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@ -12,7 +12,7 @@ steps:
- date -I'seconds' - date -I'seconds'
- name: build_by_hugo - name: build_by_hugo
image: alpine:3.23 # PaperMod (Stand 2026-05) braucht Hugo >= 0.146; alpine:3.23 liefert 0.152.2 image: alpine:3.21 # hugomods/hugo # vs image: alpine >= 3.21, damit Hugo-Version >= 0.139
commands: commands:
- date -I'seconds' - date -I'seconds'
- cat /etc/alpine-release - cat /etc/alpine-release
@ -26,7 +26,7 @@ steps:
- if grep -E "Team vollständig" Website/PROD/index.html; then echo "Blog Teamseite"; else echo "Webseite Startseite"; fi - if grep -E "Team vollständig" Website/PROD/index.html; then echo "Blog Teamseite"; else echo "Webseite Startseite"; fi
- echo $? - echo $?
- grep -E "Du hast sogar schon mal selbst Materialien erstellt" Website/PROD/index.html - grep -E "Du hast sogar schon mal selbst Materialien erstellt oder arbeitest in einer Community" Website/PROD/index.html
- name: copy_to_server - name: copy_to_server
image: alpine image: alpine

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@ -22,4 +22,4 @@
| Dezember 2025 | [*Open* ist eine Haltung: Wie Lehrkräfte mit OER umgehen](https://oer.community/open-ist-eine-haltung/) | | Dezember 2025 | [*Open* ist eine Haltung: Wie Lehrkräfte mit OER umgehen](https://oer.community/open-ist-eine-haltung/) |
| Januar 2026 | [Autorisierte Schulbücher oder offene OER? Eine Frage der Materialkultur](https://oer.community/autorisierte-schulbuecher-oder-offene-oer/) | | Januar 2026 | [Autorisierte Schulbücher oder offene OER? Eine Frage der Materialkultur](https://oer.community/autorisierte-schulbuecher-oder-offene-oer/) |
| Februar 2026 | [Offenheit bedeutet mehr als Zugang OER, OEP und die Zukunft inklusiven Lernens](https://oer.community/inklusives-Lernen-durch-OEP) | | Februar 2026 | [Offenheit bedeutet mehr als Zugang OER, OEP und die Zukunft inklusiven Lernens](https://oer.community/inklusives-Lernen-durch-OEP) |
| Mai 2026 | 1. [OER im Blick - Welcome to the Jungle](https://oer.community/oer-im-blick-2026/) <br> 2. [OER erstellen wie fange ich an?](https://oer.community/oer-erstellen/) <br> 3. [Können OEP partizipatives Lernen und Demokratiebildung fördern?](https://oer.community/koennen-oep-partizipatives-lernen-und-demokratiebildung-foerdern/) | | April 2026 | [Können OEP partizipatives Lernen und Demokratiebildung fördern?](https://git.rpi-virtuell.de/Comenius-Institut/FOERBICO_und_rpi-virtuell/src/branch/Theologie_Und_Hochschuldidaktik/Website/content/de/posts/2026-04-02-Tagung_Theologie_und_Hochschuldidaktik/index.md) |

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@ -254,7 +254,7 @@ Für OER brauche ich also entweder:
#### Praxisbeispiele: #### Praxisbeispiele:
Das Lied "[Maria durch ein Dornwald ging](https://nun-singet-und-seid-froh.info/24/Maria_durch_ein%27_Dornwald_ging(Distler,_Hugo)-sheet.pdf)" steht unter CC0 und damit gemeinfrei zur Verfügung. Es kann daher kreativ verändert und in Sozialen Medien veröffentlicht werden wie die Reels von [iamyionas](https://www.instagram.com/reel/C2U2OwyseZy/?igsh=MXRuMDN6Zzl0b3Y2aQ%3D%3D) oder [umschimmelswillen](https://www.instagram.com/reel/DSUQcI8jZS4/?igsh=MWt2bGt2bjc0NTc5eA%3D%3D) zeigen, ob das immer den persönlichen Geschmack trifft, ist eine andere Frage 😉 Auch unter [https://kinderkirchenlieder.de/](https://kinderkirchenlieder.de/) findet man rechtefreie Lieder. Das Lied "[Maria durch ein Dornwald ging](https://nun-singet-und-seid-froh.info/24/Maria_durch_ein%27_Dornwald_ging(Distler,_Hugo)-sheet.pdf)" steht unter CC0 und damit gemeinfrei zur Verfügung. Es kann daher kreativ verändert und in Sozialen Medien veröffentlicht werden wie die Reels von [iamyionas](https://www.instagram.com/reel/C2U2OwyseZy/?igsh=MXRuMDN6Zzl0b3Y2aQ%3D%3D) oder [umschimmelswillen](https://www.instagram.com/reel/DSUQcI8jZS4/?igsh=MWt2bGt2bjc0NTc5eA%3D%3D) zeigen, ob das immer den persönlichen Geschmack trifft, ist eine andere Frage 😉
## Streaming & OER was ist erlaubt, was nicht? ## Streaming & OER was ist erlaubt, was nicht?

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@ -17,7 +17,7 @@ creator:
id: https://ror.org/04cvxnb49 id: https://ror.org/04cvxnb49
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- givenName: Paula - givenName: Paula
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- Laura Mößle - Laura Mößle
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@ -1,166 +0,0 @@
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'OER erstellen wie fange ich an?'
