.
Insofern leisten wir da jetzt auch ein bisschen Pionierarbeit, wenn wir eben selber dazu Forschen und Forschung dann auch veröffentlichen.
Und vor allem in der theologischen und religionspädagogischen Hochschullehre ist nicht nur die Forschung zu OER, sondern tatsächlich eben auch die Praxis der Verwendung von OER noch unterentwickelt.
Auch das wollen wir ändern und da hat vor allem die Universität Frankfurt ja einen besonderen Schwerpunkt.
Fazit, halt nee jetzt kommt, na doch, ist im Grunde schon ein erstes Fazit, wo wir versucht haben das nochmal ein bisschen einzuordnen.
Viera Pirker hat es am Anfang schon mal etwas angedeutet dass ja auch von den normativen Perspektiven die wir aus der Theologie und aus der Religionspädagogik haben ja eigentlich wir sagen müssten ja OER ist eigentlich geradezu so eine Einlösungsmöglichkeit von solchen normativen Perspektiven.
Also diejenigen, die so ein bisschen vertraut sind mit theologischen Diskussionen öffentliche Theologie öffentliche Religionspädagogik das geht ja genau in diese Richtung die den Schatz der christlichen Tradition den Schatz aber auch von religiösen Bildungsmaterialien quasi für alle zugänglich zu machen und da kann OER und OEP eine wichtige Rolle spielen.
---
*Quelle: FAU.tv, Serie "Mit OER zu einer Kultur des Teilens" (WS 2025/26), Open Access*

View File

@ -0,0 +1,128 @@
# Begleitforschungsergebnisse: OER und OEP Anspruch, Wirklichkeit und Potenziale
- **Vortragende:** Phillip Angelina
- **Dauer:** 11:52
- **Video-ID:** 61565
- **Video:** [FAU.tv](https://www.fau.tv/series/mit-oer-zu-einer-kultur-des-teilens-w25/2-begleitforschungsergebnisse-oer-und-oep-anspruch-wirklichkeit-und-potenziale-w25)
- **Aufnahme:** 24. Februar 2026, Nürnberg
- **Transkript:** Automatisch generiert (Whisper/OpenAI), Genauigkeit kann variieren
---
Wir kommen zu den besagten Communities die wir befragt haben genau zu Fragen von OER OEP, Anspruch, Wirklichkeit und Potenzialen.
Unsere Befragung wollte einfach wirklich die Wahrnehmung und Erfahrungen in den Blick nehmen, also auch wie OER-Communities arbeiten.
Wir wollten aber auch die Bedarfe herausfinden und auch die Begleitforschung also diese Befragung als den Ansatzpunkt für unsere weiteres Arbeiten als FOERBICO als Grundlage herausnehmen.
Dafür haben wir uns folgende Forschungsfrage überlegt welche Stärken Schwächen Problemstellen und Entwicklungsbedarfe sehen die Community-Verantwortlichen im Hinblick auf die Förderung und Weiterentwicklung ihrer OER-Community? Ganz wichtig in dieser Hinsicht ist, dass wir vor allem mit den Verantwortlichen geredet haben.
Dies hatte zum Grund, dass wir wirklich gesagt haben, wir würden gerne mit Menschen reden die auch schon etwas länger dabei sind Erfahrungen haben und nicht nur im Bereich des Erstellen von OER sondern auch im Bereich von Community-Prozessen Community-Steuerung Arbeit, einfach da uns einen Einblick noch mit reingeben können.
Wir haben vier Forschungsfragen, die werden wir im Workshop noch mal uns genauer anschauen sozusagen entwickelt und daran ein Leitfaden, also ein semi-strukturiertes Leitfaden-Interview.
Die erste Forschungsfrage drehte sich wirklich um OER, OER-Produktion, Verständnis von OER.
Die zweite Frage bezog sich vor allem auf OEP, die Praktiken.
Die dritte wirklich um die Community-Struktur, wie vernetzt wird, wie gearbeitet wird.
Und die vierte Frage war dann wirklich die Stärke und Entwicklungsbedarf.
Wir haben uns ein bisschen von der SWOT-Analyse auch einfach inspirieren lassen und wollten einfach fragen auch welche zukünftigen Wünsche die Communities haben.
Dies sind die Communities, die wir befragt haben.
Wir haben alle vernetzt durch das Comenius-Institut dadurch haben wir auch unsere Kontakte bekommen.
Wir hatten einmal das schon hier genannte relilab, auch relimentar, religlobal, RPi-Virtuell, Schule Evangelisch-Digital und NARRT.
Und es gab ein Interview, es war ein besonderes Interview, das war mit dem Discourse Lab, das ist ein zusätzliches.
Dieses ist keine OER-Community an sich, aber sie hatten versucht, eine OER-Community aufzubauen.
Und dahingegen war es für uns interessant herauszufinden warum ist es nur in dem Aufbauaspekt geblieben und nicht zu einer Community gekommen.
Und es war sehr, sehr spannend, da einfach die Informationen herauszufinden.
Und dann ging es los.
Nachdem wir Interviews geführt haben, es waren insgesamt 12 Interviews mit 13 Personen fing das Codieren an und wir haben uns da auch wirklich an den Forschungsfragen her leiten lassen und fingen an zu codieren alles zu OER OEP Community Qualität Hürden Chancen und die unteren Kategorien sind alles Kategorien an die sich sozusagen in allen Interviews immer wieder vorgekommen sind, nachdem wir aber nicht spezifisch gefragt haben.
Also vor allem die allgemeine Frage nach Recht aber dann auch bei den Hürden war vor allem die rechtliche Hürde mit 40 eines der meistgenannten Subcodes, die immer wieder vorkamen.
Zugleich aber auch, was sehr sehr spannend ist ist beim biografischen Bezug das spielt immer eine Rolle zur Einstellung zu OER.
Also hat man auch gemerkt, Menschen, die eher kritisch gegenüber gegenüber OER waren, hatten auch eine gewisse negative Erfahrungen gehabt sei es durch Rechtsverletzungen die aus Versehen geschehen sind und die dann zu Problemen geführt haben oder auch durch zum Beispiel ein Problem OER an der Schule anzusetzen weil es mit digitalen Endgeräten dann war und braucht man AVV-Vertrag und das hat dann einfach zu strukturellen Hürden geführt, wo man dann so war, boah das ist mir zu viel, gleichzeitig aber auch die positiven Aspekte, wenn Leute gesagt haben, ich liebe OER OER damit wollen wir arbeiten dann hatte man meistens auch eine sehr positive Erfahrung damit gemacht.
Die Ergebnisse, das Spannende, von dem alle etwas wissen wollen, ist natürlich, OER hat nach jeder Community eine unterschiedliche Priorität.
Da wir es ja auch mit Verantwortlichen zu tun hatten, kannten alle OER.
Der Begriff OER war natürlich, konnten eigentlich alle Probandinnen definieren die einen haben es eher nach dem Recht definiert andere haben es stärker nach einer gewissen Handlung wie sie es eigentlich angehen und was sie toll an OER finden aber die Priorität ist unterschiedlich.
Wir haben OER-Communities, die wirklich gesagt haben, ohne OER geht es nicht.
Wir hatten aber auch Communities, die gesagt haben, OER ist schön und gut, aber uns in der Community ist es wichtiger, dass wir das Material teilen.
Ob das jetzt OER lizenziert sind, interessiert uns erst auf einer zweiten Ebene.
Wir hatten auch manche, die gesagt haben, ja wir würden gerne OER machen, aber wir kommen aufgrund unserer Community-Struktur eigentlich gar nicht wirklich dazu, weil wir an ganz anderen Punkten ansetzen müssen.
OEP war nicht allen InterviewpartnerInnen bekannt.
Ein Zitat war, das ist ja so ein Nerd-Ding zu OEP oder auch, oh Gott, keine Ahnung, ich will jetzt aber auch nicht googeln.
Also es war, während andere sehr dezidiert erklären konnten, was OEP ist, konnten es wiederum andere nichts damit anfangen, aber man konnte was wir aber feststellen konnten, ist, OEP wurde praktiziert.
Also wir haben deswegen auch einen kleinen Subcode, den haben wir entwickelt, das ist OEP im tun.
Das meint wirklich gerade, selbst wenn man keine Definition von OEP hat so Stellen in den Interviews wo man merkt aber da machen sie es.
Communities sind aber der zentrale Ort.
Also das ist wirklich der Ort, an dem OER steht, an dem sich ein Austausch über OER stattfindet, wo auch die OEP gelebt wird.
Selten zumindest, so aus unserer, was wir erfragt haben war dass jemand wirklich oder dass er oder sie da wirklich so sagt ich mache das alles alleine sondern es hat immer die Community gebraucht und die Community-Struktur beeinflusst sehr stark die Zusammenarbeit.
Also es ist wirklich, je nachdem, ob eine Community eher eine flache Hierarchie hat ist eine komplett andere Form der Zusammenarbeit als wenn es wirklich durchstrukturiert ist mit klaren Instanzen und wer wie was zu sagen hat und das hat häufig auch mit Förderrichtlinien zu tun.
Also wie gewisse Communities gefördert sind, so kann sich auch so ein bisschen zeigen, so wird sie auch strukturiert.
Also Communities, die komplett auf Ehrenamt funktionieren arbeiten anders als wenn Menschen über Institutionen angestellt sind und so und so viel Prozent ihrer Arbeitszeit einbringen können.
Bedarfe war vor allem der Bedarf an OER-fähigen Tools.
Das wurde immer wieder genannt, daran scheitert es.
Ganz häufig wurde gesagt, ja OER ist super aber dann machen wir wollen wir vielleicht etwas ästhetisch machen und dann geht man auf zum Beispiel kann war und das ist halt nicht OER-fähig.
Es war auch häufig wurde nach Unterstützungsangeboten bei der Erstellung gefragt weil auch häufig nicht klar war okay ich weiß irgendwie nicht weiter oder rechtlich habe ich eine Frage und das hat häufig auch so ein bisschen gefehlt.
Eine große Chance war natürlich, dass OER-Community ein Ort der Begegnung ist für Inspiration und zwar die Begegnung ist deswegen sehr sehr wichtig, weil man überregional sich vernetzen kann.
Dass man eben weg gerade in kirchlichen Strukturen, weg aus seinem Kirchenkreis oder im Lehrkräftebereich raus aus seiner sozusagen direkten Bubble hin zu wie läuft es denn in Bayern Berlin Baden-Württemberg wie läuft es da ab und dadurch entstanden spannende Gespräche.
Ich war letztens bei einer, habe ich eine teilnehmende Beobachtung gemacht und hat eine Teilnehmerin mir noch mal extra gesagt, die war dann so, ich finde das so super hier ich suche seit Jahren Leute die irgendwie auch an offener Bildung sind aber jetzt endlich bei dieser Community finde ich endlich Leute mit denen ich mich austauschen kann.
Und genau Hürden ist die rechtliche Lage verunsichert also es ist wirklich eine Verunsicherungs-Sache.
Hier merken wir auch, dass wir ganz häufig auch bei Anfragen, die kommen, ist mit also Leute irgendwie, ja ich habe da gehört und deswegen habe ich Angst.
Also das ist auch wirklich viel mit Angst zu tun hat.
Man hat Angst, eine Abmahnung zu bekommen, man hat Angst dass vielleicht wenn ich ein Bild verwende was zwar unter einer CC-Buy-Lizenz ist dass dann diese trotzdem dieses Bild an sich eine Urheberrechtsverletzung hat und deswegen ich wieder Ärger bekomme, weil ich dieses Bild verwendet habe.
Das andere ist einfach der Zeitaufwand.
Das OER zu erstellen bindet Ressourcen und das ist, was bei vielen Communities, wo auch einige gesagt haben schaffen wir nicht das zur Gänze zu machen und einige haben auch wirklich beklagt dass Institutionen wie kirchliche Strukturen schulische Strukturen den Mehrwert von OER nicht anerkennen und nicht sehen und das dann häufig ja aber warum sollen wir das jetzt offen lizenzieren, können wir vielleicht nicht das Material copyrighten und damit vielleicht durch die Verkäufe dieses Materials wieder Gewinne erzielen und dieser Mehrwert warum es dann doch vielleicht wichtig wäre es als CC zu lizenzieren ist häufig in institutioneller Hinsicht nicht klar und da laufen die OER-Communities auch manchmal echt haben da Kämpfe an also große Kämpfe und das wäre sozusagen der kurze Einblick.
Wir gehen im Workshop zu OER-Communities weiter in die Tiefe und schauen uns da auch noch mal einzelne Sachen an.
Jetzt wäre der Zeitpunkt für Rückfragen.
Vielen Dank.
---
*Quelle: FAU.tv, Serie "Mit OER zu einer Kultur des Teilens" (WS 2025/26), Open Access*

View File

@ -0,0 +1,104 @@
# Offenheit ist kein Gegensatz zu Qualität OER-Qualitätskriterien für die Religionspädagogik
- **Vortragende:** Dr. Laura Mössle
- **Dauer:** 14:56
- **Video-ID:** 61566
- **Video:** [FAU.tv](https://www.fau.tv/series/mit-oer-zu-einer-kultur-des-teilens-w25/3-offenheit-ist-kein-gegensatz-zu-qualitat-oer-qualitatskriterien-fur-die-religionspadagogik-w25)
- **Aufnahme:** 24. Februar 2026, Nürnberg
- **Transkript:** Automatisch generiert (Whisper/OpenAI), Genauigkeit kann variieren
---
Mein Name ist Laura Mößle ich bin von der Goethe-Uni in Frankfurt und ich durfte mich etwas verstärkt mit den Qualitätskriterien auseinandersetzen und die größte Frage die sich oft dabei stellte ist Qualität eigentlich ein ja ist Offenheit eigentlich ein Gegensatz zur Qualität? Also das ist jetzt ja auch schon mitgeschwommen in den verschiedenen Impulsen, die schon gehalten wurden, so eine Art Angst, ja.
Sobald etwas offen zugänglich ist, dann kann es ja nicht mehr geprüft sein und damit verliert es an Qualität und diese Sorge ist im Bildungskontext natürlich auch ernst zu nehmen und deshalb haben wir die in unserem Teilprojekt natürlich auch gerne bearbeitet und uns die Herausforderungen der Qualitätskriterien gestellt in der Religionspädagogik.
Ja, ganz kurzer Überblick, was ich vorhabe mit Ihnen und euch.
Ganz kurz die Ausgangsklage zu klären und die Relevanz warum ist das Thema relevant dann die Qualitätssicherungsmodelle, die Sie und ihr alle auch schon kennt, die schon existieren mit Blick auf offene Bildungsmedien und dann möchte ich so ein bisschen enger führen Richtung Qualitätsdebatte in der Religionspädagogik, was ist da schon da, um dann auf unsere Handreichung in Fervico zu sprechen zu kommen.
Ja, die Ausgangslage, die Relevanz des Themas wenn wir über OER sprechen dann sprechen wir eigentlich auch über mehr als nur diese einzelnen Lehrmaterialien also dahinter steckt schon auch eine Art Versprechen oder eine Vision von einer Bildungsgerechtigkeit einen Aufwind von bildungspolitischen Erwartungen die sich damit auch verbinden.
Sie sollen Chancengleichheit herstellen bzw.
Ungerechtigkeiten, so gut es geht, auch minimieren und eben Teilhabe durch Bildung ermöglichen.
Ein sehr heeres Ziel, dem wir uns alle damit auch verschreiben und eben auch darüber hinaus auch digitale Kompetenzen stärken und Bildungsprozesse dadurch auch letztendlich demokratisieren.
Auch in der Religionspädagogik verbinden wir schon diverse Hoffnungen.
Auch hier sind OER schon als Hoffnungsträger visioniert worden auch gerade für das Thema Wissenschaftskommunikation oder auch Third Mission.
Darüber publizieren wir auch auf unserem bereits schon erwähnten Blog.
Die zentrale Herausforderung dabei ist nach wie vor, wie können wir jetzt das Thema Qualität fassen.
Also gerade in einem Feld was gerade in OER von Offenheit Kontextualität geprägt ist und eben auch einer hohen Veränderbarkeit.
Wenn wir über OER sprechen, geht es uns ja auch darum, Versionierungen herzustellen.
Wer garantiert da eigentlich noch, dass die Materialien eine gewisse Qualität aufweisen? Wie können wir das fassen? Im Fall der Religionspädagogik, ist diese Debatte vor allem in den Religionsbuchdiskursen gegenwärtig die eben bislang das wurde auch schon erwähnt, eben stark durch Autorisierungsprozesse laufen.
Nochmal sehr stark eben durch die kirchlichen Mitsprachen jeweils die die Hefte da noch sehr stark in der Hand haben und Qualität dann bei einem publizierten Schulbuch letztendlich auch garantiert wird.
Aber wie soll das jetzt funktionieren, wenn Materialien auf einmal überall im Netz umherschwirren? Ja, wie können wir sicherstellen, dass Materialien frei zugänglich sind, unzugleich inhaltlich fundiert sind didaktisch sinnvoll aufgebaut sind rechtlich korrekt sind auch die Sorge wurde schon angesprochen und dann auch noch religionspädagogisch fundiert und tragfähig sind.
Hinzu kommt noch, dass Seinor als kleine Side Note noch erwähnt KI wir alle wissen es war noch nie so leicht jetzt Texte zu generieren Materialien zu erstellen und damit einhergehen natürlich auch gewisse Risiken sei Stereotypisierungen in den Darstellungen und eben auch dass Texte oder Inhalte einfach nicht mehr fachlich korrekt sind.
Auch das ist eine wachsende Herausforderung, der wir uns da auch stellen müssen aktuell.
Ja, es gibt bereits die Qualitätsdebatte, das ist nicht neu, keine Sorge, ich werde nicht auf alle kleinen Details eingehen, aber ich wollte jetzt einfach mal der Übersicht und mal darstellen schematisch die Qualitätsdebatte bei OER ist einfach ein laufender Diskurs den es schon seit geraumer Zeit gibt das Augsburger Analysemodell das sich eben vermehrt eben den digitalen Bildungsmedien widmet und dahingehend auch einfach Kriterien erarbeitet hat, mit denen man prüfen kann, ob das Material tragfähig ist.
Das bietet eben vor allem die Möglichkeit, Lehr- und Lehrmaterialien zu bewerten.
Es ist ein Fragebogen, als Fragebogen aufgefächert in acht Dimensionen und ermöglicht letztendlich den Lehrkräften also denjenigen die mit dem Material arbeiten wollen, hier eine differenzierte Übersicht zu bekommen über die Stärken und Schwächen von Materialien.
Und da werden dann eben Punkte abgefragt mit Blick auf Lehrplan Bildungsstandards werden die eingehalten wie positioniert das Material was ist hier die makrodidaktische aber auch die mikrodidaktische Ausrichtung das heißt also wie ist das Material in sich auch aufgebaut, kann ich dem didaktisch folgen, das heißt also, wenn sich jemand mit diesem Modell auseinandersetzt und quasi diesen Fragebogen erarbeitet dann steht am Ende dann eine Übersicht über die Stärken und Schwächen von dem jeweiligen Bildungsmaterial.
Ein weiteres Qualitätsmodell weit verbreitet die Plattform Twillo eben das niedersächsische OER-Portal gefördert durch das Ministerium für Wissenschaft und Kultur Niedersachsens.
Und hier finden wir quasi schon einen Qualitätscheck auf der Plattform.
Und hier ist spannend, dass die Perspektive verändert wird hier befragt das Portal letztendlich die OER-Erstellenden selbst auf bestimmte Qualitätskriterien hin.
Das heißt, was hier versucht wird anzustoßen, ist ein Reflexionsprozess und dahingehend eine Qualitätsentwicklung derjenigen, die Material hochladen und erstellen und selber im Prinzip ihr eigenes Material auf diese aufgeführten Kriterien hin zu befragen, also auch inwiefern ist das Material inhaltlich wiederverwendbar, ganz wichtiger Punkt für OER-Erstellungen inwiefern entspricht das Design und die Lesbarkeit den Kriterien auch ist das Material gut strukturiert und liefert Orientierung auch fachwissenschaftliche Fundierung ist die gewährleistet, didaktisches Design, aber auch sowas wie Hilfestellung und Support, auch das ist ganz wichtig bei Materialien, wenn die im Internet stehen und dann funktioniert irgendwas nicht mehr, es gibt keine Links mehr, die führen ins Nichts, ist das quasi auch entsprechend ausgewiesen, wo kann man sich hinwenden.
Und am Ende von diesem Qualitätscheck steht quasi das Ziel, dass es eine Art Unterstützung gibt bei der Reflexion und der Weiterentwicklung von der OER- Qualität für die Erstellenden.
Als letztes Modell möchte ich noch schnell das Hamburg Open Online University Modell ansprechen das ist eben auch nochmal spezieller weil eben hier explizit wissenschaftliche digitale Lernangebote gefördert werden auf der Bildungsplattform die eben frei nutzbar sind und eben Lernmöglichkeiten anbieten und zur Verfügung stellen und für diesen Kontext hat eben diese Hamburg Open Online University sich selber einen Qualitätssicherungsrahmen gegeben und hier ist es als Evaluationsverfahren aufgebaut eher so als eine beratende Funktion und diese redaktionellen Prüfungen betreffen aber vor allem eben verstärkt das pädagogisch didaktische und auch das technische und das inhaltliche soll wirklich dann jeweils bei den Autorinnen selbst letztendlich liegen also dass sie für die Qualität bürgen und diese selber checken und gewährleisten und hier ist auch ganz spannend der Gedanke von so einem Label also dass am Ende so eine Zertifizierung steht dass das HOOU eben sein eigenes Qualitätssiegel für die OER bereitstellt weil hier eben gewisse Kriterien erfüllt sind.
Ja, ein Zitat habe ich Ihnen mitgebracht aus der Studie von Basit Al die eben sagen Qualität ist bei OER kein statisches Merkmal sondern ein Ergebnis reflexiver dialogischer Aushandlungsprozess und ich finde das stellt einen schönen Kontrast zu diesen gerade sehr elaborierten Katalogen und als kleiner Disclaimer auch wir haben einen elaborierten Katalog erstellt und verstehen den aber explizit dialogisch.
Das ist mir ganz wichtig und deshalb möchte ich das hier auch noch mal explizit voranstellen, weil eben gerade diese Studie auch schön herausstellt, also die haben untersucht, wie gehen Lehrkräfte mit der OER-Qualität um wenn eben keine Kriterien zur Verfügung stehen und da zeigt sich eben ganz wichtig Community Aspekt ist sehr wichtig sich auszutauschen mit Kollegen Kolleginnen und wir brauchen einfach diesen dialogischen Aushandlungsprozess, um Qualität zu entwickeln.
Es ist nicht statisch, das ist ganz wichtig bei diesem dynamischen Produkt OER und da kommen eben unsere Open Educational Practices ins Spiel.
Ja, ich hatte ja schon gesagt, dass die Debatte in der Religionspädagogik, um es noch einmal ein bisschen enger zu führen, auch in der Religionspädagogik sprechen wir schon seit vielen vielen Jahren von der Qualität, weil das natürlich auch für ein Fach, das auch sich verschiedenen Anfragen stellen muss natürlich elementar ist nachzuweisen warum ist der Religionsunterricht auch gut oder was macht ihn auch gut.
Auch wir müssen uns natürlich äußeren Evaluationskriterien stellen deshalb ist die Debatte da auch nach wie vor natürlich auch sehr sehr groß und deshalb stellt sie auch gerade für religiöse Bildungsprozesse natürlich auch einen Kern da für die religionspädagogische Reflexion.
Reflektiert wird quasi auf unterschiedlichen Ebenen das reicht auf der einen Seite von allgemein didaktischen Grundsatzüberlegungen bis hin zur Analyse und Bewertung von konkreten Lehrmaterialien und von besonderer Frage ist natürlich dabei wie sich guter Religionsunterricht eben jenseits von abstrakten Konzeptionen bestimmen lässt und dabei ist eben zu berücksichtigen, dass es den guten Religionsunterricht natürlich oder den guten Unterricht im Singular nicht gibt.
Vielmehr ist für uns auch die Frage wichtig gut für wen und gemessen an was und für welchen Zeitraum also was sind die Bedingungen und aus welcher Perspektive wird Qualität eigentlich bemessen und da ist eben wichtig Qualität für den Religionsunterricht oder für unser religionspädagogisches Arbeiten nicht eindimensional zu verstehen sondern auch wie es Rothgangel vorschlägt eben mehrdimensional also was ist das speziell fachspezifische was ist auch das fachübergreifende und für unsere Thematik natürlich auch in der es um Wahrheitsfragen geht und um den Gottesbezug auch das Transzendenzbezogene.
