Liebe Laura, lieber Phillip, hier ein paar Anmerkungen zu eurem Text: Ihr verfolgt eine interessante Leitfrage, nämlich ob OEP partizipatives Lernen und Demokratiebildung fördern können. Eure Antwort, dass das stimmt, aber nur unter bestimmten didaktischen, institutionellen und machtkritischen Bedingungen, finde ich eine gute und differenzierte These; gerade weil ihr einen reinen OEP-Optimismus vermeidet und deutlich macht, dass Offenheit nicht automatisch inklusiv oder demokratisch ist. Die inhaltliche Kohärenz ist m.E. noch nicht ganz gegeben, weil der Text zwischen den Ebenen Tagungsbericht, Bericht über den eigenen Workshop, grundsätzliche theoretische Reflexion zu OEP und normative These zu Demokratiebildung wechselt. Das macht das Lesen nicht immer einfach und flüssig, weil die noch nicht ganz sauber aufeinander bezogen sind. Dadurch verliert eure Argumentationslinie stellenweise an Schärfe, was schade ist. Ich würde also überlegen: Ist es ein Tagungsbericht? Ein Reflexionsbeitrag zum eigenen Workshop? Oder ein essayistischer Beitrag zur Leitfrage, ob OEP Demokratiebildung fördern? Weil momentan ist es etwas von allem. Einige Abschnitte wirken eher deskriptiv („was auf der Tagung passiert ist“), andere stark theoretisch („epistemische Autorität“, „post-truth-Dynamiken“). Der Übergang ist nicht immer glatt. Ich finde, ihr könnt eure Frage des Titels „Können OEP partizipatives Lernen und Demokratiebildung fördern?“ schon viel früher im Text als Argumentationachse etablieren. Derzeit beginnt ihr stark mit dem Tagungskontext, aber die eigentliche These wird erst im Verlauf deutlicher. Vielleicht ist es hilfreich schon in der Einleitung klar zu sagen, warum diese Frage wichtig ist, welche Antwort der Beitrag gibt, und wie die Tagung dafür Beispiele geliefert hat. Ihr verwendet auch einige stark wissenschaftlichen Begrifflichkeiten („Schließungstendenzen“, „Machtasymmetrien“, „produktiv irritieren“, „reflexive, machtkritische Praxis“, „epistemische Autorität“) - was ja gut ist. Aber mit Blick auf den Duktus eures Textes spießt es sich da ein wenig. Ohne kurze Erläuterung wirken sie für ein breiteres Publikum schnell abstrakt oder formelhaft. Beim Lesen ging es mir so, dass ich dem Text auf der Oberfläche zwar folgen kann, aber nicht immer genau sofort verstehe, woran das Gesagte praktisch sichtbar wird. Und schließlich zum Community-Abend-Abschnitt: Der Abschnitt zum Community-Abend bleibt aktuell etwas lose. Er beschreibt ein offenes Austauschformat, aber die Verbindung zur Leitfrage wird noch nicht ganz überzeugend hergestellt. Ich fände es super, wenn ihr den Community-Abend stärker als Beleg ausarbeiten könntet, damit dieser Abschnitt noch an Profil gewinnt. Also: Was war an dem Format tatsächlich offen? Wer konnte was einbringen? Gab es Moderation, Dokumentation, kollaborative Weiterarbeit? Wie wurde aus Austausch tatsächliche Mitgestaltung? Wie zeigt sich daran eine Verbindung von OEP und Demokratiebildung? Was euer Text schon gut leistet ist eine gute Differenzierung von OER und OEP, dass ihr Demokratisierung nicht naiv versteht und eine Verbindung von Teilhabe, Wissensproduktion und Machtkritik herstellt. Das ist super wichtig! |
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FOERBICO und rpi-virtuell
Förderung offener Bildungspraktiken in religionsbezogenen Communities durch die Entwicklung eines koordinierten OER-Ökosystems (FOERBICO)
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Dieses Projekt fördert und unterstützt Communities, die offene Bildungsressourcen (OER) erstellen, die frei und öffentlich zugänglich sind. Unser Ziel ist es, hochwertige Lernmaterialien zu erstellen und zu verteilen, die von allen genutzt, angepasst und weiterentwickelt werden können.
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