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Der Einstieg in die Erstellung von OER ist oft mit Unsicherheiten verbunden. Die FOERBICO-Qualitätskriterien bieten zwar eine hilfreiche Orientierung, sind jedoch sehr umfangreich. Der Beitrag stellt daher eine niedrigschwellige Einführung mit Best-Practice-Beispielen bereit, um den Einstieg zu erleichtern.
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Der Einstieg in die OER-Erstellung ist oft mit Unsicherheiten verbunden. Der Beitrag bietet eine niedrigschwellige Orientierung mit Best-Practice-Beispielen für einen erleichterten Einstieg.
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tags:
- Open Educational Resources (OER)
- Open Educational Practices (OEP)
- Creative Commons
- Rechtsfragen
- Lizenzen
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Möchte man mit der Erstellung von OER beginnen, geht das oft mit Unsicherheiten einher: Wie fange ich an? Welche Schritte sind sinnvoll? Und wie lassen sich Qualität, Offenheit, rechtliche Sicherheit und fachliche Dimensionen kohärent miteinander verknüpfen?
Um von Anfang an die Qualität der OER sicherzustellen, ist eine Orientierung an [Qualitätskriterien](https://oer.community/qualitaet/). Doch sie sind sehr ausführlich und können möglicherweise überfordernd sein. Doch man muss nicht unmittelbar mit der Erstellung umfangreicher Lernkurse beginnen! Auch ein gut strukturiertes Arbeitsblatt oder eine adaptierte Sammlung bestehender Materialien kann einen Beitrag für die OER-Community darstellen. Hier zeigen wir eine niedrigschwellige Orientierung und Best-Practice Beispiele, um den Anfang zu erleichtern.
## Themenfeld eingrenzen
Am Beginn steht eine inhaltliche und thematische Eingrenzung: Zu welchem Thema soll Material entwickelt werden? Hilfreich ist es, das Themenfeld nicht zu breit anzulegen und sich an fachlichen und curricularen Standards zu orientieren, um Anschlussfähigkeit für andere Nutzende zu ermöglichen.
## Zielgruppe präzisieren
Dann gilt es die anvisierte Zielgruppe einzugrenzen. Eine Orientierung zur Einteilung bieten sogenannte Wertelisten, die unter anderem nach Bildungsstufen differenzieren. Orientieren sich Erstellende bereits zu Beginn an dieser Unterteilung, fällt später die Einsortierung auf OER-Plattformen leichter. OER-Plattformen nutzen oftmals standardisierte Metadaten, sodass eine klare Zielgruppenangabe ihre Auffindbarkeit erhöhen kann.
![](Tabelle.png)
Abbildung 1 Tabelle: Zusammenhänge zwischen Bildungsstufen und Schularten (Oellers & Rötgen, 2024, S. 88), CC-BY 4.0
## Inspiration einholen
Bevor eigenes Material konzipiert wird, empfiehlt sich eine explorative Phase. Gerade zu Beginn kann der Anspruch, etwas Eigenes entwickeln zu wollen, überfordernd sein. Eine Sichtung des Feldes kann daher die konzeptionelle Orientierung unterstützen.
Hilfreiche Leitfragen:
- Wie strukturieren andere OER-Erstellende ihre Materialien?
- Welche methodischen und didaktischen Elemente werden eingesetzt (beispielsweise Reflexionsfragen, Differenzierungsangebote, Interaktionsmöglichkeiten)?
- Wie werden Lernziele, Kompetenzen und Lizenzangaben eingebettet?
- Welche Gestaltung gefällt mir/gefällt mir nicht und was entspricht den Vorstellungen, die ich für die eigene Konzeption vor Augen habe?
Das bewusste Betrachten gelungener OER kann Unsicherheiten zu Beginn des Konzeptionsprozesses abbauen und bei der Konkretisierung der eigenen Planung und Gestaltung unterstützend wirken.
Empfohlenes Vorgehen:
- Nach OER im eigenen Fach suchen (mit spezifischer Zielgruppe)
- Einzelne Materialien genauer anschauen
- Kolleg:innen nach bewährten Beispielen oder eigenen Erfahrungen bei der Erstellung von OER fragen.
An folgenden Best-Practice Beispielen können sich Erstellende orientieren:
| Zielgruppe | Material |
|---|---|
| Für den Elementarbereich | [Menzke, Susanne (2026). Impuls zum Fastenmonat Ramadan, CC-0-Lizenz](https://relimentar.de/materialien/impuls-zum-fastenmonat-ramadan/) |
| Für die Sekundarstufe I | [Schön, Sabrina (2022). M@PS Medienkompetenz erweitern, Persönlichkeit stärken, CC-BY-SA 4.0-Lizenz](https://moodle-connect.s.studiumdigitale.uni-frankfurt.de/moodle/course/view.php?id=57) |
| Für die Hochschullehre | [Xue Paschke, Paula & Pirker, Viera (2025). Fachdidaktik Bibel mit Tablets, CC-BY-4.0-Lizenz](https://moodle-connect.s.studiumdigitale.uni-frankfurt.de/moodle/course/view.php?id=39) |
Die aufgeführten Beispiele sind umfangreiche Materialien, aus denen auch einzelne Bestandteile, wie beispielsweise einzelne Aufgaben als Inspiration dienen können.