Die Qualitätsdebatte umschließt vor allem auch das ganze Thema Schulbuchanalysen Repräsentationen, Ideologiekritik und so weiter, auch dazu ist viel publiziert worden.
Was allerdings auffällt in dieser Qualitätsdebatte in der Religionspädagogik ist eben, dass bislang eben digitale Bildungsmedien noch unzureichend berücksichtigt wurden.
Nichtsdestotrotz, dem wollen wir uns widmen und haben wir uns auch gewidmet und unserer Studie die wir oder in unseren Qualitätskriterien die wir angestoßen haben und ja weil wir die Qualitätsdebatte auch als einen Punkt beobachtet haben der einfach relevant ist für die einzelnen Communities aber auch für die wissenschaftliche Theologie und dafür sind wir vorgegangen wie folgt ein iterativ angelegter Prozess in dem wir eben verschiedene Qualitätssicherungsprozesse mal evaluiert haben OER-basierte Qualitätssicherungsprozesse und von dort uns auch Literatur oder eher Forschungsdiskursiv genährt haben wie wird Qualität eigentlich gemessen, was macht Qualität auch aus, auch speziell in der Religionspädagogik und haben auf dieser Basis eine Qualitätskriterien entwickelt die wir dann wiederum in Expertinnen-Interviews versucht haben, mit der Praxis abzugleichen.
Das waren eben Personen aus der Praxis, die Lernmaterialien erstellen aber eben auch Leute in Multiplikatorinnenfunktionen und haben dann mit diesen Impulsen dann versucht wieder die Kriterien zu bearbeiten und zeitgleich auch bei uns im Frankfurter Standort auch hauseigene Projekte begleitet, die OER entwickeln und daraufhin versucht in diesen Beratungsprozessen auch wieder Impulse mitzunehmen wie kann die Handreichung so gestaltet werden, dass sie wirklich auch praktikabel ist und die dann wieder erneut überarbeitet und ja Ihnen heute dann im Workshop auch stellen wir die Ihnen auch zur Verfügung sind wiederum dankbar für neue Impulse.
Genau, hier nochmal aufgefächert die verschiedenen Dimensionen da stützen wir uns auch auf das was bereits schon sehr gut etabliert ist in der OER-Qualitätsdebatte, also die rechtliche Qualität, die technische Qualität, die pädagogisch-didaktische Qualität und eben für unser Fach die religionspädagogische Qualität, die wir eben an verschiedenen Parametern versuchen, festzumachen.
Ja, nochmal explizit, auch wir versuchen mit dieser Handreichung mit den Kriterien ein dynamisches Qualitätsverständnis anzuregen, das eben zum einen einen Anstoß zur Reflexion liefern soll, also wie es auch in den anderen Modellen teilweise verfolgt wird sowohl eben in der Materialerstellung also Personen die selber Material generieren möchten, aber eben auch Personen, die Guideline oder ja irgendwie eine Art Gerüst brauchen anderes Material entsprechend bewerten zu können und im besten Fall ist es eben ein Dialoginstrument, um eben Reflexionen und Aushandlungsprozesse in OER- Communities anzustoßen.
Das Ziel unserer Kriterien ist es eben, die Offenheit am Ende nicht als Gefahr wahrzunehmen, sondern als eine Chance für Qualitätsentwicklung.
Genau und mehr dazu gerne später in unserem Workshop.
So, vielen Dank.
---
*Quelle: FAU.tv, Serie "Mit OER zu einer Kultur des Teilens" (WS 2025/26), Open Access*

View File

@ -0,0 +1,288 @@
# Der Schmerz der verteilten Systeme und warum Pflaster nicht ausreichen
- **Vortragende:** Dr. Jens Dechow, Gina Buchwald-Chassée, Jörg Lohrer, Ludger Sicking
- **Dauer:** 17:48
- **Video-ID:** 61567
- **Video:** [FAU.tv](https://www.fau.tv/series/mit-oer-zu-einer-kultur-des-teilens-w25/4-der-schmerz-der-verteilten-systeme-und-warum-pflaster-nicht-ausreichen-aktueller-stand-der-oer-communities-und-ihrer-vernetzungen-auf-dem-weg-zum-community-hub-w25)
- **Aufnahme:** 24. Februar 2026, Nürnberg
- **Transkript:** Automatisch generiert (Whisper/OpenAI), Genauigkeit kann variieren
---
Ja, jetzt wird es nochmal ein bisschen technischer.
Und zwar hat das damit zu tun, wenn wir mit OER-UEP arbeiten, heißt das, wir versuchen gemeinschaftlich unterwegs zu sein.
Und gemeinschaftlich unterwegs zu sein braucht ja auch Orte, an denen wir miteinander unterwegs sein können oder technische Infrastruktur, ganz einfach gesagt, die wir miteinander benutzen.
Was haben wir? Wir haben an vielen Stellen natürlich technische Infrastruktur gebaut, die immer für eine Community funktioniert.
Und was macht man, wenn man dann feststellt, wie wir in diesem Projekt feststellen, es gibt viele Fragen, die wir eigentlich als gemeinsame Fragen beantworten müssten.
Das sollten wir dann ja nicht immer für uns getrennt tun.
Dann stellen wir fest, wir können uns aus diesen technischen Infrastrukturen quasi zuwinken, aber mehr eigentlich nicht.
Und wir haben das mal so ein bisschen medizinisch versucht, auszudrücken, immer dann, wenn wir wirklich miteinander unterwegs sein wollen, triggert das den Schmerz des Getrenntseins.
Und wir haben auch festgestellt in den Ansätzen, die wir jetzt in unserer langjährigen Arbeit versucht haben dass wir ganz oft eigentlich Pflaster geklebt haben.
Gibt es eigentlich eine Möglichkeit, in diesem System so zu wirken, dass wir quasi Heilung für diese Trennungsschmerzen hinkriegen könnten? Und das wollen wir jetzt nochmal so an ein paar Beispielen durchgehen.
Genau, also Jens hat es gerade schon gesagt, wir haben erstmal überlegt, wie kommen wir denn nicht nur von dieser Analyse auch, sondern zu praktischen Lösungen.
Und ich glaube, wir kennen es alle, wir haben Pain Points.
Und das haben wir eigentlich in jeder Community auch festgestellt und uns ja auch überlegt wie können wir unseren Community Hub auch im Rahmen des Ferbiko-Projektes als Community of Communities aufbauen.
Also haben wir überlegt, okay, was ist denn überhaupt der Schmerz? Wir müssen die Schmerze erstmal erkennen.
Dann haben wir geschaut, okay, was haben wir bisher für Pflaster drauf geklebt, um eben die Symptome zu behandeln? Aber wie können wir jetzt die Ursache heilen? Und da starte ich mit einem Schmerz den wir glaube ich alle kennen nämlich dem Schmerz der getrennten Orte.
Was heißt das? Also wenn ich jetzt von mir aus gehe, ich bin jetzt in einer Community oder in einer Organisation, in einer Institution, jede Community hat einen eigenen Ort.
Das heißt, wenn ich jetzt einen Termin ein Material oder irgendeinen Inhalt habe lade ich ihn erstmal in meiner Plattform hoch, auf meiner Webseite und dann ist er erstmal nur dort.
Wie schaffe ich es jetzt, diesen Termin, das Material an andere Orte zu kriegen? Weil eigentlich möchte ich ja, dass auch andere davon erfahren oder vielleicht ist es ja auch für andere spannend.
Und da greife ich noch mal die Interviewstudie von Philipp auf.
Da wurden ja Communities befragt und da kam eben raus es bedarf Optimierung im Community-Management Prozesse sind nicht immer gut geregelt und führen zu Mehrarbeit.
Und das ist eigentlich auch schon das Pflaster.
Wir kompensieren durch Mehrarbeit, das heißt, was machen wir? Ich nehme meinen Inhalt, den Termin, das Material und trage ihn auch noch an der Community X ein oder Y oder Z.
Das heißt, ich trage ihn an mehreren Orten ein, ich mache die gleiche Arbeit an mehreren Stellen absolut ineffektiv.
Genau, das heißt, ich verlinke auch ich mache Copy-Paste ich nutze irgendwelche Formulare ich cross-poste alles Zusatzarbeit.
Was viele auch machen ist eine Art Metasystem aufbauen das heißt ich versuche übergreifende Repositorien zu machen, aber ich schaffe es nur, bestimmte Brücken quasi zu bauen.
Was natürlich mittlerweile auch passiert ich versuche durch KI diese Mehrarbeit zumindest ein bisschen zu vereinfachen und im Griff zu behalten.
Ja, was passiert? Ich habe zumindest kurzfristige operative Lösungen, also ich kriege meinen Termin meinen Inhalt von A nach B aber diese verteilten Systeme bleiben eigentlich, also ich muss immer diesen Mehraufwand machen.
Was wäre die Heilung? Was ist, was wir uns eigentlich alle wünschen? Dass ich den Termin zwar bei mir auf der Webseite, Plattformen wie auch immer eintrage aber nur einmal und das heißt durch eine kompatible Datenstruktur wäre es so ich trage den einmal ein und er wird auf mehreren Plattformen angezeigt.
Damit sind sie quasi auch systemübergreifend auffindbar und auch sichtbar das heißt ich habe eben mein Ziel erreicht, ich habe meine Reichweite und Anschlussfähigkeit erhöht.
Ja, was ist, wenn ich jetzt ein Material überarbeite oder einen Termin ändere? Dann habe ich ja das gleiche Spiel nochmal das heißt ich muss ihn momentan ja immer überall wieder verändern und bin von dem System abhängig.
Unser Wunsch wäre, ich ändere das Material oder den Termin einmal und es wird überall übernommen, das heißt, ich spare mir wieder diese Zusatzarbeit, in jedes System einzeln zu gehen und es dort überall zu ändern und gleichzeitig merken wir auch, es passieren Fehler.
Also das heißt, wenn ich Sachen vergesse, irgendwo auszutragen oder so, dann bleiben sie dort oder keine Ahnung, ich habe vergessen, es zu ändern, weil ich kann das ja gar nicht mehr alles im Blick behalten, wenn ich auf fünf Plattformen irgendwas ändern muss und vergesse es schlichtweg.
Genau und durch die kompatible Datenstruktur habe ich eigentlich die Lösung, ich kann an meinem Ort bleiben aber ich habe quasi einen Netzraum eine Dezentralität mit der ich quasi mit den anderen auch verbunden bin.
Ja, was Gina gerade beschrieben hat im Blick auf Termine und Materialien, lässt sich auch beschreiben im Blick auf die Personen.
Vielleicht kennt das die eine oder andere, ich bin in drei Communities aktiv, ich habe drei Profile, drei Logins, drei Passwörter, drei Benutzernamen, die haben nichts miteinander zu tun.
Es ist auch nirgends sichtbar, dass ich eine und dieselbe Person bin weil man weiß vielleicht gar nicht dass jemand der im relilab ist, auch bei relimentar mitmacht oder dass relimentar im relilab stattfindet oder dass eine Person die sich für die Elementarpädagogik interessiert auch gleichzeitig an einer Fortbildungsveranstaltung teilnimmt, die in einem ganz anderen Kontext stattfindet.
Es sind also meine Reputation, meine Beiträge und auch meine Kontakte jeweils in lauter Einzelsystemen gefangen.
Und wechsle ich den Ort, fange ich von vorne an, auch berufsbiografisch, wenn ich aus dem Hochschulsystem raus gehe, wo ich mein Login habe, auf einmal brauche ich wieder neue Systeme, brauche wieder neue Zugangsdaten Schreibrechte und habe die Frage wie kann ich auch die Historie nicht nur meiner Materialien und Events sondern auch meiner Person berufsbiografisch mitnehmen.
Also ich kann nichts **von mir** mitnehmen und ich kann **mich** nicht mitnehmen.
Wie begegnen wir dem ganzen? Was haben wir für Pflaster versucht, drauf zu kleben in der vergangenen Zeit? Single Sign-On, wer eine Keycloak hat, ist froh, wenn er über die den Chat-System genauso benutzen kann, wie das Blog und die Datei-Ablage in der Nextcloud alle irgendwie so an einer Identität dranhängen.
Trotzdem gibt es wieder eine zentrale Identitätsverwaltung und wenn die nicht verfügbar ist komme ich in alle Systeme nicht rein.
Wir haben also eher so eine Zentralisierung der Identität verbunden mit einem Plattform-Provider.
Oder ich mache einen Verweis auf einen dritten Ort.
Das könnt ihr auch, diese Link-Trees auf Instagram, die es zum Beispiel gibt.
Wenn du mehr von mir wissen willst, klick hier drauf, dann siehst du meinen Spotify und meinen Mastodon-Account und andere Dinge.
Also der Einstieg wird zwar vereinfacht, gleichzeitig bleibt die Identität oder die fragmentiert, entweder einfach viele Systeme verteilt oder gefangen in den Einzelsystem.
Was wäre eine Heilungschancen dafür? Eine Identität, die mir gehört, nicht der Plattform, die ich mitnehmen kann, die übertragbar ist.
Ein Schlüsselpaar, überall erkennbar, verbunden mit mir und mit meinen Daten.
Ich bin verbunden mit meinem Bildungsmaterial ich bin verbunden mit meinem Termin und auch in der Kommunikation, wenn ich angesprochen werde, ist es immer die gleiche Referenz, denn ich bin ja eine Person.
Vielleicht habe ich verschiedene Profile, aber es ist für alle nachvollziehbar, in einem interoperablen Datenraum, dass hier ein Schlüsselpaar unterschiedlich agiert, dass auch ein Material, was veröffentlicht wurde, beispielsweise in der Autorenschaft jemandem zugeordnet wird, der auf einer Veranstaltung ist und ansprechbar wird über ein Chat-System.
Wir haben also hier die Möglichkeit, dass sich Kreise schließen und ich kann meine Zugangsdatensystem übergreifend nutzen.
Ein weiterer Schmerz ist der Schmerz der getrennten, zertrennenden Sprache.
Und ich habe für alle sprachlich Interessierten mal was mitgebracht.
Ich hoffe, ich mache das korrekt.
Vielleicht erkennt das jemand.
Und zwar ist das erste Wort siev.
Ein zweites ist sritz.
Okay, jetzt wird es vielleicht erkennbarer.
"koro".
Und das vierte ist "hart".
Das letzte soll niederländisch gewesen sein.
Ich komme aus dem westlichen Münsterland, das ist Niederdeutsch, da heißt es Herd.
Das waren verschiedene Sprachen für Herz.
Sprache trennt uns natürlich.
Sprache trennt und macht die Kollaboration schwierig.
Unmöglich, will ich nicht sagen, aber Verständnis, Zusammenarbeit wird erschwert.
Man kann im Wörterbuch, Zeichen, Sprache, irgendwelche Mittel nutzen, aber es bleibt immer schwierig oder problematisch.
Man kann dann irgendwie versuchen, das zu pflastern.
Wörterbuch wäre vielleicht ein Pflaster oder Übersetzungs-App.
Im technischen Bereich macht man das dann eher man baut eine Schnittstelle oder man baut noch irgendwie ein System drumrum und versucht irgendwas hin und her zu bauen.
Man versucht, was zu mappen.
Wenn man Herz hört, dann weiß man vielleicht nicht, meint man das, oder will man ein Auto mieten oder eine Gitarre stimmen.
Wenn es mit E geschrieben wird, ist es dasselbe gemeint.
Das ist nur ein Tippfehler.
KI kann schon viel, kann aber auch nicht alles.
Dann ist natürlich wieder die Frage ist es das richtig hat es richtig gemapped oder nicht.
Was wäre ein Heilungsansatz im sprachlichen Kontext? Habe ich mir gedacht, könnte das Esperanto sein.
Das wäre eine Art von Standard.
Wichtig ist, man muss sich verständigen auf irgendwas, eine Vereinbarung treffen und sich auf ein Standard einigen.
Euro als Zahlungsmittel ist ein ganz guter Standard, finde ich.
Rechtsverkehr gibt es viel in Europa, nicht überall, aber es ist auch irgendwie eine Art von Standard.
Englisch ist eigentlich die Weltsprache, warum nicht Esperanto? Das Wichtige ist, man muss halt die Dinge aushandeln und einen Standard vorschlagen und den dann zusammen weiterentwickeln.
Ich muss nicht den Metadatenstandard extra erwähnen den AMB den Allgemeinen Metadatenstandard für Bildungsmaterialien.
Das ist etwas, worauf wir uns jetzt im Furbico Projekt konzentrieren wollen.
Und auch dazu gibt es einiges im Workshop.
Was am Ende noch mal stand und was wir eben auch schon gehört haben, die Frage nach den Qualitätskriterien.
Wir haben eben unterschiedliche Qualitätskriterien, je nach Plattform, in der wir uns bewegen.
Und wenn wir das dann noch fachsystematisch uns ans gucken, dann wird es ja erst recht.
Also wie schaffen wir das mit der Wirtschaftswissenschaft, da klug zusammenzuarbeiten, dass sich die Systeme, die technischen Systeme auch in dieser Art von Sprache oder in diesem Anspruch miteinander verstehen.
Wenn wir uns das nochmal angucken, in dem Review wurde da ja auch nochmal darauf hingewiesen, mangelnde Qualitätssicherungs- und Kommunikationen, die da eine Rolle spielt.
Und jetzt ist die Frage, wie sind wir da bisher umgegangen, was Qualitätskriterien angehen.
Wir haben uns einzelne Behelfsbrücken gebaut.
Zum Beispiel, vielleicht kennen einige die wunderschöne Karikatur, da treffen sich zwei Leute und sagen, meine Güte, diese vielen Qualitätsstandards, die wir da haben, lass uns einen neuen bauen, der alles endlich vereinheitlicht.
Vorher hatte man 11, danach hat man 12.
Und das ist natürlich eine große Gefahr, mit der wir auch immer unterwegs sind.
Dann haben wir Qualitätsbrücken gebaut.
Das heißt, es hat sozusagen, was weiß ich, zwischen RPI, Materialpool und Wirlernen online Absprachen gegeben.
Wie geht ihr mit dem Redaktionssystem um, wie wir, wie können wir das matchen, dass es sich einigermaßen versteht.
Oder man lässt eben auch da KI über die Systeme laufen und dann hat man scheinbar eine Formalisierung.
Aber wenn man tiefer reinguckt, stellt man fest, die KI versteht gar nicht, was gemeint ist mit dieser Art von Qualitätskriterien.
Und was wird dann erst über das Fach übergreifend denken.
Und deshalb, was könnte eine Heilung sein? Und es geht immer wieder in die gleiche Richtung, das merken Sie, das merkt ihr natürlich auch.
Das heißt, wir brauchen einen offenen Datenraum der sowas ist wie eine Infrastrukturebene die wir haben für kollaborative und iterative Prozesse.
Denn das haben wir eben auch von Laura gehört.
Die eigentliche Idee besteht ja nicht darin dass wir einmal festgelegte Qualitätskriterien haben sagen die sind es jetzt.
Und die Technik ist genau darum herum gebaut, sondern die Technik muss so gebaut sein, dass diese Prozesse, der immer wieder Überprüfung dieser Qualitätskriterien und der Anpassung auch auf der technischen Ebene funktioniert.
Oder ganz einfach in den Tools, die wir bauen.
Das ist unser Ziel.
Und einen letzten Schmerz, den ich noch dazu legen möchte, an dieser Stelle, der uns ja auch alle betrifft.
Es sind ja viele auch anderen Partnerprojekten in der OE unterwegs.
Und so nach zwei Dritteln der Projektlaufzeit fragt man sich, wie geht es jetzt weiter mit der Kompetenz, die aufgebaut wird, wurde die Netzwerke, die die Personalressourcen hier auch erschlossen haben und mit diesen befristeten Förderungen.
Und wollen wir in solchen zyklischen Arbeiten unterwegs sein oder gilt es eigentlich nochmal eine Nachhaltigkeit zu entwickeln die sich nicht dadurch gefährden lässt wie gerade im Moment Förderzyklen funktionieren.
Auch die Einzelprojekte, die als Konkurrenz zueinander aufgebaut sind.
Nicht unbedingt intentional aber eben in dieser Förderlogik dass man Ausschreibungen macht dass man sich darauf bewirbt und dass man schon auch versucht, in einer offenen Strategie wieder eine eigene Kontur oder ein Profil zu schärfen, was einen unterscheidet von den anderen.
Dabei soll ja die Kollaboration und das Zusammenarbeiten, die Community of Communities entstehen.
Denn das ist das, was wir brauchen für eine OER Infrastruktur.
Ja, wie haben wir dem begegnet? Zyklische Förderanträge es gibt auch so ein Too-Big-To-Fail also Repositorien die groß und zentral sind deren Überleben aber trotzdem auch kurzfristig gesichert ist.
Und auch im Blick auf eine langfristige und tragfähige Struktur sind wir besonders gefragt zu überlegen, wie kann eine digitale Souveränität in Europa aussehen einerseits? Oder wenn jetzt in den USA auch mal Bibliotheken zugemacht werden, stellen wir uns vor, große Repositorien für OER würden einfach geschlossen.
Was dann? Deshalb haben wir uns Gedanken darüber gemacht und auch hier wieder die gleiche Richtung.
Detlef Reuter hat das vorhin angesprochen, das Noster-Protokoll.
Dezentralität macht unabhängig und weder angreifbar auch eine vielfache Redundanz der Dateien in ihrer Verfügbarkeit.
An einer Stelle was gelöscht, ist es immer noch an drei anderen Stellen erschließbar.
Und wenn ein Ablageort verschwindet, bleibt Material trotzdem auffindbar.
Und die Grundlage dafür wäre eben die kryptographische Grundlage des Noster-Protokolls die sowohl Datensouveränität gewährleistet, als auch keine zentralen Vertrauensinstanzen benötigt.
Wir gehen also von dieser Plattform-Idee hin zu einer protokollbasierten.
Und das entspricht eigentlich auch dem Community-Handeln.
Denn was ist Community-Handeln anderes als Vereinbarungen, die man miteinander trifft? Und deshalb brauchen wir eine Vereinbarungslogik für Community-Handeln.
Ein Zitat an der Stelle von einem noch nicht veröffentlichten Springer-Link-Artikel, an dem wir miteinander geschrieben haben.
Nostr trennt Daten, Identitäten und Dienste strikt voneinander.
Wir haben eine Dreiteiligkeit.
Daten, Identitäten und Dienste strikt voneinander getrennt.
Dadurch ermöglichen wir niedrige Eintrittshürden Datentransfer ohne Logins und eine resiliente permissionless, also eine erlaubnisfreie Innovation.
Wie das alles ausschaut, ist nicht nur ein Fantasieprodukt, sondern wird tatsächlich auch greifbar nachher im Workshop.
Wir werden Schlüsselpaare anlegen, wir werden Termine anlegen, Materialien einpflegen und diesen gewünschten OER-Editor haben wir auch parat mal in einem Prototypen also hands-on auf die Systeme und einfach mal ausprobieren.
Nachher herzliche Einladung dazu und auch ab heute live geschaltet unter rpi.edufeed.org könnt ihr das ausprobieren.
Es hat noch viele Bugs, seid großzügig mit uns und miteinander und lasst es uns einfach besser machen.
Vielen, vielen Dank.
---
*Quelle: FAU.tv, Serie "Mit OER zu einer Kultur des Teilens" (WS 2025/26), Open Access*

View File

@ -0,0 +1,836 @@
# Keynote: Aktuelle Herausforderungen und Perspektiven für OER und OEP
- **Vortragende:** Prof. Dr. Daniel Otto
- **Dauer:** 56:56
- **Video-ID:** 61568
- **Video:** [FAU.tv](https://www.fau.tv/series/mit-oer-zu-einer-kultur-des-teilens-w25/1-aktuelle-herausforderungen-und-perspektiven-fur-oer-und-oep-w25)
- **Aufnahme:** 24. Februar 2026, Nürnberg
- **Transkript:** Automatisch generiert (Whisper/OpenAI), Genauigkeit kann variieren
---
Vielen Dank für die Einführung.
Vielen Dank auch allgemein für die Einladung, dass ich hier sprechen darf auf dieser OER-Fachtagung.
Ich habe schon sehr viel mitgenommen in den ersten Vorträgen, kann man ja sagen, wo auch sehr schön referiert wurde zum Forschungsstand.
Ich habe vieles wiedererkannt.
Ich habe mich zurückgehalten, jetzt nicht ganz viele Fragen zu stellen, weil das fand ich jetzt ein bisschen unhöflich.
Ich versuche mit meinem Vortrag, jetzt fangen wir ein bisschen später an, aber eigentlich so bei einer Stunde zu landen.
Vielleicht muss ich zwischendurch ein bisschen beschleunigen damit Sie dann auch gleichfalls Fragen an mich vielleicht stellen können und hoffentlich auch Fragen haben, was meine Präsentation angeht.
Ja, ich habe so einen relativ allgemeinen Auftrag bekommen, aktuelle Herausforderungen und Perspektiven für OER und OEP zu thematisieren.
Ich habe dann so ein bisschen von meinem eigenen Hintergrund versucht, mir eine Struktur zu geben.
Ich möchte eingangs so ein bisschen allgemein über OER und OEP sprechen auch ein bisschen das Verhältnis noch mal aus meiner Sicht darstellen weil ich da vielleicht ein bisschen eine andere Perspektive habe, die ich aber gesehen habe, jetzt hier durchaus auch anschlussfähig ist.
Da möchte ich ein bisschen sagen, auch vielleicht anlehend an das Zitat, was du ja freundlicherweise hier gebracht hast warum ich OER sowohl als Potenzial als vielleicht auch als Bedrohung sehe für etablierte Praktiken.
Dann möchte ich einen kleinen Exkurs machen natürlich zu OER und KI oder OEP auch in KI, weil ich einfach denke, dass das eine aktuelle Herausforderung ist, der wir uns stellen müssen.
Das kann ich jetzt in der Tat angesichts der Zeit vielleicht ein bisschen beschleunigen, aber möchte eigentlich sagen, warum ich da gar nicht bange, ist, warum ich durchaus denke, dass da Potenzial sowohl für OER als auch für OEP ist in Zeiten der KI.
Dann möchte ich ein bisschen stärker noch in die Forschung gehen ein bisschen was vorstellen was wir aktuell gemacht haben, was glaube ich auch ganz gut anschlussfähig ist an die Ergebnisse, die sie hier ja auch vorgestellt haben.
Ich finde es besonders schön, dass es hier so ein erlesenes Fachpublikum gibt, weil häufig halte ich Vorträge, wo ich dann sagen muss, was ist OER, was sind die Lizenzen und was sind die Potenziale und so weiter, was sind Portale, das glaube ich, kann ich jetzt hier mal überfliegen, habe ich auch nicht drin in meinen Folien zum Glück.
Genau, und werde dann mit so einem Ausblick schließen, wo ich dann auch noch mal einen Bezug machen will zu dem Projekt, was hier vorgestellt wurde.
Genau, soweit die Planung.
Du gibst mir dann einen 10-Minute-Warning, dann gucke ich mal, wie weit ich gekommen bin.
Ich habe schon gesehen, die Folien sind sehr klein, ich muss mal gucken, ob sie alles erkennen können, sonst würde ich das einfach nochmal erklären, was Sie da hoffentlich sehen auf den Folien.
Genau, da geht es schon los.
Vielleicht am Anfang so ein bisschen zu dem Verhältnis von OER und OEP.
Ich bin ja eher so ein Verfechter und stehe da vielleicht auch ein bisschen konträr zum BMB FSJ und manchen anderen.
Ich würde mal sagen, das sind für mich zwei getrennte Konzepte, die durchaus miteinander interagieren und Überlappungen haben.
Ich würde denken, OER hat natürlich einen materiellen Charakter, einen infrastrukturellen Charakter.
Ich glaube, das haben wir heute auch schon sehr schön vorgestellt bekommen in den verschiedenen Beiträgen.
Ich würde aber sagen, dass OER vor allem etwas ist, was praktisch umgesetzt wird.
Das sehen Sie da in der Mitte, wo Sie hoffentlich lesen können.
Konzepte wie OER-enabled pedagogy, wie allein schon die Nutzung und Erstellung Co-Produktion Remixes Institutional Policies das alles sind Sachen, die eben ein Subjekt und eine Praxis schon integriert haben.
Also die OER einfach voraussetzt.
Sie können das natürlich reduzieren auf die Materialfrage.
Ich denke, dass es wenig Gewinn bringt.
Das hat wenig Nutzen.
Es ist mit einer gewissen Praxis verbunden.
OEP für mich ist eher ein deskriptives Konzept.
Das, glaube ich, haben Sie in Ihrem Forschungsprojekt auch sehr schön rausgestellt.
OEP ist etwas, was durch Praxis passiert, was wir aber analytisch noch wenig greifen können.
Gerade wenn ich mir die Fachliteratur angucke, dann ist da sehr viel Unklarheit.
Thomson hat das auch mal kritisiert als under theorized and opaque, also sehr undurchsichtig, was OEP eigentlich genau ist.
Das heißt nicht, dass das Konzept nicht fruchtbar gemacht werden kann.
Ich glaube nur in dem momentanen Status sind wir da noch nicht.
Das wäre vielleicht ein Auftrag für Forschung, das fruchtbar zu machen.
Gleichwohl gibt es eben diese Überschneidungen, also gerade wenn wir eben Pädagogik machen, wenn wir OER in Oble Enabled Pedagogy machen, Co-Produktion dann können wir das sehr schnell auch eben als OEP beschreiben wenn wir wollen.
Es ist eben dann sehr deskriptiv und wenig analytisch.
Ups, keine Unfälle hier.
Genau, das vielleicht als erste Voraussetzung.
Ich würde weiterhin OER als eine Art Twitter beschreiben.
Ups, jetzt springt sie hin und her.
Genau, zum Glück weiß ich es noch auswendig.
Da kommt eigentlich nur eine Folie zurück.
Komme ich da wieder zurück? Komme ich nicht.
So, dann muss ich mit der Hand, oder? Nee, jetzt ist hier eingefahren.
Kein Problem.
Aha, genau, so.
Weil OER meiner Meinung nach für mich aus zwei Teilen besteht.
Auf der einen Seite ist OER eine Bildungstechnologie.
Ich würde sie allerdings als Bildungstechnologie so generös beschreiben.
Warum? Weil sie auf der einen Seite ein soziotechnisches Arrangement ist.
Ganz klar, das hatte ich ja gesagt.
Sie besteht aus Material und Praxis.
Sie eröffnet durch die Lizenzierung bestimmte Nutzungsrechte, die man wahrnehmen kann.
Sie beinhaltet Repositorien, Standards, Auffindbarkeit.
Sie beinhaltet Kollaboration, Kontextualisierung.
Und das alles wären, das wird in der Literatur zum Beispiel von Markus Daimann auch beschrieben, Elemente einer Bildungstechnologie.
Da könnte man es durchaus mit vielleicht Virtual Augmented Reality vergleichen.
Auf der anderen Seite hat OER einen, in Klammern, explizit normativen Anspruch.
Und das macht es dann durchaus zum Problem.
Es ist eben keine neutrale Bildungstechnologie, sondern damit sind Ansprüche verbunden.
Einfach normative Ansprüche.
Ich glaube, die haben sie jetzt auch zuhauf hier angebracht.
Zugang, Teilhabe, Gerechtigkeit, Transparenz, also Versionierung.
Das haben sie ja eben auch schön vorgestellt.
Für die Plattform zum Beispiel eine Forderung von Wissen als öffentliche Ressource.
Eine Sichtbarmachung von Arbeit natürlich.
Also, ein Portal zu betreiben für die Erstellung, für die Pflege, für die Qualität.
All das kostet Ressourcen.
Wir haben durchaus auch Zielkonflikte.
Die haben sie eben auch schon sehr schön genannt.
Was ist mit der Qualität? Was ist vielleicht mit der Nachhaltigkeit? Wer kümmert sich darum? Also institutionell, wie wird das verankert? Und dieser Anspruch ist eben im Gegensatz zu vielen anderen Bildungstechnologien weniger umkämpft und wird auch sehr explizit nach außen getragen.
Das macht die Beschäftigung mit OER natürlich sehr unangenehm.
Auch das haben sie ja schon gesagt für Hochschulen, für Schulen, sich mit sowas zu beschäftigen.
Wenn das dann als Konsequenz da eventuell steht.
Ich denke auch, das ist wichtig zu berücksichtigen.
Als nächsten Abschnitt möchte ich mich der ersten Herausforderung, also dem Teil 1 der Herausforderung für OEP und OER widmen.
Und möchte sie vielleicht fragen, in einer kurzen Einschätzung, was sie denken, was sie auf diesem Bild sehen.
Der Link ist, glaube ich, einigermaßen verdeckt.
Dann wird es nicht so schön verraten.
Also, man könnte jetzt denken naja gut vielleicht der globale Süden wo es um Open Education geht um geteilte Bildung Leute, die gemeinsam was erarbeiten.
Es ist ein anderes Bild.
Es ist aus Uganda und es geht um Clickworker.
Also Clickworker, das sagt Ihnen natürlich wahrscheinlich allgemein was.
Es geht aber um Clickworker für die KI.
Also wir haben ja häufig die Idee, dass wir die KI nutzen und das ist eigentlich ein rein technischer Prozess.
Also wir geben was ein, es kommt was raus und mal ist es gut, mal ist es weniger gut.
Dahinter stehen natürlich ähnlich wie bei OER auch Menschen.
Menschen, die die KI trainieren.
Menschen, die der KI beibringen, was zum Beispiel ein Mensch ist, was ein Auto ist, was ein Strand ist, was ein Berg ist.
Also das alles muss die KI erlernen und das geht natürlich nur mit menschlicher Hilfe.
Diese Arbeit ist natürlich weitestgehend unsichtbar, während wir bei OER natürlich im Gegenteil eher versuchen, die Arbeit sichtbar zu machen, indem wir Versionierungen haben, indem wir sagen, derjenige hat das Material erstellt, der hat es weiter gearbeitet, also oder weiter bearbeitet.
Das vielleicht im Hintergrund.
Diese kleine Gegenüberstellung zeigt so ein bisschen womit wir es eigentlich bei der generativen KI ich habe jetzt mal generative KI genommen, womit wir es eigentlich zu tun haben und wo der Gegensatz zu OER besteht.
Ich denke, das ist eigentlich recht intuitiv gerade für Sie als die jenigen, die sich so intensiv mit OER beschäftigt haben.
Ich habe ja gerade schon gesagt, explizite versus implizite Normativität also bei der KI ist eben nicht klar worauf sie abzielt was damit gemacht werden muss oder soll.
Ich, genau, Governance ist ähnlich, also bei OER haben wir klare Regeln.
Diese Regeln sind transparent im Sinne der Lizenz der Autoren schafft bei KI.
Das hatte ich versucht, an dem Bild zu zeigen, ist eben eher das Gegenteil der Fall.
Trainingsdaten ist unklar eigentlich, wo die herkommen, auch bei den Modellen und die Policies, die dahinter stehen.
Ähnlich ist es bei der Provenienz.
Auch hier ist OER eben zitierbar, versionierbar, kontextualisierbar.
Bei der generativen KI ist es eben das Gegenteil der Fall.
Wir wissen eigentlich nicht, was drin ist.
Auch was rauskommt, können wir schwer rückverfolgen.
Studien zeigen ja immer wieder, dass selbst die Quellen, die angegeben werden, auch meistens nicht korrekt sind.
Jeder, der mal mit der KI gearbeitet hat, kann das vielleicht nachvollziehen.
Gleichzeitig die Sichtbarkeit von Arbeit, die ja bei OER eigentlich sehr evident ist.
Wer da wie mitarbeitet bei der KI, das hatte ich gerade an dem Bild versucht zu zeigen, ist eben unklar, wer das macht.
Die didaktische Logik ist ebenso sehr gegenteilig.
Auf der einen Seite wird Adaption und Remix eben ermöglicht, als auch eine pädagogische Praxis.
Da ist es eben OER, das in der Praxis passiert.
Auf der anderen Seite ist eben die KI die eine Skalierung und Automatisierung ermöglicht.
Gleichzeitig ist die KI ja durchaus auch nicht fehlerfrei, sondern da sind verschiedene Bias drin.
Ich habe jetzt auf dem Weg hierher ein tolles Wort, glaube ich, gelernt, das religionspädagogisch bedeutsam ist.
Das habe ich in einem Feuilleton-Artikel gelesen.
Mal gucken, ob ich das jetzt richtig wiedergebe.
Und zwar ging es darum, dass die KI eine sogenannte eschatologische Spannung erzeugt.
Das Wort fand ich toll.
Also im Grunde genommen ein Verzicht, dass wir jetzt mit den Defiziten der KI leben müssen in der Erwartung dass wir irgendwann die KI haben, die uns alle Arbeit abnimmt und mit Computern und Maschinen funktioniert.
Wir müssen einfach nur genug Geduld haben.
Und das fand ich gut, habe ich gedacht, versuche ich mal, ob das hier klappt.
Aber Herr Pön hat mir den Daumen hochgegeben, also anscheinend war das nicht ganz falsch.
Das ist schon mal super.
Genau, gleichzeitig haben wir eben auch Mythen und Herausforderungen.
Ich habe versucht, das so ein bisschen anzudeuten.
Das haben die Kollegen Schön und Ebner unter anderem gemacht, die ja auch im Kontext von OER sehr populär sind.
Ich glaube, die haben jetzt keine neuen Mythen entwickelt.
Das sind alles Sachen, die uns ja bekannt sind.
Also wir haben eben keine neutrale Anwendung.
Wir haben auch keine logische Arbeit der KI.
Das ist ein Sprachmodell.
Das merken wir immer wieder.
Es lernt und denkt nicht wie ein Mensch, auch wenn es das vorgibt.
Und wir natürlich durch die Anthromorphisierung, der wir unterlegen, sind immer stark annehmen, dass wir das mit einem Menschen zu tun haben.
Das machen wir manchmal auch bei unserem Auto.
Was wir für menschliche bei der KI ist, ist noch ein bisschen problematischer.
Die KI ist auch nicht empathisch.
Ökologisch, sozial durchaus problematisch, auch wenn das vielleicht besser wird.
Für OER vielleicht auch interessant rechtlich einwandfrei ist das auch nicht.
Die GEMA hat ja letztens erst geklagt.
Also was da drin ist und wie viele Urheberrechtsverletzungen da begangen wurden, das weiß keiner so ganz genau.
Das wissen wahrscheinlich auch noch nicht mehr die Entwickler genau.
Und der letzte Punkt, an den ich so ein bisschen anknüpfen möchte, ist dass die KI-Anwendung häufig korrektiert Wissen- und Kompetenzvermittlungen eben überflüssig machen.
Ich würde sagen, genau da liegt vielleicht ein großes Problem der KI und ein Problem auch für Schule, Hochschule.
Wir haben ja eine sehr starke Diskussion im Moment über KI-Kompetenz und wir haben sehr stark das Problem dass wir sagen naja Hausarbeiten Prüfungen egal ob jetzt Schule oder Hochschule sind im Grunde genommen mehr oder weniger überflüssig, weil alles kann bei der KI eingegeben werden, ganze Hausarbeiten können geschrieben werden.
Mich, der ja schon ein bisschen älter ist hat das sehr stark an eine Diskussion erinnert die wir Anfang der 2000er Jahre haben.
Da hatten wir eine Diskussion über die sogenannten Digital Natives.
Das hat Mark Prensky geprägt, diesen Begriff.
Der hat gesagt, naja, jetzt kommt eigentlich eine neue Generation, die sind schon mit Internet, mit Handy und so weiter aufgewachsen.
Die haben ein völlig neues Kompetenzlevel erreicht.
Das heißt, wenn die jetzt in die Schule, in die Hochschule kommen, dann ist das für die alles völlig selbstverständlich.
Die Lehrkräfte, die Professoren, Dozenten, die werden völlig überfordert sein, weil die da mit ganz anderen Erwartungen reinkommen.
Ja, was ist passiert? Man hat relativ schnell festgestellt dass die Kompetenz vielleicht zum Hochladen eines Bildes zur Erstellung eines Videos zum Knipsen eines Fotos ungleich ist zu einer Kompetenz eine Hausarbeit zu schreiben ein Literaturverzeichnis zu formatieren, Gewinn bringt, damit zu lernen.
Also das heißt, die Kompetenz ist nicht automatisch gegeben nur weil wir jetzt vielleicht eine Generation haben die mit KI aufwächst.
Und auch unsere Studien zeigen, dass die Kompetenz einfach sehr heterogen verteilt ist.
Also Quellenkritik, Bias, Prompting, Zitierfähigkeit, das sind alles Kompetenzen, die trotzdem noch erlauben werden müssen und die die KI bis jetzt nicht überflüssig gemacht hat.
Ist halt eher zu einer Flut von schlechten Seminararbeiten jetzt an meiner Hochschule geführt, wo eigentlich relativ klar ist, dass die mit KI geschrieben sind.
Und man könnte sicherlich mit KI auch eine gute Seminararbeit schreiben.
Man müsste den Studierenden eben die entsprechende Kompetenz dazu vermitteln.
Dann würden sie es auch hinkriegen.
Also Literaturlist ist ein tolles Beispiel.
Ja, mal schauen, wie sich das noch weiterentwickelt.
Dass das nicht spurlos, und jetzt wird es hier sehr klein, dass das nicht spurlos an der Wissenschaft vorbei geht, hat man glaube ich gerade in der Anfangszeit gesehen.
Das ist jetzt so aus dem Jahr 2022, 2023.
Da waren so die ersten Versuche von Wissenschaftlern, auch mit der KI Texte zu schreiben.
Das ist bei einigen, kann man platt sagen, doch relativ in die Hose gegangen.
Also sie haben jetzt auf der linken Seite einmal einen Artikel, der ist bei Elsevier veröffentlicht worden, also ja durchaus ein renommierter Verlag.
Und da ganz oben in gelb, das können sie jetzt nicht lesen, steht, certainly here is a possibility for your introduction.
Und das kommt ihnen vielleicht bekannt vor aus der Anfangszeit der KI.
Da hatte die KI immer diesen Satz, den sie sagte, ja klar, kann ich machen, ich schreibe dir was.
Und das wurde offensichtlich hier in den diversen, wo wir gerade auch schon bei Qualität sind, in diversen Qualitätsüberprüfungen vergessen, rauszustreichen.
Rechts ist es ähnlich, da sagt die KI dann, ja es tut mir leid, ich habe leider keine Verbindung zum Internet und kann dir keine aktuellen Daten besorgen, aber ich kann dir eine Alternative schreiben.
Auch das ist dann eben vergessen worden, das zu streichen.
Es ging dann relativ schnell viral durch damals glaube ich noch Twitter oder LinkedIn und wurde geteilt das finde ich ganz spannend.
Also man merkt, die Kompetenz fehlt vielleicht nicht nur bei den Schülerinnen und den Studierenden, sondern sie fehlt dann auch eine Ebene höher noch.
Und auch heute ist es so dass wir in Journals ganz viele Einreichungen haben wo fehlerhafte Literaturlisten sind.
Also das heißt, die KI-Kompetenz, das zieht sich durch alle Ebenen, würde ich sagen.
Genau, ein zweiter Punkt wäre noch zur KI, dass wir sagen können, die KI-Nutzung ist ungleich einer Betrugsabsicht.
Also nicht alle Studierenden, und das merken wir auch immer, weil wir zunehmend jetzt auch mehr Umfragen und Analysen haben, nicht alle Studierenden und auch nicht alle Schülerinnen wollen die KI nutzen um zu betrügen sondern viele benutzen sie halt um besser zu verstehen, um sich eine Struktur zu geben, um etwas zu übersetzen.
Es ist glaube ich häufig so, und da werden wir dann auch wieder bei OEA und OEP dass Täuschung geben eine Folge von falschen Anreizen ist.
Also wir haben ja ganz viele Prüfungsformen, wo wir einfach sagen, da müssen wir die einmal absolvieren dann kann man sie im Grunde genommen vernachlässigen wegwerfen die werden irgendwo dokumentiert, und das war es dann mit der Prüfungsform.
Also das heißt, wir haben durchaus Anreizstrukturen die dazu einladen zu versuchen mit der KI diese Prüfung zu umgehen.
Also das heißt, Leute, die KI einsetzen, haben häufig eben auch eine fehlende Kompetenz, das zu tun.
Was man sagen kann, was ich auf anderen Vorträgen auch schon gesagt habe, ist, dass Bildung, gerade der deutsche Bildungsbegriff, eben mehr ist als ein reiner Output.
Oft verstehen wir ja Bildung eben sehr Output orientiert, dass wir sagen, es geht um Bachelorzahlen, Masterzahlen, Schulabgänge.
Ich glaube, das ist durchaus, und da bin ich wahrscheinlich hier in der richtigen Adresse, durchaus ein falsches Verständnis von dem, was Bildung ist.
Also wenn wir es mit JuWi sehen, ist Bildung eben Erfahrung und Handlung.
Und Biesta auch hat gesagt, weniger Output-Orientierung sondern eben Bildung auch als Unterbrechung als Unzulänglichkeit verstehen.
Bildung als einen Prozess zu verstehen, das ist ganz wichtig und es kommt nicht eben nur darauf an, was letztendlich der Outcome ist.
Und um das ein bisschen zu übersetzen, weil Sie sich vielleicht jetzt wundern, warum da ILO-Fragen steht, das werde ich gleich im nächsten Abschnitt machen um dann auch noch mal ein bisschen mehr auf die Konsequenzen bezüglich OER und OEP einzugehen.
Das werden sicherlich alle aus der Bereich der Hochschule kennen, aus dem Bereich der Schule, weiß ich nicht, aber es gibt glaube ich sehr ähnliche Modelle.
Das ist das sogenannte Constructive Alignment Modell von Bix.
Relativ populär, so ein Dreieck oder ein Zirkel, kriegt man eigentlich normalerweise auch in jeder didaktischen Fortbildung an der Hochschule mitgegeben, setzt sich im Grunde genommen aus drei ganz einfachen Elementen zusammen, bei der Planung eines Lernangebotes.
Man startet mit den intendierten Outcomes, also was sind eigentlich die Lernergebnisse, die ich mit meinem Bildungsangebot erreichen will.
Zweiter Schritt, man passt die Lern- und Lehraktivitäten an diese Outcomes, an diese Lernergebnisse an.
Drittens, man gestaltet die Prüfung so dass die entsprechenden Kompetenzen überprüft werden und geschaut wird, wurden diese Kompetenzen erworben.
Ich denke gerade in der aktuellen Debatte wenn wir über KI und OER sprechen dann operieren wir sehr viel an diesen beiden Elementen herum also hauptsächlich hier dass wir eigentlich sagen naja wir müssen jetzt die Seminararbeit oder Hausarbeit, je nachdem wie man sie nennt, müssen wir KI sicher machen.
Wir müssen eigentlich schauen wie können wir diese Prüfungsform retten vielleicht indem wir KI erlauben indem wir Promps offenlegen und indem wir Maßnahmen ergreifen damit die Situation so wie sie im Moment ist, aufrecht erhalten werden kann.
Was wir weniger tun, ist uns Gedanken darüber zu machen, was für Kompetenzen wir eigentlich im KI-Zeitalter noch brauchen.
Also das heißt ja welche Kompetenzen das wäre der nächste Schritt welche Kompetenzen können weg fallen welche Kompetenzen müssen wir stärken und ich denke das ist weniger eine Frage von KI oder nicht KI, sondern wir müssen uns grundsätzliche Gedanken darüber machen, welche Kompetenzen im Zeitalter der KI eben noch wichtig sind und ich denke da müssen wir uns auf verschiedene Kompetenzen besinnen und auf verschiedene Kompetenzen trennen nämlich die Frage welche Kompetenzen sollen Studierende eigentlich noch selbst beherrschen und dann können wir entscheiden welche Kompetenzen wir festlegen wollen und wie wir die über die verschiedenen Assessments prüfen wollen und dann ist es eben weniger eine Frage von Tools sondern eben von Kompetenzen und wir können sehen dass es einfach gewisse Kernkompetenzen gibt und ich werde gleich sagen, warum das für OEA und OEP durchaus relevant ist.
Wir können sagen, dass es gewisse Kernkompetenzen gibt, die einfach nicht delegierbar sind.