## Neu erstellen oder remixen?
Es gibt verschiedene Möglichkeiten, die auch von den eigenen zeitlichen Ressourcen und dem Themenfeld abhängig sein können. Erstellende sollten daher klären, ob sie:
- Vollständig neue OER erstellen
- Bestehende OER adaptieren (z.B. aktualisieren oder didaktisch umstrukturieren)
- Mehrere Materialien kombinieren (remixen)
- Oder vorhandene Ressourcen kuratieren und kontextualisieren
Diese Entscheidung ist auch davon abhängig, ob und wie viel Material bereits vorhanden ist. Ist dies nicht der Fall, so kann die Erstellung originärer OER notwendig sein.
## Didaktisch konzipieren
Nach der Klärung von Zielgruppe und Erstellungsmöglichkeiten steht die Planung der didaktischen Konzeption an. Dies kann sich zwar mit der Zeit entwickeln und weiter konkretisieren, doch grundlegende Fragen können helfen:
- Welche Art der OER sind vorgesehen? Bereits einzelne Arbeitsblätter, Bilder, Grafiken oder Präsentationsfolien können eine niedrigschwellige Form von OER sein. Das Erstellen von interaktiven Lernkursen ist hingegen vergleichsweise umfangreicher.
- Welches Themenfeld soll bearbeitet werden und in welchem curricularen Zusammenhang steht es?
- Welche Lernziele sollen erreicht werden? Ist eine Differenzierung vorgesehen?
- Welche Kompetenzen werden adressiert?
- Welche Methoden können bei dem anvisierten Format der OER berücksichtigt werden? Ein Lernkurs mit H5P Elementen bietet andere Möglichkeiten als ein Video.
Hier empfiehlt es sich, nicht ausschließlich materialzentriert zu denken. Eine Orientierung an Open Educational Practices (OEP) kann die didaktische „Übersetzung“ in Unterrichts- oder Seminarkonzepten flankieren.
Walk & Talk (Lernende gehen mit dem eigenen Handy-Aufnahmegerät oder am Telefon spazieren und tauschen sich über gelernte Inhalte aus)
Reflexionsformate, bei denen der Lern- und der Entwicklungsprozess der Lernenden einen Schwerpunkt bildet
Peer-Feedback durch offene Feedback- und Austauschmöglichkeiten, beispielsweise in Kommentarfeldern (Achtung: hier ist ggf. eine Moderation des digitalen Raumes notwendig!)
Auf der Plattform [twillo](https://www.twillo.de/edu-sharing/components/collections?mainnav=true&id=20c80ff4-856d-49a4-8c0f-4b1c2632a7f5) stehen didaktische Templates für den Hochschulkontext zur Verfügung, die bei der Erstellung von Lehr- und Lernszenarien entlang didaktischer Lehrkonzepte (Problembasiertes Lernen, Forschendes Lernen, Inverted Classroom) für unterschiedliche Systeme (Moodle, Illias, Stud.IP und LiaSkript) genutzt werden können.
## Recht und Lizenzen bedenken
Um Materialien als OER ausweisen zu können, ist eine offene Lizenzierung notwendig. Hier sind verschiedene Formate möglich; eine Übersicht findet sich ➡️[hier](https://oer.community/oer-und-oep/)!
Es ist sinnvoll, die Rechtssicherheit von Anfang an mit zu bedenken, das heißt:
- Offen lizensierte Elemente nutzen (Bilder, Grafiken, Videos, Schrift, Logos)
- Nutzungsrechte für geschützte Inhalte einholen
- eigene Materialien möglichst offen lizenzieren, um Nachnutzung zu ermöglichen
## Fazit
Nach der Fertigstellung der ersten OER können sie mit den eingangs genannten Qualitätskriterien abgeglichen werden, bevor sie dann veröffentlicht werden.
Hierfür spielt auch der Aspekt der Nachhaltigkeit eine Rolle. Nach einem möglichen Projektende können folgende Aspekte die langfristige Zugänglichkeit ermöglichen:
- Eine stabile technische Infrastruktur
- Langfristig erreichbare Speicherorte
- Transparente Lizenzierung
- Editierbare Formate, die Weiterentwicklung ermöglichen
![Pfad für OER-Erstellung](How_to_get_started_OER_Xue_Paschke.png)
Abbildung 2: Pfad für OER-Erstellung, eigene Darstellung

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@ -1,147 +0,0 @@
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name: 'Können OEP partizipatives Lernen und Demokratiebildung fördern'
description: >-
Unter dem Motto OEP & Demokratiebildung fand sich das Netzwerk Theologie
und Hochschuldidaktik Ende März 2026 in Münster zusammen. Der Beitrag
gibt Einblicke in Workshops, Diskussionen und Community-Formate und fragt,
inwiefern Open Educational Practices (OEP) partizipatives Lernen und
demokratische Bildungsprozesse an Hochschulen ermöglichen koennen. Im Fokus stehen
klassismussensible Hochschulbildung sowie
die Frage nach didaktischen und strukturellen Bedingungen für eine Kultur
der Offenheit.