Also begründenden, urteilen entscheiden verantworten das sind Kompetenzen Basiskompetenzen die wir auch ohne KI überprüfen werden müssen.
Gleichzeitig haben wir natürlich Kompetenzen, in die KI integriert werden kann also zum Beispiel recherchieren entwerfen variieren prüfen dokumentieren und dann haben wir natürlich das Risiko der Täuschung der Abhängigkeit und der Plausibilität wo ich denke, dass OEA eben ein wichtiger Hebel sein kann.
Gleichzeitig, und das ist wahrscheinlich auch für das Religionsfach interessant ist immer wieder die Frage welche Kompetenzen brauchen wir für welches Fach und was ist eben für die Wissenschaftspraxis unverzichtbar.
Und ich würde immer sagen, häufig haben wir dieses Strohmann-Argument, dass alle sagen, naja, niemand hat hier die Absicht, irgendwie die KI zu verbieten aber keiner hat auch so richtig eine Idee wie wir mit der KI in den verschiedenen Prüfungsformaten umgehen.
Und das ist natürlich eine normative Entscheidung und die muss eben auch institutionell verantwortet werden.
Also natürlich kann man sagen, dass man gewisse Prüfungsformen festlegt wo es eben keine KI-Nutzung gibt und man kann auch Prüfungsformen festlegen, wo eine KI-Nutzung auch explizit erlaubt ist.
Genau, warum ist OEA und OEP in diesem Kontext besonders wichtig oder warum kann OEA und OEP gerade dazu einen Beitrag leisten? Ich denke, eine Idee, die OEA und OEP sehr stark inhärent ist, ist eben die menschliche Interaktion.
Die kann natürlich auch durch die KI zumindest bislang nur simuliert werden, aber nicht tatsächlich ausgeführt werden.
Und ich glaube, das haben Sie in den Projekten auch sehr schön beschrieben.
Es geht eben um menschliche Interaktionen, es geht um das Peer-Feedback, es geht um die Aushandlung, es geht um die Verantwortung.
All diese Elemente werden natürlich in ihren Communities gelebt.
Es geht um Nachvollziehbarkeit, das hatte ich auch schon gesagt, eben um das Gegenteil von dem, was KI ist.
Es geht darum, verschiedene Versionen zu erstellen, es geht darum, bei ihren technischen Lösungen Quellenfader anzugeben, Autorenschaft deutlich zu machen.
Es geht darum, einen Prozess zu dokumentieren.
Ich bin ein großer Fan von der sogenannten OEA-Enabled-Pedagogy, das ist ja das, was Wiley auch gesagt hat einer der ganz Großen in dem OEA-Bereich der gesagt hat Aufgaben sind als Beiträge zu verstehen und nicht nur als Abgaben.
Er hat da im Englischen von den sogenannten Deposable Assignments gesprochen, die wir häufig in der Schule und Hochschule haben.
Also sie bringen eine Leistung, sie geben was ab, das landet bestenfalls irgendwo in einem Aktenordner oder schlimmstenfalls wird es irgendwie von den Sozierenden gelöscht.
Es hat eigentlich keinen Wert über die Prüfung hinaus und der Gedanke von OEA ist ja, dass wir etwas Nachhaltiges schaffen, dass wir etwas Wiederverwertbares schaffen und ich denke, das wird gerade auch bei den Prüfungsformen ganz wichtig, weil auch die Studierenden oder die Schülerinnen natürlich Prüfungsleistungen wollen, die sie weiterbringen und womit sie vielleicht eine Leistung erbracht haben, die über die eigentliche Prüfung hinausdauert, die vielleicht anschlussfähig ist an etwas, was Studierende oder Schülerinnen zum Beispiel weiterentwickeln und verbessern, versionieren, also als Teil der Praxis, die sie haben.
Gleichzeitig wird die Arbeit eben auch sichtbar gemacht, wenn sie Material erstellt haben und das unter ihrem Namen veröffentlichen, dann können sie damit ihre Arbeit eben sichtbar machen und sie kann von anderen weiter verbessert werden und auch dieser Prozess kann sichtbar gemacht werden.
Ich denke, das ist ein ganz starker Hebel.
Ich habe mir erlaubt und ich hoffe, Sie können das lesen, das mal in eine gewisse Matrix zu übersetzen.
Also Sie können hier auf der einen Seite sehen, eine Y-Achse hin von einer niedrigen Offenheit hin zu einer hohen Offenheit hier eben zu einer niedrigen nicht delegierbaren Kompetenz hin zu einer hohen Kompetenz und hier bieten sich glaube ich eben verschiedene Formen der Prüfung an.
Also wir können natürlich sagen, wir haben gewisse Kernkompetenzen die wir erwerben müssen die auch ohne KI im Assessment geleistet werden müssen.
Da können wir natürlich sagen, wir haben die Klausur, wir haben die mündliche Prüfung, die wir da durchaus einsetzen können.
Wir haben gleichzeitig aber eben auch Aufgaben, die wir auf der rechten Seite an die KI delegieren können.
Das ist zum Beispiel, einen Entwurf zu erstellen eine Sprache zu übersetzen eine Struktur zu geben und dann können wir eben auch KI integrieren und ich glaube dann wird der Mehrwert von OEP und OER auch deutlicher sichtbar.
Also wenn wir gerade hier bei der Praxis und der Interaktion arbeiten und beitragsorientiert uns auch verstehen, dann kann OEP eben gerade mit den Elementen, die ich genannt habe, mit dem Peer-Feedback, mit der Aushandlung, mit der Versionierung durchaus einen Beitrag leisten und Prüfungsformen eben auch attraktiver machen weil sie anschlussfähiger an die Lebenswirklichkeit der Studierenden und auch der SchülerInnen sind.
Gerade beitragsorientiert, wenn wir über OER-enabled-Pedagogy sprechen, kann es eben auch darum gehen, OERs zu verbessern, anzupassen, zu remixen.
Das kann auch Teil der Prüfungsleistung sein.
Also wir haben tolle Beispiele, wo wir mit offenen Lehrbüchern arbeiten, wo es zum Beispiel darum geht, eine Einführung in die Religionspädagogik zu erstellen, die von Studierenden selber korrektiert wird wo immer wieder Prüfungsleistungen darin bestehen das Material vielleicht zu sichten, zu verbessern und dann wird eben auch studentische Leistungen da teilbar.
Also das sind tolle Projekte, die es gerade auch im internationalen Kontext gibt.
Wird hierzulande leider eher weniger gemacht, aber das ist sicherlich lohnenswert.
Der Beitrag ist dann eben wichtiger als letztendlich die Abgabe der Prüfungen.
Genau, also was ich sagen würde ist wir müssen eben Entscheidungen treffen was ich am Anfang meinte ausgehen von den Kompetenzen, die wir den Studierenden vermitteln wollen.
Wenn wir sagen, es geht einfach um grundlegendes Wissen ohne eine externe Stütze, natürlich können wir dann sagen Wissen muss erworben werden in Form von Klausuren in Form von mündlichen Prüfungen die wir auch anpassen müssen und dann können wir KI ausschließen.
Also ich bin gar kein Verfechter davon, immer zu sagen, na KI müssen wir überall zulassen, müssen wir gar nicht, sondern wir müssen dann schauen, welche Kompetenzen sollen die Studierenden dann nachweisen und wenn es Wissenskompetenzen sind, dann geht es eben nur ohne KI.
Gleichzeitig ist es so, dass bei dieser Urteil und Begründung oder auch explizite KI-Nutzung natürlich kann man sagen, wir wollen den Studierenden die Kompetenz geben, eine Hausarbeit mit KI zu schreiben.
Das ist das, was ich am Anfang gemeint hatte.
Dann muss man natürlich aber auch ein korrektes Literaturverzeichnis erwarten, weil dann die Kompetenz darin zu besteht, mit diversen Promts und Recherchefunktionen eben ein richtiges Literaturverzeichnis zu erstellen und dann haben wir vielleicht höhere Anforderungen, wenn wir KI-Nutzung eben erlauben.
Das macht aber keinen Sinn zu sagen jeder kann KI nutzen nur die Kompetenzen wie das geht die sind dann eben Studierenden oder Schülerinnen selber überlassen und wer es dann gut kann, hat dann eben einen Vorteil.
Also da müssen wir schauen und ich denke, OEA und OEP können hier durchaus als didaktische Verstärker integriert werden oder sollten integriert werden.
Ich denke, das ist ganz wichtig, gerade wenn es eben um die Elemente geht, die ich vorhin genannt habe, die Interaktion, die Transparenz und eben auch die Öffentlichkeit, die Sichtbarmachung, ich denke, da haben wir einfach viel Potenzial.
Gerade auch im Zeitalter der KI zu sagen, ja, dann ist es eben umso wichtiger, dann ist es umso wichtiger, es war vorher auch schon wichtig, einfach eine gute Prüfungsform zu wählen, die den Studierenden auch Anreiz geben oder den Schülerinnen Anreiz geben diese Prüfungsform auch gut zu absolvieren und nicht zu sagen na, da kann ich ja den kurzen Weg wählen und kann eigentlich die 50.
Arbeit über Thema XY schreiben und die eigentlich überhaupt keinen Beitrag leistet, nur damit ich die Prüfung bestehe.
Also das ist aber wiederum, was ich meinte, eine große Frage, die ungern auch gestellt wird.
Ich denke, sowohl im Schul- als auch im Hochschulkontext, also da möchte sich keiner mit beschäftigen und dann kann man lieber sagen, man soll dann seine Promps offenlegen.
Das geht wesentlich schneller.
Genau damit wäre ich bei Herausforderungen für OEA und OEP Teil 2 und möchte dann eigentlich so ein bisschen mehr eingehen, auch noch auf die Forschungen, die wir aktuell haben zu OEA und OEP.
Sie haben ja heute vor allem viel über Forschung gesprochen und deswegen finde ich, das auch nicht ganz fehl am Platz hier, nochmal ein bisschen was dazu beizusteuern und auch Impulse aufzunehmen, die Sie ja schon gegeben haben.
Genau, Herr Pöner und Frau Pirke haben ja schon gesagt, die Hindernisse auf dem Weg zu OEA sind eigentlich gut dokumentiert werden auch immer wieder reproduziert und wir kommen da eigentlich immer wieder bei Ähnlichem raus.
Hier zum Beispiel Zeitmangel Rechtsunsicherheit auch von Ihnen genannt institutionellen Hindernisse, das hatten Sie selber auch schon gesagt, die Hochschule tut sich sehr schwer, solche offenen Praktiken oder Ressourcen in ihr Repertoire mit aufzunehmen obwohl es sehr sicherlich gut zu Gesicht stünde.
Die mangelnde Reputation haben Sie natürlich auch genannt, also mit OEA allein werden Sie wahrscheinlich kein Berufungsverfahren gewinnen oder an Ihrer Schule glänzen als Lehrkraft.
Man wird wahrscheinlich immer sagen, es ist schön, dass Sie es machen, wir freuen uns, aber Sie sind da auch weitestgehend auf sich selbst gestellt.
Das ist aber auch ein generelles Problem der Geringschätzung, das steht auch so in der Literatur der Geringschätzung der Lehre.
Lehre wird ja eher als Beiwerk gesehen, selbst ich, der jetzt Professor an der Fachhochschule ist, bin natürlich hauptsächlich Lehrender, aber wir sollen jetzt auch immer mehr Forschung machen und Drittmittel einwerben und so weiter.
Also es geht eigentlich weniger um Lehre, sondern mehr darum, dass wir versuchen, uns an den Universitäten, den Universitäten zu folgen, auch was das Promotionsrecht angeht.
Also da ist eine generelle Imbalance, die jetzt bei der Schule vielleicht nicht ganz so stark ist, das ist dann eher ein Hochschulproblem, aber trotzdem ist es eins.
Die fehlende Beratung, die wir natürlich haben, das ist sowohl an der Schule als auch in der Hochschule so.
Also wenn Sie jetzt sagen, ich bin neu an die Hochschule gekommen, ich bin berufen worden, ich möchte mich gern mit dem Thema OER beschäftigen, wo gehe ich hin? Ja, gute Frage.
Müssen Sie mal gucken, ob Sie das für Ihre Hochschule beantworten können, wo gehe ich hin? Na, am besten zu Ihrem Projekt vielleicht, aber wenn ich jetzt gesagt, wir gehen Sie doch zu den Religionspädagogen hier an der Uni Nürnberg, dann wird das wahrscheinlich schon ein bisschen schwieriger.
Es gibt halt keine zentralen Beratungsstellen, die einen da irgendwie unterstützen würden, wenn man sagt, man möchte Sie in dem Bereich engagieren.
Gleichzeitig haben wir in der Forschung aber auch ein Problem das wird von Beaver unter anderem beschrieben das ist die sogenannte Dark-Use-Hypertresa.
Also das heißt, wir haben in der Forschung ein Problem, dass wir an einer Oberfläche sitzen und das habe ich hier versucht bei einem Eisberg darzustellen wo wir eigentlich nur sehen, was in der Forschung passiert und was OER ist, was OEP ist.
Das haben Sie in den Projekten eigentlich auch sehr schön beschrieben, dass viele gesagt haben, ja, wir machen Kollaboration, wir machen auch Teilen, aber OER, weiß ich gar nicht, ob wir das machen oder OEP, ja, kann sein.
Wer hatte das nochmal gesagt, müsste irgendwie nachschlagen bei Wikipedia, ob Sie das wirklich machen und das ist durchaus ein Problem.
Also wir haben immer das Gefühl, dass da sehr viel mehr passiert, auch an Schulen sehr viel mehr passiert, auch an Hochschulen sehr viel passiert wir können es nur nicht sehen und wir spekulieren ganz stark dass der Eisberg der da drunter liegt, eigentlich relativ groß ist, weil ganz viele Teilen, weil ganz viele kollaborativ zusammenarbeiten, sie labeln das nur nicht als OER.
Ich glaube, das ist ein großer, ein großer blinder Fleck der Forschung und auch der OER-Forschung.
Ein ehemaliger US-Verteidigungsminister hat das mal ganz interessant verpackt ich weiß nicht ob das einige von Ihnen kennen in der sogenannten Rumsfeld-Matrix wurde sie dann auch genannt.
Der hat sehr stark darüber philosophiert, was man so weiß, was man nicht weiß, worüber man sich bewusst ist und worüber man sich nicht bewusst ist und diese Matrix ist daraus gekommen die ganz häufig eben bedient wird und da gibt es vieles, was wir wissen, dass wir es wissen.
Es gibt viele Sachen, von denen wir gar nicht wissen, dass wir sie wissen, also das sind zum Beispiel die Praktiker, die dann OEP machen, aber gar nicht wissen, dass sie OEP machen.
Gleichzeitig gibt es natürlich auch Sachen, von denen wir gar nicht wissen, dass wir sie nicht wissen.
Also das ist ja immer so in der Wissenschaft, gerade wenn es Erkenntnisse gibt, dass man dann eine völlig neue Sichtweise nochmal hat.
Passiert auch immerhin mal wieder, wie zum Beispiel die generative KI, davon, den wir gar nicht wussten.
Viele von uns gar nicht wussten, dass es sowas überhaupt gibt, solche Sprachmodelle, jetzt haben wir uns nach mehreren Jahren darüber gewöhnt und es gibt die sogenannten known unknowns also Sachen von denen wir schon wissen, dass wir sie gar nicht wissen.
Und ich würde OER genau hier zu zählen.
Ich würde sagen bei OER und OEP ist es so dass wir eben schon wissen dass ganz viele Sachen uns gar nicht unbedingt zugänglich sind, auch, weil das hat ja Herr Pörner auch schön beschrieben, weil wir im deutschsprachigen Raum gar nicht so viel Forschung haben.
Wir beschäftigen uns gar nicht mehr so viel mit OER und OEP.
Also im englischsprachigen Raum haben sie sehr schön beschrieben, haben wir 19 reviews und ich wüsste jetzt gar nicht also Meyerberger hat mal ein Review gemacht ich habe auch mal ein Review gemacht, aber das ist vielleicht eine Handvoll von reviews, die es jetzt gibt, so die letzten 20 Jahre.
Also da ist wenig passiert, also das heißt auch im deutschsprachigen Raum wissen wir gar nicht unbedingt, was da passiert und deswegen finde ich es umso spannender, dass sie jetzt mit ihrem Projekt da auch ein bisschen Licht reingebracht haben was da eigentlich passiert.
Womit wir uns glaube ich nicht mehr so richtig beschäftigen müssen und ich finde auch das ist schön rausgekommen bei ihrem Vortrag, ist diese Effektivitätsfrage.
Also das heißt sind jetzt OER wirklich genauso effektiv oder genauso gut wie ja Closed Materials heißt das ja im englischen immer, also wie geschlossene Materialien.
Ich denke diese Frage, gerade dazu hat es viele Meta-Analysen, systematic reviews auch gegeben, dass wir eigentlich immer wieder feststellen, dass die Unterschiede zwischen offenen und geschlossenen Materialien eigentlich vernachlässigbar sind.
Da können wir keine großen Unterschiede erkennen und das ist wahrscheinlich auch nicht besonders überraschend, weil wenn ich jetzt ein Lehrbuch schreibe und das als OER veröffentliche oder im Verlag veröffentliche, weiß ich nicht, wenn ich mir vielleicht weniger Mühe gebe bei dem OER Buch aber wenn sie das unter randomisierten kontrollierten Bedingungen machen, dann kommt da kein überraschender Effekt raus.
Sie haben ja auch darauf hingewiesen, Herr Pörner, dass das natürlich eine große Sache ist in den Vereinigten Staaten.
Also da zahlen sie tausende von Euro pro Semester für ihr Lehrmaterial und wenn sie mal auf so internationale OER-Konferenzen gehen dann ist das immer wieder ganz beeindruckend dass da Studierende sitzen teilweise aus den USA die dann unter Tränen schildern dass ihnen OER und das Material das Studium ermöglicht hat weil es ihnen tausende von Dollar gespart hat.
Ich sage das jetzt so ein bisschen polemisch, aber so soll es gar nicht klingen.
Das ist wirklich so.
Die sagen dann halt ich zahle 3000 Dollar pro Semester und ich kann jetzt offene Bücher nutzen und das ist dann ein Riesenvorteil für mich.
Und deswegen wurde gerade in Amerika dazu unglaublich viele Studien gemacht, um einfach diesen Nachweis zu führen, um zu sagen, ne, ihr braucht jetzt nicht Material für 3000 Dollar, sondern ihr könnt die offenen Textbücher.
Das heißt ja in Amerika dann Open Textbooks, das ist ja nochmal eine eigene Kategorie, eine Unterkategorie von OER.
Da wurde gesagt, da müsst ihr euch jetzt keine Gedanken machen und das ist, ich sage aber zuvon jetzt so ein bisschen Legitimationsforschung gewesen, also zu sagen, okay, das ist legitim auch das zu machen.
Trotzdem ist das kein Forschungsthema mehr.
Wir haben jetzt, vor kurzem habe ich mit Kolleginnen und Kollegen eine sogenannte Mapping-Studie abgeschlossen, die wurde ja auch von Herrn Pöner zitiert in seinem Review.
Wir haben in der Zeit von 2015 bis 2019 mal eine Studie durchgeführt, damals war ich noch in dem ersten OER-Info-Projekt mit Susanne Fritz die da hinten ja auch sitzt.
Und mir ist so die Diskrepanz aufgefallen damals zwischen dem was so kolportiert wird von OER also was OER alles kann wo überall die Vorteile liegen und zwischen dem was eigentlich empirisch schon gesichert ist.
Und wir haben damals gesagt, wir möchten uns das eigentlich mal angucken, wir möchten eigentlich mal gucken, wie wird eigentlich empirisch zu OER geforscht.
Und das haben wir gemacht in einem ersten Systematic Review, das hatte damals die Zeitraum 2015, 2019, also das habe ich jetzt hier nur für mich selber als Legitimation, wie wir das gemacht haben.
Also das heißt wir haben explizit geguckt was wird eigentlich empirisch also im Sinne von Daten methodischer Datenverarbeitung, was wird da eigentlich geforscht.
Und genauso wie Herr Pöner das schon gesagt hat, haben wir damals den englischsprachigen Forschungsstand genommen, jetzt auch wieder, weil die deutschsprachige Forschung eigentlich so gut wie gar nicht existent ist, das muss man sagen.
Und es hat wahrscheinlich genau die Probleme, die ich eben aufgezählt habe.
Also sie haben eben keinerlei Anreiz, sich damit OER zu beschäftigen, weil sie in der Forschung damit wenig glänzen können und das natürlich immer so nice to have ist aber es eben wenig Förderung gab, damals noch weniger als heute, heute gibt es ja erfreulicherweise einige Forschungsprojekte die uns da auch empirisches Material geben damals war das noch nicht der Fall.
Wir haben also das einmal für das Jahr 2015 bis 2019 gemacht und jetzt haben wir gerade nochmal für das Jahr 2020 2024 gemacht und hier sind so ein bisschen also ähnlich wie Sie beim Prisma sind wir diesem Systematic Mapping Ansatz gefolgt also das heißt wir haben eigentlich sehr breit gesucht einfach allgemein den Begriff Open Educational Resources wir haben die drei populäre Datenbanken zumindest für die Bildung durchsucht Web of Science Scopus und Eric und haben dann erstmal natürlich eine große Anzahl von Publikationen gefunden dann aber nach einem Screening, also wo wir wirklich geschaut haben, geht es dann auch um OER, weil OER tatsächlich auch die Abkürzung eine Abkürzung von einem Element in der Chemie ist das lernt man dann, also da kommen dann relativ viele Treffer raus.
Wenn man dann aber guckt, ob es da wirklich um OER geht und ob wirklich auch empirisch geforscht wird dann landet man eben bei einer je nachdem kann man jetzt bewerten relativ großen oder kleinen Anzahl von Treffern.
Wir haben das einmal für 2015 bis 2019 gemacht, da hatten wir damals 272 Treffer von empirischer Forschung für einen 5-Jahres-Zeitraum, da kann man jetzt überlegen, ob das viel oder wenig Forschung ist, also weltweit, aber natürlich in englischer Sprache, also das war damals noch nicht anders möglich.
Für den vergleichbaren Untersuchungszeitraum 2020 bis 2024 haben wir 426 Beiträge gefunden also da kann man schon durchaus einen Unterschied merken also es ist jetzt nicht doppelt so viel aber es ist doch eine ganz gute Steigung also quantitativ hat sich da einiges getan.
Die Frage, die uns dann interessiert hat, ist, wie wird eigentlich geforscht und wo wird geforscht und wenn wir uns jetzt mal, ich hoffe man kann das hier einigermaßen sehen, wenn man sich hier mal die Lage anguckt auf der Weltkarte dann sieht man hier etwas was relativ dunkel ist und das sind die USA und aus den USA kommen 143 der Studien also das heißt naja nicht ganz die Hälfte aber fast die Hälfte aller Studien kommt aus den USA das kann man natürlich einerseits durch die Englischsprachigkeit erklären, aber das greift ein bisschen zu kurz, also wir sehen sehr starke Dominanz der USA 143 glaube ich oder 42 dann folgt China mit 17 Deutschland ist, Gott ich kann die Karte hier aus der Entfernung auch nicht so gut erkennen, ich glaube Deutschland ist irgendwo hier hoffentlich mit 10 also ja 10 Beiträgen in 5 Jahren also das heißt relativ wenig und auch alle anderen Länder sind also in weiter Distanz, also das heißt, wir haben durchaus ein Problem mit der Repräsentativität der Staaten der Welt sondern das beschränkt sich auf den amerikanischen Raum.
Zweitens haben wir, wenn wir uns die Verteilung der Studien angucken, nachdem was da eigentlich untersucht wird, einen unglaublich starken Fokus auf Lehrenden und Lernenden also das sind ganz häufig Studien wo einfach gefragt wird kennen Sie OER nutzen Sie OER wie finden Sie OER also ich will das gar nicht so negativ darstellen, aber es sind ganz viele so explorative Studien, die da gemacht wurden, sehr stark umfragebasiert.
Wir haben weniger Studien die sich eigentlich mit den Institutionen beschäftigen also hier wurde ja gerade auch was zu den Schulträgern genannt, also da gibt es wenig Beiträge zu.
Auch die technische Dimension, die hatten Sie ja auch schon vom Comenius Institut genannt, auch dazu wissen wir eigentlich wenig, also Plattformen, Metadaten und so weiter, das ist alles sehr vernachlässigbar, hier liegt im Grunde genommen der Forschungsfokus.