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- givenName: Laura
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- https://w3id.org/kim/hochschulfaechersystematik/n052
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keywords:
- Open Educational Practices (OEP)
- Open Educational Resources (OER)
- Hochschuldidaktik
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- Kollaboration
- Offenheit
- Qualitätskriterien
- Demokratiebildung
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author:
- Laura Mößle
- Phillip Angelina
title: 'Können OEP partizipatives Lernen und Demokratiebildung fördern'
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alt: Workshop-Situation mit Teilnehmenden bei einer Tagung zu OEP und Demokratiebildung
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Unter dem Motto OEP & Demokratiebildung fand sich das Netzwerk Theologie
und Hochschuldidaktik Ende März 2026 in Münster zusammen. Der Beitrag
gibt Einblicke in Workshops, Diskussionen und Community-Formate und fragt,
inwiefern Open Educational Practices (OEP) partizipatives Lernen und
demokratische Bildungsprozesse ermoeglichen koennen. Im Fokus stehen
klassismussensible Hochschulbildung sowie
die Frage nach didaktischen und strukturellen Bedingungen fuer eine Kultur
der Offenheit.
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tags:
- Open Educational Practices (OEP)
- Open Educational Resources (OER)
- Hochschuldidaktik
- Tagung
- Kollaboration
- Offenheit
- Qualitätskriterien
- Demokratiebildung
- KI
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Unter dem Motto "OEP & Demokratiebildung" fand sich das Netzwerk [Theologie und Hochschuldidaktik](https://www.dghd.de/community/netzwerke/netzwerk-theologie-und-hochschuldidaktik/) vom 30.-31. März 2026 in Münster zusammen. Damit sollte der gedankliche Faden der letztjährigen Tagung mit dem Fokus auf OER aufgenommen, aber im größeren Kontext der offenen Bildungspraktiken verortet werden. Unseren Artikel über die letztjährige Tagung könnt ihr [hier](https://oer.community/oer-meets-fachdidaktik/) nachlesen.
Das Ziel offener Bildungspraktiken spiegelte sich in der Tagungsorganisation wider, die bei Benedict Schöning (Universität Duisburg-Essen), Ludger Hiepel (Universität Münster) und Laura Mößle vom FOERBICO-Team lag: So waren die Beiträge offen und partizipativ angelegt, ein frei zugängliches [Miro-Bord](https://miro.com/app/board/uXjVJB_19W8=/?share_link_id=715222657350) führte schon im Vorfeld auf die Tagung hin, während der Tagung durch das Programm und ermutigte auf diese Weise zur offenen Teilhabe.
## Klassismussensible Hochschulbildung
Das FOERBICO-Team war durch Laura Mößle und Phillip Angelina vertreten und gestaltete einen Workshop zur klassismussensiblen Hochschulbildung durch OEP. Ausgangspunkt war eine Reflexion der eigenen Lehrerfahrungen, in der die Teilnehmenden Teilhabebarrieren in ihrer eigenen Lehre diskutierten. Im Rückgriff auf [Alheit (2020)](https://books.google.de/books?hl=de&lr=&id=cHGYEAAAQBAJ&oi=fnd&pg=PA19&dq=Peter+Alheit+ausschluss+universit%C3%A4t&ots=EEGcjwidXo&sig=pceMTheIk257mawLz-D_dZou5OM#v=onepage&q&f=false) nahmen wir die Schließungstendenzen von Universitäten zum Anlass, strukturelle Ungleichheiten und habitualisierte Ausschlüsse im Hochschulkontext genauer zu analysieren. Beispiele hierfür sind implizite Erwartungen an den wissenschaftlichen Habitus oder soziale und ökonomische Voraussetzungen. Vor diesem Hintergrund rückte die Frage in den Fokus, inwiefern OEP dazu beitragen können, solche Barrieren nicht nur sichtbar zu machen, sondern auch produktiv zu irritieren und zu transformieren.
Anknüpfend an didaktische und gerechtigkeitsorientierte Überlegungen zu offener Bildung ([vgl. Bali/ Cronin/ Jhangiani](https://doi.org/10.5334/jime.565)) (siehe auch [Blogbeitrag](https://oer.community/inklusives-Lernen-durch-OEP/)), arbeiteten die Teilnehmenden im Workshop heraus, dass OEP über den bloßen Zugang zu Materialien hinausgehen: Sie sind als *Praxis* der Öffnung von Lernprozessen, der kollaborativen Wissensproduktion und der Anerkennung vielfältiger Perspektiven zu verstehen.
OEP besitzen das Potenzial, klassische Machtasymmetrien in der Lehre aufzubrechen und neue Formen der Teilhabe zu ermöglichen.
Zugleich ist Offenheit nicht voraussetzungslos: Zeitliche Ressourcen, institutionalisierte Lehr-Lern-Formate sowie normative Vorstellungen von Wissen, Autor:innenschaft und Rollen begrenzen die Umsetzungsmöglichkeiten von OEP in der Hochschullehre.
OEP lassen sich zwar als technisches Instrument nutzen etwa um Studierenden Teilhabe an der kollaborativen Gestaltung von Lernmaterialien und Wissensbeständen zu ermöglichen , entfalten ihr inklusives Potenzial jedoch erst als reflexive, machtkritische Praxis, wenn sie bewusst gestaltet und didaktisch gerahmt werden.
Disziplinübergreifend wurde noch in weiteren Workshops ausgelotet, wie offene Bildungspraktiken Demokratiebildung stärken können. Nähere Einblicke in die anderen Workshops könnt ihr auf dem [Miro-Bord](https://miro.com/app/board/uXjVJB_19W8=/?share_link_id=715222657350) erhalten.
## Offenheit praktisch umsetzen
Der Community-Abend verschob den Fokus bewusst vom theoretischen Sprechen über OEP hin zu offenen Formen gemeinsamer Praxis. In diesem Format konnten die Teilnehmenden eigene OER und Seminarideen einbringen und im Austausch weiterentwickeln.
Es entstanden auch spontane Arbeitsgruppen, etwa zu Fragen der Selbstorganisation und des Wissensmanagements mit der markdownbasierten Notiz- und Wissensmanagementsoftware [Obsidian](https://obsidian.md/). Hierbei stellte das FOERBICO-Team Erfahrungen mit offenen Arbeitspraktiken bereit. Auch kollaborative Tools wie [Git](https://git.rpi-virtuell.de/) und Pads von [HedgeDoc](https://hedgedoc.org/) wurden erprobt und hinsichtlich ihrer Potenziale reflektiert.
Auch die im FOERBICO-Projekt erarbeiteten [Qualitätskriterien](https://oer.community/qualitaet/) wurden vorgestellt und gemeinsam diskutiert. Sie dienen als praxisnahe Orientierungsfolie, um die Überarbeitung und Qualitätsentwicklung von OER-Materialien zu unterstützen.
Die Diskussion zeigte, dass sich Qualitätsfragen nicht auf technische oder formale Aspekte reduzieren lassen, sondern immer auch didaktische, inhaltliche und machtkritische Dimensionen umfassen. Besonders die Gespräche über Zugangsvoraussetzungen und technische Barrierefreiheit verdeutlichten, wie zentral diese Aspekte für eine inklusive Gestaltung von OER sind.
Der Community-Abend machte deutlich, dass sich OEP insbesondere in konkreten Praktiken des Teilens und gemeinsamen Weiterentwickelns entfalten. Weil [OEP nicht leicht zu definieren sind](https://oer.community/recap-foerbico-tagung-2026/), wird ihre Bedeutung am besten im Handlungsgeschehen und in kollaborativen Praktiken erfahrbar.
## Learnings: Etabliete Muster produktiv irritieren
OER und OEP eröffnen mit ihrem Ansatz das Potenzial, bestehenden Ausgrenzungsstrukturen im Bildungssystem entgegenzuwirken. Sie erfordern jedoch technische Infrastrukturen vom Zugang zu geeigneter Hardware bis hin zu Kompetenzen im Umgang mit digitalen Tools und offenen Arbeitsweisen als auch entsprechende didaktische und institutionelle Rahmenbedingungen.
Eine offene didaktische Haltung kann etablierte Lernmuster irritieren, da viele Studierende vor allem lehrendengesteuerte und stark vorstrukturierte Formen des Lernens kennen. Offene Bildungspraktiken zielen jedoch darauf, diese Routinen aufzubrechen und neue Formen der Partizipation und Wissensproduktion zu ermöglichen. Dies fordert die Hochschuldidaktik heraus: Partizipation von Studierenden erschöpft sich nicht nur in Referaten und Gruppenarbeiten, sondern bedeutet eine echte Beteiligung im gesamten Lehr- und Lernprozess.
Offene Bildungspraktiken im Hochschulkontext stehen häufig strukturellen Widerständen entgegen, etwa restriktive Lizenzierungsvorgaben oder begrenzte zeitliche Ressourcen in der Vorbereitung und Durchführung von Lehre.
Darüber hinaus impliziert Offenheit ein erhöhtes Maß an Transparenz, wodurch bestehende Machtverhältnisse oft überhaupt erst sichtbar werden. Gerade darin liegt jedoch ein großes Potenzial: OEP können dazu beitragen, die Wissensproduktion partizipativer zu gestalten. Zum Beispiel durch sog. [Open Text Books](https://open.umn.edu/opentextbooks), die mit CC-Lizenzen ausgestattet sind, damit Lernende die Lerninhalte adaptieren und selbstständig weiterentwickeln können.
Es geht nicht um die unmittelbar perfekte Umsetzung offener Bildungspraktiken, sondern vielmehr um eine schrittweise Transformation von Lehr- und Lernkulturen und letztlich um eine veränderte [Haltung](https://oer.community/open-ist-eine-haltung/) der Lehrenden und Lernenden.
## OEP und Demokratiebildung - Quo vadis?
Der Fokus auf partizipative Lehr-Lernformate lässt sich aktuell angesichts gegenwärtiger Debatten um offene Bildung beobachten. OEP erscheinen dabei zunehmend als Antwort auf eine von „Post-Truth“-Dynamiken geprägte Wissensordnung [(vgl. Glassmann/ Tilak/ Kang)](https://doi.org/10.1080/01587919.2023.2267468).