Ein weiteres Problem, was wir haben, ist das hier, wenn wir uns die Bildungsbereiche angucken 75 Prozent aller Studien aller empirischen Studien kommen aus dem Hochschulbereich, 42 und damit 10 Prozent aus dem Schulbereich.
Ja, Weiterbildung, berufliche Bildung, also da sind wir im 1-Prozent-Bereich, also auch da haben wir einfach eine sehr starke Verzerrung, dass wir eigentlich hauptsächlich Erkenntnisse aus dem Hochschulbereich haben.
Wir haben natürlich eine gewisse Anzahl auch an übergreifenden Studien, also da werden dann sowohl Schule als auch Hochschule mit einbezogen, aber selbst das sind nur 14 Prozent, selbst wenn wir die da noch mit reinrechnen und davon ausgehen, dass das alles nichts mit Hochschule zu tun hat, ist das trotzdem noch wenig, also das heißt, da ist auch ein Problem.
Disziplinär müssen wir sagen, dass wir sehr viele interdisziplinäre Studien haben, das hat aber vor allem damit zu tun, dass sehr viele Umfragen dann an Schulen, an Hochschulen da stattfinden und eigentlich gar nicht so richtig spezifiziert wird, um welche Disziplinen es sich handelt.
Wenn aber eine Disziplin angegeben wird, da sind wir eben auch hier sehr stark bei den Geistes- und Sozialwissenschaften und weniger bei Disziplinen, wo es vielleicht auch interessant wäre, weil da ja durchaus auch ein Impact ist.
Also jetzt gerade bei den Naturwissenschaften, bei den Ingenieurswissenschaften wird häufig davon ausgegangen, dass da eigentlich recht viel Potenzial liegt mit offenen Bildungsmaterialien, weil die die durchaus gut verwenden können, weil die auch viel Geld dafür ausgeben, für Materialien gibt es auch wenig.
Auch da sind wir im einstelligen Prozentbereich.
Methodisch müssen wir auch sagen, da sehen Sie diesen lila Balken, das sind Umfragen.
Also wir machen einfach ganz viele Umfragen.
Die sind natürlich relativ einfach zu machen es geht auch relativ schnell damit können sie auch ganz gut veröffentlichen das ist wenig Aufwand.
Also das heißt, was ich gerade gesagt habe, solche Umfragen, wer nutzt was wie warum, wer kennt was wie warum und so weiter, da haben wir ganz viele Studien zu, was auch nicht schlecht ist, aber was uns eigentlich fehlt und deswegen fand ich ihre Interviewstudie auch sehr interessant.
Interviews, Fallstudien, quasi experimentelle Designs, das sind hauptsächlich diese Open Textbook Geschichten, wo geguckt wird, aber auch so interpretative Aktionsforschung gibt es so gut wie gar nicht.
Also auch da haben wir eigentlich eine sehr starke Verzerrung für diese Umfragebasierte.
Okay, jetzt habe ich die 10 Minuten Warnung bekommen, aber ich glaube, das passt.
Diese Verzerrung hin zu umfragebasierten Sachen, also auch da werden sie natürlich eingeladen, ihre Erkenntnisse vielleicht auch in den internationalen Kontext einzubringen, zu veröffentlichen.
Das wäre natürlich toll, wenn wir da vielleicht ein bisschen eine Verschiebung haben an diesem an diesem Tortendiagramm.
Jetzt habe ich nochmal, das kann man jetzt wahrscheinlich auch sehr schlecht lesen, einen Verlauf von, das wird hier leider verdeckt von 2015 bis 2024 wo wir die verschiedenen Forschungsschwerpunkte uns angeguckt haben.
Also das heißt, eine komplette Längsschnittanalyse, also hier geht es vor allem um die Nutzung, die Wahrnehmung, falls Sie das nicht lesen können, die Learning Outcomes, die Infrastruktur, die Effektivität, die Qualität, Strategie, Barrieren und Incentives.
Und da können wir durchaus sehen, dass Schwerpunkte immer noch hier liegen, also vor allem auf der Wahrnehmung und Einstellung zur OIA und der Nutzung.
Aber dass wir zumindest so eine leichte Verschiebung haben, würde ich zumindest sehen in den Daten bezüglich der Infrastruktur der wir uns jetzt auch vermehrt widmen, das wurde hier ja auch sehr schön vorgestellt, und auch Qualität spielt halt eine Rolle.
Die spielt am Anfang so gut wie gar keine Rolle und mittlerweile haben wir eben schon so eine zweistellige Zahl von Beiträgen die sich eben auch mit der Qualität des Materials beschäftigen.
Was auch interessant ist glaube ich gerade vor dem Hintergrund von OEP wir haben uns wenn die sich die Paper mit OIA beschäftigt haben haben wir geschaut sind da noch weitere Konzepte werden noch weitere Konzepte genannt.
Und während am Anfang eigentlich kaum was genannt wurde, außer diese offenen Textbücher, das hatte ich ja schon angedeutet, haben wir mittlerweile schon eine Aufnahme von anderweitigen Konzepten, gerade eben die offene Pädagogik und die Open Educational Practices.
Also da kann man schon sehen, dass sich da was tut.
Also es gibt durchaus diese Verbindungen, also ich will das jetzt gar nicht so apodiktisch verstanden wissen, nur weil ich das so sehe, heißt das nicht, dass nicht andere auch diese Verbindungen sehen und dazu auch forschen, also 58 Beiträge.
Das ist schon durchaus eine interessante Anzahl.
Also da tut sich was bei den Verbindungen.
Genau, das werde ich jetzt nur noch ganz kurz sagen, weil mir sonst die Zeit davon läuft.
Man kann es im Grunde genommen auf vier, wir haben das vier Affordanzen genannt für die Forschung, die, glaube ich, zukünftig wichtig wären.
Also einerseits, wir müssen versuchen, diesen Mikrofokus auf lehrende Lernen zu überwinden und uns eben auch diesen MESO- und MACO-Ebenenfragen widmen.
Wir müssen uns methodisch pluralisieren und wir müssen eben, glaube ich, ganz stark auch diese geografische Asymmetrie abbauen, denn wenn wir davon ausgehen, dass OER eigentlich da ihren höchsten Nutzen haben wo Bildung ja hauptsächlich unzugänglich ist und wo es auf Partizipation und Teilhabe ankommt, dann müssen wir eigentlich sagen, ist das falsch, wenn wir da in Amerika landen, trotz der hohen Kosten für das Lehrmaterial.
Also uns fehlen da einfach Studien aus dem globalen Süden, ganz klar.
Und das hat natürlich verschiedene Gründe, infrastrukturelle Gründe, vielleicht finanzielle Gründe, aber trotzdem müssen wir schauen, dass wir da auch Netzwerke fördern und eben auch die Disziplinen ausdehnen.
Das wäre auch ganz wichtig also zu schauen dass wir da auch Disziplinen erreichen die vielleicht interessant sind.
Genau, jetzt versuche ich noch zu meinem letzten Teil zu springen.
Den mache ich auch, versuche ich auch relativ komprimiert zu machen.
Da geht es dann nämlich um Ausblick, was wir eigentlich so wissen über die Motive zumindest aus der Forschung die Motive warum Lehrende und Lernende eigentlich OEP und OER nutzen.
Ich habe mal diese Grafik vor langer Zeit entworfen, wo ich gesagt habe, es geht eigentlich immer um dieses Struktur-Akteur-Problem.
Nämlich wir haben auf der einen Seite die Akteure mit ihren Überzeugungen, mit ihren Intentionen, mit ihrem Wissen, mit ihren Werten, wo wir natürlich operieren und wo wir auch in den Communities ganz viele Leute haben, die diese Werte vertreten und sich mit OER und OEP beschäftigen wollen.
Gleichzeitig haben wir natürlich dann die Institutionen, das kann jetzt die Schule oder die Hochschule sein die durch ihre Setzung der Regularien der Zeit die zugestanden wird der Beratung, der Unterstützung eben verhindern oder ermöglichen kann, dass sich Lehrende und OEP oder OER beschäftigen.
Das haben Sie ja sehr schön an den Beispielen auch gezeigt.
Natürlich können Sie eine offene, partizipative Kultur auch an der Hochschule haben, Sie können ein OER-Repositorium haben und wenn neue Kräfte an die Hochschule kommen und die darin geschult werden dann kann es durchaus sein, dass sie sich damit beschäftigen oder eben auch nicht.
Also das heißt Akteur und Struktur spielen hier immer zusammen.
Motivatoren für OER, ich würde sagen, und das hat jetzt Herr Angelina auch nochmal sehr schön gesagt, das habe ich zumindest in dem Bericht gelesen, eine Kultur des Teilens wird eigentlich übergreifend als einer der Mehrwerte in den Communities gesehen und auch allgemein.
Also ich selber und auch andere Kolleginnen haben immer wieder Umfragen und Studien gemacht, wo das eigentlich bestätigt wird, dass das die größte Motivation ist.
Es ist sicherlich kein hinreichendes Kriterium, aber ich denke, es ist ein notwendiges Kriterium dass wir eben eine Affinität zur Zusammenarbeit zur Partizipation und zu einer Kultur des Teilens haben.
Also das ist unerlässlich.
Das muss nicht per se schon vorher vorhanden sein, aber zumindest muss diese Kultur etabliert werden.
Das ist glaube ich ganz wichtig.
Gleichzeitig und das ist eine interessante Studie aus dem Bereich Schule von meinen Kollegen vom Learning Lab der Universität Duisburg-Essen.
Die haben tatsächlich eine Befragung gemacht von über 1000 Lehrkräften an Schulen und haben sich angeguckt was sind eigentlich so die Prädiktoren oder wie kann man eigentlich woher sagen, ob Lehrkräfte OER erstellen und wieder nutzen.
Und das ist eigentlich ganz interessant, weil sie auf der linken Seite sich so die Prädiktoren, die man aus der Literatur so kennt, angeguckt haben.
Also das ist so was wie ein Bewusstsein, Zeit, die Möglichkeit etwas zu finden und zu adaptieren, Gründe für das Teilen, Kooperation.
Also all das haben sie getestet und ich werde jetzt vor allem darauf eingehen, wie es mit der Erstellung von OER aussieht.
Also was sind eigentlich die Prädiktoren für die Erstellung von OER? Und ich hoffe, Sie können das jetzt lesen.
Methodisch müssen Sie das jetzt nicht alles analysieren können, aber es geht eigentlich darum dass ganz oben steht dass das Bewusstsein in einem Suchprozess dass es OER gibt, ein ganz wichtiger Prädiktor ist.
Also das ist über 50 Prozent wahrscheinlicher, dass Sie OER nutzen wenn Sie einfach im Suchprozess schon wissen dass Sie OER nutzen und suchen können.
Das zweite ist das Bewusstsein von Lizenzen.
Also Sie müssen eigentlich wissen, das fand ich bei Ihren Communities sehr schön, wo ja mal drin steht, du kannst das benutzen, das ist unter einer CC-BY-Lizenz.
Also das heißt, die Lehrkräfte müssen auch schon wissen, dass es diese Lizenzen gibt und wie sie sie benutzen können.
Die beiden unteren, die man jetzt nicht so gut lesen kann, das ist eigentlich dann mehr die Kultur des Teils und die Gründe des Teils.
Also das heißt, eher so ein Mindset, was man hat, gar nicht so das praktische Bewusstsein von Lizenzen, sondern das kann man durchaus übersetzen mit der Kultur des Teils, die dahinter steht, die es wahrscheinlicher macht, dass Sie OER erstellen.
Also das ist eben eine ganz wichtige Voraussetzung.
Ich glaube, diese Kultur des Teils müssen wir einfach etablieren in den Organisationen, in den Institutionen und das muss gar nicht erstmal OER-spezifisch sein, sondern allgemein diese Werte glaube ich einfach verankern.
Das ist jetzt eine Studie, die wir gemacht haben, die kann ich jetzt aber ein bisschen überspringen, weil es da eigentlich nur noch mal darum geht dass wir eine Befragung unter OER-erfahrene Lehrenden an Hochschulen gemacht haben und denen eigentlich verschiedene Optionen vorgestellt haben wie OER an der Hochschule gefördert werden kann.
Und für uns war ganz interessant, erstens, dass es sich halt um OER-erfahrene Lehrende handelt, also das heißt Leute, die sich schon mit dem Thema beschäftigen und die haben eigentlich alle gesagt, um das mal ein bisschen zu vereinfachen, man braucht eigentlich gar nicht so Zwangsmaßnahmen, dass man jetzt sagt alle drittmittelgeförderten Projekte müssen was mit OER veröffentlichen oder alle Material die müssen grundsätzlich an den OER-Repositorien kommen sondern sie haben gesagt es muss eigentlich mehr Maßnahmen geben für so einen institutionellen Wandel, für eine Anerkennung von OER für grundsätzlich Anerkennung von Lehre für Unterstützungsstrukturen also das wäre jetzt viel wichtiger.
Man soll gar nicht zwingen, sondern man soll versuchen eben so einen kulturellen institutionellen Wandel zu initiieren mit Maßnahmen um das zu unterstützen und das wäre eben viel wichtiger, um die Nutzung von OER an Hochschulen zu fördern.
So habe ich jetzt noch ein paar Minuten, ja, das schaffe ich gerade noch, ich glaube, ich habe noch zwei Folien oder so, genau.
Dann schließe ich auch damit OER als Gemeinschaft, ich glaube, das ist ja ihre zentrale Erkenntnis auch und ich finde, dazu haben sie einen wahnsinnig guten Beitrag geliefert.
Also OER ist natürlich etwas, das kommt aus der Gemeinschaft, das kommt von unten, das ist so eine Bottom-Up-Bewegung, das ist ja weniger eben von oben aufoktroyiert worden, etwas, was man tun muss, sondern etwas, was man tun kann, etwas, was man freiwillig macht und deswegen glaube ich sind diese Communities auch wichtig, das ist jetzt anders als bei der KI zum Beispiel, da gibt es jetzt keine Communities oder so und das kommt auch nicht von irgendwelchen Communities, sondern das kommt eben aus einem technischen Entwicklungsbereich von Unternehmen.
OER ist eben aus so einer Bewegung entsprungen und deswegen glaube ich, sollten wir diese Communities auch unterstützen und erhalten.
Ich habe mit einer Kollegin letztens gesprochen beim OER Beirat, die auch gesagt hat, ach ja, früher waren wir immer so eine Community und das war alles immer so familiär und jeder kannte sich und jetzt, wo wir dieses Mainstreaming haben, wo das so ein bisschen größer wird, ach, da geht das ja so ein bisschen verloren und man sieht dann irgendwie Leute, die man noch gar nicht kennt und das wird alles größer und das BMB FSJ ist da drin und so weiter und ich habe dann gesagt, das ist ja eine gute Entwicklung, ist ja schön, ist ja natürlich blöd, dass du dann ein bisschen Abschied nehmen musst davon, aber ist ja eigentlich toll, wenn wir jetzt in so einem Mainstream angekommen sind und wenn das BMB FSJ auch die Begrüßungsrede hält, das wäre wahrscheinlich zu den Anfangszeiten von OER so 2016 wo wir die ersten Projekte hatten wäre das wahrscheinlich gar nicht möglich gewesen, dass da jemand kommt.
Also das ist schon mal toll.
Ja, eine Gemeinschaft, das glaube ich ist jetzt nicht besonders überraschend, definiert sich vor allem über gemeinsame Interessen und Werte.
Ja, das ist vor allem eben eine soziale Bindung und eine gemeinsame Perspektive, das kann eben an einen geografischen Ort gebunden sein, muss es aber gar nicht.
Ich finde, das haben Sie auch sehr gut deutlich gemacht.
Nachdem ich Ihre Projekte und Interviewberichte gelesen habe habe ich noch mal gedacht dass ich so eine Anfangspublikation die ich 2009 gemacht habe, das war so meine erste Veröffentlichung zum Thema OER, da hatten wir so eine Qualität-Meteanalyse gemacht und haben die Projekte der ersten Förderlinie ausgewertet.
Und ich hatte das gemacht und damals war ja das BarCamp der erste Ansatz.
Man hat ja gesagt, okay, wir machen diese BarCamp-Idee, diese OER BarCamps, die Sie alle kennen, da kommen Sie zusammen und beschäftigen sich mit dem OER-Thema da lernen Sie die Lizenzen kennen und wie ich gerade eben schon gesagt habe mit der Kollegin, das war so eine relativ geschlossene Veranstaltung, OER gegen alle anderen.
Das war nicht ganz unumstritten und viele haben gesagt, ja, okay, brauchen wir jetzt eigentlich wirklich so eine BarCamp, eher so eine Barrikadenstrategie, ich übertreibe jetzt ein bisschen bewusst.
Und viele haben gesagt, nee, das wäre doch eigentlich viel besser wenn wir versuchen würden uns anschlussfähig zu machen an andere Themen also wie ich das gerade versucht habe bei der KI, wenn wir sagen würden, wir machen gar nicht OER so isoliert sondern wir sagen ja du du du ihr könnt ja alle OER gebrauchen und wir sagen eigentlich, was ist denn der Mehrwert für euch? Und das hatte ich in diesem Zitat damals auch empfohlen, weil das so eine Erkenntnis war dieser Meta-Analysie, dass ich gesagt habe, ja, man müsste das doch eigentlich mit anderen dringlichen Themen zusammenführen, man müsste gucken, wo man da sozusagen reingrätschen kann, wo man sich so durch die Hintertür irgendwie da reinschleicht.
Und wenn ich das richtig verstanden habe oder so habe ich es verstanden haben sie eigentlich genau das gemacht.
Sie haben gesagt, wir gehen in die Communities rein, die vielleicht gar nicht so ein Bewusstsein für OER unbedingt erstmal haben oder sagen, wir machen gar nicht OER, aber sie tun es ja trotzdem.
Also durch die Praxis, durch die Beschäftigung mit Lizenzen, durch die Erstellung von Material machen sie ja OER.
Und sie zeigen denen ja auch, warum das wichtig ist und warum das gut ist und warum das das Teilen und die Zusammenarbeit fördert.
Und sie haben ja auch gesagt das wird dann teilweise sogar als OEP im Tun beschrieben auch von den Akteuren selbst.
Und ich glaube, das ist eigentlich, also da fand ich eigentlich das tolle an ihrem Projekt, dass sie gesagt haben, wir gehen eigentlich genau da rein, wo wir den Mehrwert für OER sehen und wo wir die Communities im Grunde genommen da unterstützen und dahin bringen können.
Und das muss ich sagen, ist in dem Sinne ein großes Kompliment von mir an Sie.
Das finde ich, ist Ihnen super gelungen.
Das zeigen ja auch Ihre Forschungsergebnisse.
Und in diesem Sinne bin ich dann hoffentlich einigermaßen zeitig fertig.
Und ja, bedanke mich, dass Sie zugehört haben.
Freue mich auf die Diskussionen.
Danke.
---
*Quelle: FAU.tv, Serie "Mit OER zu einer Kultur des Teilens" (WS 2025/26), Open Access*

View File

@ -0,0 +1,650 @@
# Critical Friends Kommentierungen und Podium
- **Vortragende:** Prof. Dr. Manfred Pirner (Mod.), Dr. Susanne Friz, Dr. Alexandra Habicher, Prof. Ilona Nord, Prof. Franco Rau
- **Dauer:** 71:31
- **Video-ID:** 61569
- **Video:** [FAU.tv](https://www.fau.tv/series/mit-oer-zu-einer-kultur-des-teilens-w25/1-critical-friends-kommentierungen-und-podium-w25)
- **Aufnahme:** 24. Februar 2026, Nürnberg
- **Transkript:** Automatisch generiert (Whisper/OpenAI), Genauigkeit kann variieren
---
Wir sind sehr froh dass wir Critical Friends gewinnen konnten die noch mal aus ihren unterschiedlichen Perspektiven auch zu unseren Ergebnissen zu unseren Projektergebnissen zu unseren Forschungsergebnissen und natürlich auch zur Tagung insgesamt was sagen können und sollen.
Wir haben uns so verabredet, dass wir das so machen, dass ich jeden einzelnen, jede einzelne kurz vorstelle und dann hat die jenige Person dann so maximal zehn Minuten Zeit ein Kurzstatement von sich zu geben.
Das würde ich bitten, dass wir das da drüben beim Pult machen, weil es dann für die Kamera auch besser ist.
Und dann nach diesem Kurzstatement gibt es dann die Möglichkeit erstmal Verständnisfragen zu stellen aber wirklich bitte nur Verständnisfragen.
Dann käme die nächste Person dran und wenn wir dann durch sind dann können wir nochmal in die Diskussion einsteigen.
Dann würden wir hier oben im Podium vielleicht erstmal so ein bisschen noch in die Diskussion kommen und dann aber natürlich auch zum Plenum hin nochmal öffnen und da in die Diskussion einsteigen.
Ja, ich freue mich, dass ich Dr.
Susanne Fritz begrüßen darf hier auf dem Podium.
Stabsstelle bei FWU, Institut für Film und Bild in Wissenschaft und Unterricht.
Wir haben es gestern Abend davon gehabt.
Also die Älteren von uns verbinden mit FWU dann immer noch diesen Schwänzeltanz der Bienen.
Das war einer der verbreitetsten FWU-Filme in gewissen Zeit aber ich denke viele haben da Erlebnisse auch noch mit anderen audiovisuellen Medien.
Das FWU-Institut ist ja ein gemeinnütziges Länderinstitut wird also von allen 16 Bundesländern getragen und Hauptaufgabe ist eben diese Produktion von audiovisuellen Medien für die Schule und auch Entwicklung von dazugehörigen didaktischen Konzepten.
Naja und man musste nicht lang suchen auf den Internetseiten, dass man auch Bezüge gleich bei dir gefunden hat zu OER.
Das Murphy Projekt ist ja hinten, haben sich vielleicht einige von ihnen gestern angeschaut aber vielleicht magst du noch ein bisschen was sagen wo du sonst noch Bezüge zu OER hattest oder hast? Das ist glaub an, ja.
Also wenn man vom FWU kommt, dann ist es immer sagen die Leute du machst OER und beschäftigst dich mit OER weil das FWU produziert eben audiovisuelle Medien und die werden ja über die Medienzentren auch verkauft dafür.
Das ist ein Teil, wo wir uns finanzieren.
Aber wir haben auch jetzt ein zweites Standbein, dass wir sehr sehr viele Projekte machen.
Wir haben mittlerweile glaube ich elf Projekte vom DigitalPakt Schule im FWU.
Wir sind also innerhalb von einem halben Jahr glaube ich fast um die Hälfte der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter gestiegen und wir haben uns schon seit über zehn Jahren eigentlich auch mit OER beschäftigt weil wir gesagt haben das ist wichtig das ist für die Lehrkräfte wichtig und wir möchten da auch gerne in dem Bereich Fortbildung machen und eben einfach auch weiterbilden.
Das erste Projekt war 2016, das war die erste Förderlinie.
Da haben wir das Larn Projekt gehabt, da haben wir Multiplikatoren im Lehrerfortbildungsbereich mit der Alp Dillingen, das war also länderspezifisch für Bayern, dieses Projekt, Fortbildungsmodule entwickelt für OER.
Da kannte noch kein Lehrer OER.
Also wenn man da in die Workshops ging, da haben die erstmal ja, kann man das essen? Nee, kennen wir nicht.
Und dann muss ich aber sagen, wir haben dann Redaktionsgruppen gebildet, wir haben Workshops gemacht und wir haben das Larn haben wir gesagt wir können nicht nur den Leuten sagen was OER ist und die Lizenzen erklären wir müssen mit denen produzieren wir müssen OER zusammen erstellen und die sollen es dann gleich im Unterricht einsetzen.
Und die Methode hat eigentlich ganz gut funktioniert.
Und was auch interessant ist, weil das gestern genannt wurde, schon damals haben wir gemerkt einfach nur über OER zu sprechen in den Workshops ist nicht so gut sondern verbinden wir es mit Medienpädagogik Schulentwicklung oder anderen Themen und dann hat es eigentlich immer ganz gut funktioniert und nicht mit den Lizenzen anfangen.
Also das habe ich dann auch irgendwann gelernt, das schreckt dann einfach nur schrecklich ab.