Offene Bildungspraktiken sind ein Baustein für einen produktiven und zugleich kritischen Umgang mit generativer KI. Denn von ihrer Logik her sind OER und OEP auf Transparenz, Veränderbarkeit und Teilhabe ausgelegt, während KI eine Blackbox darstellt, in der weder Input noch Output nachvollziehbar werden. [Otto 2026](https://www.fau.tv/series/mit-oer-zu-einer-kultur-des-teilens-w25/1-aktuelle-herausforderungen-und-perspektiven-fur-oer-und-oep-w25), ging auf diesen Aspekt bei seiner Keynote auf der [FOERBICO-Tagung](https://oer.community/recap-foerbico-tagung-2026/) genauer ein. Er zeigt auf, dass vor allem delegierbare und summative Aufgaben von KI unterstützt gelöst werden können, wohingegen der hochschuldidaktische Fokus auf Prozessorientierung gelegt werden sollte. Somit bilden OER und OEP einen Hebel, um KI-Literacy zu erwerben und dem KI-Fog zu entkommen.
OEP verschieben die Rolle von Studierenden grundlegend weg von der Rezeption hin zur aktiven Mitgestaltung von Wissen. In offenen, kollaborativen Settings kann Lernen damit selbst zu einer demokratischen Praxis werden. Informationen werden nicht nur aufgenommen, sondern gemeinsam geprüft und verantwortungsvoll weiterentwickelt. Das demokratiefördernde Potenzial von OEP liegt insbesondere darin, dass epistemische Autorität im Prozess kooperativer Aushandlung entsteht.
Zugleich zeigt sich nicht zuletzt im Rahmen der Tagung , dass diese Formen der Offenheit eine bewusste didaktische Rahmung sowie den gezielten Aufbau entsprechender Kompetenzen benötigt, um ihr volles Potenzial ausschöpfen zu können.
Die Zukunft von OEP wird daher entscheidend davon abhängen, inwiefern es gelingt, diese Prozesse nachhaltig in Lehr- und Lernkulturen zu verankern und in eine gelebte Praxis zu überführen.
Literatur:
Alheit, P. (2020). [Ein kritischer Blick auf Öffnungs- und Schließungstendenzen ausgewählter europäischer Universitätssysteme](https://books.google.de/books?hl=de&lr=&id=cHGYEAAAQBAJ&oi=fnd&pg=PA19&dq=Peter+Alheit+ausschluss+universit%C3%A4t&ots=EEGcjwidXo&sig=pceMTheIk257mawLz-D_dZou5OM#v=onepage&q&f=false.), in: Iller C.; Lehmann, B.; Vierzigmann, G.; Vergara S. (Hg.): Von der Exklusion zur Inklusion. Weiterbildung im Sozialsystem Hochschule, Bielefeld, 1932.
Bali, M.; Cronin, C. & Jhangiani, R. S. (2020). [Framing Open Educational Practices from a Social Justice Perspective](https://doi.org/10.5334/jime.565), in: Journal of Interactive Media in Education, 10(1), 112.
Glassman, M.; Tilak, S. & Kang, M. J.(2023) [Transcending post-truth: Open educational practices in the information age](https://doi.org/10.1080/01587919.2023.2267468), in: Distance Education, 44 (4), 637-654.
Bildnachweis:
Foto von [Nk Ni](https://unsplash.com/de/@nkhasebe) auf [Unsplash](https://unsplash.com/de/fotos/eine-person-die-ein-schild-halt-auf-dem-bildung-fur-alle-steht-wgS7Iz0Chtg)

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name: 'OER im Blick 2026 - Welcome to the Jungle'
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Am 28. und 29. April 2026 fand in Köln die Statuskonferenz „OER im Blick“ im Rahmen der OER-Strategie des Bundes statt. Wie in den Vorjahren wurde sie an einem besonderen Ort veranstaltet diesmal im smartvillage mit lateinamerikanischem Flair.
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id: https://oer.community/oer-im-blick-2026
creator:
- givenName: Gina
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- givenName: Phillip
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- Gina Buchwald-Chassée
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Am 28. und 29. April 2026 fand in Köln die Statuskonferenz „OER im Blick“ im Rahmen der OER-Strategie des Bundes statt. Wie schon in den Vorjahren wurde die Veranstaltung an einem besonderen Ort durchgeführt diesmal im smartvillage mit lateinamerikanischem Flair. Im Blogbeitrag teilen wir Eindrücke vom FOERBICO-Team mit euch.
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tags:
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- OER-Strategie
- FOERBICO in Kontakt
- Community
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Am 28. und 29. April 2026 fand die Statuskonferenz „[OER im Blick](https://www.oer-strategie.de/konferenz/)“ der [OER-Strategie](https://www.oer-strategie.de/) des Bundes in Köln statt. Wie bei der letztjährigen Konferenz in der Imaginata in Jena (siehe [Blogbeitrag](https://oer.community/oer-im-blick-2025/)) und der Auftaktkonferenz 2024 im EXPERIMINTA ScienceCenter in Frankfurt a.M. (siehe [Blogbeitrag](https://oer.community/rueckblick-auftaktkonferenz-oer-im-blick/)) wurde auch dieses Mal ein außergewöhnliches Ambiente gewählt: das smartvillage mit seinem lateinamerikanischen Flair. In inspirierender Umgebung sind wir auf eine gemeinsame Expedition durch das vielfältige OER-Ökosystem gegangen und nehmen euch in diesem Blogbeitrag mit auf die Reise.
## KI in der Bildung weiterhin zentrales Thema
Nach der Begrüßung von Bettina Schwertfeger vom Bundesministerium für Bildung, Familie, Senioren, Frauen und Jugend (BMBFSFJ) über die bedeutende Rolle digitaler Bildung und dahingehend auch von Open Educational Practices (OEP) sowie Open Educational Resources (OER) ging es nach der Keynote von Prof. Daniel Otto bei der [OER im Blick 2025](https://www.oer-strategie.de/konferenz/dokumentation-der-statuskonferenz-2025/) auch in diesem Jahr um das "hot topic" KI. Am ersten Konferenztag stellten Dr. Steffen Schneider (KI macht Schule) und Joscha Falck (Mittelschule Rednitzhembach) in ihrer Keynote "OER und KI: Was, warum, wozu und wie Praxisperspektive Schule?" [AIS Schule](https://ais.schule/) als Plattform zur Vernetzung aller Akteur:innen im Bildungssystem und zeigten die Ambivalenz zwischen unreflektierter KI-Adoption und den Chancen für individualisiertes Lernen. KI könne Basiskompetenzen sichern und Future Skills fördern entscheidend sei jedoch die didaktische Einbettung, die ein Umdenken erfordere: weg von starrer Aufgabenlogik hin zu offeneren Lernprozessen mit KI als Lernbegleiter zur Reflexion. Gleichzeitig werde es wichtiger, das *Warum* des Lernens zu vermitteln. Herausforderungen liegen in der Trägheit des Systems, fehlendem Austausch unter Lehrkräften und der Tatsache, dass KI als Querschnittsthema alle Fächer betrifft. Als Perspektive wurde betont, dass OER und Community-Initiativen Lücken schließen können, die staatliche Strukturen (noch) offen lassen. Voraussetzung für sinnvolle KI-Nutzung ist AI Literacy. Offene Frage bleibt, wie alle Akteure besser vernetzt werden können mögliche Ansätze sehen die Vortragenden in Plattformen wie AIS Schule.
Auch am zweiten Konferenztag griff Prof. Stefan Wölwer, Hochschule für angewandte Wissenschaft und Kunst Hildesheim/Holzminden/Göttingen in seiner Keynote "OER und KI: Was, warum, wozu und wie Praxisperspektive Hochschulnetzwerk HAWKI?" das Thema auf und beleuchtete die Hochschulperspektive. Mit [HAWKI](https://hawki-info.hawk.de/de) als kostenfreies Open-Source-Interface für generative KI soll Hochschulen ein datenschutzkonformer und niedrigschwelliger Zugang zu aktuellen KI-Modellen ermöglicht werden. Neben Studierenden sollen perspektivisch auch Schulen von der KI-Lösung profitieren.
Auch in den Workshops, Vorträgen sowie vorgestellten OE_Space-Pitchprojekten wurden Ansätze, Tools oder Ideen präsentiert, um OER und OEP im Zeitalter von KI zu gestalten und weiterzuentwickeln.
👉 Wenn ihr auch an dem Thema interessiert seid und euch mit anderen dazu austauschen möchtet, laden wir euch herzlich in unserem offenen Element Raum "[OER + KI](https://matrix.to/#/#oer-ki:rpi-virtuell.de)" ein! Falls ihr noch kein Element habt, erhaltet ihr hier eine [Anleitung](https://rpi-virtuell.de/bei-element-anmelden/).
## Ohne Kompass durchs Gestrüpp? Workshop zu Qualitätskriterien für Orientierung im OER-Dschungel
Open Educational Resources stehen für Offenheit, Vielfalt und Gestaltungsfreiheit, zugleich aber auch für Unübersichtlichkeit, Unsicherheit und Orientierungslosigkeit. Im Workshop stellten Laura und Phillip die im FOERBICO Projekt entwickelten Qualitätskriterien für OER vor und beleuchteten deren Entstehung, Anwendung und Weiterentwicklung.
![](OER-im-Blick-2026-Workshop.jpg)
Zu Beginn wurden die Teilnehmenden gebeten, eine konkrete Herausforderung bzw. „Stolperstelle“ zu benennen, die ihnen im Umgang mit OER begegnet ist. Nach einer kurzen Sammlung und ersten Einordnung dieser Aspekte führten Phillip und Laura in die OER-Qualitätskriterien ein. Diese umfassen vier Dimensionen didaktisch-pädagogische, rechtliche, technische sowie religionspädagogische Aspekte und dienen als strukturierender Orientierungsrahmen für Reflexion und Qualitätsentwicklung.
Dabei wurde auch auf Expert:inneninterviews Bezug genommen, die im Zuge des Entwicklungsprozesses unterschiedliche Qualitätsverständnisse aus Wissenschaft und Praxis sichtbar machten. Die Qulitätskriterien wurden nicht nur theoretisch besprochen, sondern mit den Teilnehmenden auf ihre jeweilige "Stolperstelle" angewandt. Die Rückmeldungen und Impressionen halfen Chancen und Grenzen dieser aufzuzeigen und zugleich fand eine Anwendung der Qualitätskriterien als „wachsendes Dokument“ innerhalb der Workshopgruppe statt.
Eine zentrale Frage steht weiterhin im Raum: Wie können Qualitätskriterien nachhaltig in OER-Communities und in der Bildungspraxis verankert werden? Die Gespräche während und im Nachgang des Workshops haben deutlich gemacht, dass die entwickelten Qualitätskriterien als ein tragfähiger Orientierungsanker wahrgenommen werden, der je nach Kontext adaptiert und produktiv genutzt werden kann.