Also das war mein erster Punkt bei Larn eigentlich das lief zwei Jahre und dann waren wir in der OER-Infostelle die sich auch jeder kennt gab es eben auch eine Förderlinie dass wir den Bereich Schule dort aufgebaut haben.
Daniel Otto, der war damals zu der Zeit, dann kam er auch dazu und hat Hochschule gemacht und dort wurden Portfolios erstellt und auch wieder Workshops.
Wir haben gemerkt, das ist ganz ganz wichtig natürlich die Lehrer an der Hand zu nehmen ihnen das zu erklären und damals war so eine gewisse Aufbruchstimmung die ist ein bisschen abgeflacht aber am Anfang haben die das wirklich toll gefunden.
Wir können da eine Lizenz drauf machen, wir können unser Material dann irgendwo hochladen und verbreiten.
Es gab noch nicht viel, wo man hochladen konnte, das war das andere Problem und ich habe mich vorhin gefreut bei Relymenta als ich die Webseite gesehen habe die hatten den einen OER-Film den wir bei Larn produziert haben mit dem Lehrer Max der war da drauf.
Ich glaube, der hat 37.000 Klicks bei YouTube, also fand ich dann schon ganz gut für so einen OER-Film.
Also da ist viel Material am Anfang erstellt worden zu OER, was eigentlich immer noch verwendet wird.
Ja, dann haben wir OER-Info gemacht, den Schulbereich gibt es ja heute immer noch und jetzt mache ich Murphy, da geht es mir um OER-Infrastrukturen.
Ist gestern schon gesagt worden, auch ein großes Problem, was gibt es da, ist oft nicht bekannt.
Es gibt eine ganze Menge, wir arbeiten da mit der Hochschule, Virtueller Campus in Rheinland-Pfalz zusammen, machen drei Demotage im Herbst ist der nächste Thema Ort ist noch unbekannt aber es geht auch wieder um Infrastrukturen.
Wer Interesse hat, gibt mir einfach die E-Mail und dann setzen wir euch auf die Einladungsliste.
Ja, das ist eigentlich so mein Weg von OER.
Also man merkt, du hast ganz viel schon mit OER zu tun gehabt.
Ich bin auf das YouTube-Video von Larn gestoßen vor neun Jahren und habe mir gedacht, eigentlich schade, dass es das Projekt nicht mehr gibt.
Ja, das Projekt war natürlich wie immer zu Ende.
Der Vorteil bei dem Larn war, dass wir als die Leute in Alt-Dillingen und ich am FIU, wir waren weiter da.
Also wir haben natürlich zum Beispiel der positive Effekt war, dass weiterhin in Bayern ist es so dass alle Lehrer in einem Lehrerfortbildungsinstitut sind außer die Kirchen die haben eigene und seit diesem Projekt werden alle Materialien die dort in Lehrerfortbildung entstehen, als OER und die müssen dann auch hochgeladen werden.
Und da ist eine ganz gute Kultur entstanden.
Also in Bayern machen viele Lehrer, wir haben auch Moodle, das ist ja alles Moodle in Bayern viele Moodle Kurse die alle OER sein müssen die hochgeladen werden und jetzt können wir die in Sodix Mundo machen, die kommen dann alle Bundesländer.
Also da ist aus so einem Projekt, weil wir immer über Nachhaltigkeit sprechen, eine ganze Menge passiert, aber weil die Leute noch da waren, das ist halt ganz wichtig.
Also ich habe da zwar andere Dinge am FIU gemacht und die in Alt-Dillingen auch, aber die waren alle noch vorhanden und haben eben diese Projekte auch weiter gemacht.
Und dieser Larn-Film, wie gesagt, habe ich vorhin bei Relementar entdeckt.
Ja, vielen Dank und dann sind wir gespannt auf dein Statement.
Okay, also vorweg, wie gesagt, ich komme aus dem OER-Bereich ich komme weder aus der Religionspädagogik dazu kann ich jetzt nicht so viel sagen nur so als Laie außen vor und natürlich auch dass wir auch Fortbildungen gemacht haben wo eben auch Lehrkräfte da waren.
Ich war dann am Anfang immer ganz froh, RPI virtuell, das war so eins der ganz frühen Portale mit OER und dann konnte man wenigstens sagen aber für Religion gibt es schon was.
Also die anderen Fächer noch nicht so, aber Religion, also das war eigentlich immer ganz positiv.
Und ich komme nicht von der Hochschule, also ich bin jetzt nicht so der, der sagen kann, ob eine Forschung richtig oder gut angegangen ist und vieles ist gestern schon gesagt worden aber ein paar Punkte habe ich mir da doch notiert.
Also was ganz toll ist, dass OEP mitgedacht wird, nicht nur OER sondern dass man auch an OEP denkt dass man das miteinander verbindet dass man gemerkt hat, in den Communities wird auch OEP gelernt.
Was mir ein bisschen zu kurz kam, vielleicht habe ich es auch noch nicht richtig verstanden, ist, ich fände es halt auch interessant, den OEP-Gedanken, was machen die Lehrer jetzt damit? Also diese Materialien, die dort entstehen in den Communities, zum Teil hieß es es gibt Fortbildung aber vielleicht noch stärker mal schauen wie wird dort OEP gelebt? Also dass man das nicht nur darauf bezieht, OEP mache ich in der Community, in dem ich teile in dem ich zusammenarbeite kollaboriere sondern wie kann man das in die Schule tragen und wie wird es dort eben gelebt? Also das hat mir noch so ein bisschen gefehlt.
Dann finde ich es gut, dass es mal eine Begleitforschung gibt.
Also die ganzen OER-Projekte am Anfang, da war immer keine Forschung dabei.
Das lag aber auch daran, dass es nicht gefördert wurde.
Also es wurde alles Mögliche gefördert, aber eben nie die Forschung.
Und Daniel, wir haben uns eigentlich immer so ein bisschen gewünscht, dass es da doch ein bisschen mehr gibt, wo man auch wirklich sagen kann, was bringt uns das OER und was machen die mit OEP? Und deswegen finde ich das gut, dass das hier eben eine wirkliche Forschung ist, wirklich geschaut wird, wie kann ich das systematisch machen? In der OER-Strategie Handlungsfeld 6 da soll es ja noch Förderungen zur Forschung geben also da hoffen wir immer noch, dass da vielleicht noch mal ein bisschen was kommt.
Ich finde es auch gut, Communities Religion Pädagogik das ist jetzt nichts woran man beim OER sofort denkt und vielleicht Communities, die auch nicht vielen bekannt sind.
Es gibt andere Communities, die einfach Serlo oder zum, die viel verbreitet sind.
Insofern finde ich es mal gut, vielleicht mehr so eine randständige Religionspädagogik eben auch zu betrachten.
Bei der Begleitforschung, wie gesagt, kann ich zum wissenschaftlichen Teil jetzt nicht so viel sagen.
Mir war nicht ganz klar, ob 13 Interviews genügend sind aber die Tendenzen die man da lesen konnte die fand ich schon mal sehr spannend.
Also in welche Tendenz es hineingeht, was die Leute dort geantwortet haben.
Interessant ist auch die teilnehmenden Beobachtungen, die ja noch kommen sollen.
Das finde ich auch eine ganz spannende Sache.
Ich glaube, die Nutzer an sich wollen sie ja glaube ich nicht mehr befragen oder hatten sie sich dagegen entschieden.
Also das fände ich jetzt noch ganz spannend, dass man da vielleicht auch schaut was haben die von der Community und wie können die in der Community eben mit leben und vielleicht da noch mal so ein bisschen schauen.
Wie gesagt, was so an Fragen ist, war eben steht ja auch vorne in der Definition OEP ist für offenes Lehren und Lern Kollaboration.
Vielleicht noch schauen, wie kann man das in die Schule mit hineinnehmen.
Interessant ist auch, dass immer wieder in den Interviews gesagt wurde, diese Anreizstrukturen, die würden mich auch interessieren, weil bei unserem Murphy haben wir immer wieder die Rückmeldung von Lehren gekriegt.
Sie wollen gerne Feedback, sie wollen einen Anreiz, sie wollen irgendwas haben und wenn es ein Badge ist.
Also Badges sind total beliebt unter Lehrern.
Es gibt in Flamen ein Portalklassement, die gibt es schon sehr sehr lange, die waren sehr früh mit OER.
Alles OER dort und die Lehrer, also alles nur selber hochgeladen.
Mit Punktesystem laden ich was hoch, kriege ich zehn Punkte, kann ich zehn Punkte runterladen und die haben dann irgendwann gefragt, was wollt ihr noch und die arbeiten jetzt mit Badges.
Die kriegen einmal Silber und Bronze und Gold und es kam bei uns auch immer die Rückmeldung ich mache da so viel ich lade das hoch und ich weiß nicht, was damit passiert und finden die Leute das gut oder nicht.
Also diese Anreizstrukturen, glaube ich, das wäre ganz spannend da eben einfach auch mal zu schauen.
Was ich mir auch noch überlegt habe ist dass man vielleicht noch schaut was das Projekt jetzt den Communities bringt.
Also im Moment sah mir das eher so aus, ihr beobachtet die Communities, interviewt sie, schaut sie aber wie kann jetzt das Projekt mit den Kompetenzen Informationen die es über diese Communities hat vielleicht auch den Communities wieder was zurückgeben und da eben auch noch etwas dort aufbauen und dass man schaut was kann ich aus dem Projekt heraus eben für diese Communities machen.
Ja, dass die Vernetzung von Communities eine neue Forschungsperspektive ist, das finde ich ganz spannend also Theorie mit Praxis verbinden könnte ein Beispiel für andere Communities sein, dass man sich die auch einmal anschaut.
Qualitätsstandards, da habe ich ja auch schon eine ganze Menge zu gearbeitet ist etwas was immer gefragt wird in jedem Workshop was sind die Qualitätsstandards.
Sie ließ dann keiner mehr hinterher, habe ich festgestellt, aber die Lehrer wollen wissen gibt es welche habt ihr welche also wir haben ja Mundo im FIU die Bildungsmediathek der Länder da ist immer die Frage habt ihr welche angucken wollen sie sie nicht aber ja ja ihr prüft, alles gut.
Ich bin da immer so ein bisschen kritisch, aber ich habe jetzt eingesehen, dass natürlich das Fach Religion bestimmte Qualitätskriterien braucht die in den normalen es gibt ja schon ganz ganz viele Kataloge, eben einfach nicht drin sind.
Ich habe erst gedacht, warum denn schon wieder ein neuer also jeder macht einen neuen Katalog aber manchmal ist es vielleicht auch notwendig für das eigene Fach.
Auch spannend fand ich diesen Kurationsprozess in diesen Communities das ist auch was was man glaube ich dann für alle Redaktionen also es gibt ja sehr sehr viele Portale die auch redaktionell arbeiten und da gibt es jetzt auch immer wieder mal so Bestrebungen ob die Redaktionen mal zusammen sich setzen und mal so Leitverhältnisse aufbauen wie mache ich eigentlich die Kuratierung von Materialien wie prüfe ich es was gibt es da für Strategien welche Tools verwende ich also wenn man das noch ein bisschen aufarbeitet diese, wie das in den Communities funktioniert und vielleicht auch Leitverhältnisse aufbauen kann, ich denke, das könnte vielen Portalen eben auch helfen, weil jede Redaktion eben immer wieder da von vorne anfangen muss.
Kritische Anfrage ist natürlich die Stabilität, was passiert, wie immer mit dem Projekt danach sicher habt ihr euch da auch Gedanken gemacht über die Nachhaltigkeit weil das ja schade ist wenn so Dinge immer verloren gehen sicherlich ganz wichtig vielleicht auch schauen dass man die Materialien auch wirklich verbreitet noch also wie gesagt ja wir lernen online Mundo gibt es auch noch alles was OER ist hosten wir auch auf unserem Server wir sind ein Land also wir gehören den Ländern da ist die Hoffnung dass dieses Projekt auch wenn die Förderphase zu Ende ist die Länder haben sich der Mitte zumindest hinterher das Hosting und die Redaktion weiter zu bearbeiten.
Das wäre auch noch mal die Möglichkeit zu überlegen, wie man da eine gewisse Stabilität und eine gewisse Nachhaltigkeit eben mit hineinbringt.
Dann weitere Empfehlungen noch ganz kurz, wie ich sagte, die lernenden Perspektiven, wir haben nämlich auch bei den Infrastrukturen immer wieder die Rückmeldung, ihr guckt nur die Lehrenden an, guckt doch vielleicht auch mal die Lernenden an wir vielleicht auch was was machen die mit dem OER wie können die damit arbeiten und KI-Integration ist wahrscheinlich auch schon mitgedacht ist sicherlich auch noch ein Punkt wo man überlegen kann wie kann die KI eben den Redaktionen helfen in der Metadatenerstellung in der Überprüfung vom Copyright also gibt es schon eine ganze Menge auch Tools die da helfen.
Öffentlichkeitsarbeit vielleicht noch ein bisschen stärker ich finde die Ergebnisse sind sehr gut aber da kommen ja sicher jetzt noch Veröffentlichungen oder auch die Website vielleicht noch ein bisschen ausführlicher machen aber wie gesagt ganz interessant finde ich den Forschungsaspekt den OEP-Gedanken und dass man das auf alle Fälle eben weiterführt und schaut wie man eine Anschlussfähigkeit sieht.
Ich fand es sehr spannend mit dem BMB FSJ, gab es letztes Jahr in Frankfurt eine Fachtagung und da waren eben auch verschiedene Projekte aus den ganzen Förderprogrammen und da hat einer auch gesagt, naja, wenn das jetzt zu Ende ist, das Projekt, die Stellen sind weg, die Leute gehen weg und das BMB FSJ das war denen gar nicht so bewusst ja aber der Leerstuhl bleibt doch wenn es an der Uni ist da sind doch da noch Personen die können das dann noch weiterführen also das war denen gar nicht so klar dass die Leute nur für dieses Projekt eingestellt werden dann weg sind und dann keiner mehr da ist, der das fortführen kann.
Ja, aber so ein bisschen OER noch mal kuratieren, das, nee, da ist dann keiner mehr.
Also das fand ich spannend, dass das nicht so gesehen wird, da muss man auch noch mal, glaube ich, mit dem BMB FSJ bei den Förderprogrammen reden, wie man diese Anschlussfähigkeit einfach hinkriegt also das ist glaube ich ein ganz ganz großes Problem.
Ja, aber sonst finde ich es spannend, das Projekt und bin auch gespannt, was ist, hatte ich mich auch gefragt, aber ich glaube, das kommt noch, was jetzt noch die nächsten anderthalb Jahre kommt, also da bin ich auch schon gespannt drauf.
Dann kommen wir zu Dr.
Alexandra Habicher, sie ist Koordinatorin des Universitätsverbunds für Digitales Lehren und Lernen in der Lehrerinnen Bildung DIGIL abgekürzt mit derzeit elf Lehrerbildungsstandorten also eine Initiative der Zentren für Lehrerbildung die ja an den Universitäten jetzt mittlerweile überall auch verankert sind wo es Lehrerbildung gibt seit 2016 schon also da hat sich schon einiges getan du hast ja gestern auch erzählt dass sich das ganz schön entwickelt hat und dass ihr ganz schön viel Zulauf auch bekommen habt und Aufmerksamkeit also der Netzwerkverbund der möchte ja die digitale Lehre in der Lehrkräftebildung stärken unter anderem durch die gemeinsame Entwicklung von Lernmodulen.
Ich habe mal selber so ein frei zugängliches Lernmodul getestet, da gab es eins zum Antisemitismus Antisemitismus kritische Bildung und ich fand es eigentlich richtig toll dass ich da jetzt einfach rein konnte und ohne mich groß anzumelden und dann sofort loslegen konnte und was ich da vorgefunden habe, war jetzt auch recht qualitätsvoll, muss ich sagen.
Ja, insofern kann man ja auch auf der Website des DIGIL lesen Open Educational Resources das liest man ja natürlich gern sind die beste Grundlage für die gemeinsame Lernmaterialentwicklung.
OER gewinnt in der Lehrkräftebildung an Stellenwert wenn Studierende und Lehrende aller Phasen an der Erstellung von Content beteiligt werden.
Also insofern ist der Bezug zur OER bei euch schon immer gegeben aber vielleicht möchtest du trotzdem auch noch sagen welche Rolle der bei euch spielt.
Gerne.
Ich würde mal sagen, ich bin Gründungsmitglied von DIGIL, das ist so ein bisschen betont, dass wir machen das schon ein bisschen länger und Koordination in dem Sinne gibt es eigentlich gar nicht, weil wir eben sehr partizipativ zusammenarbeiten.
Hier heute bin ich jetzt gefördert natürlich auch im Projekt DIGIL.com und der Unterschied, was ist DIGIL, DIGIL.com, kann ich vielleicht auch noch mal kurz darauf eingehen.
DIGIL gibt es, hast du gerade sehr schön geschildert, schon eine lange Zeit und wir haben eigentlich ganz klassisch angefangen auf der OER-Ebene, dass wir gesagt haben, digitalisierungsbezogene Kompetenzen im Lehramt hieß das so Mitte der 2010er ungefähr müssen wir alle fördern wir möchten das lieber zusammentun als dass jeder Standort irgendwie eigene Materialien entwickelt und die dann irgendwie teilt über die LMS und waren da erstmal sehr auf der Material-Ebene und gar nicht in der Community of Practice oder auf der OEP-Ebene und sind aber dann wirklich über diese gemeinsame Arbeit, über erstmal die gemeinsame Plattform das gemeinsame distribuierende Materialien ganz schnell woanders hingekommen.
Die Arbeitswege haben sich sehr verändert, wir haben viel stärker zusammengearbeitet, sind eben wirklich darüber eine Community of Practice geworden und haben dann angefangen, die verschiedenen Stakeholder viel stärker in den Blick zu nehmen.
Wir sind universitäre Lehrerbildner das heißt unsere erste Zielgruppe sind immer Studierende auf die wir schauen aber natürlich für die Studierenden arbeiten wir mit allen Phasen der Lehrkräftebildung zusammen und haben daher versucht die Lernmaterialien auch so auszurichten, dass es wirklich sich an alle richtet und dann angefangen zu gucken und das ist so dem Bogen zu dickel gekommen, wie können wir jetzt eigentlich die verschiedenen Stakeholder die Dozierenden an den Hochschulen die Kollegen aus der zweiten Phase, wenn wir auf Fort- und Weiterbildung und vor allen Dingen aber auch die Studierenden in den Communities entwickeln und was sind dann eigentlich Rollen auf die wir gucken oder was sind jetzt Aufträge, die wir in dieser Projektlaufzeit dann besonders gut weiter entwickeln können und wir sehen eben die Studierenden tatsächlich auch sehr stark im Fokus, wenn es um die Erstellung von Materialien geht und das ist was wir jetzt am Standort Köln beispielsweise in dem Projekt Digglecom machen, dass wir irgendwie verschiedenen Kontexten, Lehrveranstaltungen, Abschlussarbeiten, Praxissemester versuchen wirklich in die Breite zu gehen und die Studierenden auch eben partizipativ kokreativ mit als Ersteller zu stärken und sie so ein bisschen aus dieser konsumierenden Haltung im Digitalen rauszubekommen.
Da kann ich vielleicht auch noch ein schönes anschauliches Beispiel kurz erzählen weil in dieser Lerntege die es da gab da gab es dann auch Videos die von Studierenden erstellt worden sind und da habe ich mal reingeklickt und da hat eine Studentin dann tatsächlich über ihre Oma berichtet und was die im dritten Reich so mit Antisemitismus erlebt hat und das Ganze schön aufbereitet und dann eben als OER auch frei zugänglich online gestellt.
Ja, vielen Dank.
Dann darf ich dich um dein Statement bitten.
Genau, ich habe auf beide Teile der Veröffentlichung geschaut oder der Begleitforschung geschaut, also einerseits auf die Übersichtsstudie, die ihr gestern vorgestellt habt und dann auch eben auf die Interviewstudie, die ihr bereitgestellt habt und erstmal hat sich die Übersichtsstudie mich sehr stark abgeholt, sehr stark bestätigt.
Ihr seid ja auch eingestiegen wirklich mit dem Thema, dass wir gesagt haben, diese Heilsversprechen ein Stück weit die mit OER einhergehen und mit OEP einhergehen der besseren Bildung der gerechteren Bildung mehr Partizipation in Bildung sind zumindest in der Forschung tatsächlich nicht sehr gut abgebildet.
Das ist ja so ein bisschen auch das Intro gewesen in dieser Studie zu sagen, es gibt eigentlich relativ wenig Daten die belegen können dass sich Bildungsgerechtigkeit verändert durch den Einsatz von OEP und ich glaube das ist ja schon so ein sehr klares Desiderat, was da aufgezeigt wurde und wenn man dann mal versucht darüber nachzudenken, okay wie könnten wir den Daten erheben die zeigen ob Bildung gerechter oder ob Bildungsgerechtigkeit umfassender wird durch den Einsatz von OER dann sind das natürlich sehr große Fragen die wir auf ganz viele Kleinteile runterbrechen müssen.
Dann brauchen wir da aus meiner Perspektive ganz ganz viele verschiedene Communities die wie so kleine Zahnrädchen wirklich sehr verzahnt zusammenarbeiten und ich kann das glaube ich an einem Beispiel vielleicht ein bisschen klarer machen, was ich damit meine, wenn wir jetzt mal gucken, wie kann OER beispielsweise dazu beitragen, dass Forschungsergebnisse schneller in den Schulen ankommen können.
Das Potenzial ist da, ist es alles offen, klassischerweise sagt man, es dauert irgendwie 10 bis 15 Jahre, bis neue Forschungsergebnisse in der Schule ankommen, das wollen wir gerne schneller machen.
Dann brauche ich natürlich im Prinzip so angefangen Open Access in der Forschung, ich brauche eine entsprechende Haltung in der Forschung.
Ich brauche auf der universitären Seite bei den Didaktikern eine Zusammenarbeit mit der Forschung, je nach dem aus welchen Richtungen das jetzt kommt.
Und ich brauche wirklich viele verschiedene Akteure und Schulseitebeteiligung die dann dafür sorgt, dass diese OER-Materialien in der Schule ankommen und dort auch entsprechend genutzt werden, damit diese Forschungsergebnisse schnell an den Schulen ankommen können.
Da habe ich mich so ein bisschen gefragt haben wir die Communities schon so weit entwickelt dass das überhaupt möglich ist, diese Art von Forschungsfragen zu beantworten? Mag vielleicht ein Grund sein, warum man dazu noch so wenig Ergebnisse findet.
Und das sind letztendlich, wenn man aber aus der Perspektive draufguckt, sind das alles so ein bisschen Transferfragen.
Und vielleicht würde es auch helfen Forschungsfragen mehr mit einem Fokus auf Transfer auszurichten um letztendlich dann diese großen Fragen von Bildungsgerechtigkeit weiter runterbrechen zu können.
Ansonsten hatte ich gerade gesagt wir gucken bei Diekel.com auf die verschiedenen Stakeholder also Dozierende Studierende, versuchen die einzubinden.
Und da ist sehr vieles, was jetzt aus der Community-Forschung, aus der Interview-Studie genannt wurde, kann ich im Prinzip aus unserer Perspektive sehr, sehr stark bekräftigen.
Also zum einen bei den Dozierenden erleben wir auch, wenn wir mitarbeiten, sehr heterogenen die Haltung gegenüber OER und einen ganz ganz starken Einfluss natürlich der Haltung zu OER wie sie in den entsprechenden Lehrveranstaltungen eingebunden werden und wie motiviert man es sich hier zu beteiligen.
Aber auch eine ganz große Begeisterung von vielen Kollegen, die vielleicht erst mal in Kontakt kommen mit dem Thema OEP, dann die merken, ach Mensch durch diese Community das hilft mir wirklich auch irgendwie mich mit Kollegen auszutauschen.
Wir haben, wie gesagt, Studierende auch eben in Produktionsprozesse von offenen Bildungsmaterialien mit eingebunden.
Das sind sehr unerfahrener OER-Produzenten.
Sprich, hier ist das Thema, was glaube ich in der Interview-Studie ja auch rausgearbeitet wurde, in den Communities dass rechtliche lizenzrechtliche Aspekte einen ganz ganz großen Raum einnehmen in dem Diskurs rund um OER oder in der Unterhaltung um OER.
Das können wir mit den Studierenden auch sehr bestätigen weil wir da doch große Unsicherheiten erleben die sich aber letztendlich entkräften lassen aus unserer Perspektive.