Die Aufgabe der Communities besteht daher nicht nur darin, diese Kriterien zu verbreiten, sondern sie aktiv in konkrete Praxiszusammenhänge zu übersetzen, d.h. durch Erprobung, kontextsensible Weiterentwicklung und die Integration in bestehende Arbeitsprozesse. Entscheidend ist es, Räume zu schaffen, in denen Qualitätsfragen gemeinsam ausgehandelt und anhand konkreter Materialien erprobt werden können.
👉 Zu den [Qualitätskriterien](https://oer.community/qualitaet/) und zur [Präsentation](https://git.rpi-virtuell.de/Comenius-Institut/FOERBICO_und_rpi-virtuell/src/branch/main/Website/content/de/posts/2026-05-04-OER-im-Blick-2026/2026_04_28_Ohne%20Kompass%20durchs%20Gestru%CC%88pp%20-%20Qualita%CC%88tskriterien%20fu%CC%88r%20Orientierung%20im%20OER%20-Dschungel.pdf)
## Dezentrale OER-Vernetzung mit Nostr
Die OER-Landschaft ist stark fragmentiert. Der plattformübergreifende Austausch von Bildungsmaterialien erfordert hohen technischen Aufwand, wodurch vor allem kleine Bildungsakteure auf Hürden stoßen. Kollaboration und Open Educational Practices (OEP) bleiben aufgrund fehlender technischer Grundvoraussetzungen oft theoretisch. Als Lösung wurde der Ansatz diskutiert, Lernplattformen über das dezentrale Social-Media-Protokoll Nostr miteinander zu vernetzen. Daraus entstanden im Rahmen eines HackathOERns erste Konzepte, aus der dank der Sprint-Förderung die Kalender-App ComCal hervorging, die später zu EduFeed weiterentwickelt wurde. EduFeed ermöglicht neben dem Erstellen von Communities und dem Teilen von Terminen auch das Hochladen, Teilen und Finden von Bildungsmaterialien. Im Workshop probierten Teilnehmende EduFeed direkt aus, gründeten Communities, teilten Termine und Materialien und diskutierten anschließend Potenziale, Grenzen und notwendige Voraussetzungen für die Umsetzung von OEP in der Praxis.
👉 Zu den [Workshop-Folien](https://pad.edufeed.org/p/TUuKEvfBB#/)
Im Rahmen von FOERBICO möchten wir darauf aufbauend einen Community-Hub im Sinne einer *Community of Communities* dezentral auf dem Nostr-Protokoll aufbauen. Uns freut daher sehr, dass der Grundgedanke bei den Workshopteilnehmenden aus verschiedenen OER-Communities auf positive Resonanz gestoßen ist!
👉 Jeden Mittwoch findet außerdem von 10:30 bis ca. 11:30 Uhr ein offener Austausch für alle Interessierten unter comenius.de/zoom statt - herzliche Einladung dabei zu sein und auch dem [Edufeed-Elementraum](https://matrix.to/#/#edufeed:rpi-virtuell.de) beizutreten.
## OE_COMmunity Forum Projekte, Perspektiven, Partnerschaften
Als Rundgang konnten sich die verschiedenen Projekte der Förderrichtlinie OE_COM vom BMBFSFJ vorstellen. Wir von FOERBICO sind eines der geförderten Projekte und haben uns sehr darüber gefreut, unser Projekt vorstellen zu dürfen. Unser Ziel ist die Stärkung offener Bildungspraktiken in religionsbezogenen Communities. Neben der Entwicklung eines Community-Hub zur Verntzung verschiedener bereits vorhandener Communities, wie [relilab](https://relilab.org/), [reliGlobal](https://religlobal.org/), [narrt](https://narrt.de/), [RELImentar](https://relimentar.de/) und viele mehr, wurden auch die [Qualitätskriterien](https://oer.community/qualitaet/) sowie die wichtigsten Erkenntnisse der empirischen Begleitforschung vorgestellt.
👉 Weitere Einblicke zu den Ergebnissen der Begleitforschung findet ihr im [Blogbeitrag zur FOERBICO-Zwischenfazittagung](https://oer.community/recap-foerbico-tagung-2026/).
![](OER-im-Blick-2026-Projektvorstellung.jpeg)
[Austausch mit Co-Woerk](https://www.co-woerk.de/)
## Fazit - Impulsreich, inspirierend und ein bisschen slOERkig
Wie auch in den vorherigen Jahren haben wir bei der Konferenz viel Neues lernen dürfen, spannende Impulse erhalten und dank [Jöran Muuß-Meerholz](https://joeran.de/joeran/) wissen wir jetzt endlich, was slOERken bedeutet (= besserwisserisches Nörgeln von Menschen, die unter Openess-Vorzeichen arbeiten, dass etwas, was offen gemeint ist, nicht offen genug sei) 😉. Zudem hat er uns ermutigt, trotz Brüchen und Inkonsequenzen aufgrund von Plattformlogiken oder Zugänglichkeitsproblemen Offenheit im Sinne von Zugänglichkeit zu verstehen. Mit diesen und neuen Ideen sowie Ansätzen für unsere Weiterarbeit im Gepäck ging es dann für uns zurück in den Alltagsdschungel 🐒

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## Verwendung geschützter Elemente ## Verwendung geschützter Elemente
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