Wir arbeiten viel mit Vorlagen, didaktischen Vorlagen für offene Lernmaterialien, was den Studierenden hilft.
Wir geben viel lizenzrechtliche Hinweise und entsprechend dann auch Datenbanken, wo offene Materialien zu finden sind.
Insofern hat das sehr, sehr gut zusammengepasst.
Und ansonsten kann ich mich eigentlich Susanne gerade nochmal anschließen.
Wir haben gestern auch schon kurz darüber gesprochen für die Frage, was fehlt vielleicht noch ein bisschen für die nächsten anderthalb Jahre.
Es wäre wahnsinnig interessant, auch aus unserer Perspektive als Lehrerbildner jetzt mal zu gucken dass was in den Communities passiert diese Prozesse zu übertragen in die Schule und auch zu erforschen was passiert mit diesen Materialien aus den Communities in der Schule.
Gut, ja, ich denke, da waren schon einige Punkte dabei, die wir dann nachher nochmal aufgreifen sollten in der Diskussion.
Aber wir gehen jetzt erstmal weiter zu meiner Rechten.
Meine Kollegin Ilona Nord, wir teilen die gleiche Denomination unserer Lehrstühle.
Sie hat den Lehrstuhl für Religionspädagogik und Didaktik des evangelischen Religionsunterrichts an der Universität Würzburg.
Und wir haben vielleicht auch gemeinsam, dass wir beide seit unseren Habilitationsschriften uns dem Medienthema verschrieben haben.
Und ich will einfach mal so ein paar Sachen noch nennen die Ilona Nord schon bearbeitet hat weil das ist wirklich eigentlich Wahnsinn, was du so im Laufe der Zeit alles gemacht hast.
Also da geht es um so spannende Themen wie Tod und Trauer im Netz.
Also wohlgemerkt, da gibt es dann immer gleich ganze Bücher dazu.
Die Kirche, Kirchen und der Populismus, oder angekündigt für diesen Monat wollen wir ein bisschen Werbung machen das Buch mit Thomas Schlag als Co-Autor Kirche in der Kultur der Digitalität, angekündigt für Februar, erscheint es noch jetzt? Okay, okay.
Ja und das sind sicher auch eure umfangreichen Forschungen zu Kirche in Zeiten von Corona und nach Corona mit eingeflossen großes Projekt CONTOC abgekürzt ein ganz wichtiges Projekt.
Ja und dann gibt es aber auch zwei digitalitätsbezogene Projekte die ich auch ganz hochinteressant finde nämlich AI in Religious Leadership und das Projekt Soulmate in dem erforscht wird wie KI-gestützte Jetbots und Roboter junge Erwachsene in ihrer Religiosität und im Umgang mit existenziellen Fragen unterstützen können.
Also das klingt so spannend, würde ich am liebsten mehr dazu noch erfahren.
Aber jetzt würde ich dich doch ganz gerne noch fragen bei diesen vielen Projekten die du gemacht hast wo sind deine Hauptbezüge zu OER gewesen oder sind sie vielleicht noch? Vielen Dank, lieber Herr Manfred, für die schöne Einführung.
Ich lade dich einfach als Critical Friend zum Soulmate Projekt ein dann erfährst du mehr.
OER ist im Grunde nicht im systematischen und so wie es jetzt das ist ja euer großes Plus was ihr habt im systematischen und projektbezogenen Sinne so bei mir aufgebaut aber wir haben natürlich Vorgängerformate an den Universitäten wo wir zum Beispiel eine Bildungsplattform zur Theologie Paul Tillichs schon vor zehn Jahren öffentlich freigeschaltet haben aber Studierende von außerhalb der Universitäten konnten nicht auf das Material zugreifen es konnte immer nur von der eigenen Universität gemacht werden inzwischen hat sich auch das verändert aber da haben wir eine eigene Plattform gebaut und mussten die dann auch finanziell unterhalten und gegen Cyberangriffe abschirmen und so das wurde zum Teil ziemlich teuer muss man sagen das hat sich ganz stark verändert also die Paul Tillich Multimedia Plattform die gibt es nach wie vor und die ist jetzt im Grunde nimmt die Fahrt auf weil viel mehr Leute auch auf eigene Faust ihre Workshop Ideen und auch kleine Lernunits einstellen können und wir können eben dabei auch mit mehreren Universitäten zusammenarbeiten das heißt ein Seminar besteht aus drei Seminaren verteilt über die Republik jetzt zum Beispiel hier Schwäbisch-Gmünd eine PH und die Uni Paderborn und Würzburg wir machen seit drei Jahren zusammen immer Einführungen in die systematische Theologie mit diesem Format.
Also hier gibt es es gibt eine ganze Menge was man im Grunde da als Einzelnes auch in interdisziplinär nennen könnte aber es sind nie die technischen Möglichkeiten von OER ausgeschöpft worden wir sind immer mit einfacheren Formaten unterwegs gewesen und ich glaube das war auch vielfach so in den letzten zehn Jahren.
Insgesamt aber ist schon immer klar, dass es viele Vorteile auch für die inklusive Pädagogik haben könnte wenn wir das spezifisch ausarbeiten würden also für Schülerinnen und Schüler oder auch in der nonformalen Bildung die nicht mobil sind die vielleicht auch sprachlich Probleme haben also hier sind wirklich Möglichkeiten die eigentlich einfach einzubinden sind die wir aber auch noch nicht ausgeschöpft haben.
Ich kann auch noch weitermachen.
Vielleicht noch eine Sache zu zwei Projekten, die es in den letzten Jahren an meinem Lehrstuhl gab das war das Projekt RELAP digital wo auch Jens Palkowitsch Kühl mitgearbeitet hat und das waren die ersten Begehungen des Themas nach dem Motto welche Einstellungen haben denn Religionslehrkräfte zu digitaler Bildung und da haben wir eigentlich breit festgestellt dass die sich nicht sehr unterscheiden von den Einstellungen aus anderen Fächern und auch wir beide haben zusammen an einer Publikation Frederking Fachdidaktik Romyke zusammen mitgearbeitet und festgestellt aha es gibt Fachspezifiker aber es gibt auch eine Menge an Überschneidungen, die hier kompetenzbezogen zu benennen sind.
Also RELI ist nicht so unterschiedlich oder anders, als manchmal gedacht wird.
Genau diese Spannung zwischen Fachlichkeit und Überfachlichkeit ist natürlich auch nochmal ein spannendes Thema für UER insgesamt.
Ja, vielen Dank, dann darf ich dich um dein Statement bitten.
Ich würde gerne mal einen kurzen Ruf geben.
Und zwar ist das Projekt doch deshalb so außerordentlich und hervorragend, weil wir in dem Sinne noch keine Gelegenheit hatten innerhalb eines strukturierten Projekts die Informationen zu sammeln und zu reflektieren.
Und ich glaube, dass das für die Erkundung des Stands der aktuellen Lage und dann auch für die Nachhaltigkeit des Themas im Fach von großer Bedeutung ist.
Ja, dass ihr das Projekt eingeworben habt und dass es sozusagen die Anfänge rekonstruiert und jetzt auch schaut wo die großen Potenziale sind.
Wenn ich an die Workshops gestern und heute denke, dann ist mir schon klar geworden, was auch sonst bei dem Thema Digitalität oder digitales Lernen der Fall ist.
Es gibt zwischen Theorie und Praxis immer noch einen Bruch also das was man sich erhofft sag ich mal theoretischer Art und was auch die Technik hergeben würde und dem wie es praktiziert werden kann ist ein großer Unterschied.
Und zum Teil ist mir auch bei den Workshops aufgefallen, dass die Praxis doch ganz schön anstrengend ist.
Also wenn es heißt OER, das ist wie so ein Flow, da sind die Leute, weil die endlich mal selbstbestimmt aktiviert werden und so weiter.
Ja, das kann schon so sein, aber dafür braucht es eine hochpressante aktuelle Fragestellung, wo alle gezwungen sind, jetzt zu agieren.
Die Realität ist aber anders herum dass es die OER-Formate wachgehalten werden müssen dass Partizipierende angesprochen werden müssen und so weiter.
Also diese große Barriere sozusagen in der Praxis, die ist doch sehr spürbar und die ist gerade auch wenn es immer um projektbezogene Finanzierungen und so weiter geht ja auch hinderlich weil dann eben wie schon eben gesagt wurde die Arbeit auch wieder abtricht und Synergieeffekte so nicht nachhaltig gesichert werden können.
Ich gehe mal weg von diesen eher projektbezogenen Kommentierungen zu dem Feld der Digital Religions und der Digital Theology.
Beide sind im internationalen Feld, würde ich sagen, große Gruppen von Forschenden unterwegs, transdisziplinär und auch interreligiös bzw. multireligiös, aus sehr verschiedenen Religionsgemeinschaften großen kleinen auch die Frage nach Spiritualität und so weiter.
Was bedeutet das für eine zukünftige Religionspädagogik? Wir haben, das ist gesichert, schon längst keine homogene Religionskultur mehr in Deutschland und das spiegelt sich eben auch in unseren Klassen wieder in unseren Teilklassen deshalb habe ich es so ein bisschen gezögert weil hier in Bayern ist es ja so, dass wir schon noch konfessionell unterrichten und auch konfessionell kooperativ noch unter der Legitimationsmarge durchgegangen wenn es quasi darum geht, auch effektiv die Gruppengröße einigermaßen okay zu halten und so weiter.
Also hier sind viele auch Effektivitätsfragen an den Religionsunterricht gestellt in der Organisationsweise aber eben auch in der Frage danach was soll denn gelehrt werden was soll in den zukünftigen Curriculars sein und da gibt es einen großen Transformationsprozess dass wir sehen aha einerseits verändert sich die christliche Kultur und die Praxis von Religionen sehr stark andererseits auch der Zugriff auf diese Praktiken dadurch dass wir eben nicht allein mehr vor Ort in einem Raum zusammenkommen um religiös zu praktizieren sondern auch digital kommunizieren.
Also die Einbettung der ersten Forschungsdaten, die ihr habt aus den Interviews, in diesem Forschungsbereich der Digital Religions und Digital Theology kann ohne Zweifel sehr schnell unternommen werden denn die Interviews die hier vorliegen auch zur Zugänglichkeit von Online Religion und so weiter die zeigen ähnliche Probleme wie ihr sie sogar nur auf diese praktische Oberfläche des OIR schon bezogen habt bzw. herausgefunden habt.
Also Hürden, Barrieren sind zum Beispiel dass für manche Leute es so aussieht als ob das mehr Arbeit macht OIR das in Gang zu bringen für sich selbst.
Wo liegt da der Benefit? Ich will ja Entlastung und nicht Belastung.
Also das ist eigentlich immer gesagt worden bei allen Untersuchungen die wir bisher haben in unserem Bereich, dass digitale Kommunikation mehr Arbeit macht.
In der Klasse, in der Gemeinde, sonst wo.
Die technische Infrastruktur wurde immer bemängelt sodass man also sagt ja wir brauchten eigentlich noch andere Tools wir brauchten andere Settings und vor allen Dingen um die anwenden zu können brauchen wir mehr Fortbildung.
Also diese Trias, also mehr Synergien, weniger Arbeit zu haben, technische Infrastruktur Fortbildungen das sind im Grunde immer wenn es um Digitalität und Religionspraxis geht die Wiedergänger und das ist auch was zum Teil sehr Spezifisches für Deutschland.
Unsere Untersuchungen gemeinsam mit dem schweizerischen Kontext haben gezeigt dass in der Schweiz diese Barrieren so nicht gesehen werden.
Zum Teil gesehen werden, aber nicht in der Schärfe.
Also es gibt hier schon Unterschiede zwischen den Ländern auch in Europa auch was die Infrastruktur anbelangt und so weiter.
Das gilt nicht nur für den religiösen Bereich, sondern das gilt insgesamt für die Infrastruktur.
Wenn man jetzt auf volkswirtschaftliche Statistiken schaut innerhalb von Europa dann zeigt sich das auch sehr deutlich dass zwischen Bulgarien Rumänien Finnland und Frankreich und Deutschland riesige Unterschiede in der Bereithaltung von Infrastruktur bestehen.
Was ich damit sagen will, ist OER scheint doch auch mit Infrastrukturen zu tun zu haben und mit Erkenntnis diese zu bedienen.
Das ist sozusagen nicht barrierefrei, wie ich da einsteige und schon gar nicht als Einzelne.
Deshalb braucht es wahrscheinlich eine Zusammenführung von verschiedenen Personen und Interessen um hier eine Synergie überhaupt möglich zu machen.
Komme ich zu dem dritten Punkt.
Es könnte sein, nach den Erfahrungen auch in den Workshops gestern, es könnte sein dass diese Frage nach den klaren Zielsetzungen auch eine Reduktion von Aktivitäten erst mal hervorrufen müsste um mit den derzeitigen Ressourcen klarzukommen.
Und die Frage gäbe es ein Tool eine Einbettung an der sich mehrere Leute so beteiligen würden dass die jetzt derzeit Aktiven nicht hinter den Leuten herlaufen müssen.
Das ist nur eine Überlegung weil das so auch wenn ich an meine eigenen Projekte denke die kranken immer daran ob ich die finanzieren kann, die Leute, die stabil diese Kommunikation betreiben.
Also hier ist irgendwie ein Wurm drin, der vielleicht auch in anderen Arbeitsfeldern der Fall ist.
Die OER-Nutzung sollte Synergien und Flow hervorrufen und ist genauso mühsam wie der Aufbau von digitaler Kommunikation ohne OER in sag ich jetzt mal Kirchengemeinden und auch im Unterrichtsgeschehen.
Da gibt es ein paar Klassiker die werden immer gemacht und dann bleibt man auf diesem Niveau im Grunde stehen.
Und das ist so eine Frage, wie kann das weiter angeschoben werden, ohne eine weitere Überforderung.
Wir können jetzt sagen, das noch und das noch und das noch.
Deshalb, ich sage nicht für die nächsten 1 5 Jahre ihr solltet auch noch die Rezeptionsforschung machen.
Ich glaube es wäre gut genau das was ihr habt auszuarbeiten und in eine Elementarisierung zu bringen die so klein gepackt ist so handfest ist dass der Ertrag sehr gut weiterverarbeitet werden kann und stabil gehalten werden kann.
Und wenn ich an die Implementierung im Alltag denke, dann wäre die Frage wo sind bereits offline solche Austauschprozesse gut gelaufen und kann man an denen lernen.
Das wäre jetzt für den religionspädagogischen Kontext, aber vielleicht auch in anderen OER-Bereichen noch mal zu schauen was sind die Merkmale von OER-Prozessen die echt perfekt laufen und die Potenziale ausschöpfen.
Vielleicht kann das noch mal so einen Impuls geben, von dem man sich tragen oder motivieren lassen kann.
Ja, Frau Nordz, Sie haben berechtigterweise den hohen Aufwand der OER-Produktion angesprochen und das begegnet uns an allen Ecken und Enden.
Ich mache ja auch Beratungen für Hochschulprojekte, die OER erstellen wollen und es krankt wirklich an den fehlenden Ressourcen an den zeitlichen Ressourcen.
Für mich wäre jetzt noch mal spannend inwiefern ist Ihnen das OER-Thema innerhalb unserer Bubble Religionspädagogik, das haben wir jetzt ja schon gemerkt, inwiefern ist Ihnen das schon so wirklich in der Breite untergekommen? Oder wie, weil wir jetzt die Erfahrung machen, wir gehen jetzt gerade noch viel auf Leute zu und machen viel Aufklärungsarbeit und haben das Gefühl, wir stehen da vielleicht auch gerade an so einem Turning Point, dass es vielleicht doch jetzt auch langsam wirklich so eine Schlagkraft entfaltet und vielleicht wirklich auch der Gedanke durchsichert und man das vielleicht sogar auch schon bei einer Projektbeantragung vielleicht sogar schon direkt mitdenkt, ich muss da vielleicht noch zusätzlich mehr Ressourcen einplanen, aber das wird mich noch mal so wirklich aus der expliziten religionspädagogischen Perspektive interessieren.
Nehmen Sie auch einen Turning Point wahr oder ist das Thema wirklich noch ein richtiger Underdog oder so? Sehr incognito.
Ich glaube, es ist noch nicht der Peak sozusagen da und zwar deshalb, weil hier zwei Kulturen aufeinandertreffen die gesellschaftlich und kulturell nicht gegensätzlicher sein könnten.
Die Religionspädagogik ist institutionalisiert einerseits in der Institution Kirche andererseits in der Institution Universität.
Das sind nicht die Umgebungen, in denen OER gepflegt wird und die Synergien total ersichtlich wären.
Es fehlt also dieses Embedding, wo man tatsächlich von profitieren könnte.
Das muss alles erst selbst hergestellt werden und das ist ein unheimlich mühsamer Prozess.
Aber trotzdem sehe ich dass es Transformationsprozesse gibt die auch mit der digitalen Kommunikation zu tun haben und die immer mehr wie soll ich sagen Veränderungen hereinbringen.
Wenn ich gesagt habe, die Religionskulturen verändern sich, sodass auch das Curriculum irgendwann daran nicht mehr vorbeigehen wird dann ist da schon eine Transformation im Verständnis von Religion mit angelegt wie hier kommuniziert wird.
Religiöse Autorität und so weiter das ist alles anders hinterlegt als es für eine Institution wie die Kirche oder die Universität ist, eigentlich der Fall ist.
Wo sehe ich diese Potenziale? Wir haben jetzt ein Projekt, da geht es um die Vernetzung von Hochschulaktivitäten zu Antisemitismus kritischer Bildung.
Nicht allein im Bereich der Religionspädagogik, sondern insgesamt an deutschen Universitäten Hochschulen pädagogischen Hochschulen und so weiter.
Wie sollen wir das denn aufbauen? Wo lassen wir das, die Ergebnisse? Würde dieses Angebot auch außerhalb der Universitäten zugänglich sein? Ich weiß nicht, ob Sie das auch kennen wenn man hier mal kollaborieren will an einer Universität dann hat man Microsoft Teams dann muss man die Leute einzeln zulassen mit ihren universitären E-Mail-Adressen.
Ich bin sehr für Datenschutz alles korrekt aber es ist extrem mühselig hier eine Arbeitsgruppe zusammenzustellen und wenn da eine Person dabei ist, die keine Uni-Adresse hat, dann ist sowieso fertig.
Diese Ausschlusskriterien sind schon extrem und insofern könnte ich mir jetzt vorstellen wenn man so eine Vernetzungsaktivität wie wir sie jetzt vorhaben anstrengt dass wir mit OER sehr gut arbeiten können.
Und wahrscheinlich gibt es noch viele andere Beispiele dafür wo wir solche Räume wirklich brauchen und ich betone das so weil das war schon ein paar Mal hier im Raum am Anfang muss die Zielsetzung stehen.
Welches Problem will ich mit OER lösen? Und wenn ich kein klar definiertes Problem habe, dann ist die ganze Sache extrem mühselig.
Also das reine Teilen, sagen wir mal, ohne eine Strategie dass diese geteilten Contente wirklich benötigt werden unmittelbar benötigt werden, das führt nicht so weit.
Was heißt da Kultur des Teilens? Also es funktioniert nur dann, wenn ich auf das Stück, das geteilt werden soll, absolut scharf bin.
Ja, also ich erlaube mal kurz noch die Ergänzung genau in dieser Richtung.
Wir haben früher Seminare angeboten zur Medienbildung oder digitaler Bildung im Religionsunterricht und irgendwann habe ich auch festgestellt, die Studis wollen das nicht mehr.
Die turn das ab.
Das wird jetzt überall angeboten.
Überall geht es um digitale Bildung.
Was interessiert die? Die inhaltlichen Themen und wie die inhaltlich dann auch wirklich mit digitalen Methoden mit digitalen Zugängen vermittelt werden können.
Also insofern würde ich dir ganz zustimmen.
Es müssen die Themen sein und vielleicht ist es auch ein Problem, wenn wir so eine Konferenz machen.
Ja, ist legitim und muss auch sein.
Aber zu OER, also dass jetzt da das Interesse nicht so riesig groß ist, liegt vielleicht eben auch daran dass die Themen eigentlich nicht ganz klar sind für die dann OER wichtig werden kann.
Okay, aber wir kommen jetzt zu unserem vierten Critical Friend.
Lieber Franco, ich bin froh, dass du auch da bist.
Professor Dr.
Franco Rau, seit Sommer letzten Jahres erst bei uns an der FAU auf dem Lehrstuhl für Schulpädagogik mit dem Schwerpunkt Digitalisierung im Unterricht.
Man merkt daran dass wir auch diese Strategie verfolgen Digitalisierung jetzt immer mehr auch in die Lehrerbildung zu bringen.
Dieser Lehrstuhl ist jetzt auch relativ neu eingerichtet worden, erst vor einiger Zeit.
Na ja, und auf der Suche nach biografischen Daten bin ich unter anderem auf der Website I'm a Scientist, get me out of here gelandet.
Übrigens ein tolles Onlineangebot kannte ich vorher noch nicht das Schülerinnen und Schülern über Live-Chats den direkten Austausch mit Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern ermöglicht.
Und da habe ich zum Beispiel über Franco Rau erfahren dass er früher deshalb Lehrer werden wollte weil er gedacht hat Lehrer haben so viele Ferien.
Was ich natürlich als, was ich natürlich als als Druckschluss herausstellen kann.
Studiert hat er Informatik und Physik und war vor der FAU an der Universität Fechter Juniorprofessor und von dort hat er auch das spannende Projekt Beyond Prompting mitgebracht dass ich als kritische und zugleich konstruktive Auseinandersetzung mit dem Einsatz und der Thematisierung von künstlicher Intelligenz im Bildungskontexten versteht.
Und dann gibt es noch ein Projekt ganz aktuell das ich gefunden habe Transprofessionelle Organisationsentwicklung begleiten, innovative Zusammenarbeit von Schulträgern zum digitalen Wandel und OER-OP.
Wir haben ja schon mitgekriegt, dass du gestern bereits eine Frage dazu gestellt hast.
Vielleicht magst du noch ein bisschen was erzählen wo du sonst noch mit OER zu tun hast oder auch im Rahmen von diesem Projekt? Genau ja also wir können auch lange Projekttitel genauso wie ihr das sozusagen habt wir haben das abgekürzt mit Tobes, aber vielleicht so als Einstieg, was mich interessiert, sind vielleicht noch stärker die Praktiken als jetzt sozusagen unbedingt die Materialien.
Also was wir an der TU Darmstadt, da was ich vorher gemacht habe, ist in Seminaren mit Studierenden zum Beispiel an Wikipedia-Artikeln zu arbeiten oder an Wikibooks weil das auch noch mal eine andere Form von offenen Bildungspraktiken ist.
Die Materialien von der Wikipedia sind gemeinfrei, sind editierbar und die Frage, die Lehrkräfte ja umtreibt ist wie gehen wir eigentlich mit Wissen um und Wikipedia als solches ist ja jetzt schon länger online zugänglich und da eben die Frage zu stellen was müssten eigentlich Lehramtsstudierende darüber wissen, wie ihre Studierenden, quasi ihre Lernenden damit umgehen und was können sie eigentlich selber mitgestalten und da war es schon auch erstaunlich, dass dieser Button A Diskussion um zu sehen wie wird offenes Wissen eigentlich verhandelt auf so einer Wikipedia-Instanz gar nicht so allen klar ist und dass sie das unmittelbar verändern können, auch nicht und wenn sie Quatsch machen sozusagen in der Bearbeitung dann aber auch unmittelbare Rückmeldungen bekommen war auch für viele sozusagen eine interessante Erfahrung und ein Punkt den hat Daniel Otto gestern angesprochen, ist sozusagen, für wen macht man eigentlich was als Studierender, schreibt man das nur für die Educierenden und die landen dann sozusagen im Mülleimer am Ende des Tages oder hat das irgendwie eine Form von Relevanz und da konnten wir zumindest auch zeigen, dass die Studierenden die an diesen Wikibook-Projekten mitgemacht haben das als sehr sozusagen produktiv erlebt haben dass jetzt Dinge von ihnen im Internet stehen und ein Zitat oder Otto war zum Beispiel, das haben sie auch ihren Eltern gezeigt und da waren sie ganz stolz drauf, dass sonst jemand in der Hausarbeit seinen Eltern zeigt, habe ich so noch nicht gehört, genau insofern ist das vielleicht so ein Punkt.
Was wir dann in Fechter weitergemacht haben, ist tatsächlich auch Materialien klassisch erstellt, Wille wurde als Plattform sozusagen schon genannt, wir haben quasi in Kooperation mit Kolleginnen aus der Sonderpädagogik Material für erste und zweite Phase der Lehrkräftebildung erstellt, wo es darum geht, wie gehe ich eigentlich mit heterogenen Klassen um und haben dann versucht auch sozusagen mit seiner Qualitätsbrille uns nicht nur die Produkte anzuschauen sondern auch in Form von zum Beispiel so Methoden des lauten Denkens das wir auf seiner sehr mikro didaktischen Ebene unseren Material-Studierenden gegeben haben sie mussten beschreiben, wie nehmen sie das eigentlich wahr, was ist da jetzt relevant, was irritiert sie was finden sie produktiv und so weiter und so eine Form von Qualitätsevolution versucht haben, die sich eher an den Prozessen orientiert, Menschen zum Nachdenken anzuregen, weniger sozusagen nur auf die Produkte zu schauen und ein letztes Projekt was über die Stiftung Innovation in der Hochschullehrer gefördert worden ist, auch in der Universität Fechter, war sozusagen unsere Duzierenden auch dazu zu kriegen wenn man so will so eine Kultur des Teilens zu leben, das ist die Frage nach den Anreizen immer ein wichtiger Punkt, warum sollte ich das jetzt noch machen, wenn man Geld hat, dann hilft es häufig sozusagen in Form von studentischen Hilfskräften als Unterstützungsmaterial zum Beispiel oder Unterstützung bei der Erstellung von Unterstützungsmaterial zu verkaufen und da haben wir sozusagen ganz interessante Prozesse erleben können, was für unsere Duzierenden relevant war oder eben auch nicht.
Genau und vor dem Hintergrund fand ich es jetzt ganz spannend, hier in so einem fachspezifischen Blick mal zu haben weil ich ja aus eben der allgemeinen Schulpädagogik eher kommt dann mit und damit so fachdidaktischen spezifischen Auseinandersetzungen gar nicht so viel Kontakt habe.
Und gerade deswegen wird jetzt dein Statement für uns besonders interessant werden.
Hoffentlich, ja, genau, dann kann ich es immer übergeben.
Ich darf ja jetzt als letzter Dinge sagen, auch viele Dinge aufgreifen, die auch glaube ich schon gesagt worden sind.
Ich würde am Anfang versuchen so drei Punkte mal hervorzuheben die ich besonders interessant fand wo ich also Furbico als Projekt vielleicht auch in der Form nochmal wertschätzen würde, dass es sozusagen meines Erachtens schon auch gelingen, Communities in der Form irgendwie einmal nochmal sichtbarer zu machen, in der Form, dass es sie gibt und vergleichend empirisch zu beschreiben und sie auch sozusagen als Orte wahrzunehmen wo Materialien tatsächlich in einer gewissen Weise entstehen.
Und für mich war es jetzt ganz spannend quasi die Menschen hinter diesen wenn man so will Webseiten die mitunter als Communities beschrieben werden oder den Profil namen, wo man dann aber nicht unmittelbaren Bild vielleicht hat, mal live erleben zu können.
Und ich glaube dieser Gedanke, hier Materialien zu teilen und eine Kultur das Teilen auch zu leben, der wird hier sehr spürbar.
Das fand ich sehr nett und genau fand das auch einen totalen schönen Wert sozusagen, das einmal live zu sehen.
Was ich auch betonen wollen würde und das wurde auch schon gesagt, empirische Begleitforschung zu betreiben, ist glaube ich ein Punkt und das hat --> auch Daniel Otto gesagt, den haben wir in Deutschland halt nur sehr begrenzt, also zu sehen, wer macht eigentlich was und welche Wirkung entfaltet das, nicht unbedingt im Sinne von vielleicht bestimmten sozusagen statistischen Kennwerten, aber eine Form von qualitativen Einblicken, die ihr mit eurer Interviewstudie gibt, wäre auch sozusagen glaube ich nochmal wert, den kann man nicht oft genug betonen.
Und was ich gerade in der Interviewstudie auch nochmal spannend fand, sozusagen diese offenen Bildungspraktiken vielleicht nicht unbedingt als solche benannt werden.
Ich glaube OEP, um der OEP-Willen oder OER, um der OER-Willen zu betreiben, hat nicht so gut funktioniert in den letzten 20 Jahren, wenn man es nicht mit einem sozusagen Ziel verknüpft und das wäre jetzt auch anknüpfend an was sie gesagt haben und auch was Daniel Otto gesagt hat, mit einem übergeordneten Ziel, sei es Schulentwicklung, Unterrichtsentwicklung zu verknüpfen, funktioniert das glaube ich deutlich besser.
Manfred, hast du uns sozusagen ja ganz viele Fragen zur Verfügung gestellt, an denen wir uns sozusagen abarbeiten können.
Ich würde es jetzt vielleicht nur versuchen, auf so drei Kernpunkte mal zu beschränken, die ich besonders spannend fand.
Das eine war schon genannt, bezogen auf was hat das eigentlich mit Infrastruktur zu tun und da fand ich verschiedene Elemente an dieser Tagung total spannend.
Also das Nostra-Protokoll irritiert mich immer noch in der Art und Weise, dass alle Menschen die Daten sozusagen sehr frei zur Verfügung stellen und zu Debatten um Datenschutz und Datensicherheit dann noch mal vielleicht ganz anders verhandeln.
Wie gesagt, wir arbeiten derzeit in Projekten mit Schultrigern, die eher im Sinne von wir wollen Dinge geschlossen halten denken.
Insofern fand ich das für mich ganz spannend.
Aber auch den Einbefund, statt Material-Pools stehen der Bedarf an Tools und Unterstützungsangeboten zur Erstellung von OER im Vordergrund, fand ich nochmal ganz spannend, weil OER häufig in dieser Debatte so erlebe ich die Diskussion, wie stellen wir möglichst viel Material zur Verfügung und wie machen wir es, dass die Menschen das finden, sozusagen.
Das sind irgendwie sehr dominante Fragen und wenn man dann aber eher in so einer Praktiklogik denn im Sinne von wie können wir das denn jetzt vielleicht remixen, wie können wir selber was erstellen, dass eben das auch Fragen sind, also welche Anwendungen digitaler Art haben wir denn, damit wir so was machen können.
Also arbeiten wir uns in so was ein wie GIMP, was als Open Source zur Verfügung steht, total mächtig ist, aber wenn man es das erste Mal öffnet, auch denkt, wo soll ich hier anfangen, wenn ich einfach nur ein Bild ausschneiden will oder nehme ich irgendwie eine Web-Anwendung, die mir verspricht, mit zwei Klicks sozusagen ein schönes Bild zu generieren und dann habe ich das irgendwie schick aufbereitet.
Dabei gebe ich offen häufig viele Rechte ab, habe auch gar keine Rechte, das unmittelbar selber zu veröffentlichen, außer mit einem Werbebanner sozusagen darunter und das sind sozusagen Punkte, das fand ich spannend in eurer Beschreibung das nochmal zu sehen, weil es auf so einer allgemeinen Digitalisierungsebene mitunter dann als so ein neutrales Werkzeug behandelt wird, selbst die sehr kommerziellen Anbieter, die eben eher ein Interesse daran haben an unseren Daten zu verdienen und dieser Werkzeugbegriff dann mitunter eben Dinge verschleiert, eben diese Form von wer profitiert eigentlich davon, dass wir Dinge jetzt digital produzieren über eine bestimmte Web-Anwendung.
Insofern fand ich das mit dem Nostoprotokoll nochmal wirklich spannend, aber ich glaube, es geht auch in eine Frage, welche andere Form von Anwendung haben wir eigentlich jenseits von Text, Material, Hut und Anschluss fähig zu bearbeiten, weiter zu bearbeiten, also Offenheit nicht nur als Mindset-Frage, sondern eben auch als Infrastrukturfrage und Organisationsfrage und das wäre sozusagen der zweite Punkt, was ich hier spannend fand und das erinnert mich sozusagen an die Debatte vor zehn Jahren, worum wir auch mit der Wikipedia sozusagen Dinge ausprobiert haben, dass sozusagen der Blick, finde ich, so ein Stück weit auf die, ich nenne sie mal, Koalition der Willigen sozusagen fokussiert ist, auf die Menschen, die Lust haben, was zu verändern, die Menschen, die individuell ihr Material teilen wollen und dann vielleicht auch gerade so eine Wertschätzung erfahren wollen im Sinne von, wird das überhaupt genutzt, welche Rückmeldungen kriege ich und die Community sozusagen dann so ein positiver Resonanzraum ist, also dadurch, dass ich mein Material teile und in dieser Community bin, erlebe ich das als ein Wert, als solches.
Und also ich würde auch sagen, als Koalition der Willigen und so, das funktioniert auch, ohne Frage, zumindest innerhalb der Communities, aber jetzt war ich in dem Reli Global und da waren dann auch so Fragen wie, kommt das in der Schule am Ende an und das ist so ein bisschen ernüchternd diskutiert worden, sind ja vielleicht auch noch nicht so richtig und was mich interessiert ist, sozusagen, wie kommt man jetzt von diesem individuellen Engagement eigentlich zu der Frage von der institutionellen Verankerung? Das hatte Daniel Otto auch gesagt bei der Frage, spielt das in Berufungsverhandlungen oder besser gesagt Bewerbungsverfahren überhaupt eine Rolle, ob ich als Hochschullehrer mich für Lehre interessiere außerhalb von ich hänge so Evaluationsberichte an, die deutlich machen, dass ich keine Studierenden vergraue oder ist sozusagen, dass ich Materialien erstelle, die öffentlich teilen tatsächlich ein Wert, der hilft.
Und meine Erfahrung ist, und da würde ich auch dem Daniel zustimmen, dass es noch keine große Rolle spielt und dass die Kultur auch in Hochschullehre mitunter so ist.
Genau, der eine Mensch aus den Wirtschaftswissenschaften hatte das geteilt, da habe ich noch eine andere Anekdote dazu.
Also wir wurden über Twillo auch gefördert und da gab es immer so einen Stammtisch und die haben untereinander sich ausgetauscht.
Wir haben uns untereinander ausgetauscht, wie das mit unseren Kollegen ist, kriegen wir die dazu begeistert und da haben auch Leute aus Ingenieurswissenschaften gesagt, also mein Kollege, der gibt ein Lehrbuch raus für 1000 Studierende, Pflichtlektüre, der verdient mitunter mehr als so eine Twillo-Förderung, darüber, dass er halt über 20 Jahre das immer wieder an 1000 Studierende in seiner Einführungsvorlesung sozusagen als empfehlenswerte Lektüre, die sich man doch kaufen sollte, vermarktet.
Und ich meine, wenn das die Kultur ist, dann ist schon auch klar, warum Menschen nur begrenzt Interesse haben, sowas tatsächlich darzustellen.
Und das wäre ebenso die Frage, wie gehen wir eigentlich mit so institutionellen Strukturen um? Eduki, das war auch schon formuliert, haben zum Beispiel gar kein Interesse-Scheinbar an offenen Materialien und welche Form von Kultur lebt uns unsere Organisation vor oder müssen wir als Menschen, die Teil dieser Organisation sind, vielleicht auch mehr einfordern? Und meine Erfahrung ist, dass es immer dann interessant wird mit OER und OEP, wenn man irgendeine Form von Krise hat.
Also das fand ich an dem Beispiel von dem Schulbuch ganz spannend.
Es gibt kein Schulbuch, also da ist auf einmal ein Problem da, was sehr konkret wird, was man dann bearbeitet und selber vielleicht eins erstellt.
Die Alemann-Schule Wurthösching ist immer so ein Musterbeispiel, da wird gerne als Musterbeispiel zitiert.
Die hatten halt keine Schüler mehr und mussten überlegen, wie kriegen sie Unterricht sozusagen über mehrere Klassen organisiert.
Und dann hat das halt mit einem Lehrer, der sozusagen jetzt nur zweite Klasse Unterricht macht, nicht funktioniert, wenn auch eine dritte Klasse drin ist, wobei die waren ein bisschen älter.
Aber so ist sozusagen die Idee.
Und die haben dann angefangen, eben Material zu entwickeln, daraus ist ein Materialnetzwerk entstanden.
Ist auch ganz witzig, die vermarkten das jetzt auch als OER, ist auch kostenlos nutzbar, kann man sich auch runterladen.
Wenn man es bearbeiten will, braucht man aber Lizenzen.
Ich meine, das ist eine Genossenschaft, will das jetzt gar nicht schlecht reden, aber ist sozusagen auch wieder die Frage, welche Infrastruktur habe ich eigentlich, um meine offenen Materialien weiter zu bearbeiten? Und da sind Wikis, finde ich, immer noch ein ganz spannendes Format.
Genau, jetzt erzähle ich doch schon so lang.
Ich komme vielleicht noch zu dem letzten Punkt, den ich auch nochmal betonen würde.
Manfred, du hast das gefragt.
Warum kümmern wir uns darum noch, wenn KI jetzt eigentlich sozusagen der Elefant im Raum ist, in gewisser Weise uns damit zu beschäftigen? Meine Erfahrung ist, wir haben, und das habe ich vergessen zu erwähnen, diese Qualitätskriterien hier fachspezifisch durchzuarbeiten, finde ich total gut und auch total wichtig.
Und gleichzeitig erlebe ich das so.
Wir schreiben KI rauf und die Qualitätsdiskussion ist irgendwie gegessen, weil man sich darüber freut, dass man mit einer Frage so viel Text generieren kann, ohne vielleicht zu schauen, was ist jetzt daran tatsächlich stichhaltig und vielleicht auch nicht.
Das ist schon ein bisschen eine absurde Diskussion.
Manchmal UNESCO fordert seit 20 Jahren, eine regulative Idee, Bildung anders zu denken.
Da tut sich relativ wenig.
Großkonzerne schmeißen sozusagen Sprachmodelle auf den Markt, um Daten zu generieren und zu bekommen.
Genau, und wir feiern das sozusagen als nächste Bildungstechnologie.
Gar nicht wie jetzt als spezifischen Personen, aber wenn man sich anschaut, wie zum Beispiel Schulbufallage sich zu OER positionieren, während sie sich, also meine Wahrnehmung ist immer durchaus zurückhalten, während sie KI-Assistenten jetzt schon in ihre Schulbücher integrieren, finde ich das spannendes Erleben.
Und das wäre vielleicht auch so die Frage, wo geht jetzt da die Reise hin? Und das wäre vielleicht auch spannend, in den OER-Communities weiter zu betrachten.
Also ist es jetzt wirklich so eine Art Verschiebung, du hattest das so zugespitzt formuliert, Manfred, dass ich gar nicht mehr frage, wo finde ich OER, sondern wie generiere ich Material? Oder ist es sozusagen auf so einer reflexiven Ebene vielleicht eher, mit welchen Modellen arbeite ich und mit welchen Modellen oder besser gesagt, mit welchen Daten wurde das Modell trainiert? Das kann man aber auch noch mal spezifischer, glaube ich, vor OER und EEP denken.
Das wäre so ein Punkt, wo ich sagen würde, das könnte wirklich produktiv sein.
Wenn ich eine pädagogische Perspektive habe, was mein Material leisten soll für bestimmte Zieldimensionen, kann ich ja sowas machen, wie ich nehme ein Sprachmodell und nutze das zum Beispiel zur Mehrfachdifferenzierung.
Oder in dem Religlobal hat mir das so als Ausblick, wie kann ich eigentlich meine OER-Materialien vielleicht auch als Daten verwenden, um unser Modell sozusagen fein zu tunen oder zumindest mit so einem Wreck-Modell in einen bestimmten Kontext zu setzen.
Und das ist, glaube ich, was, da könnte man in anderer Weise über große Sprachmodelle nachdenken, außer zu sagen, die KI macht das schon und diese Metaphorisierung des scheinbar Intelligenten gegenüber zu bedienen, sondern eher zu gucken, wie kann man mit den Möglichkeiten schnell Text anzupassen, jetzt tatsächlich weiterarbeiten.
Und das könnte vielleicht vor OER und EEP auch noch mal eine ganz spannende Perspektive sein.
Genau, soweit von mir.
Vielen Dank.
Ja, vielen Dank.
Es war tatsächlich jetzt so, ich hätte das genau jetzt nochmal in die Runde gegeben, was du am Schluss gesagt hast, dass nämlich KI, der Elefant im Raum jetzt immer war, auf der Tagung, glaube ich, habe ich das auch erlebt.
Und angesichts der fortgeschrittenen Zeit würde ich es jetzt nicht mehr in die Runde geben, zumal du jetzt wirklich nochmal richtig interessante Aspekte und Perspektiven dazu gesagt hast.
Ja, ich glaube die Statements insgesamt waren alle ein bisschen länger als ursprünglich geplant, aber dafür eben sehr gehaltvoll und sehr aspektreich.
Und ich bedanke mich nochmal ganz herzlich an dieser Stelle.
Angesichts der fortgeschrittenen Zeit würden wir jetzt keine Diskussion mehr machen, sondern tatsächlich die Sache beenden, weil wir auch noch einen kleinen Ausblick vorhaben.
---
*Quelle: FAU.tv, Serie "Mit OER zu einer Kultur des Teilens" (WS 2025/26), Open Access*

View File

@ -7,56 +7,22 @@ url: tagungen
## Zwischenfazit-Tagung 2026 in Nürnberg - „Mit OER zu einer Kultur des Teilens“
Die Bekanntheit von OER nimmt in den letzten Jahren langsam zu und entwächst der Nische, dennoch bleiben viele Fragen offen: Wie arbeiten OER-Communities eigentlich zusammen? Wie entstehen Materialien wirklich kollaborativ? Welche Strukturen, Motivationen und Herausforderungen prägen das gemeinsame Arbeiten? Und wie kann eine Kultur des Teilens konkret gelebt werden? Diesen Fragen widmet sich die FOERBICO Zwischenfazit Tagung 2026 in Nürnberg mit Impulsen aus der Forschung, Stimmen aus der Praxis und interaktiven Formaten.
Die Bekanntheit von OER hat in den letzten Jahren weiter zugenommen und ist zunehmend aus der Nische herausgetreten. Dennoch bleiben zentrale Fragen bestehen: Wie arbeiten OER-Communities eigentlich zusammen? Wie entstehen Materialien tatsächlich kollaborativ? Welche Strukturen, Motivationen und Herausforderungen prägen das gemeinsame Arbeiten? Und wie kann eine Kultur des Teilens konkret gelebt werden?
Obwohl es zahlreiche Tagungen zu OER und Open Educational Practices (OEP) gibt, stehen meist technische Fragen oder die Materialerstellung sowie Vorteile von OER in der Bildungsarbeit im Vordergrund. Diese Veranstaltungen sind wichtig für die Stärkung offener Bildungspraktiken und die Förderung der OER-Produktion. Die Zusammenarbeit von OER-Communities selbst wird jedoch bislang kaum thematisiert.
Diesen Fragen widmete sich die FOERBICO Zwischenfazit-Tagung 2026 in Nürnberg. Die Veranstaltung brachte Impulse aus der Forschung mit Perspektiven aus der Praxis zusammen und bot Raum für Austausch in interaktiven Formaten.
Unser FOERBICO Team nimmt diese Lücke in den Blick: Seit August 2024 erforschen wir OER-Communities im religionsbezogenen Bildungsbereich mit einem besonderen Augenmerk auf die Zusammenarbeit, Dynamiken und Strukturen innerhalb dieser Gruppen.
Während viele Tagungen zu OER und Open Educational Practices (OEP) vor allem technische Aspekte, die Erstellung von Materialien oder die Vorteile offener Bildungsressourcen in den Mittelpunkt stellen, rückte diese Tagung bewusst einen bislang wenig beachteten Aspekt in den Fokus: die Zusammenarbeit innerhalb von OER-Communities.
Am 24. und 25. Februar 2026 möchten wir in Nürnberg unsere Ergebnisse vorstellen und gemeinsam diskutieren.
Das FOERBICO-Team greift diese Leerstelle gezielt auf und erforscht seit August 2024 OER-Communities im religionsbezogenen Bildungsbereich mit besonderem Augenmerk auf Zusammenarbeit, Dynamiken und Strukturen innerhalb dieser Gruppen. Im Rahmen der Tagung wurden erste Ergebnisse vorgestellt und gemeinsam mit den Teilnehmenden diskutiert.
[![Anmeldebutton](/save-the-date/anmeldebutton.png)](https://www.evrel.phil.fau.de/foerbico-tagung-2026/)
Im Zentrum standen Fragen nach der praktischen Zusammenarbeit in Communities, nach unterschiedlichen Community-Typen sowie nach der Rolle von Institutionen wie Schulen oder Kirchen. Ebenso wurde erörtert, wie Barrieren abgebaut und Beteiligung gestärkt werden können.
Die Tagung machte deutlich, dass die Weiterentwicklung von OER nicht allein eine technische Herausforderung ist, sondern maßgeblich von lebendigen Communities, Austausch und einer gelebten Kultur des Teilens abhängt.
## Tagungsprogramm
**Dienstag, 24. Februar**
| Uhrzeit | Programmpunkt | Referent:innen / Hinweise |
| :-----: | ----------------------------------------------------------------------------------------- | ------------------------- |
| 13:30 | **Begrüßung** | hybrid |
| 14:00 | **Zwischenergebnisse aus FOERBICO ein Überblick** | hybrid |
| | • Zentrale Einsichten aus dem Forschungsstand | |
| | • Ergebnisse aus den Interviews der Begleitforschung | |
| | • Aktueller Stand der Entwicklung von Qualitätskriterien. | |
| | • Aktueller Stand der OER-Communities und ihrer Vernetzunngen (Community-Hub) |
| 15:30 | ☕ **Kaffee-Pause** | |
| 16:00 | **Aktuelle Herausforderungen und Perspektiven für OER und OEP** | Prof. Dr. Daniel Otto, hybrid |
| 17:15 | 🧭 **Wegfindungs-Pause** | |
| 17:30 | **Thematische Workshops** | |
| | • Community Hub | Jörg Lohrer und Gina Buchwald-Chassée |
| | • Qualitätskriterien | Dr. Laura Mößle |
| | • Community of Praxis | Phillip Angelina |
| 19:00 | 🍽️ **Abendessen** | |
| 20:00 | **Abend der Begegnung**: Gelegenheit, eigene Projekte vorzustellen und sich auszutauschen | |
**Mittwoch, 25. Februar**
| Uhrzeit | Programmpunkt | Referent:innen / Hinweise |
| :-----: | ------------------------------------------------- | -------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------- |
| 09:00 | **Begrüßung** | |
| 09:15 | **Community-Workshops** | |
| | • [relilab](https://relilab.org/) | Corinna Ullmann & Olav Richter |
| | • [reliGlobal](https://religlobal.org/) | Dr. Jens Palkowitsch-Kühl |
| | • [RELImentar](https://relimentar.de/) | Simone Wustrack und Frank Ritthaler |
| 10:45 | ☕ **Kaffee-Pause** | |
| 11:15 | **Critical Friends (Kommentierungen und Podium)** | **Critical Friends:** Dr. Susanne Friz (FWU Institut für Film & Bild in Wissenschaft & Unterricht), Dr. Alexandra Habicher (Koordinatorin des Projektverbunds digiLL), Prof. Dr. Ilona Nord (Religionspädagogik, Uni Würzburg), Prof. Dr. Franco Rau (Lehrstuhl für Schulpädagogik mit dem Schwerpunkt Digitalisierung im Unterricht an der FAU) - **Moderation:** Prof. Dr. Manfred Pirner von der FAU, hybrid |
| 12:45 | **Ende der Tagung** | |
|
👉 Ein ausführlicher Rückblick zur Tagung ist [hier](https://oer.community/recap-foerbico-tagung-2026/) verfügbar!
---
## Abschluss-Tagung 2027 - Save-the-Date: 24. & 25.02.2027 an der Goethe-Universität Frankfurt
## Abschluss-Tagung 2027 - Save-the-Date: Frühjahr 2027 an der Goethe-Universität Frankfurt
Weitere Infos folgen!
Weitere Infos folgen, Interessierte sind herzlich eingeladen, sich über das [Kontaktformular](https://terminladung.uni-frankfurt.de/) zu melden!